Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach: Ein umfassendes Versorgungsangebot

Das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen an. Die Abteilung für Neurologie und Klinische Neurophysiologie diagnostiziert und behandelt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des EVK hat von der Ärztekammer Nordrhein die Weiterbildungsbefugnis im Fachgebiet Neurologie für die zwölfmonatige Weiterbildung durch Oberärztin Meike Jacobsen erhalten.

Das Team der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Das Team der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik setzt sich aus erfahrenen Fachärzten und Psychologen zusammen.

  • Chefarzt PD Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie, Zertifikat Gerontopsychiatrie, Nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren (NIBS), Medizinische Begutachtung (ÄkNo)
  • Leitender Oberarzt Nils Schäfer: Station P2, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Nervenheilkunde, Facharzt für Neurologie
  • Oberarzt Dr. med. Andreas M. Steinfeld: Sektionsleiter Psychosomatik (Station P1-D und Tagesklinik), Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifikat Psychoonkologie
  • Leitender Psychologe, M. Sc. Tim Metzler: Stationsübergreifend, Leitung Tagesklinik, Psychologischer Psychotherapeut (TP)
  • Oberärztin Dr. med. Christianna Sorra: Station P1, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifikat Gerontopsychiatrie, -psychotherapie & -psychosomatik (DGPPN/DGGPP)
  • Oberärztin Dr. med. Foteini Peveretou: Station P3, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Leistungsspektrum der Neurologie im EVK

Die Abteilung für Neurologie und Klinische Neurophysiologie bietet Ihnen die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums neurologischer Erkrankungen an. Dazu gehören insbesondere:

  • Schlaganfall
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Epilepsie
  • Bewegungsstörungen wie z. B. der Morbus Parkinson
  • Tumore
  • Rückenmarkserkrankungen
  • Schwindel
  • Bandscheibenerkrankungen
  • Polyneuropathien
  • Hirnleistungsstörungen
  • Migräne
  • Neuroborreliose
  • Entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (z. B. Meningitis, Enzephalitis oder Neuroborreliose)
  • Degenerative Erkrankungen, wie z.B. Demenzen

Die Diagnostik umfasst neben der ausführlichen Anamnese (Vorgeschichte der Erkrankung) und klinisch-neurologischen Untersuchung auch neurophysiologische Methoden (z. B. Elektromyographie und Elektroneurographie sowie die sogenannten Evozierten Potentiale).

Spezialambulanzen

Das EVK bietet verschiedene Spezialambulanzen an:

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  • Privatambulanz: Für privat krankenversicherte Patienten und Selbstzahler (mittwochs und freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr nach telefonischer Vereinbarung mit Dr. Susanne Saers).
  • Botulinumtoxinambulanz: Diagnostik und Behandlung von Patienten mit speziellen Bewegungsstörungen, örtlich begrenzter Spastik, chronischer Migräne sowie Erkrankungen des autonomen Nervensystems (Dr. Susanne Saers, Überweisung vom Hausarzt erforderlich).
  • Ambulanz für Klinische Neurophysiologie: Umfasst neben der klinisch neurologischen Untersuchung die Elektromyographie und Elektroneurographie sowie die sogenannten Evozierten Potentiale. Mit diesen Untersuchungen können Erkrankungen im Bereich des zentralen oder peripheren Nervensystems diagnostiziert werden. Daneben können im Rahmen dieser Ambulanz Patienten zur Abklärung und Mitbehandlung von Epilepsien vorgestellt werden (Dr. Kirsten Matthias, Terminabsprache über das Sekretariat, Überweisung durch den Facharzt für Neurologie, Nervenheilkunde oder Neurochirurgie erforderlich).
  • Neurologische Ultraschall-Ambulanz: Untersuchung der Hals- und Hirngefäße zur Feststellung von Atherosklerose (Gefäßverkalkung) oder Einengungen (Stenose) der Halsschlagader (Dr. Claudia Enbergs, Terminvergabe nach Vereinbarung, Überweisung durch den Hausarzt, Facharzt für Neurologie, Nervenheilkunde oder Neurochirurgie erforderlich).

Neurostimulationsverfahren

Bei therapieresistenten Depressionen oder akuten Psychosen bietet das EVK Neurostimulationsverfahren an. Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist das wichtigste Stimulationsverfahren in der Psychiatrie und wird in der Regel bei schwerwiegenden oder therapieresistenten Krankheitsverläufen eingesetzt. In den letzten Jahren sind die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) und die Vagus-Nerv-Stimulation (VNS) als ergänzende Therapieverfahren hinzugekommen und haben das Einsatzspektrum der Neurostimulation bei Depression bedeutsam erweitert. Die rTMS ist zudem ein wirksames Therapieverfahren zur Behandlung akustischer Halluzinationen oder von Negativ-Symptomen bei der Schizophrenie sowie zur Linderung neuropathischer Schmerzsyndrome.

Die Spezialambulanz für Neurostimulationsverfahren überprüft die Indikation für ein neuromodulatorisches Stimulationsverfahren. Hierbei werden auch verbliebene pharmakologisch und psychotherapeutische Therapieoptionen sorgfältig beurteilt und komorbide psychische oder somatische Erkrankungen sowie psychosozialen Faktoren in die Gesamtbeurteilung miteinbezogen.

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

In der PIA bietet das EVK eine ambulante Behandlung in Notfallsituationen oder eine längerfristige ambulante Behandlung bei Erkrankungen mit schwerem oder kompliziertem Verlauf an. Damit will das EVK dazu beitragen, Krankenhausaufnahmen zu vermeiden, stationäre Behandlungszeiten zu verkürzen und Behandlungsabläufe so zu optimieren, dass sie zur Stabilisierung Ihrer sozialen Integration beitragen. Neben allgemeinen Sprechstunden werden auch Spezialsprechstunden zu ADHS bei Erwachsenen, psychischen Erkrankungen im Alter (Gedächtnissprechstunde), Autismus-Sprechstunde, Psychoonkologische-Sprechstunde sowie zu den Neurostimulationsverfahren (u.a. Elektrokonvulsionstherapie) angeboten.

Stationäre und teilstationäre Behandlung

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des EVK ist zuständig für die Regelversorgung nahezu des gesamten Rheinisch-Bergischen Kreises. Sie besteht aus zwei Akut-, einer Gerontopsychiatrie- und drei störungsspezifischen Psychotherapiestationen mit insgesamt 110 Planbetten, einer Tagesklinik mit 18 Plätzen und einer Institutsambulanz.

Die Basis der stationären und teilstationären Arbeit bildet dabei ein multimodales therapeutisches Programm, bestehend aus:

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  • Gruppen-/Einzelpsychotherapie
  • Psychopharmakotherapie
  • Pharmakogenetische Testungen
  • Kunst-/Gestaltungs- und Musiktherapie
  • Tanz-, Bewegungs- und Körpertherapie
  • Ergotherapie
  • Sport-/ und Physiotherapie
  • Neurostimulationsverfahren (EKT, rTMS und VNS)
  • Virtual Reality Expositions-Therapie (VRET)
  • Peer-Beratung
  • Ethische Fallbesprechungen und Beratung
  • Ketaminbehandlung (Spray oder Infusion)
  • Gruppen-/Einzel-Sozialtherapie
  • Paar- und Familientherapie
  • Alltagsbewältigungstraining
  • Entspannungsverfahren
  • Tiergestützte Therapie (Reittherapie)
  • Stationsversammlungen („Großgruppe“)
  • Bezugspflege-Gesprächen
  • Angehörigen-Beratung
  • Ernährungsberatungsgruppe

Radiologische Leistungen im EVK

Die Med 360° hat seit der Übernahme der Radiologie am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) im Jahr 2013 den Standort sowohl räumlich als auch technisch weiterentwickelt. Das Leistungsspektrum umfasst die Radiologie und die Brustdiagnostik.

In der Radiologie ermöglichen zwei 1,5-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT), ein hochauflösender 128-Zeilen-Computertomograph (CT), eine Durchleuchtungseinheit sowie ein konventioneller Röntgenarbeitsplatz präzise Diagnosen.

Die Brustdiagnostik bietet das komplette Spektrum modernster Untersuchungsmethoden. Neben einer exakten bildgebenden Diagnostik können bei unklaren Befunden mit allen Verfahren zeitnah Gewebeproben entnommen werden. Die Abteilung ist ein wichtiger Partner des zertifizierten überregionalen Brustzentrums am EVK, mit dem eine enge Zusammenarbeit sowohl personell als auch räumlich besteht. Dies ermöglicht bei Bedarf eine reibungslose und zeitnahe Einleitung der Therapie.

Zertifizierte Zentren

Das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach verfügt über zertifizierte Zentren:

  • Onkologische Zentren: Zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft
  • Gynäkologisches Krebszentrum Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach

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