Neurologie Erlangen: Ein umfassendes Team für Ihre Gesundheit

Die Neurologische Klinik am Universitätsklinikum Erlangen zählt zu den größten neurologischen Einrichtungen Deutschlands und bietet ein breites Spektrum an neurologischer Behandlungskompetenz. Jährlich werden hier über 4000 Patienten stationär und über 13000 ambulant behandelt. Die Klinik arbeitet eng mit der Neurochirurgischen Klinik und der Neuroradiologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen zusammen, um eine umfassende Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Schwerpunkte der Neurologischen Klinik Erlangen

Die Neurologische Klinik in Erlangen deckt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Besondere Schwerpunkte und spezialisierte Einrichtungen sind:

  • Schlaganfalltherapie (Stroke Unit): Die Spezialstation für Schlaganfalltherapie (Stroke Unit) ist eine der größten Einrichtungen dieser Art in Bayern und Deutschland. Hier werden Patienten mit akuten Schlaganfällen umfassend versorgt.
  • Neurologische Intensivstation: Eine hochleistungsfähige Neurologische Intensivstation steht zur Behandlung schwerstkranker Patienten zur Verfügung.
  • Epilepsiezentrum (EZE): Das Epilepsiezentrum bietet eine umfassende Diagnostik und Therapie von Epilepsien.
  • Spezialambulanzen: Die Klinik bietet Spezialambulanzen für Multiple Sklerose und neuroimmunologische Erkrankungen, Epilepsie, Bewegungsstörungen, neuromuskuläre Erkrankungen, Tumorerkrankungen des Nervensystems (Neuroonkologie) sowie für neurovaskuläre Erkrankungen.
  • Molekulare Neurologie: Die Abteilung für Molekulare Neurologie verbindet hochwertige Grundlagenforschung mit klinischer Expertise und der Behandlung von Patienten auf höchstem Niveau.
  • Telemedizinisches Schlaganfallnetzwerk (STENO): Die Klinik koordiniert das telemedizinische Schlaganfallnetzwerk STENO.

Das Team der Neurologischen Klinik Erlangen

Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern und Seelsorgern gewährleistet eine ganzheitliche Betreuung der Patienten. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen ermöglicht eine individuelle und umfassende Behandlung, die auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zugeschnitten ist.

Weitere neurologische Einrichtungen in der Region Erlangen

Neben der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen gibt es in der Region weitere Einrichtungen, die neurologische Behandlungen anbieten:

  • Klinikum Fürth: Die Klinik für Neurologie am Klinikum Fürth verfügt über 55 Betten, davon neun Stroke Unit-Betten. Das multiprofessionelle Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten behandelt sämtliche Erkrankungen des neurologischen Fachgebietes. Die Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) ist ein von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifiziertes überregionales Schlaganfallzentrum. Eine spezielle Expertise besteht in der Klinik zudem für die Komplexbehandlung von Patienten mit Parkinsonsyndromen und die Stationäre Schmerzmedizin. In der neurovaskulären Sprechstunde wird eine umfassende Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und der Blutgefäße angeboten.
  • Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation: Das Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation diagnostiziert und behandelt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Das Spektrum reicht von der Akutversorgung über die Frührehabilitation bis hin zur weiterführenden Rehabilitation. Zu den besonderen Schwerpunkten zählt die Behandlung von Morbus Parkinson und Epilepsie. Die Akutneurologie ist 24 Stunden erreichbar, in Notfällen ist die Aufnahme auch ohne telefonische Vorankündigung möglich. Für die Akutneurologie stehen zwei Stationen zur Verfügung, schwer erkrankte Patienten werden außerdem auf der Intensivstation betreut. Ein Teil davon steht als Schlaganfalleinheit zur Verfügung und ist mit intensivmedizinischen Überwachungsgeräten und Beatmungsplätzen ausgestattet. Im Mittelpunkt der Akutneurologie stehen alle akuten und chronischen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur. Mithilfe moderner apparativer Diagnostik werden Störungen der verschiedenen Bereiche des Nervensystems sowie der Muskulatur erfasst. In der Frührehabilitation werden schwer hirngeschädigte Patienten aus dem Bereich der Akutneurologie oder von externen Akutkliniken übernommen und behandelt. Das Zentrum behandelt Menschen mit schwersten Einschränkungen des Bewusstseins und der Wahrnehmung sowie mit schweren körperlich-neurologischen Beeinträchtigungen. In der weiterführenden Rehabilitation werden Menschen mit mittelschweren neurologischen Funktionsstörungen behandelt. Die Reha-Schwerpunkte sind die Mobilisation und die Behandlung von kognitiven Ausfällen sowie Sprach- und Sprechstörungen.
  • Klinikum am Europakanal: Die Neurologische Klinik des Klinikums am Europakanal bietet seit 2012 ein speziell auf die Bedürfnisse von Parkinson-Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept an. Dazu gehört die Diagnoseerstellung und die Abgrenzung von atypischen oder symptomatischen Parkinson-Syndromen. Während der intensiven Therapiezeit überprüfen Neurologen die Parkinsonmedikation und passen sie bei Bedarf an. Aber auch logopädische, physiotherapeutische, ergotherapeutische und neuropsychologische Einheiten stehen zur Verfügung. Die zertifizierten Therapeuten sind nach den Parkinson-Therapien LSVT®-BIG und LSVT®-LOUD geschult. Das Klinikum bietet auch eine spezialisierte Epilepsie-Komplex-Behandlung an, bei der neben der Diagnosestellung beziehungsweise Einordnung des Epilepsiesyndroms auch eine Medikamenten-Einstellung oder -Umstellung vorgenommen werden kann. Bei diesem Konzept handelt es sich um eine mindestens 7 Tage dauernde intensive Therapiezeit.

Therapieangebote im Überblick

Die Therapieangebote der neurologischen Einrichtungen in und um Erlangen sind vielfältig und umfassen unter anderem:

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  • Physiotherapie: Zur Verbesserung der Motorik und zum Erhalt der Selbstständigkeit werden aktive und passive Übungen durchgeführt. Sie orientieren sich an den individuellen Funktions-, Bewegungs- und Aktivitätseinschränkungen, die bei der Aufnahmeuntersuchung festgestellt werden. Auch Wünsche oder Sorgen fließen in die Therapieplanung ein. Ziel ist der Erhalt oder die Wiederherstellung von Funktionen, die für die Selbstständigkeit nötig sind. Aber auch weitere Aspekte wie Schmerzreduktion und Sturzprophylaxe sind wichtig. Es werden Übungseinheiten der LSVT®-BIG-Therapie angeboten, die besonders auf die Schrittlänge, die Bewegungsgeschwindigkeit, das Gleichgewicht sowie Beweglichkeit und Geschicklichkeit abzielt. Weiterhin wird mit den MOTOmed®-Bein- und Armgeräten ein Bewegungstraining für Parkinson-Patienten angeboten, bei dem vor allem schnelle Bewegungen durchgeführt werden.
  • Logopädie: Um die Kommunikationsfähigkeit und insbesondere die Sprechlautstärke zu erhalten oder zu verbessern, arbeiten speziell ausgebildete Logopäden mit unterschiedlichen Ansätzen. Dazu zählt beispielsweise die LSVT-LOUD®- Therapie. Dabei wird an der Erhöhung der Sprechlautstärke und der damit einhergehenden Steigerung der Verständlichkeit gearbeitet. Auch die Deutlichkeit der Artikulation wird trainiert.
  • Ergotherapie: In der Ergotherapie werden gezielt Funktionen und Bewegungsabläufe geübt, die im Alltag benötigt werden und die für den Erhalt der Selbstständigkeit nützlich sind.
  • Neuropsychologie: Unterstützung bei der Verarbeitung der Krankheit und bei der Stabilisierung der Stimmung. Bei Bedarf werden Testverfahren angewendet, die die Zuordnung zum Epilepsiesyndrom erleichtern. Weiterhin werden Sie bei der Krankheitsverarbeitung und wenn notwendig bei der Behandlung psychiatrischer Nebenerkrankungen unterstützt.
  • Sozialdienst: Unterstützung bei Fragen zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises.
  • Physikalische Therapie: Hier werden Fango-Behandlungen und Massagen angeboten.

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