Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim ist eine hochspezialisierte Fachklinik für neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation erwachsener Patienten nach schweren, erworbenen Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der neurologischen Frührehabilitation von Patienten mit schweren Hirnschädigungen bietet die Klinik ein breites Therapieangebot, um den individuellen Behandlungserfolg zu unterstützen. Das Ziel des Behandlungsteams ist es, auch schwerst schädel-hirn-verletzten Patienten Lebensqualität zurückzugeben. Im Mittelpunkt aller therapeutischen Ansätze steht stets die gesamte Persönlichkeit des kranken Menschen. Lebensqualität kann dabei immer nur aus der Sicht des jeweiligen Patienten beurteilt werden.
Struktur und Ausstattung
Das Fachkrankenhaus Neresheim hat den Status eines Akutkrankenhauses (§ 39 SGB V) und verfügt über 64 Betten, von denen 24 auf einer Intensivpflegestation mit Beatmung untergebracht sind. Der zugewiesene Versorgungsauftrag im Bereich der neurologischen Frührehabilitation, Phase B, umfasst alle 64 Betten (Bescheid vom 16. Dezember 2021). Die Klinik verbindet Intensivmedizin, Neurochirurgie und Neurologische Frührehabilitation.
Die personelle Ausstattung umfasst ein interdisziplinäres Ärzteteam mit Spezialisten aus den Bereichen Anästhesie, Innere Medizin und Neurologie. Eine moderne apparative Ausstattung, wie ein 16-Zeilen-CT, umfassende Endoskopie, Sonografie und Neurophysiologie, ermöglicht eine umfassende Diagnostik und Therapie.
Behandlungsschwerpunkte
Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim behandelt Patienten aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Ein Spezialgebiet ist die Behandlung von Patienten mit lang anhaltenden vegetativen Entgleisungen in Verbindung mit einer Schädigung des Hirnstamms. Das Haus eignet sich in besonderem Ausmaß für besonders schwer betroffene Patienten mit ausgeprägten Verletzungen des Gehirns bzw. Komplikationen im Verlauf.
Die Klinik behandelt ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen, darunter:
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- Schädel-Hirn-Trauma
- Subarachnoidalblutung (Hirnblutung)
- Schlaganfall (ischämisch oder Blutung)
- Hypoxische Hirnschädigung (durch Sauerstoffmangel im Gehirn nach Kreislaufstillstand mit Reanimation)
- Hirnhautentzündung (Meningitis)
- Hirnentzündung (Enzephalitis)
- Folgen von Hirntumoroperationen
- Polyneuropathie und Myopathie (z.B. Guillain-Barré-Syndrom)
Neurologische Frührehabilitation (Phase B)
Im Stufenkonzept der neurologischen Rehabilitation beginnt das Fachkrankenhaus Neresheim mit den Konzepten der Frührehabilitation (Phase B) noch in der Phase der akuten intensivmedizinischen Behandlung. Das Motto des Hauses repräsentiert die übereinstimmende Auffassung aller mit der neurologischen Frührehabilitation befassten Fachgesellschaften: Intensivmedizin wird mit neurologischer Frührehabilitation kombiniert, wobei bereits in der Phase der Intensivtherapie mit der neurologischen Frührehabilitation begonnen wird.
Das Fachkrankenhaus Neresheim ist ein kleines, aber hochspezialisiertes Haus. Ein Haus der kurzen Wege, das einen kontinuierlichen, lebendigen Austausch zwischen allen Mitarbeitern und den Angehörigen erlaubt.
Aufnahmevoraussetzungen für die Phase B
Für die Aufnahme in die neurologische Frührehabilitation (Phase B) müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Sie keine intensivmedizinische Betreuung (Überwachung) mehr benötigen
- Sie mindestens 2 Stunden mobil sind ggf.
Therapiekonzept
Akutmedizinische Behandlung einschließlich Intensivmedizin, Therapieverfahren der neurologischen Frührehabilitation sowie psychologische und soziale Betreuung sind Facetten eines auf den einzelnen Patienten abgestimmten Konzeptes. Das interdisziplinär arbeitende Team legt gemeinsam die Behandlungsabläufe fest. Mediz.
Das Behandlungsteam besteht aus Mitarbeitern aus der Pflege, der Ergotherapie, der Physiotherapie und der Neuropsychologie sowie ggf. auch aus der Logopädie und Musiktherapie, die den Patienten dauerhaft begleiten. Die Therapeuten aller Bereiche bringen gemeinsam ihre Erfahrungen in das Behandlungskonzept ein. Die verschiedenen Fachbereiche lernen voneinander und kombinieren ihre Möglichkeiten in gemeinsamen Behandlungsstunden.
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Abhängig von ihrer individuellen Entwicklung können die Patienten nach einem Behandlungszeitraum von zwei bis acht Monaten in eine andere Klinik, in ein Pflegeheim oder nach Hause entlassen werden. Verbesserung des phys. und psych. Mediz.
Schwerpunkte der Therapie
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist die Verbesserung der Atemfunktion. Viele Patientinnen und Patienten können zu Beginn noch kontrolliert oder unterstützend beatmet werden müssen. Eines der wichtigsten Ziele ist es daher, mit unserem individualisierten Weaning-Konzept die Atemfunktion zu verbessern und die Patienten sobald wie möglich vom Beatmungsgerät zu entwöhnen. Erfahrene Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstation besprechen jeden Tag die Fortschritte der Patientinnen und Patienten und passen die Geräteeinstellung der Erholung der Atemmuskulatur sowie den weiteren beeinträchtigenden individuellen Problemen (z.B.
Viele Patienten können zu Beginn nicht selbstständig essen und müssen über spezielle Ernährungssonden versorgt werden. Die Klinik verfügt über große Erfahrung auf diesem Gebiet und ist in der Lage, alle Arten von Ernährungssonden anzulegen. Dazu zählt u. a.
Hirnschädigungen führen häufig zu spastischen Lähmungen, die Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Fehlstellungen der Gelenke verursachen können. Die Klinik bietet spezielle Therapien zur Behandlung von Spastiken an. Viele Patientinnen und Patienten kommen mit einer Luftröhrenkanüle (geblockte Trachealkanüle) und mit künstlicher Beatmung zu uns.
Die Schluckuntersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, da das eigenständige Schlucken nach einer Luftröhrenbeatmung erst wieder erlernt werden muss. Die Klinik setzt gezielte Therapien für den Mund- und Gesichtstrakt ein.
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Für die Diagnostik und Behandlung bewusstseinsgestörter Patienten wurde ein neues Untersuchungsverfahren entwickelt, das akkuratere Aussagen über die zugrundeliegende Bewusstseinstätigkeit erlaubt. Die Patienten werden wiederholt systematisch untersucht, um auch kleinste Anzeichen für noch erhaltene kognitive Kompetenzen zu entdecken. Dr. Dr.
Einbeziehung der Angehörigen
Der Patient wird in seinem Netz persönlicher Beziehungen belassen. Seine Geschichte ist ein Eckpfeiler des Therapeutenkontaktes. Angehörige werden umsichtig an ein Mitmachen in allen Therapien herangeführt, so dass sie aktiv am Rehabilitationsprozess teilnehmen können. Begleitend bietet das Fachkrankenhaus Neresheim regelmäßig Informationsveranstaltungen für Angehörige an. Sehr angenehmes Erstgespräch für Angehörige. Mediz.
Qualität und Patientenzufriedenheit
Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim legt großen Wert auf eine hohe Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Dies spiegelt sich in zahlreichen positiven Rückmeldungen von Patienten und Angehörigen wider. Viele berichten von einer hervorragenden medizinischen Betreuung, freundlichem und zuvorkommendem Personal sowie erfolgreichen Therapien.
Einige Patienten und Angehörige äußerten sich jedoch auch kritisch. Genannt wurden beispielsweise Mängel in der pflegerischen Versorgung aufgrund von Personalmangel, Probleme mit der Verpflegung und unfreundliches Personal. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich hierbei um subjektive Erfahrungen handelt, die nicht verallgemeinert werden können.
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