AMEOS Klinikum Neustadt: Leistungsspektrum der Neurologie und Neurophysiologie

Das AMEOS Klinikum in Neustadt in Holstein ist ein Krankenhaus mit 163 Betten, das ein vielfältiges Leistungsspektrum in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie, Neurologie und Neurophysiologie bietet. Die Klinik konzentriert sich auf die regionale und überregionale Versorgung neurologischer Patienten sowie auf die rehabilitative Behandlung älterer Menschen mit akuten Erkrankungen aus dem internistischen, orthopädischen und neurologischen Fachgebiet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Psychotherapie und die Psychiatrie. Hier werden besondere Angebote in den Bereichen Adoleszenzpsychiatrie, Eltern-Kind-Behandlung, Sucht und Depression sowie eine Ambulanz für Erwachsenenpsychiatrie angeboten.

Neurologie und Neurophysiologie im AMEOS Klinikum Neustadt

In der Neurologie des AMEOS Klinikums Neustadt werden Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten neurologischen Diagnosespektrum behandelt. Dazu gehören Erkrankungen des Gehirns, der Sinnesorgane, des Rückenmarks, der peripheren Nerven einschließlich der Nervenwurzeln und der Muskeln. Für die akut-neurologische Versorgung stehen alle Verfahren der modernen apparativen Diagnostik und Behandlung zur Verfügung. Neuroradiologische CT-Untersuchungen können direkt im Klinikum durchgeführt werden, MRT-Untersuchungen erfolgen in Kooperation mit niedergelassenen Radiologen.

Bereiche der Neurologie und Neurophysiologie

Zur Klinik für Neurologie und Neurophysiologie gehören:

  • Neurologische Notfallambulanz
  • Zertifizierte Regionale Stroke Unit
  • Multiple Sklerose Ambulanz (§ 116b SGB V)

Weitere Behandlungsgebiete sind:

  • Neurologische Schmerzbehandlung
  • Schlaganfallversorgung rund um die Uhr einschließlich systemischer Thrombolyse und Überwachung auf einer speziellen Schlaganfallüberwachungseinheit
  • Schlafmedizin, gegebenenfalls in fachlicher Kooperation (z.B. Einstellung auf eine Heimbeatmung bei ALS)
  • Stationäre Versorgung aller Erkrankungen aus dem neurologischen Diagnosespektrum

Diagnostische Verfahren

Folgende diagnostische Verfahren kommen zum Einsatz:

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  • Autonome Diagnostik
  • Computertomographie, CT-Angiographie
  • Doppler- und Farbduplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße
  • Elektromyographie/Elektroneurographie
  • Evozierte Potentiale, Magnetstimulation
  • Labor- und Liquordiagnostik einschließlich Zytologie
  • MRT in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Radiologen
  • Neuropsychologische Testungen
  • Papierlose Elektroenzephalographie
  • Pharmakologische Testungen

Therapeutische Verfahren

Folgende therapeutische Verfahren können angewendet werden:

  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Manuelle/physikalische Therapie
  • Parkinsonkomplexbehandlung
  • Physiotherapie nach speziellen Konzepten
  • Rehabilitative Pflege

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar.

Die Instrumente und Maßnahmen adressieren Strukturelemente, z.B. besondere EDV-Ausstattung und Arbeitsmaterialien, sowie Prozessaspekte, wie Arbeitsbeschreibungen für besonders risikobehaftete Prozessschritte bzw. Konzepte zur Sicherung typischer Risikosituationen. Zusätzlich können bewährte Maßnahmen zur Vermeidung von bzw. zum Lernen aus Medikationsfehlern angegeben werden. Das Krankenhaus stellt hier dar, mit welchen Aspekten es sich bereits auseinandergesetzt bzw. welche Maßnahmen es konkret umgesetzt hat.

Folgende Aspekte werden berücksichtigt:

  • Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese: Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation.
  • Medikationsprozess im Krankenhaus: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung.
  • Entlassung: Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten.

Qualitätsmanagement und Patientensicherheit

Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a. sein: Vorhandensein adressatengerechter und themenspezifischer Informationsmaterialien für Patientinnen und Patienten zur ATMS z. B. Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses (z. B. Möglichkeit einer elektronischen Verordnung, d. h. strukturierte Eingabe von Wirkstoff (oder Präparatename), Form, Dosis, Dosisfrequenz (z. B. Vorhandensein von elektronischen Systemen zur Entscheidungsunterstützung (z.B. Meona®, Rpdoc®, AIDKlinik®, ID Medics® bzw. Spezielle AMTS-Visiten (z. B. Aushändigung von arzneimittelbezogenen Informationen für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der Patientin oder des Patienten im Rahmen eines (ggf.

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Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept).

AMEOS Klinikum Neustadt als Teil der AMEOS Gruppe

Das AMEOS Klinikum Neustadt ist Teil der AMEOS Gruppe, einem der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Die AMEOS Gruppe betreibt zahlreiche Krankenhäuser, Polikliniken und Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland. Das AMEOS Klinikum Bremen ist ein modernes Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit Tradition. Bereits 1764 gegründet, ist unser Klinikum das älteste psychiatrische Fachkrankenhaus Deutschlands in privater Trägerschaft. Das Leistungsspektrum zeichnet sich durch störungsspezifische psychiatrisch-psychotherapeutische Therapieverfahren aus, die auf das jeweilige Krankheitsbild ausgerichtet sind und eine effiziente und optimale Behandlung ermöglichen. Neben der allgemeinpsychiatrischen Behandlung werden unter anderem Behandlungen für Menschen mit psychotischen Störungen, Angststörungen oder Depressionen sowie Traumafolgestörungen angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) für Menschen mit einer Borderline-Störung. Die Behandlung Drogenabhängiger vervollständigt das Leistungsangebot. Idyllisch im wunderschönen Ortsteil Oberneuland gelegen und umgeben vom eigenen Park, ist es eine Oase in der heute hektischen Welt. Als modernes Akutkrankenhaus behandeln wir Patienten und Patientinnen aller Krankenkassen und -versicherungen. Die Projekte rund um das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) werden aus EU-Mitteln gefördert.

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