Neurochirurgie Lübeck: Bewertungen und Erfahrungen im Überblick

Die Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems. Dieser Artikel fasst Patientenbewertungen und Erfahrungen zusammen, um ein umfassendes Bild der Klinik zu vermitteln. Dabei werden sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet, um potenziellen Patienten eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Umfassende Diagnostik und Behandlung

Einige Patienten berichten von einer umfassenden und gründlichen Diagnostik. So wurde beispielsweise bei einem Patienten nach der Einlieferung mit Verdacht auf Schlaganfall dieser relativ sicher ausgeschlossen. Die anschließenden Untersuchungen über drei Tage halfen, die Erstdiagnose zu bestätigen und unbemerkte Schlaganfälle auszuschließen. Die Patienten schätzten die umfassende Information und die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen.

Die Klinik bietet ein breites Spektrum an neurochirurgischen Eingriffen. Ein Patient bedankte sich bei Professor Gliemroth und seinem Team für die erfolgreiche mikrochirurgische Entfernung eines seltenen Chondrosarkoms. Die Betreuung auf der Intensivstation und der normalen Station wurde als nett und zuvorkommend beschrieben. Auch der Austausch eines implantierten Neurostimulators verlief problemlos, mit guter ärztlicher Betreuung und umfassender Erklärung. Ein anderer Patient lobte die erfolgreiche Operation einer Bandscheibenprothese an der Halswirbelsäule durch Herrn Prof. Dr. Gliemroth.

Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals

Viele Bewertungen heben die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals hervor. Ärzte und Pflegekräfte werden als engagiert und bemüht beschrieben, auch im Umgang mit schwierigen Patienten. Ein Patient bedankte sich besonders bei den Pflegern und Krankenschwestern der Station 24 für die hervorragende Betreuung während des stationären Aufenthalts. Auch das OP-Personal wird als super freundlich gelobt.

Ein PJ-ler (Praktischer Jahr Student) beschreibt die Arbeitsatmosphäre als super angenehm und das Team als sehr nett. Er betont, dass die Ärzte viel erklären und man viel lernen kann, wenn man Interesse zeigt und Fragen stellt.

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Verbesserungsbedarf in der Patientenkommunikation

Trotz vieler positiver Rückmeldungen gibt es auch Kritikpunkte. Ein Patient bemängelte, dass ihm die Diagnose Lymphdrüsenkrebs per Telefon mitgeteilt wurde, was als unpersönlich und wenig hilfreich empfunden wurde. Er hätte sich gewünscht, dass der Hausarzt informiert wird, um ihm die Diagnose persönlich zu überbringen und Fragen beantworten zu können.

Ein anderer Patient berichtet, dass seiner Bettnachbarin versehentlich seine Medikamente verabreicht wurden. Das Personal habe versucht, den Vorfall zu verharmlosen und die Ärzte nicht sofort informiert. Erst bei der Visite erfuhren die Ärzte von dem Fehler.

Negative Erfahrungen und Komplikationen

Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen und Komplikationen nach Operationen. Ein Patient schildert, dass ihm vor der OP versichert wurde, der Eingriff sei klein und harmlos. Stattdessen sei er seit der OP schwerbehindert, habe sein Studium abbrechen und seine Wohnung kündigen müssen. Er bemängelt, dass keine ausreichende Risikoaufklärung stattgefunden habe und eine schwere Blutung im Ohr ignoriert wurde.

Ein anderer Patient berichtet von einem Autounfall und einer anschließenden Lähmung des rechten Armes. Ein Oberarzt habe ihm eine Operation verweigert und gesagt, man könne nichts tun. Erst nach langer Suche habe er einen Neurochirurgen gefunden, der ihm helfen konnte.

Probleme in der Pflege und Patientenbetreuung

Einige Patienten bemängeln die Pflege und Patientenbetreuung. Ein Patient berichtet, dass er fast 24 Stunden in der Notaufnahme lag, ohne dass sich jemand um ihn kümmerte. Ein anderer Patient kritisiert unfreundliches Personal und mangelnden Informationsaustausch. Als Angehöriger habe man sich machtlos gefühlt.

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Ein Patient mit Depressionen und Angststörungen berichtet, dass er von einer Schwester angeschrien wurde, was seine psychischen Beschwerden noch verschlimmerte. Er empfiehlt die Station nicht, wenn es um menschliche Betreuung geht.

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