Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die von starken Kopfschmerzen begleitet wird, oft in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. Die Behandlung von Migräne kann eine Herausforderung sein, und viele Betroffene suchen nach wirksamen Medikamenten, um ihre Symptome zu lindern. In Griechenland, wie auch in anderen Ländern, gibt es sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie Optionen zur Behandlung von Migräne. Dieser Artikel bietet einen Überblick über Migräne-Tabletten, die in Griechenland erhältlich sind, und beleuchtet wichtige Aspekte im Zusammenhang mit ihrer Anwendung.
Rezeptfreie Optionen zur Behandlung von Migräne
In Deutschland sind einige Triptane rezeptfrei erhältlich, um die akute Kopfschmerzphase bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura zu behandeln, nachdem ein Arzt die Migräne erstmals diagnostiziert hat. Zu diesen Triptanen gehören Naratriptan (Formigran®), Almotriptan (Dolortriptan®) und Sumatriptan. Seit Kurzem ist auch Rizatriptan rezeptfrei erhältlich.
Almotriptan (Dolortriptan®) wird beispielsweise zur Akutbehandlung von Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura eingesetzt. Es sollte bei den ersten Anzeichen von Migränekopfschmerzen eingenommen werden. Almotriptan wirkt, indem es die Blutgefäße im Kopf verengt, wodurch die Kopfschmerzen und andere Migränesymptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit gelindert werden.
Die empfohlene Dosis für Erwachsene (18 - 65 Jahre) beträgt eine Tablette mit 12,5 mg Almotriptan, die so früh wie möglich nach Einsetzen des Migräneanfalls eingenommen werden sollte. Wenn der Migräneanfall nicht abklingt, sollte nicht mehr als eine Tablette für denselben Anfall eingenommen werden. Wenn innerhalb von 24 Stunden ein zweiter Migräneanfall einsetzt, kann eine zweite Tablette mit 12,5 mg eingenommen werden, wobei zwischen der ersten und zweiten Tablette mindestens 2 Stunden liegen müssen. Die maximale Tagesdosis beträgt zwei Tabletten (12,5 mg) innerhalb von 24 Stunden.
Es ist wichtig zu beachten, dass Almotriptan nicht zur Vorbeugung von Migräne geeignet ist und nicht eingenommen werden sollte, wenn bestimmte Erkrankungen vorliegen, wie z. B. Herzerkrankungen, Schlaganfall, schwere Lebererkrankung oder unkontrollierter Bluthochdruck.
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Verschreibungspflichtige Migräne-Medikamente
Für Patienten, bei denen rezeptfreie Medikamente nicht ausreichend wirken, stehen in Griechenland auch verschreibungspflichtige Optionen zur Verfügung. Dazu gehören stärkere Triptane, Ergotamine und andere spezifische Migränemittel. Die Wahl des geeigneten Medikaments sollte in Absprache mit einem Arzt erfolgen, der die individuellen Bedürfnisse und Begleiterkrankungen des Patienten berücksichtigt.
Suvexx, ein Medikament, das Sumatriptan und Naproxen-Natrium kombiniert, wird zur Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen bei Erwachsenen eingesetzt, bei denen ein einzelner Wirkstoff nicht ausreicht. Sumatriptan gehört zur Klasse der Triptane, während Naproxen-Natrium ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) ist. Es wird angenommen, dass Migränekopfschmerzen durch eine Erweiterung der Blutgefäße im Kopf verursacht werden. Sumatriptan verengt diese Blutgefäße, um die Kopfschmerzen zu lindern, während Naproxen die Schmerzen reduziert.
Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt eine Tablette, die so bald wie möglich nach Einsetzen der Migräne eingenommen werden sollte. Wenn die Kopfschmerzen zurückkehren oder nur teilweise gelindert werden, kann zwei Stunden nach der ersten Dosis eine zweite Dosis eingenommen werden. Es dürfen nicht mehr als zwei Dosen Suvexx innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden. Patienten mit leichten Leber- oder Nierenproblemen sollten innerhalb von 24 Stunden nur eine Tablette einnehmen. Suvexx wird für Personen über 65 Jahre und Kinder unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Wichtige Hinweise zur Anwendung von Migräne-Medikamenten
- Ärztliche Beratung: Vor der Einnahme von Migräne-Tabletten, insbesondere bei erstmaligem Auftreten von Migräne, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, um die Diagnose zu bestätigen und die geeignete Behandlung zu besprechen.
- Dosierung: Die empfohlene Dosierung sollte genau eingehalten werden. Eine Überdosierung kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.
- Nebenwirkungen: Migräne-Medikamente können Nebenwirkungen verursachen. Bei Auftreten von ungewöhnlichen Symptomen sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
- Wechselwirkungen: Die gleichzeitige Einnahme von Migräne-Medikamenten mit anderen Arzneimitteln kann zu Wechselwirkungen führen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Migräne-Medikamente nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Unterstützende Maßnahmen bei Migräne
Neben der medikamentösen Behandlung können auch unterstützende Maßnahmen dazu beitragen, Migräneanfälle zu lindern und die Häufigkeit zu reduzieren. Dazu gehören:
- Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein stabiler Schlafrhythmus kann helfen, Migräneanfälle zu vermeiden.
- Stressmanagement: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräne. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, Stress abzubauen.
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Dehydration kann Migräneanfälle begünstigen. Achten Sie darauf, ausreichend Wasser zu trinken.
- Vermeidung von Auslösern: Identifizieren Sie Ihre persönlichen Migräneauslöser (z. B. bestimmte Lebensmittel, Alkohol, Wetterumschwünge) und vermeiden Sie diese.
- Regelmäßige Bewegung: Moderate körperliche Aktivität kann helfen, Migräne vorzubeugen.
Neue Entwicklungen in der Migränebehandlung
Die Migräneforschung hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Mit Atogepant und Rimegepant sind neue Migränemittel auf dem Markt, die bei manchen Menschen ausgesprochen wirksam sind. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Wirkstoff Ubrogepant, der in den USA zur Akuttherapie von Migräne zugelassen ist, auch Vorboten der Kopfschmerzattacken bessern kann.
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Auch die Pestwurz (Petasites hybridus) wird in der Migränevorbeugung eingesetzt.
Vorsicht bei der Mitnahme von Medikamenten im Flugzeug
Wer Medikamente im Flugzeug mit sich führen muss, sollte einige Punkte beachten. Grundsätzlich dürfen nur Medikamente für den Eigengebrauch mitgeführt werden. Es ist ratsam, sich die Notwendigkeit der Medikamente von einem Arzt schriftlich bestätigen zu lassen. Medikamente, die dringend und regelmäßig benötigt werden, gehören ins Handgepäck. Flüssige Medikamente können gesondert mitgenommen werden, wenn eine ärztliche Bescheinigung vorliegt. Betäubungsmittel erfordern eine spezielle Bescheinigung.
Fußpilz behandeln mit Lamisil Once
Neben Migräne kann auch Fußpilz eine unangenehme Erkrankung sein. Lamisil Once, eine 1%ige Lösung zur Anwendung auf der Haut mit dem Wirkstoff Terbinafin, wird zur Behandlung von Tinea pedis (Fußpilzerkrankung) bei Erwachsenen eingesetzt. Die Lösung wird einmalig auf beide Füße aufgetragen, auch wenn nur ein Fuß sichtbare Anzeichen von Fußpilz aufweist. Nach der Anwendung bildet sich ein dünner, farbloser Film auf der Haut, der den Wirkstoff über mehrere Tage abgibt. Es ist wichtig, die Füße nach der Anwendung 24 Stunden lang nicht zu waschen oder zu befeuchten.
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