Die Neurochirurgie am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern hat sich durch ihre umfassende Patientenversorgung, modernste Technik und ein engagiertes Team einen Namen gemacht. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Klinik, von der Expertise der Ärzte bis hin zu den Erfahrungen der Patienten.
Struktur und Schwerpunkte der Neurochirurgie
Die Klinik für Neurochirurgie am Westpfalz-Klinikum Standort I wird von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Kajetan von Eckardstein geleitet. Sein Team setzt sich aus vier Oberärzten und sechs Fach- und Assistenzärzten zusammen. Die Klinik verfügt über 35 Betten.
Die Neurochirurgie befasst sich mit den chirurgischen Therapien bei Erkrankungen des zentralen und des peripheren Nervensystems. Zu den Schwerpunkten der Klinik gehören:
- Behandlung von Gefäßerkrankungen des Gehirns: Hierzu zählt der Aufbau eines eigenständigen Instituts für Neuroradiologie, um eine umfassende Versorgung von Patienten mit Gefäßveränderungen im Gehirn zu gewährleisten.
- Behandlung von Tumorerkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks: Die Klinik ist auf die operative Entfernung von Tumoren spezialisiert.
- Behandlung von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen: Ein Grundpfeiler der neurochirurgischen Therapie bildet die Wirbelsäulenchirurgie der degenerativen Erkrankungen, also der Wirbelkanalverengung, der Bandscheibenvorfälle und der Instabilitäten der Wirbelsäule.
- Funktionelle Neurochirurgie: Als weiterer Schwerpunkt soll die funktionelle Neurochirurgie etabliert werden. Dr. von Eckardstein hat in den vergangenen Jahren in Göttingen viele Patienten mit bestimmten neurologischen Bewegungsstörungen, unter anderem dem Morbus Parkinson, chirurgisch durch die Implantation von Hirnschrittmachern behandelt. „Es ist mein Plan, auch hier in Kaiserslautern diesen Eingriff anbieten zu können, da hiervon tatsächlich sehr viele Patienten profitieren können“, sagt er.
Modernste Technik für Präzision und Sicherheit
Größtmögliche Präzision ist den Neurochirurgen wichtig - sowohl bei der Indikationsstellung und Vorbereitung der geplanten Eingriffe als auch bei den Eingriffen selbst. So minimieren sie das Risiko, bei Gehirn- und Rückenmarksoperationen das umgebende Gewebe zu verletzen. Die Klinik setzt auf modernste Technologien, um die bestmöglichen Ergebnisse für ihre Patienten zu erzielen:
- Mikrochirurgie: In der Neurochirurgie werden praktisch alle Eingriffe unter dem Operationsmikroskop (Mikrochirurgie) durchgeführt. Dieses Mikroskop ermöglicht maximale Kontrolle, optimale Vergrößerung und gute Ausleuchtung der Operationsfelder.
- Neuronavigation: Mit der Neuronavigation können die Ärzte im Operationssaal präzise kleinere Veränderungen auffinden. Auf diese Weise gelingt es, den Zugang zum Gehirn so klein wie möglich halten. Mittels unserer Neuronavigation und eines 3D-Röntgengerätes können unsere Neurochirurgen Schrauben präzise in den Wirbelkörper einbringen und sie sicher platzieren.
- Endoskopie (Schlüssellochchirurgie): Bestimmte Operationsziele sind in der Neurochirurgie auch mit dem Endoskop zu erreichen (Schlüssellochchirurgie). Das Ganze geschieht navigationsgesteuert, endoskopisch und mikroskopisch, durch Nase und Keilbeinhöhle, also ohne Schädeleröffnung.
- Intraoperatives Neuromonitoring: Schließlich können die Ärzte während einer Operation durch Stromimpulse die Funktionsfähigkeit der Nerven überprüfen. Das ermöglicht es ihnen, frühzeitig auf potenzielle Verletzungen reagieren zu können (intraoperatives Neuromonitoring).
- Operation am wachen Patienten: Mitunter ist es in der Neurochirurgie auch notwendig, dass die Ärzte die Operation am wachen Patienten durchführen.
Chefarztwechsel und neue Impulse
Am 15. Oktober übernahm Priv.-Doz. Dr. med. Kajetan von Eckardstein die Leitung der Klinik für Neurochirurgie. Er folgt Prof. Dr. med. Jens Lehmberg, der das Haus auf eigenen Wunsch verlassen hat. Was ihn vom Wechsel ans Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern überzeugt hat, ist eine Medizin der kurzen Wege an einem großen Haus der Maximalversorgung, die dem Patienten unmittelbar zugutekommt. „Gerade in der Medizin ist die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachabteilungen wichtig, da auch die Erkrankungen der Patienten nicht an der Tür zu anderen Abteilung haltmachen“, erläutert Dr. von Eckardstein. Darüber hinaus reizt es ihn, als Chefarzt einer Abteilung selbst gestalten zu können und eigene chirurgische Akzente zu setzen. Dabei will er Erfahrungen seiner chirurgischen Lehrer aus Berlin, den USA und aus Göttingen in eine optimale Patientenversorgung einfließen lassen. Er erhofft sich aber auch, von den Erfahrungen der Neurochirurgen hier in Kaiserslautern profitieren zu können.
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Ein weiteres Ziel, das sich Dr. von Eckardstein gesetzt hat, ist es, die Bereiche der Gefäßneurochirurgie und der Tiefenhirnstimulation aus- und aufzubauen. Parallel zur Neubesetzung der Neurochirurgie wird am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern ein eigenständiges Institut für Neuroradiologie aufgebaut, das für eine umfassende Versorgung von Patienten mit Gefäßveränderungen im Gehirn notwendig ist. Zudem hat Dr. von Eckardstein in den vergangenen Jahren in Göttingen viele Patienten mit bestimmten neurologischen Bewegungsstörungen, unter anderem dem Morbus Parkinson, chirurgisch durch die Implantation von Hirnschrittmachern behandelt. „Es ist mein Plan, auch hier in Kaiserslautern diesen Eingriff anbieten zu können, da hiervon tatsächlich sehr viele Patienten profitieren können“, sagt er.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit für umfassende Versorgung
Das Westpfalz-Klinikum ist ein Klinikum der kurzen Wege: Die Neurochirurgen arbeiten eng mit anderen Abteilungen und Kliniken im Haus zusammen, so etwa der Unfallchirurgie und Orthopädie der Neurologie der Anästhesie und Intensivmedizin der Kinderklinik der Strahlentherapie der Neuroradiologie die Onkologie. Auf diese Weise kann im Westpfalz-Klinikum eine umfassende Versorgung gewährleistet werden.
Patientenerfahrungen: Vertrauen, Kompetenz und Menschlichkeit
Die Erfahrungen der Patienten mit der Neurochirurgie in Kaiserslautern sind überwiegend positiv. Viele Patienten loben die Kompetenz der Ärzte, die ausführlichen Erklärungen und die einfühlsame Betreuung. Besonders hervorgehoben wird die Menschlichkeit des gesamten Teams.
Positive Aspekte aus Patientenbewertungen:
- Kompetenz und Hilfsbereitschaft: "Sehr kompetent und hilfsbereit. Man merkt, dass Herr Dr. Kandil sich in seinem Fachbereich sehr gut auskennt."
- Gute Betreuung durch Ärzte und Pflegepersonal: "Nettes und kompetentes Team von Ärzten und Pflegepersonal. Hab mich gut aufgehoben gefühlt."
- Ehrliche und offene Kommunikation: "Der Arzt/die Ärzte waren sehr genau in der Untersuchung und ehrlich/offen in der Diagnosemitteilung."
- Vertrauen in die Ärzte: "Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich großes Vertrauen, vor allem in den Chefarzt und auch in die Oberärzte hatte; durch die Assistenzärzte fühlte ich mich rundum medizinisch gut versorgt."
- Menschlichkeit und Empathie: "Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel Menschlichkeit bei einem Ärzteteam erlebt! Auch der Chefarzt Privatdoz. Dr. von Eckardstein und der leitende Oberarzt Privatdoz. Dr. Antes die mich operiert hatten, scheuten sich nicht davor, den Patienten die Verbände zu wechseln und sich Zeit zu nehmen für alle Fragen die man hatte. Mein größten Respekt!!!"
- Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit: "Das Narkoseteam und auch alle drum herum gaben einem das Gefühl von Sicherheit." "Ich habe das Glück gehabt, dass ich Dr Bassiouni kennengelernt habe. Wegen ihm und seine Fürsorge, habe ich mich überhaupt operieren lassen. Er gibt das Gefühl dass man nicht alleine ist. ( dass man einen Namen hat.. nicht dass man nur ein Fall unter vielen ist)., und dass alles in Ordnung sein wird. Ich habe einen totalen Vertrauen zu ihm. Er lässt einem mit den Ängsten nicht alleine. Die Operation ist sehr gut gelaufen.."
- Gute Nachsorge: "Das Pflegepersonal sowie die Ergo/Physhio Therapeuten kümmerten sich vorbildlich und sehr menschlich um mich. Auf der Station war jederzeit ärztliche Betreuung gewährleistet."
Beispiele für positive Erfahrungen:
- Ein Patient berichtet, dass er sich nach einer Operation, bei der er seine Beine nicht bewegen konnte, dank der Unterstützung der Ergotherapeutin jeden Tag Fortschritte machte. Er betont die Wichtigkeit dieser Person, die ihm Mut machte und jede Frage beantwortete.
- Ein anderer Patient lobt das Gespräch mit dem Oberarzt Dr. Kupsch, der sich viel Zeit nahm, alles genau erklärte und auf seine Ängste einging. Besonders positiv erwähnt er das Sekretariat von Privatdoz. Dr. von Eckardstein, wo Frau Cindric mit viel Empathie und Geduld zur Seite stand.
- Ein Patient, der sich wegen eines Adenoms behandeln ließ, entschied sich für Dr. Bassiouni, weil er sofort Vertrauen in ihn hatte. Er lobt dessen Kompetenz und Einfühlsamkeit.
Neurozentrum Kaiserslautern: Vernetzung für optimale Patientenversorgung
In diesem Jahr ist der Aufbau eines Neurozentrums geplant. Es soll die Neurologie, eine neu aufgebaute Neuroradiologie sowie die Neurochirurgie miteinander vernetzen. Im Rahmen eines neu gegründeten Neurozentrums sollen diese bestehenden Strukturen, gerade für die Behandlung der Gefäßerkrankungen und der Bewegungsstörungen, weiter gestärkt werden.
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