Nervenschmerzen im Fuß sind ein weit verbreitetes Problem, das die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Umfassende Informationen zu Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten sind entscheidend, um Betroffenen zu helfen. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über Nervenschmerzen unter dem Fuß, einschließlich des Morton-Neuroms, der Polyneuropathie und anderer möglicher Ursachen.
Einführung
Nervenschmerzen im Fuß können durch verschiedene Bedingungen oder Erkrankungen verursacht werden, die die Nerven in diesem Bereich beeinflussen. Es ist wichtig, die genaue Ursache der Nervenschmerzen im Fuß durch eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt oder einen spezialisierten Facharzt wie einen Neurologen oder Orthopäden feststellen zu lassen. Die Schmerzen können sich als brennende, stechende oder elektrisierende Schmerzen äußern und sind oft mit Taubheitsgefühlen oder Kribbeln verbunden. Häufige Formen sind die Polyneuropathie und das Morton Neurom. Die Erkrankung beginnt meist an den unteren Extremitäten, ist oft symmetrisch ausgeprägt und schreitet allmählich voran.
Was sind Nervenschmerzen im Fuß?
Nervenschmerzen im Fuß sind oft auf eine Nervenschädigung zurückzuführen. Sie können verschiedene Ursachen haben und sich in unterschiedlichen Formen zeigen. Eine häufige Form ist die Polyneuropathie, die besonders bei Diabetikern auftritt. Nervenschmerzen im Fuß sind Schmerzen, die durch Schädigung oder Reizung der Nerven im Fußbereich entstehen. Sie können sich als brennende, stechende oder elektrisierende Schmerzen äußern und sind oft mit Taubheitsgefühlen oder Kribbeln verbunden.
Aufbau und Funktion der Fußnerven
Die Fußnerven sind Teil des peripheren Nervensystems. Sie leiten Sinneseindrücke zum Gehirn und steuern die Muskeln. Bei einer Nervenschädigung können diese Funktionen beeinträchtigt sein. Die peripheren Nerven steuern Empfindungen, Muskelbewegung sowie auch das vegetative Nervensystem.
Häufige Erscheinungsformen
Polyneuropathie entwickelt sich oft langsam. Erste Anzeichen sind Brennen oder Missempfindungen in den Füßen. Das Tarsaltunnelsyndrom ist eine weitere Form der Nervenschädigung. Es entsteht durch Druck auf den Nervus tibialis und verursacht Taubheitsgefühle oder Parästhesien in der Fußsohle. Eine Spinalkanalstenose oder Neuroforamenstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) kann definitiv zu Nervenschmerzen im Fuß führen. Diese Zustände beziehen sich auf Verengungen im Wirbelkanal oder den Nervenöffnungen der Wirbel, was zu Druck auf die Nervenwurzeln führt, die von der Wirbelsäule zum Fuß verlaufen. Die Verengung des Spinalkanals oder der Neuroforamina kann dazu führen, dass die Nervenwurzeln in der Lendenwirbelsäule eingeklemmt oder gereizt werden.
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Risikogruppen und Prävalenz
Diabetiker sind besonders gefährdet für Polyneuropathie. Auch Alkoholiker haben ein erhöhtes Risiko. Das Tarsaltunnelsyndrom tritt häufig bei Menschen mit Fußfehlstellungen auf. In 50% der Fälle des vorderen Tarsaltunnelsyndroms ist keine klare Ursache bekannt.
- Diabetiker: Hohes Risiko für Polyneuropathie
- Alkoholiker: Erhöhtes Risiko für Nervenschädigungen
- Menschen mit Fußfehlstellungen: Anfällig für Tarsaltunnelsyndrom
Typische Symptome und Anzeichen
Nervenschmerzen im Fuß äußern sich durch verschiedene Symptome, die sowohl akut als auch chronisch auftreten können.
Akute Beschwerden
Bei akuten Fußschmerzen treten oft plötzliche, intensive Empfindungen auf. Betroffene berichten von stechenden, brennenden oder einschießenden Schmerzen. Diese können von kurzer Dauer sein, aber auch über Stunden oder Tage anhalten.
Chronische Beschwerden
Chronische Nervenschmerzen im Fuß entwickeln sich oft schleichend und bleiben über Monate bestehen. Typische Anzeichen sind anhaltende Kribbel- oder Taubheitsgefühle, besonders in den Zehen und im Vorderfuß. Bei der Diabetischen Neuropathie, einer häufigen Ursache für chronische Fußschmerzen, verstärken sich diese Symptome oft nachts.
Begleiterscheinungen
Neben den direkten Schmerzen können weitere Symptome auftreten:
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- Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen
- Verändertes Temperaturempfinden
- Muskelschwäche in den Füßen
- Gleichgewichtsstörungen
Symptomtabelle
| Symptom | Akut | Chronisch |
|---|---|---|
| Schmerz | Stechend, einschießend | Brennend, anhaltend |
| Gefühlsstörungen | Kurzzeitige Taubheit | Dauerhaftes Kribbeln |
| Auftreten | Plötzlich, intensiv | Schleichend, zunehmend |
Statistiken zeigen, dass etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland von Nervenschmerzen betroffen sind. Bei chronischen Schmerzpatienten leiden rund 35 Prozent unter neuropathischen Schmerzen. Die frühzeitige Erkennung dieser Symptome ist entscheidend, da das Risiko einer Chronifizierung mit Verzögerung der Therapie steigt.
Nervenschmerzen im Fuß - Ursachen und Auslöser
Nervenschmerzen im Fuß können vielfältige Ursachen haben. Eine häufige Ursache ist Diabetes mellitus, der zur Entwicklung einer Polyneuropathie führen kann. Diese Nervenschädigung betrifft oft die Füße und verursacht brennende Schmerzen oder Taubheitsgefühle. Auch Alkoholmissbrauch kann Nervenschäden im Fuß hervorrufen. Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt die Nerven und führt zu ähnlichen Symptomen wie bei diabetischer Neuropathie. Infektionskrankheiten und Stoffwechselstörungen sind weitere mögliche Auslöser für Nervenschmerzen. Die Polyneuropathie hat über 200 mögliche Ursachen, wobei Diabetes und langjähriger Alkoholmissbrauch die häufigsten Auslöser sind.
Morton Neurom
Ein spezifischer Grund für Nervenschmerzen im Vorfuß ist das Morton Neurom. Diese gutartige Verdickung des Nervs tritt meist zwischen der dritten und vierten Zehe auf. Laut Statistiken erhöht enges Schuhwerk, besonders mit hohen Absätzen, das Risiko für ein Morton Neurom deutlich. Bei Frauen ist die Inzidenz signifikant höher als bei Männern. Sportarten mit hoher Stoßbelastung steigern die Wahrscheinlichkeit für ein Morton Neurom um bis zu 30%. Fehlstellungen wie Hammerzehen oder Spreizfüße können das Risiko sogar um 50% erhöhen. In etwa 20-30% der Fälle spielt auch eine genetische Veranlagung eine Rolle.
Verkürzte Wadenmuskeln und Arthrose
Verkürzte Wadenmuskeln, Arthrose im Großzehengrundgelenk oder eine eingeschränkte Beweglichkeit im Sprunggelenk können die Mechanik im Fuß beeinträchtigen und somit indirekt zur Entwicklung eines Morton-Neuroms beitragen.
Weitere Ursachen
- Zu hohe Belastung: Enges Schuhwerk - insbesondere Schuhe mit hohen Absätzen - erhöht den Druck auf den Vorfuß und die Mittelfußknochen.
- Fehlstellungen der Zehen: Anomalien wie Hammerzehen oder Spreizfüße verändern die Druckverteilung im Fuß und können einen erhöhten Druck auf die Nerven zwischen den Zehen verursachen.
- Genetische Veranlagung: Die Neigung zur Entwicklung eines Morton-Neuroms kann genetisch bedingt sein.
- Traumatische Verletzungen: Direkte Traumata am Vorfuß, wie Verstauchungen und Prellungen, können den Nerv schädigen und eine Entzündung hervorrufen, die letztendlich zu einer Neuralgie führt.
- Vitamin-B-Mangel: Ein Mangel an Vitamin B, insbesondere B12, kann zu peripherer Neuropathie führen, was Schäden an den peripheren Nerven verursacht.
Diagnostische Methoden
Die Diagnose von Nervenschmerzen im Fuß erfordert eine gründliche Untersuchung. Ärzte setzen verschiedene Methoden ein, um Polyneuropathie oder Diabetische Neuropathie zu erkennen.
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Klinische Untersuchung
Der erste Schritt ist eine umfassende körperliche und neurologische Untersuchung. Dabei prüft der Arzt die Hautempfindlichkeit, Reflexe und Muskelkraft. Die quantitative sensorische Testung (QST) wird häufig eingesetzt, um die Empfindlichkeit der Haut genau zu messen. Zunächst erfolgt die klinische und die Tastuntersuchung des Fußes. Beim Morton Neurom kann manuell durch den sog. Mulders Click untersucht werden. Dabei ertastet der Arzt das Morton Neurom zwischen den Zehenstrahlen.
Bildgebende Verfahren
Moderne bildgebende Verfahren spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnose von Nervenschmerzen. MRT-Untersuchungen können Nervenschädigungen sichtbar machen und helfen, die Ursache der Beschwerden zu identifizieren. MRT (Magnetresonanztomographie) eines Fußes mit Morton Neurom von vorne (grün). Das Morton Neurom sitzt zwischen den Zehen 3/4. Die MRT-Untersuchung ist vor allem wichtig, um eine Größenbestimmung der Nervenschwellung vorzunehmen.
Elektrophysiologische Tests
Elektrophysiologische Untersuchungen liefern wertvolle Informationen über die Funktion der Nerven. Die Neurographie misst die Nervenleitgeschwindigkeit und kann Schädigungen aufdecken. Somatosensibel evozierte Potenziale (SEP) prüfen die gesamte Gefühlsbahn von der Haut bis zum Gehirn.
Diagnostische Methodentabelle
| Diagnostische Methode | Anwendung | Vorteile |
|---|---|---|
| Klinische Untersuchung | Prüfung von Hautempfindlichkeit, Reflexen, Muskelkraft | Schnell, nicht-invasiv |
| QST | Messung der Hautempfindlichkeit | Genaue Quantifizierung der Empfindungsstörungen |
| MRT | Darstellung von Nervenschädigungen | Hohe Auflösung, detaillierte Bildgebung |
| Neurographie | Messung der Nervenleitgeschwindigkeit | Identifizierung von Nervenschädigungen |
| SEP | Prüfung der gesamten Gefühlsbahn | Umfassende Beurteilung der Nervenfunktion |
Diese diagnostischen Methoden ermöglichen eine genaue Erkennung von Polyneuropathie und Diabetischer Neuropathie. Sie bilden die Grundlage für eine zielgerichtete Behandlung und verbessern die Prognose für Patienten mit Nervenschmerzen im Fuß.
Behandlungsmöglichkeiten und Therapieansätze
Die Behandlung von Nervenschmerzen im Fuß erfordert oft einen umfassenden Ansatz. Ärzte setzen auf verschiedene Therapiemöglichkeiten, um Patienten Linderung zu verschaffen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Grunderkrankung. Bei Diabetes etwa ist die Normalisierung des Blutzuckerspiegels entscheidend.
Konservative Therapie
Physiotherapie und Bewegungsbäder können die Durchblutung fördern und Muskeln stärken. Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) wird als ergänzende Methode eingesetzt. Bei Polyneuropathien hilft oft eine Kombination aus Lebensstiländerungen und gezielten Übungen. Auch die Veränderung der Fußposition im Schuh wie eine angepassten Einlegesohle bei einem Morton Neurom verringert den Druck auf den Nerv.
- Physiotherapie und Fußgymnastik: Intensive Physiotherapie und Fußgymnastik bezieht auch die Wadenmuskulatur ein. Fußgymnastik eignet sich auch nach einer operativen Behandlung des Morton Neuroms. Beim Morton Neurom ist es wichtig, die intrinsische Muskulatur des Fußes zu stärken.
- Schuhwerk: Schuhwerk, welches das Quergewölbe unterstützt und den Zehen genügend Raum lässt. Einigen Patienten raten wir dazu, spezielle entlastende Vorfußschuhe zu tragen.
- Einlagen: Einlagen, Schuhzurichtungen, orthopädische Schuhe. Es empfiehlt sich auf bequeme, gut passende Schuhe zu achten und zusätzlich orthopädische Einlagen zu tragen.
Medikamentöse Behandlung
Antidepressiva wie Amitriptylin und Antikonvulsiva wie Gabapentin werden häufig zur Schmerzlinderung verschrieben. Sie müssen oft langsam dosiert werden, um Nebenwirkungen zu minimieren. Bei starken Schmerzen kommen Opioide zum Einsatz. Lokale Behandlungsmöglichkeiten umfassen Lidocain-Pflaster und Capsaicin-Cremes.
Operative Eingriffe
In manchen Fällen, besonders beim Morton Neurom, kann eine Operation nötig sein. Dabei wird der betroffene Nerv entlastet oder teilweise entfernt. Die Entscheidung für einen Eingriff treffen Arzt und Patient gemeinsam nach Abwägung aller Behandlungsmöglichkeiten. Nervenerhaltende operative Behandlung des Morton Neuroms durch Neurolyse bzw. Dekompression verschafft dem plantaren Fußnerven mehr Raum:
- Weitung des Bandes zwischen den Mittelfußknochen (Ligamentum intermetatarsale; grau).
- Umstellung der Zehenknochen (Metatarsalknochen, blau) durch eine minimalinvasive Osteotomie.
- Nervenentfernung (Neurektomie): Neurektomie immer noch als Standardbehandlung bei einer Morton Neuralgie. Neuralgie ohne Prüfung des nervenerhaltenden Vorgehens pauschal die Nervenentfernung (Neurektomie) durchgeführt.
Alternative Heilmethoden
Einige Patienten berichten von Erfolgen mit Akupunktur oder Magnetfeldtherapie. Die Wirksamkeit dieser Methoden bei Nervenschmerzen ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Sie können aber als ergänzende Maßnahmen in Betracht gezogen werden.
Morton Neurom: Spezifische Behandlung
Die Therapie des Morton Neuroms erfolgt in der Hauptsache konservativ, d. h. ohne chirurgischen Eingriff. Vordergrund steht, den Druck auf die Nerven zu verringern, um die Rückbildung des Morton Neuroms zu fördern.
- Konservative Behandlung:
- Behandlung des Spreizfußes steht im Vordergrund.
- Druck auf die plantaren Fußnerven reduzieren.
- Quergewölbe unterstützen und dadurch die Nerven entlasten.
- Kompressionsbedingte Schwellung des Morton Neuroms abheilen lassen.
- Gezielte Injektionen mit Schmerzmittel an die Nervenenden.
- Stoffwechselfördernde, detonisierende und schmerzlindernde manuelle Techniken.
- Operative Behandlung:
- Nervenerhaltende operative Behandlung durch Neurolyse bzw. Dekompression.
- Weitung des Bandes zwischen den Mittelfußknochen (Ligamentum intermetatarsale).
- Umstellung der Zehenknochen (Metatarsalknochen) durch eine minimalinvasive Osteotomie.
Was sind Nervenschmerzen im Fuß?
Nervenschmerzen im Fuß können durch verschiedene Bedingungen oder Erkrankungen verursacht werden, die die Nerven in diesem Bereich beeinflussen. Es ist wichtig, die genaue Ursache der Nervenschmerzen im Fuß durch eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt oder einen spezialisierten Facharzt wie einen Neurologen oder Orthopäden feststellen zu lassen. Sie leiden unter Nervenschmerzen und sind mit dem Behandlungserfolg nicht zufrieden, Sie suchen eine zweite Meinung oder einen anderen Behandlungsansatz? Gerne übernehmen die Frankfurter orthopädischen Nervenspezialisten von Lumedis Ihr Fall.
Welche Krankheiten verursachen Nervenschmerzen im Fuß?
- Polyneuropathie: Bezieht sich auf eine Erkrankung, die mehrere periphere Nerven im Körper betrifft und Nervenschäden verursacht. Menschen mit Polyneuropathie können auch Empfindlichkeiten gegenüber Berührung oder Druck im Fuß erleben. Diese Nervenschäden können auch zu Muskelschwäche führen, was sich auf die Stabilität und das Gehen auswirken kann.
- Spinalkanalstenose oder Neuroforamenstenose der Lendenwirbelsäule (LWS): Diese Zustände beziehen sich auf Verengungen im Wirbelkanal oder den Nervenöffnungen der Wirbel, was zu Druck auf die Nervenwurzeln führt, die von der Wirbelsäule zum Fuß verlaufen.
- Vitamin-B-Mangel: Ein Mangel an Vitamin B kann tatsächlich Nervenschmerzen im Fuß verursachen. Insbesondere Vitamin B12 ist für die Gesundheit des Nervensystems von entscheidender Bedeutung. Ein Mangel dieses Vitamins kann zu peripherer Neuropathie führen, was Schäden an den peripheren Nerven verursacht.
- Verletzungen: Wenn der Fuß oder die umliegenden Bereiche durch einen Unfall, einen Sturz, eine Überlastung, eine Verstauchung oder einen Bruch verletzt werden, können Nerven geschädigt oder gequetscht werden, was zu Schmerzen und anderen neurologischen Symptomen führt.
- Tarsaltunnelsyndrom: Ist eine Erkrankung, die durch die Kompression des Tibialisnervs im Tarsaltunnel im Fuß verursacht wird.
- Vaskuläre Erkrankungen: Die die Blutgefäße beeinflussen, können Nervenschmerzen im Fuß verursachen, indem sie die Blutversorgung der Nerven beeinträchtigen.
- Diabetes mellitus: Kann zu Nervenschäden führen, bekannt als diabetische Neuropathie, die Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Fuß verursacht. Hohe Blutzuckerspiegel über längere Zeit können die Nerven schädigen.
Warum treten Nervenschmerzen im Fuß häufig nachts auf?
Nervenschmerzen im Fuß, die nachts auftreten, können auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein. Häufig ändert sich die Körperhaltung während des Schlafs, was den Druck auf bestimmte Nerven erhöhen oder sie komprimieren kann, was wiederum zu Schmerzen führt. Während des Tages sind die Füße in Bewegung und werden belastet, aber nachts, wenn Ruhe eintritt, können sich entzündete Nerven wieder melden oder verstärkt schmerzen. Ein weiterer Grund könnte eine erhöhte Empfindlichkeit der Nerven nachts sein, wodurch Schmerzen, die tagsüber möglicherweise weniger spürbar waren, intensiver wahrgenommen werden. Zudem kann eine verringerte Ablenkung während der nächtlichen Ruhephase dazu führen, dass Schmerzen deutlicher wahrgenommen werden.
Wie fühlen sich Nervenschmerzen im Fuß an?
Nervenschmerzen im Fuß können sich auf verschiedene Weisen äußern. Typische Empfindungen sind brennende Schmerzen. Manche Menschen empfinden die Schmerzen als plötzliche, stechende oder blitzartige elektrische Impulse. Ein häufiges Symptom ist ein Gefühl von Kribbeln, Prickeln oder Ameisenlaufen im Fuß. Manchmal tritt auch eine Taubheit oder ein Gefühl von "eingeschlafenen" Füßen auf. Manchmal reagiert der Fuß auch empfindlicher auf Druck oder Berührung.
Worauf deuten Schmerzen wie Stromschläge im Fuß hin?
Stromschläge oder elektrisierende Gefühle im Fuß können auf verschiedene zugrunde liegende Ursachen hinweisen. Typischerweise können diese Empfindungen ein Anzeichen für Nervenschäden sein, wie sie bei neuropathischen Zuständen auftreten, einschließlich diabetischer Neuropathie oder dem Guillain-Barré-Syndrom. Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und die Ursache dieser Symptome zu klären. Eine häufige Ursache für schmerzhafte, elektrisierende Empfindungen im Fuß ist eine Irritation oder Schädigung der Nerven.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Nervenschmerzen im Fuß?
Nervenschmerzen im Fuß sind Schmerzen, die durch Schädigung oder Reizung der Nerven im Fußbereich entstehen. Sie können sich als brennende, stechende oder elektrisierende Schmerzen äußern und sind oft mit Taubheitsgefühlen oder Kribbeln verbunden. Häufige Formen sind die Polyneuropathie und das Morton Neurom.
Wer ist besonders gefährdet, Nervenschmerzen im Fuß zu entwickeln?
Besonders gefährdet sind Personen mit Diabetes mellitus, da sie häufig eine diabetische Neuropathie entwickeln. Auch ältere Menschen, Personen mit Alkoholmissbrauch, Patienten mit bestimmten Stoffwechselerkrankungen und Menschen, die regelmäßig neurotoxischen Substanzen ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko.
Wie unterscheiden sich akute und chronische Nervenschmerzen im Fuß?
Akute Nervenschmerzen treten plötzlich auf und sind oft intensiv, aber zeitlich begrenzt. Chronische Nervenschmerzen hingegen halten über einen längeren Zeitraum (mindestens 3 Monate) an und können in ihrer Intensität variieren. Sie beeinträchtigen oft erheblich die Lebensqualität der Betroffenen.
Was ist ein Morton Neurom und wie macht es sich bemerkbar?
Ein Morton Neurom ist eine gutartige Verdickung des Nervgewebes, meist zwischen dem dritten und vierten Zeh. Es verursacht typischerweise stechende oder brennende Schmerzen im Vorfuß, die beim Gehen oder Tragen enger Schuhe verstärkt werden. Oft wird auch ein Taubheitsgefühl in den betroffenen Zehen wahrgenommen.
Welche diagnostischen Methoden werden zur Erkennung von Nervenschmerzen im Fuß eingesetzt?
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, bildgebenden Verfahren und elektrophysiologischen Tests. Zu den modernen Methoden gehören hochauflösende MRT-Untersuchungen, Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen und spezielle Hautbiopsien zur Beurteilung der Nervenfaserdichte.
Welche konservativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Nervenschmerzen im Fuß?
Zu den konservativen Therapieansätzen gehören Physiotherapie, Ergotherapie, Anpassung von orthopädischem Schuhwerk und Einlagen, sowie Lebensstiländerungen wie Gewichtsreduktion und Diabetesmanagement. Auch spezielle Übungen zur Nervenregeneration und Schmerzlinderung können hilfreich sein.
Welche Medikamente werden zur Behandlung von Nervenschmerzen im Fuß eingesetzt?
Die medikamentöse Therapie umfasst verschiedene Wirkstoffgruppen wie Antikonvulsiva (z.B. Pregabalin, Gabapentin), Antidepressiva (z.B. Duloxetin) und in schweren Fällen auch Opioide. Zudem kommen topische Präparate wie Lidocain-Pflaster oder Capsaicin-Cremes zum Einsatz. Die Wahl der Medikation hängt von der Ursache und Schwere der Schmerzen ab.
Wann ist eine operative Behandlung bei Nervenschmerzen im Fuß notwendig?
Eine Operation wird in der Regel nur dann in Betracht gezogen, wenn konservative Therapiemethoden nicht ausreichend wirksam sind. Bei einem Morton Neurom kann eine chirurgische Entfernung des verdickten Nervengewebes erfolgen. In seltenen Fällen können auch Nervenkompressionen operativ behoben werden.
Gibt es alternative Heilmethoden zur Behandlung von Nervenschmerzen im Fuß?
Ja, es gibt verschiedene alternative Ansätze, deren Wirksamkeit jedoch unterschiedlich gut belegt ist. Dazu gehören Akupunktur, Biofeedback, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Alpha-Liponsäure.
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