Die neurologische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in Deutschland. Kliniken wie das Neurologie Klinikum Foster spielen dabei eine zentrale Rolle. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Klinikums, von den angebotenen Leistungen über die Qualitätssicherung bis hin zu den Bewertungen durch Patienten und Experten.
Umfassende stationäre Versorgung und ambulante Einrichtungen
Das Neurologie Klinikum Foster, wie viele andere Akutkliniken in Deutschland, bietet ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen an. Die stationäre Versorgung stellt dabei einen wichtigen Schwerpunkt dar. Flächendeckend in ganz Deutschland sind diese Kliniken vertreten und bieten somit eine wohnortnahe Versorgung.
Neben der stationären Versorgung spielen auch ambulante Einrichtungen eine wichtige Rolle. Patienten können hier wohnortnah Haus- oder Fachärzte finden und Termine in Arztpraxen vereinbaren. Dies ermöglicht eine umfassende und kontinuierliche Betreuung.
Prävention und Gesundheitsförderung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Prävention. Check-ups, wie sie beispielsweise im Helios Prevention Center angeboten werden, liefern ein genaues Bild über den individuellen Gesundheitszustand. Dies ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Auch für Unternehmen bietet Helios spezielle Angebote im Bereich der Arbeitsmedizin, Prävention und Beratung an. Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und somit auch die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten.
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Organisationsstruktur und Management
Um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten, ist eine klare Organisations- und Managementstruktur unerlässlich. Helios, als Muttergesellschaft vieler Kliniken, setzt auf eine effiziente Struktur, die es ermöglicht, die verschiedenen Geschäftsbereiche und Angebote optimal zu koordinieren.
Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit
Die beste medizinische Versorgung und Beratung anzubieten, bedeutet, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Helios legt großen Wert auf Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit.
Ein wichtiger Aspekt der Qualitätssicherung ist die Anwendung medizinischer Leitlinien. Diese Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Leistungserbringer und Patienten, um eine angemessene Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen zu gewährleisten.
Auch die Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle. Helios hat sich in vier Fokusbereichen der Nachhaltigkeit - Patient:innen, Mitarbeiter:innen, Umwelt und Compliance - Ziele gesetzt und arbeitet kontinuierlich an deren Umsetzung.
Mitarbeiterförderung und Teamarbeit
Helios bietet seinen Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten, ihre persönlichen Stärken und ihr Wissen auszubauen. Im Team werden auch schwierige Aufgaben gemeistert, und die Mitarbeiter arbeiten als Expertinnen und Experten ihres Faches auf Augenhöhe miteinander.
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Notaufnahme und Terminvereinbarung
Die Notaufnahme des Klinikums ist die erste Anlaufstelle für alle akut erkrankten Patienten. Sie ist bundesweit unter einer einheitlichen Rufnummer rund um die Uhr erreichbar. Termine in den stationären Kliniken oder ambulanten Einrichtungen können ebenfalls vereinbart werden.
Reha-Qualitätssicherung und Reha-Therapiestandards
Ein wichtiger Bereich der Qualitätssicherung ist die Rehabilitation. Helios wertet jährlich ca. 350.000 Reha-Entlassungsberichte aus ca. 1.500 Reha-Fachabteilungen aus. Im Rahmen der Reha-Qualitätssicherung der Deutschen Rentenversicherung wird ein umfassendes Instrumentarium eingesetzt. Dazu gehören eine Rehabilitandenbefragung, ein Peer Review-Verfahren und eine Strukturerhebung.
Die Reha-Therapiestandards sind ein Teil der Reha-Qualitätssicherung. Sie enthalten keine Therapiealgorithmen für individuelle Behandlungsentscheidungen, sondern tragen dazu bei, das therapeutische Versorgungsgeschehen transparent zu machen, Defizite aufzudecken und eine den Anforderungen entsprechende, evidenzbasierte Versorgung mit therapeutischen Leistungen in der Rehabilitation zu fördern.
Für die Praxis der Reha-Einrichtungen bedeutet dies eine stärkere Fokussierung des Leistungsspektrums auf rehabilitative Strategien und Therapien, deren Wirkung wissenschaftlich untermauert ist.
Evidenzbasierte Therapiemodule (ETM)
Basierend auf dem Therapiekonzept der medizinischen Rehabilitation und den Ergebnissen der wissenschaftlichen Literaturrecherchen zur Wirksamkeit wurden für die Reha-Therapiestandards sogenannte evidenzbasierte Therapiemodule (ETM) formuliert.
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Die ETM beinhalten Mindestanforderungen und basieren auf der Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL). Sie bilden in ihrer Gesamtheit den Rahmen, innerhalb dessen eine evidenzbasierte Rehabilitation erbracht werden soll.
Im Abschnitt „Formale Ausgestaltung“ sind die Mindestdauer sowie ggf. Mindesthäufigkeit definiert. Im Abschnitt „KTL-Leistungseinheiten“ sind alle für das ETM in Frage kommenden bzw. möglichen Interventionen in Form von KTL-Codes der KTL 2007 aufgelistet. Im Abschnitt „Mindestanteil entsprechend zu behandelnder Rehabilitanden" wird angegeben, welcher Prozentsatz an Rehabilitanden mindestens Leistungen aus dem ETM in der angegebenen Menge erhalten soll, um den Anforderungen entsprechend rehabilitiert zu sein.
Individuelle Therapieplanung und Komorbidität
Reha-Therapiestandards geben dem therapeutischen Team Entscheidungshilfen für die Ausgestaltung von Therapien für definierte Rehabilitandengruppen. Darüber hinaus ist es notwendig, bei der Therapieplanung differenziert vorzugehen, um unterschiedlichen Erfordernissen bei den Rehabilitanden (z. B. Genderaspekte) oder besonderen Problemlagen verschiedener Patientengruppen (z. B. in Bezug auf den Therapiebedarf) gerecht zu werden.
Der Arzt bzw. die Ärztin entscheidet gemeinsam mit dem Reha-Team und den Betroffenen, welche einzelnen therapeutischen Leistungen im Einzelfall sinnvoll und nützlich sind. So können und müssen (z. B. bei Komorbidität) auch Therapieleistungen erbracht werden, die über die Reha-Therapiestandards hinausgehen. Grundsätzlich bleibt es im Ermessen der Reha-Einrichtungen, nicht in den Therapiemodulen aufgeführte, ggf. auch nicht-evidenzbasierte Therapien anzubieten. Komorbidität oder Folgekrankheiten, die nicht Gegenstand der Reha-Therapiestandards sind, müssen im Rahmen der medizinischen Rehabilitation ebenfalls behandelt werden.
Aktualisierung der Reha-Therapiestandards
Es ist geplant, die Reha-Therapiestandards nach drei Jahren zu überarbeiten und dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand anzupassen. Eine umfassende Literaturrecherche soll die Frage beantworten, welche Therapien in der Rehabilitation bestimmter Erkrankungen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen durchgeführt werden sollten.
Vergleich von Versorgungsrealität und Literaturdaten
Im Zuge der Entwicklung von Reha-Therapiestandards wird die Versorgungsrealität in von der Deutschen Rentenversicherung belegten Reha-Einrichtungen mit den Daten aus der internationalen Literatur verglichen, um auf diese Weise einen Eindruck über die aktuelle Versorgungssituation zu gewinnen. Die Analyse beruht auf den im Reha-Entlassungsbericht nach der Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) verschlüsselten Leistungseinheiten.
Analysen der KTL-Daten zeigen, dass die medizinische Rehabilitation einem multiprofessionellen und multimodalen Konzept folgt. In einigen Therapiemodulen verläuft die Rehabilitation bereits evidenzbasiert. Auf der anderen Seite gibt es Therapiemodule, bei denen die Ergebnisse auf eine therapeutische Unterversorgung hindeuten, da nur ein geringer Anteil aller Rehabilitanden entsprechende Leistungen erhält. Außerdem zeigen sich gravierende, inhaltlich nicht plausible Unterschiede zwischen den einzelnen Reha-Einrichtungen, die sich nur zum Teil durch eine ungenaue Dokumentation erklären lassen und einer weiteren Analyse und Klärung bedürfen.
Expertenabstimmung und Pilotphase
Um einen möglichst hohen Evidenzgrad der Reha-Therapiestandards zu erzielen und gleichzeitig einen möglichst hohen Grad an Akzeptanz für das fertige Produkt zu erreichen, erfolgt die Abstimmung der Inhalte auf Expertenebene. Als beratende Experten werden Klinikerinnen und Kliniker der Rentenversicherungsträger, alle weiteren am Reha-Prozess beteiligten Berufsgruppen sowie Angehörige medizinischer Fachgesellschaften einbezogen. Die Abstimmung der Inhalte der Reha-Therapiestandards erfolgt in einer schriftlichen Expertenbefragung und einem darauf folgenden Expertenworkshop. Die endgültige Ausformulierung der Reha-Therapiestandards liegt dann in der Verantwortung der Deutschen Rentenversicherung als Leistungsträger.
Die abgestimmten Reha-Therapiestandards werden den Reha-Einrichtungen, die sie umsetzen sollen, schriftlich zur Verfügung gestellt. In der einjährigen Pilotphase sammeln die Einrichtungen Erfahrungen mit den Reha-Therapiestandards. Parallel bewerten sie die Reha-Therapiestandards, u. a. mit Hilfe von Fragebögen.
Ergebnisrückmeldung und Qualitätsentwicklung
Im Rahmen der so genannten „Berichte zur Reha-Qualitätssicherung“ wird den Reha-Einrichtungen regelmäßig mitgeteilt, inwieweit ihre Versorgung von Rehabilitanden den Vorgaben der Reha-Therapiestandards entspricht und wie sich die Einrichtung im Vergleich mit anderen darstellt. Die KTL-Leistungseinheiten werden dabei entsprechend ihrer Zuordnung zu den ETM gewertet. Daneben müssen die einrichtungsbezogenen Auswertungen vor dem Hintergrund der jeweiligen Behandlungskonzepte interpretiert werden.
Die Erfahrungen mit dem Einsatz der Reha-Therapiestandards werden anschließend ausgewertet und in der Weiterentwicklung berücksichtigt. Die Ergebnisrückmeldung an die Einrichtungen ist ein nützliches Instrument der Qualitätsentwicklung. Durch die modulare Ausgestaltung der Reha-Therapiestandards sind diese im besonderen Maße dafür geeignet, Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu identifizieren, die dann Grundlage für die Diskussion zwischen Rentenversicherungsträger und Leistungserbringer sind. Die Reha-Qualitätssicherung der Deutschen Rentenversicherung wird durch die Integration der Reha-Therapiestandards sinnvoll erweitert.
Bewertungen und Erfahrungen
Die Erfahrungen und Bewertungen von Patienten sind ein wichtiger Indikator für die Qualität einer Klinik. Es ist daher ratsam, sich vor einer Behandlung im Neurologie Klinikum Foster über die Erfahrungen anderer Patienten zu informieren. Diese Informationen können beispielsweise auf Online-Portalen oder in Foren gefunden werden.
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