Myasthenie beim Chihuahua: Ursachen, Symptome und Behandlung

Zittern oder Tremor bei Hunden ist eine unwillkürliche, rhythmische Muskelbewegung, die als wiederholtes Muskelzittern oder -schütteln wahrgenommen wird. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Zittern und Myasthenie, insbesondere im Zusammenhang mit Chihuahuas.

Grundlagen und mögliche Ursachen von Zittern bei Hunden

Das Zittern bei Hunden kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden. Häufig ist es ein Zeichen für eine physiologische Reaktion des Körpers auf äußere oder innere Reize.

Physiologische Ursachen

Eine der häufigsten Ursachen für Zittern ist Kälte. Hunde zittern, um Wärme zu erzeugen, wenn die Umgebungstemperatur zu niedrig ist. Stress und Angst können ebenfalls Zittern hervorrufen, da der Körper auf diese emotionalen Zustände mit einer erhöhten Muskelaktivität reagiert.

Medizinische Ursachen

Es gibt jedoch auch medizinische Ursachen für Zittern. Dazu gehören neurologische Störungen, die das zentrale Nervensystem betreffen, wie Epilepsie oder Gehirnverletzungen. Stoffwechselstörungen wie Hypoglykämie können ebenfalls Zittern verursachen. Andere mögliche Ursachen sind Vergiftungen, die durch den Verzehr toxischer Substanzen entstehen können, sowie bestimmte Infektionen und Erkrankungen, die das Immunsystem betreffen. Wenn das Zittern mit Appetitlosigkeit einhergeht, kann dies auf eine Erkrankung des Verdauungssystems oder eine systemische Infektion hindeuten.

Wann sollte man einen Tierarzt aufsuchen?

Ein Tierarzt sollte aufgesucht werden, wenn das Zittern plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auftritt, insbesondere wenn es von anderen Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, Schwäche oder Verwirrtheit begleitet wird. Wenn das Zittern anhaltend ist, sich verschlimmert oder wenn es den normalen Alltag des Hundes beeinträchtigt, ist ein Besuch beim Tierarzt ebenfalls ratsam.

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Symptomerkennung und tierärztliches diagnostisches Vorgehen

Für den Tierhalter ist es wichtig, das Muster und die Intensität des Zitterns zu beobachten. Notieren Sie, wann das Zittern auftritt, wie lange es dauert und ob es durch bestimmte Umstände ausgelöst wird. Diese Informationen können dem Tierarzt bei der Diagnose helfen.

Diagnostisches Vorgehen

Der Tierarzt wird zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen, um den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes zu bewerten. Blutuntersuchungen können erforderlich sein, um Infektionen, Stoffwechselstörungen oder Vergiftungen auszuschließen. Bei Verdacht auf neurologische Probleme könnte eine weiterführende Diagnostik, wie eine MRT oder CT, notwendig sein, um das Gehirn und das Rückenmark genauer zu untersuchen. Die Diagnose umfasst in der Regel eine gründliche körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen und möglicherweise bildgebende Verfahren wie Röntgen.

Was kann der Tierhalter tun und professionelle Therapieoptionen?

Wenn das Zittern auf Kälte zurückzuführen ist, sollten Sie den Hund in eine warme Umgebung bringen und eventuell mit einer Decke zudecken. Bei Stress oder Angst kann Beruhigung helfen. Schaffen Sie eine ruhige, sichere Umgebung, und versuchen Sie, Ihren Hund zu beruhigen, indem Sie sanft mit ihm sprechen oder ihn streicheln. Wenn Sie vermuten, dass das Zittern durch Unterzuckerung verursacht wird, geben Sie Ihrem Hund eine kleine Menge zuckerhaltiger Nahrung oder ein spezielles Nahrungsergänzungsmittel, das von Ihrem Tierarzt empfohlen wird. In jedem Fall ist es wichtig, das Verhalten und die Symptome Ihres Hundes genau zu beobachten. Wenn sich der Zustand Ihres Hundes verschlechtert oder das Zittern anhält, suchen Sie unbedingt einen Tierarzt auf, um eine genaue Diagnose zu erhalten und geeignete Behandlungsmaßnahmen einzuleiten.

Myasthenia Gravis: Eine spezifische Ursache für Muskelschwäche

Myasthenia gravis ist eine neuromuskuläre Autoimmunerkrankung, bei der die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln beeinträchtigt ist. Sie ist eine ernste Erkrankung in der Veterinärmedizin, über die Behandlungsmethoden informieren. Bei dieser Erkrankung bilden sich Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren, die die Blockade und auch den Abbau des Acetylcholinrezeptors zur Folge haben.

Angeborene und erworbene Formen

Diese Autoimmunerkrankung kann ohne nachweisbare Ursache beim jungadulten Hund auftreten, kann aber auch bei Tumoren als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom auftreten. Besonders häufig wird Myasthenia gravis bei Tumoren des Thymus (Thymom) beschrieben. Bei der seltenen angeborenen Myasthenia gravis (z. B. beim Jack Russel Terrier, Foxterrier, Springer Spaniel, Zwergdackel, einigen Katzen) fehlen Acetylcholinrezeptoren auf dem Muskel.

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Pathophysiologie

Die Folge ist in beiden Fällen eine reduzierte Interaktion zwischen Acetylcholin, das als Botenstoff (Neurotransmitter) aus dem peripheren Nerv in den synaptischen Spalt freigesetzt wird, und dem Acetylcholinrezeptor an der Muskelmembran. Bei unseren Patienten macht sich das als sehr typische anstrengungsabhängige Schwäche bemerkbar: Hunde zeigen häufig zunehmend kürzere Schritte in den Hintergliedmaßen, aufgekrümmten Rücken, müssen sich oft hinsetzen und erreichen einen Punkt, an dem sie nicht mehr laufen können. Eine kurze Pause führt jedoch meist zur Erholung, der Hund beginnt wieder normal zu laufen, zunehmende Belastung löst dann aber wieder die gleichen Symptome aus.

Assoziation mit Megaoesophagus

Häufig ist die Myasthenia gravis mit einem Megaoesophagus assoziiert. Dabei handelt es sich um eine Schwäche der Speiseröhrenmuskulatur, die zu einer generalisierten Erweiterung der Speiseröhre (Ösophagus) führt. Megaoesophagus ist eine lebensbedrohliche Komplikation, da die Tiere sich häufig verschlucken, unverdautes Futter, das in der Speisröhre liegt, regurgitieren und dadurch zu Aspirationspneumonie (Lungenentzündung) neigen.

Diagnose von Myasthenia Gravis

Die Diagnose kann auf dreierlei Arten gestellt werden:

  1. Eine diagnostische Injektion von Neostigmin führt zu einer schnellen anhaltenden Besserung der Schwäche.
  2. Im Blutserum sind Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren vorhanden. Hierzu wird oft Blut in ein internationales Referenzlabor geschickt.
  3. Bei Nervenstimulationsstudien (repetitive Nervenstimulation) wird der Nerv wiederholt stimuliert und jedes Mal das Muskelpotential aufgezeichnet. Es zeigt sich eine zunehmend reduzierte Amplitude (Dekrement) des Muskelpotentials bei wiederholter Nervenstimulation.

Welche der drei diagnostischen Verfahren für Ihren Hund die geeignetste Testmethode ist, wird Ihr Tierneurologe entscheiden.

Therapieansätze

Die Therapie basiert auf der Gabe von lang-wirkenden Acetlycholinesteraseblockern (Pyridostigmin) und zusätzlicher Immunsuppression (z. B. Azathioprin) bzw. Immunmodulation, wenn keine Lungenentzündung durch Aspiration von Futter (Aspirationspneumonie) vorliegt. Aspirationspneumonie muss mit Antibiotika behandelt werden. Bei Megaoesophagus muss unbedingt auf Fütterung von erhobenen Positionen und bis zu 30 Minuten lang Hochhalten des Kopfes nach der Fütterung geachtet werden. In schweren Fällen von Megaoesophagus kann es erforderlich sein, die Tiere mit einer Magensonde zu ernähren.

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Kehlkopflähmung: Eine weitere mögliche Ursache für Atembeschwerden

Die Kehlkopflähmung (Synonyme Stimmbandlähmung, Stimmfaltenlähmung) bei Hund und Katze ist eine fortschreitende Lähmung der Kehlkopfmuskulatur, die zu Atembeschwerden, schwerer Atemnot oder sogar Tod durch Ersticken führen kann.

Ursachen und Symptome

Die genaue Ursache der Kehlkopflähmung ist nicht bekannt und wird daher "idiopathisch" genannt. Nach derzeitigem Kenntnisstand kommt es zu einer Degeneration des Nervus laryngeus recurrens (Kehlkopfnerv) mit der Folge einer Atrophie (Rückbildung) der Kehlkopfmuskulatur. Als erste Anzeichen einer Kehlkopflähmung werden oft eine Stimmveränderung (heiseres Bellen), Würgen oder Husten vor allem nach Futteraufnahme beobachtet. Weitere Symptome sind Konditionsschwäche und eine zunehmend erschwerte Atmung. Dem Tierbesitzer fällt die Krankheit oft erst auf, wenn sein Tier ungewohnte Atemgeräusche zeigt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Erkrankung oft schon weit fortgeschritten. Gerade bei Aufregung, Hitze oder Anstrengung kann es dann zu starker Atemnot mit Zyanose (Blauverfärbung) der Maulschleimhäute und sogar zum Kollaps mit Bewusstlosigkeit kommen.

Diagnose und Behandlung

Für die Diagnose der Kehlkopflähmung muss der Hund bzw. die Katze in eine leichte Narkose versetzt werden und die Bewegung der Stimmfalten bei der Ein- und Ausatmung beobachtet werden. Bei einer Kehlkopflähmung weitet sich die Öffnung zwischen den Stimmfalten während der Einatmung nicht, sondern die Stimmfalten hängen schlaff im Luftstrom und engen die Öffnung zur Luftröhre ein. Eine Operation ist die Behandlungsmethode der Wahl. Bei dem Eingriff (Lateralisation des Aryknorpels) wird mittels nicht resorbierbaren Nahtmaterials einer der beiden sogenannten Aryknorpel, an dem jeweils eine Stimmfalte befestigt ist, nach außen gezogen und an einem anderen Kehlkopfknorpel (Cricoid oder Thyroid) fixiert. In der Folge bekommt der Tierpatient wieder deutlich besser Luft bei der Einatmung. Es reicht in den meisten Fällen aus, nur einen der beiden Aryknorpel zu operieren. Da die Anatomie im Bereich des Kehlkopfes komplex ist, wird dieser Eingriff von spezialisierten Kleintierchirurgen vorgenommen. Die Operation dauert etwa 30 Minuten, und in 90% der Fälle wird eine Beschwerdefreiheit erreicht.

Autoimmunerkrankungen und die Rolle der Ernährung

Autoimmunerkrankungen bei Hunden stellen eine ernsthafte Herausforderung dar, bei denen das Immunsystem des Hundes fälschlicherweise körpereigene Zellen und Gewebe angreift. Diese Störung kann in vielfältigen Formen auftreten und sich auf unterschiedliche Organsysteme auswirken, was die Diagnose und Behandlung oft erschwert.

Ursachen von Autoimmunerkrankungen

Die genaue Ursache für Autoimmunerkrankungen ist oft schwer zu bestimmen. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Einflüssen eine Rolle spielt. Hier sind einige der Hauptfaktoren, die zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen bei Hunden beitragen können:

  • Genetische Prädisposition: Bestimmte Hunderassen haben eine genetische Veranlagung, die sie anfälliger für Autoimmunerkrankungen macht. Besonders betroffen sind oft Rassen wie der Deutsche Schäferhund, der Golden Retriever, der Labrador Retriever und der Cocker Spaniel.
  • Infektionen: Infektionen durch Viren, Bakterien oder Parasiten können das Immunsystem des Hundes dazu veranlassen, fehlgeleitete Angriffe auf körpereigene Zellen zu starten.
  • Umweltfaktoren: Umweltgifte, Schadstoffe und Chemikalien, denen der Hund ausgesetzt ist, können das Immunsystem belasten.
  • Impfungen und Medikamente: In seltenen Fällen können Impfstoffe oder bestimmte Medikamente bei empfindlichen Hunden Autoimmunreaktionen auslösen.
  • Ernährung: Die Ernährung des Hundes kann das Immunsystem entweder stärken oder schwächen. Eine unausgewogene Ernährung mit minderwertigen Zutaten und künstlichen Zusatzstoffen kann zu Entzündungen und einer überaktiven Immunantwort führen.

Arten und Symptome von Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen können in unterschiedlichen Formen auftreten, je nachdem, welches Organ oder welche Gewebe vom fehlgeleiteten Angriff des Immunsystems betroffen ist. Hier sind einige der häufigsten Autoimmunerkrankungen bei Hunden und ihre jeweiligen Symptome:

  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE): Betrifft mehrere Organsysteme gleichzeitig. Symptome sind Gelenkschmerzen, Lahmheit, Fieber, Hautausschläge, Gewichtsverlust, Nierenerkrankungen.
  • Autoimmunhämolytische Anämie (AIHA): Das Immunsystem greift die roten Blutkörperchen an und zerstört sie. Symptome sind Blässe der Schleimhäute, Schwäche, Atemnot, schnelles Ermüden, Gewichtsverlust, Ohnmacht.
  • Pemphigus: Betrifft die Haut. Symptome sind Blasen und Geschwüre auf der Haut und den Schleimhäuten, Juckreiz, Haarausfall, schuppige Haut.
  • Myasthenia gravis: Die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln ist beeinträchtigt. Symptome sind Muskelschwäche, Schluckbeschwerden, allgemeine Erschöpfung, Lahmheit.
  • Morbus Addison (Hypoadrenokortizismus): Das Immunsystem greift die Nebennieren an. Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Schwäche, Dehydrierung, Gewichtsverlust.

Die Rolle der Ernährung bei Autoimmunerkrankungen

Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Gesundheit des Immunsystems. Hunde, die an Autoimmunerkrankungen leiden, benötigen eine besonders hochwertige, ausgewogene Ernährung, um das Immunsystem zu unterstützen und entzündliche Prozesse zu mindern. Eine Ernährung mit natürlichen, unverarbeiteten Zutaten kann dazu beitragen, das Immunsystem in Balance zu halten und Autoimmunreaktionen zu reduzieren.

Trockenbarf: Eine Option für Hunde mit Autoimmunerkrankungen

Trockenbarf steht für "Biologisch Artgerechtes Rohes Futter" in getrockneter Form. Es besteht in der Regel aus gefriergetrocknetem oder schonend getrocknetem rohem Fleisch, Gemüse, Obst und Knochen. Diese Art der Fütterung basiert auf der Annahme, dass Hunde als Nachfahren der Wölfe hauptsächlich Fleischfresser sind und ihre Ernährung aus rohen, naturbelassenen Zutaten bestehen sollte.

Trockenbarf kann aus mehreren Gründen besonders vorteilhaft für Hunde mit Autoimmunerkrankungen sein:

  • Keine künstlichen Zusatzstoffe: Da Trockenbarf aus naturbelassenen Zutaten besteht, enthält es keine künstlichen Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker, die Entzündungen fördern und das Immunsystem überreizen könnten.
  • Hochwertiges Protein: Hunde mit Autoimmunerkrankungen benötigen hochwertige Proteine, um geschädigte Zellen zu reparieren und das Immunsystem zu stärken. Trockenbarf liefert diese Proteine in ihrer natürlichsten Form.
  • Natürliche Mikronährstoffe: Die Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) in Trockenbarf stammen oft direkt aus den Rohzutaten und sind besser bioverfügbar als synthetische Vitamine.
  • Omega-3-Fettsäuren: Trockenbarf ist oft reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem regulieren können.

Hilfreiche Zutaten in der Ernährung

Einige spezifische Inhaltsstoffe in der Ernährung eines Hundes können das Immunsystem unterstützen und entzündungshemmend wirken:

  • Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl, Leinsamen oder Chia-Samen vorkommen, können helfen, entzündliche Prozesse zu hemmen.
  • Antioxidantien: Natürliche Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C und Carotinoide schützen die Zellen vor Schäden durch freie Radikale und unterstützen das Immunsystem.
  • Probiotika: Eine gesunde Darmflora ist entscheidend für ein starkes Immunsystem. Probiotika, wie sie in fermentierten Lebensmitteln oder als Ergänzungsmittel erhältlich sind, fördern eine gesunde Darmflora.
  • Kohlenhydrate: Komplexe, unverarbeitete Kohlenhydrate wie Süßkartoffeln oder Kürbis liefern Energie und enthalten Ballaststoffe, die die Verdauung fördern.

Qualität von Hundefutter - Was sollte man beachten?

Die Wahl des richtigen Futters ist besonders wichtig, wenn es darum geht, das Immunsystem des Hundes zu unterstützen und Autoimmunerkrankungen zu lindern. Achten Sie auf klare Deklarationen der Inhaltsstoffe und vermeiden Sie minderwertige Zutaten wie "tierische Nebenerzeugnisse" oder "Fleischmehl". Hochwertige Futtermittel sollten eindeutig beschreiben, welche Fleischquellen verwendet werden, zum Beispiel „Hühnerfleisch“ oder „Rindfleisch“. Seien Sie kritisch gegenüber vagen Bezeichnungen und künstlichen Zusatzstoffen. Bevorzugen Sie Futter, das auf natürlichen Zutaten basiert und eine gute Grundlage für die Gesundheit des Hundes bietet.

Gute und umstrittene Inhaltsstoffe

  • Gut: Frisches Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Süßkartoffeln, Hafer, Omega-3-reiche Öle.
  • Umstritten: Tierische Nebenerzeugnisse, synthetische Farb- und Konservierungsstoffe, Zucker, Füllstoffe wie Weizen oder Mais, künstliche Vitamine und Mineralstoffe.

Weitere Ursachen für Schwäche und Zittern

Kraftlosigkeit und Schwäche können auch Symptome anderer Erkrankungen wie Vergiftungen, Tumoren und Herzversagen sein. Diese muss der Tierarzt daher ausschließen. Er nimmt eine allgemeine und eine neurologische Untersuchung des Hundes vor.

Neurologische Erkrankungen

Es gibt eine Vielzahl neurologischer Erkrankungen, die zu Schwäche, Zittern oder Lähmungen führen können. Dazu gehören:

  • Bandscheibenvorfall: Kann plötzlich auftreten und Schmerzen, Lahmheit oder sogar Lähmungen verursachen.
  • Fibrokartilaginöse Embolie (FCE) und Akute Nicht-Progressive Nukleus Pulposus Extrusion (ANNPE): Plötzliche neurologische Ausfälle durch Schädigung des Rückenmarks.
  • Polyradikuloneuritis: Akute, meist immunvermittelte Entzündung der Nervenwurzeln.
  • Epilepsie: Häufigste chronische neurologische Erkrankung bei Hunden, die zu unkontrollierten Anfällen führt.
  • Vestibularsyndrom: Störung des Gleichgewichtssystems, die zu Kopfschiefhaltung, Schwanken und Erbrechen führen kann.

Endokrine Ursachen

  • Hypothyreose: Kann Neuropathien mit Lähmungserscheinungen verursachen.
  • Morbus Addison: Elektrolytstörungen (v. a. Kaliumüberschuss) können die Reizweiterleitung blockieren.
  • Diabetes mellitus: Vor allem bei Katzen kann eine diabetische Polyneuropathie auftreten.

Elektrolytverschiebungen

Ungleichgewichte bei Kalium, Natrium oder Kalzium stören die Funktion von Nerven und Muskeln.

Weitere mögliche Ursachen

  • Verletzungen an der Pfote: Splitter, Scherben oder Dornen können Schmerzen verursachen und das Aufstehen verhindern.
  • Hüftgelenksdysplasie (HD): Angeborene Veränderung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen führen kann.
  • Patellaluxation (Kniescheibenluxation): Erkrankung des Kniegelenks, die häufig bei kleinen Rassen auftritt.
  • Kreuzbandriss: Chronisch degenerative Erkrankung, die zu Lahmheit führt.
  • Megaösophagus: Ausdehnung der Speiseröhre, die zu Regurgitation und Aspirationspneumonie führen kann.

Was tun, wenn der Hund nicht aufstehen kann?

Wenn Ihr Hund nicht aufstehen kann, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Situation richtig einzuschätzen. Überprüfen Sie die Pfoten auf Verletzungen und achten Sie auf Anzeichen von Schmerzen. Sorgen Sie für eine bequeme Lagerung und kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt, um die Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Ausblick auf aktuelle Forschung

Die Forschung über das Zittern bei Hunden konzentriert sich auf die neurologischen und muskulären Aspekte, die dieses Symptom hervorrufen können. Wissenschaftler untersuchen die Rolle von Neurotransmittern im zentralen Nervensystem, um zu verstehen, wie sie die Muskelbewegungen beeinflussen. Ein Bereich, der verstärkt untersucht wird, ist die genetische Prädisposition für Tremore bei bestimmten Hunderassen. Genetische Studien zielen darauf ab, spezifische Gene zu identifizieren, die bei der Entwicklung von Tremoren beteiligt sind. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung von Bildgebungstechnologien, um die Gehirnaktivität bei zitternden Hunden besser zu visualisieren. Parallel dazu wird an der Entwicklung neuer Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel geforscht, die die Symptome des Zitterns bei Hunden lindern können. Eine interessante Entwicklung in der Forschung ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Stress und Zittern bei Hunden. Die Erforschung der Ernährungsfaktoren, die das Zittern beeinflussen können, ist ein weiterer spannender Bereich. Ein weiterer bedeutender Forschungsansatz ist die Untersuchung der Rolle des Immunsystems bei der Entstehung von Tremoren. Die Forschung zu den Auswirkungen von Alter und Lebensstil auf das Zittern bei Hunden nimmt ebenfalls zu. Schließlich gibt es auch Forschungsprojekte, die sich mit alternativen Behandlungsmethoden für Zittern bei Hunden befassen. Dazu gehören Akupunktur, Physiotherapie und Homöopathie.

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