Neuralgie und Melissengeist: Anwendung und Behandlung von Nervenschmerzen

Neuralgien, also Nervenschmerzen, können eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellen. Sie äußern sich durch unterschiedliche Schmerzempfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl, Brennen, Bohren oder Stechen. Die Ursachen für Neuralgien sind vielfältig und reichen von Infektionen bis hin zu Verletzungen oder chronischen Erkrankungen. Eine Möglichkeit zur Linderung der Beschwerden bietet Melissengeist, ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel.

Was ist Melissengeist?

Klosterfrau Melissengeist ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das innerlich und äußerlich angewendet werden kann. Es wird traditionell angewendet zur Besserung des Allgemeinbefindens (bzw. zur Stärkung oder Kräftigung) bei Belastung von Nerven und Herz-Kreislauf mit innerer Unruhe und Nervosität. Weitere Anwendungsgebiete sind die Förderung der Schlafbereitschaft, die Besserung bei Wetterfühligkeit, Unwohlsein, die Förderung der Funktion von Magen und Darm, insbesondere bei Neigung zu Völlegefühl und Blähungen, die Besserung des Befindens bei unkomplizierten Erkältungen und zur Stärkung. Äußerlich kann Melissengeist zur Unterstützung der Hautdurchblutung z. B. bei Muskelkater und Muskelverspannungen eingesetzt werden.

Anwendungsgebiete von Melissengeist

Melissengeist wird traditionell bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, darunter:

  • Innerliche Anwendung:
    • Besserung des Allgemeinbefindens bei Belastung von Nerven und Herz-Kreislauf mit innerer Unruhe und Nervosität
    • Förderung der Schlafbereitschaft
    • Besserung bei Wetterfühligkeit
    • Besserung des Befindens bei Unwohlsein
    • Förderung der Funktion von Magen und Darm, insbesondere bei Neigung zu Völlegefühl und Blähungen
    • Besserung des Befindens bei unkomplizierten Erkältungen und zur Stärkung
  • Äußerliche Anwendung:
    • Unterstützung der Hautdurchblutung z. B. bei Muskelkater und Muskelverspannungen

Melissengeist bei Neuralgie: Wie kann es helfen?

Obwohl Melissengeist traditionell bei Nervenbeschwerden eingesetzt wird, ist es wichtig zu beachten, dass es sich um ein traditionelles Arzneimittel handelt, dessen Wirksamkeit bei Neuralgien nicht durch klinische Studien belegt ist. Die Anwendung beruht ausschließlich auf langjähriger Erfahrung. Einige Anwender berichten jedoch von einer Linderung der Beschwerden durch die beruhigende und entspannende Wirkung von Melissengeist.

Äußerliche Anwendung bei Neuralgie

Bei Neuralgien kann Melissengeist äußerlich angewendet werden, um die Hautdurchblutung zu fördern und Muskelverspannungen zu lösen. Dies kann insbesondere bei Neuralgien hilfreich sein, die durch Verspannungen oder Fehlhaltungen verursacht werden.

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Innerliche Anwendung bei Neuralgie

Die innerliche Anwendung von Melissengeist kann bei Neuralgien unterstützend wirken, indem sie das allgemeine Wohlbefinden verbessert und innere Unruhe reduziert. Dies kann dazu beitragen, die Schmerzwahrnehmung zu verringern und die Entspannung zu fördern.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Neuralgie

Neben der Anwendung von Melissengeist gibt es verschiedene andere Behandlungsmöglichkeiten bei Neuralgie, die je nach Ursache und Art der Schmerzen eingesetzt werden können:

  • Schmerzmittel: Bei akuten Schmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden. Bei starken Schmerzen können auch Opioide zum Einsatz kommen.
  • Antikonvulsiva: Medikamente gegen Krampfanfälle wie Gabapentin oder Pregabalin können bei neuropathischen Schmerzen, die durch Nervenschädigungen verursacht werden, helfen.
  • Antidepressiva: Einige Antidepressiva wie Amitriptylin können ebenfalls bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden.
  • Lokale Betäubungsmittel: Lidocain-Pflaster oder Cremes mit Capsaicin können lokal aufgetragen werden, um die Schmerzen zu lindern.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, Muskelverspannungen zu lösen und die Körperhaltung zu verbessern.
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS): Bei der TENS werden elektrische Impulse eingesetzt, um die Schmerzwahrnehmung zu reduzieren.
  • Psychotherapie: Bei chronischen Schmerzen kann eine Psychotherapie helfen, besser mit den Schmerzen umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.

Gürtelrose (Herpes Zoster) und Post-Zoster-Neuralgie

Eine spezielle Form der Neuralgie ist die Post-Zoster-Neuralgie, die nach einer Gürtelrose (Herpes Zoster) auftreten kann. Die Gürtelrose wird durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht, das nach einer Windpockeninfektion im Körper verbleibt und bei einer Schwächung des Immunsystems reaktiviert werden kann.

Symptome der Gürtelrose

Die Gürtelrose äußert sich durch:

  • Anfängliches allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und leichtem Fieber
  • Nach 2-3 Tagen Knötchen auf geröteter Haut, die sich später zu Bläschen (mit wässriger oder blutiger Flüssigkeit gefüllt) umwandeln und eventuell aufplatzen
  • Typischerweise gürtelförmige Ausbreitung, streng auf eine Körperseite begrenzt
  • Brennender Schmerz oder Schmerzen bei Berührung im betroffenen Gebiet
  • Selten motorische Ausfälle

Behandlung der Gürtelrose

Die Behandlung der Gürtelrose umfasst:

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  • Virostatika: Medikamente, die die Vermehrung der Viren hemmen, wie Famciclovir oder Brivudin.
  • Schmerztherapie: Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Opioide.
  • Lokale Behandlung: Lotionen, Puder oder Tinkturen zur Förderung der Abheilung und Vorbeugung von Infektionen der Bläschen.

Post-Zoster-Neuralgie

Bei etwa 10 % der Patienten entwickelt sich nach Abheilen der Gürtelrose eine Post-Zoster-Neuralgie, die durch chronische Nervenschmerzen im betroffenen Gebiet gekennzeichnet ist. Die Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie ist oft schwierig und erfordert eine Kombination verschiedener Medikamente und Therapien, darunter:

  • Antikonvulsiva wie Gabapentin oder Pregabalin
  • Antidepressiva wie Amitriptylin
  • Opioide wie Tramadol oder Morphin
  • Lidocain-Pflaster
  • Capsaicin-Pflaster
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
  • Physikalische Therapie
  • Psychotherapie

Vorbeugung der Gürtelrose

Eine Impfung mit einem Herpes-Zoster-Totimpfstoff kann vor Gürtelrose und Post-Zoster-Neuralgie schützen. Die STIKO empfiehlt die Impfung generell für Menschen über 60 Jahren und für Risikopatienten über 50 Jahren.

Gliederschmerzen als Begleiterscheinung

Gliederschmerzen sind ein unspezifisches Symptom, das in unterschiedlicher Stärke auftreten kann und oft ein Hinweis darauf ist, dass der Körper einen Infekt hat. Sie können aber auch andere Ursachen haben, wie z.B. Überlastung, Fehlhaltungen oder chronische Erkrankungen.

Ursachen von Gliederschmerzen

  • Infektionen: Gliederschmerzen sind häufig ein Begleitsymptom von Erkältungen, Grippe oder anderen Infektionskrankheiten.
  • Überlastung: Muskelkater oder Muskelschmerzen nach starker körperlicher Belastung können ebenfalls Gliederschmerzen verursachen.
  • Fehlhaltungen: Eine schlechte Körperhaltung oder ergonomische Bedingungen am Arbeitsplatz können zu Muskelverspannungen und Gliederschmerzen führen.
  • Chronische Erkrankungen: Gelenkerkrankungen, Knochenschwund (Osteoporose) oder Nervenschmerzen (Neuralgien) können ebenfalls Gliederschmerzen verursachen.
  • Ungesunder Lebensstil: Menschen mit einem ungesunden Lebensstil können ein höheres Risiko für die Entstehung von Gliederschmerzen haben.
  • Emotionale Faktoren: Eine schlechte emotionale Verfassung, Depressionen oder Angststörungen können zu chronischen Gliederschmerzen führen.

Behandlung von Gliederschmerzen

  • Schmerzmittel: Bei akuten Gliederschmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden.
  • Hausmittel: Wärme in Form von Wärmflaschen oder warmen Bädern kann als wohltuend empfunden werden. Bei Fieber können kalte Wadenwickel helfen.
  • Ruhe und Schonung: Der Körper benötigt Ruhe und Schonung, um sich zu erholen.
  • Flüssigkeitsaufnahme: Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist besonders wichtig, wenn ein Infekt vorliegt.
  • Melissengeist: Zusätzlich dazu können Patienten den betroffenen Bereich mit Melissengeist einreiben.
  • Physiotherapie: Bei Gliederschmerzen, die durch Überlastung oder Fehlstellungen entstanden sind, kann Physiotherapie hilfreich sein.
  • Ergonomische Maßnahmen: Eine ergonomische Haltung am Arbeitsplatz kann helfen, Fehlhaltungen zu vermeiden.

Vorbeugung von Gliederschmerzen

  • Gute Hygiene: Achten Sie auf eine gute Hygiene, um sich möglichst nicht mit Bakterien oder Viren zu infizieren.
  • Impfungen: Teilweise werden auch Impfungen angeboten, beispielsweise die jährliche Grippe-Impfung oder ein Schutz vor Corona-Viren.
  • Vermeidung von Überlastung: Beginnen Sie mit körperlichem Training immer Schritt für Schritt und vermeiden Sie eine zu hohe Belastung.

Weitere Klosterfrau Produkte

Neben Melissengeist bietet Klosterfrau eine Vielzahl weiterer Produkte zur Behandlung verschiedener Beschwerden an:

  • Klosterfrau Schmerzfluid: Traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung, z. B. zur unterstützenden Behandlung von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Klosterfrau Erkältungs-Balsam: Zur äußeren Anwendung bei Erkältungskrankheiten der Luftwege wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Verschleimung und Bronchialkatarrh.
  • Klosterfrau Hustensaft: Zur Linderung von Hustenreiz bei Erkältungskrankheiten der Atemwege.
  • Klosterfrau Franzbranntwein Latschenkiefer: Traditionell zur Förderung der Hautdurchblutung, z. B. zur unterstützenden Behandlung von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Klosterfrau Japanisches Heilpflanzenöl: Innerlich zur Einnahme bei Verdauungsbeschwerden, z. B. Völlegefühl und Blähungen; zur Einnahme oder Inhalation bei Erkältungskrankheiten der Atemwege mit zähflüssigem Schleim. Äußerlich bei Muskelschmerzen (Myalgien) und nervenschmerzähnlichen (neuralgiformen) Beschwerden.
  • Klosterfrau Bronchial-Tropfen: Traditionell angewendet zur Unterstützung der Schleimlösung im Bereich der Atemwege.
  • Klosterfrau Seda-Plantina: Bei Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen.
  • Franzbranntwein Aktiv Gel Latschenkiefer: Traditionell angewendet zur Unterstützung der Hautdurchblutung.
  • Klosterfrau Allergin Globuli/Tabletten/Tropfen: Zur Besserung der Beschwerden bei Heuschnupfen.

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