Die Neurologie in Jena, insbesondere am Standort Lobeda des Universitätsklinikums Jena (UKJ), bietet ein breites Spektrum an Informationen und Erfahrungen für Patienten, Studierende und Fachkräfte. Dieser Artikel fasst wesentliche Aspekte zusammen, von der Struktur der Klinik über Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur ambulanten Versorgung.
Trägerstruktur und Bettenkapazität von Krankenhäusern
Krankenhäuser können von verschiedenen Trägern betrieben werden, darunter öffentliche, freigemeinnützige und private. Die Trägerschaft bestimmt die Verantwortlichkeit für Finanzierung, Organisation und Verwaltung. Die Bettenanzahl gibt Aufschluss über die Größe eines Krankenhauses, wobei "klein" weniger als 120 Betten, "mittel" 120 bis 400 Betten bedeutet. Die Größe allein ist jedoch kein Qualitätsmerkmal. Teilstationäre Behandlungsplätze ermöglichen eine Versorgung von Patienten, die nicht den ganzen Tag im Krankenhaus verbringen müssen. Die Anzahl der jährlich behandelten Patienten gibt einen Eindruck von der Auslastung. Zertifikate weisen auf besondere Expertise in der Behandlung bestimmter Erkrankungen hin, die gemäß aktuellen medizinischen Leitlinien erfolgt. Mindestmengen sind vorgeschriebene Untergrenzen für bestimmte medizinische Leistungen.
Universitätsklinikum Jena, Standort Lobeda: Ausbildung in der Neurologie
Das Universitätsklinikum Jena, insbesondere der Standort Lobeda, bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, das Praktische Jahr (PJ) in der Neurologie zu absolvieren. Erfahrungsberichte von PJ-Studierenden heben die hohe Qualität der Lehre und die Integration in das Team hervor.
Struktur der Neurologischen Klinik
Die Neurologie in Jena ist in vier bzw. fünf Stationen unterteilt, wobei die Intensivstation (ITS) optional ist. Eine dieser Stationen ist die Stroke Unit. PJ-Studierende rotieren in der Regel durch alle Stationen, wobei die Einteilung flexibel gestaltet werden kann. Auch Einsätze auf der ITS und in den Ambulanzen sind bei Interesse möglich.
Tagesablauf im PJ
Der Tag beginnt um 8:00 Uhr mit einer Morgenbesprechung aller Stationen, in der die neu aufgenommenen Patienten vorgestellt werden. Anschließend erfolgt die Vorbereitung der Visiten, die Blutentnahmen und das Legen von Flexülen umfassen. PJ-Studierende erhalten unter Aufsicht eigene Patienten, für die sie die Visite vorbereiten und durchführen. Zweimal pro Woche findet eine Visite mit einem Oberarzt statt. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Aufnahme von Patienten, die Durchführung von Liquorpunktionen und das Verfassen von Arztbriefen.
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Mittags gehen alle gemeinsam in die Mensa, gefolgt von einer Röntgendemo. Am Nachmittag werden die neu aufgenommenen Patienten dem Oberarzt vorgestellt. Je nach Arbeitsaufkommen endet der Tag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr.
Besonderheiten der Ausbildung
Ein großer Vorteil ist der Studientag pro Woche, der flexibel genommen werden kann. Der PJ-Unterricht findet etwa einmal pro Woche statt und wird von den Studierenden als qualitativ hochwertig bewertet. Die Teilnahme an den Assistenzarztweiterbildungen ist ebenfalls Teil des Programms. Zu Beginn des Tertials wird jedem PJ-Studierenden ein Mentor aus dem Kreis der Assistenzärzte zugeteilt, mit dem regelmäßig Gespräche über den Lernfortschritt und die Ziele geführt werden.
Ein besonderes Highlight ist das "INSTA"-Projekt, bei dem PJ-Studierende gemeinsam mit Pflegeauszubildenden und Studierenden der Logopädie, Ergo- und Physiotherapie zwei Schlaganfallpatienten eigenverantwortlich unter Supervision betreuen. Dies ermöglicht es, sich als "Assistenzarzt auszuprobieren" und wertvolle Erfahrungen im interdisziplinären Austausch zu sammeln.
Fazit der PJ-Studierenden
Die PJ-Studierenden loben insbesondere das freundliche und kompetente Team, die gute Betreuung und die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten und viel zu lernen. Die Neurologie in Jena wird als sehr empfehlenswert für das PJ angesehen.
Neurologische Praxis Dr. med. Dr. Käthe Kollwitz Str.
Die neurologische Praxis in der Dr. Käthe Kollwitz Straße wird seit Anfang 2021 von Dr. M. geführt, nachdem Frau Dr. K. Tinschert die Praxis abgegeben hat. Die Sprechstunden finden weiterhin zu den angegebenen Zeiten statt. Bei Infektzeichen wie Fieber oder starkem Husten werden Patienten gebeten, telefonisch Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
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Qualitätsaspekte in der Neurologie Jena
Die Qualität der neurologischen Versorgung in Jena wird durch verschiedene Faktoren bestimmt:
- Erfahrung und Expertise: Zertifizierungen und Mindestmengenregelungen gewährleisten eine hohe Behandlungsqualität bei bestimmten Erkrankungen.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Das "INSTA"-Projekt zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen für eine optimale Patientenversorgung ist.
- Aus- und Weiterbildung: Das Engagement der Ärzte in der Ausbildung von PJ-Studierenden und die regelmäßigen Fortbildungen tragen zur hohen Qualität der medizinischen Versorgung bei.
- Patientenorientierung: Die individuelle Betreuung der Patienten durch PJ-Studierende unter Aufsicht erfahrener Ärzte ermöglicht eine umfassende und persönliche Versorgung.
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