Oberärzte in der Neurologie Jena: Expertise und Forschung am Universitätsklinikum

Die Neurologie in Jena ist ein wichtiger Standort für die Behandlung neurologischer Erkrankungen und die neurologische Forschung. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die Oberärzte, die durch ihre Expertise und Erfahrung die Patientenversorgung sicherstellen und die Weiterentwicklung des Fachgebiets vorantreiben.

Expertise und Verantwortlichkeiten der Oberärzte

Oberärzte sind erfahrene Fachärzte für Neurologie, die eine leitende Funktion innerhalb der Klinik einnehmen. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören:

  • Patientenversorgung: Oberärzte sind in die Behandlung komplexer neurologischer Fälle eingebunden. Sie führen eigenständig diagnostische Maßnahmen durch, erstellen Therapiepläne und überwachen den Krankheitsverlauf. Sie sind Ansprechpartner für Patienten und deren Angehörige.
  • Supervision und Ausbildung: Oberärzte sind für die Ausbildung und Weiterbildung der Assistenzärzte zuständig. Sie geben ihr Wissen und ihre Erfahrung weiter und tragen so zur Qualitätssicherung in der Patientenversorgung bei.
  • Wissenschaftliche Tätigkeit: Viele Oberärzte sind in der Forschung aktiv und tragen zur Weiterentwicklung der neurologischen Erkenntnisse bei. Sie publizieren ihre Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften und präsentieren sie auf Kongressen.
  • Organisatorische Aufgaben: Oberärzte übernehmen administrative Aufgaben innerhalb der Klinik, wie z.B. die Planung von Dienstplänen, die Koordination von Abläufen und die Qualitätssicherung.

Vielfalt der Expertise am Universitätsklinikum Jena

Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) sind zahlreiche Oberärzte mit unterschiedlichen Schwerpunkten tätig. Die Vielfalt der Expertise ermöglicht eine umfassende Versorgung neurologischer Patienten.

Die große Anzahl an Doktortiteln und akademischen Graden unterstreicht die wissenschaftliche Ausrichtung der Neurologie in Jena. So finden sich unter den Oberärzten:

  • Prof. Dr. med.
  • PD Dr. med.
  • Dr. med.
  • Prof. Dr. phil.
  • Dr. Prof. Dr. rer. nat.
  • Prof. Dr.-Ing. habil.
  • Prof. Dr.
  • PD Dr. rer. nat. habil. med.
  • Dr. Dr.
  • PD Dr. rer. nat.
  • PD Dr. phil.
  • M.Sc.-Psych.
  • Dr. rer. nat.
  • M.Sc.
  • M.Sc. Psych.
  • M.Sc. Neuropsychologie, Ph.D.
  • Experimentelle Neurologie, Ph.D.
  • Dr. Adriana L. M.Sc. Psych.
  • Dr. AG
  • exam. M.A.

Diese Vielfalt an akademischen Graden spiegelt die unterschiedlichen Forschungsinteressen und Spezialisierungen der Oberärzte wider.

Lesen Sie auch: Neurologie vs. Psychiatrie

Forschungsschwerpunkte und Drittmitteleinwerbung

Das Universitätsklinikum Jena ist ein forschungsstarker Standort. Die Neurologie profitiert von dieser Ausrichtung. Im Jahr 2023 konnte das UKJ 59,3 Mio. € Drittmittel für Forschungsprojekte aufwenden. Es starteten neun vom Freistaat Thüringen geförderte Forschungsvorhaben, 27 DFG-Projekte, acht europäische Forschungsverbünde, 31 vom Bund unterstützte Projekte und 31 Vorhaben, die von Stiftungen gefördert werden.

Die Forschungsschwerpunkte der Neurologie in Jena sind vielfältig und umfassen unter anderem:

  • Neurodegenerative Erkrankungen: Hierzu zählen beispielsweise Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Krankheit und Amyotrophe Lateralsklerose (ALS).
  • Schlaganfall: Die Forschung konzentriert sich auf die Verbesserung der Akutversorgung und die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten.
  • Multiple Sklerose: Es werden neue Therapieansätze und Biomarker zur besseren Diagnostik und Verlaufskontrolle erforscht.
  • Epilepsie: Die Forschung zielt auf die Entwicklung neuer Medikamente und die Verbesserung der chirurgischen Behandlung von Epilepsiepatienten ab.
  • Neuropathische Schmerzen: Es werden neue Mechanismen der Schmerzentstehung untersucht und neue Therapieansätze entwickelt.

Publikationen und wissenschaftlicher Impact

Die hohe Qualität der Forschung in der Neurologie Jena spiegelt sich in der Anzahl der Publikationen und dem wissenschaftlichen Impact wider. Im Jahr 2023 veröffentlichten die UKJ-Wissenschaftler 1134 Originalarbeiten. Der summarische Impact betrug 6.146 Punkte in begutachteten internationalen Fachjournalen. Dies zeigt, dass die Forschungsergebnisse der Jenaer Neurologen international anerkannt sind und einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Fachgebiets leisten.

Nachwuchsförderung und Promotionen

Am UKJ werden über 900 Doktoranden betreut. Dies unterstreicht die Bedeutung der Nachwuchsförderung. Im Jahr 2023 wurde 150-mal der Titel Dr. med., 22 Dr. med. dent. und 22 Dr. rer. nat. vergeben. Die Neurologie in Jena bietet somit ein attraktives Umfeld für junge Wissenschaftler, die sich für neurologische Forschung interessieren.

Bedeutung der Pflege

Neben den Ärzten spielt auch das Pflegepersonal eine wichtige Rolle in der neurologischen Versorgung. Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner mit einem B. Sc. Abschluss sowie pflegerische Fachexpertise und Fachweiterbildungen tragen maßgeblich zur Qualität der Patientenversorgung bei.

Lesen Sie auch: Expertise in Neurologie: Universitätsklinik Heidelberg

Lesen Sie auch: Aktuelle Informationen zur Neurologie in Salzgitter

tags: #neurologie #jena #oberarzte