Migräne-Spezialisten in Brandenburg: Innovative Behandlung und umfassende Versorgung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch extreme Kopfschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit und Erbrechen gekennzeichnet ist und die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigt. Glücklicherweise gibt es heute wirksame Behandlungsmethoden, um den meisten Patienten zu helfen. In Brandenburg gibt es spezialisierte Neurologen, die sich der Behandlung von Migräne und anderen Kopfschmerzerkrankungen widmen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der Migräne, ihre Behandlungsmöglichkeiten und die Rolle von Spezialisten in Brandenburg.

Migräne: Eine Volkskrankheit mit vielfältigen Ursachen

Kopfschmerzen sind eine weit verbreitete Volkskrankheit, von der allein in Deutschland 10 Millionen Menschen an Migräne und mindestens 3 Millionen an täglichen Kopfschmerzen leiden. Migräne ist eine echte neurologische Erkrankung, keine Stress- oder ernährungsbedingte Erkrankung und schon gar nichts Simuliertes. Die bekanntesten Arten sind Migräne und Spannungskopfschmerzen.

Symptome und Verlauf einer typischen Migräneerkrankung

Eine typische Migräne äußert sich in hämmernden, bohrenden, meist einseitigen Kopfschmerzen in Verbindung mit starker Übelkeit. Die Schmerzen können zwischen 60 Minuten und 72 Stunden andauern und zwingen die Betroffenen zur Ruhe. Begleiterscheinungen sind Licht- und Geräuschempfindlichkeit, was dazu führt, dass sich die Patienten zurückziehen müssen.

Vorboten eines Migräneanfalls können Müdigkeit mit Gähnen, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Heißhungerattacken sein. Einige Betroffene erleben kurz vor den Kopfschmerzen blitzartige Erscheinungen oder Flimmern, andere Schwindel, Missempfindungen der Haut, Sprachstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten.

Migräne tritt oft bereits in der Pubertät auf, wird aber meist nicht als solche erkannt. Eltern, Großeltern oder Geschwister der Betroffenen leiden häufig ebenfalls an Migräne. Im Erwachsenenalter können die Anfälle stärker werden, insbesondere in Phasen stärkerer Belastung. Nicht selten leiden Migränepatienten auch an anderen Kopfschmerzformen. Daher ist es wichtig, diese verschiedenen Kopfschmerzen zu unterscheiden, um Behandlungsfehler zu vermeiden und angemessene Strategien anzuwenden.

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Genetische Veranlagung und Triggerfaktoren

Wer unter Migräne leidet, hat eine genetische Veranlagung dazu. Man kann sich die Migräne als eine Schwellenerkrankung vorstellen. Die Gene tragen dazu bei, wie empfindlich jemand für Migräneattacken ist. Aus Patientenberichten weiß der Neurologe Dr. Lars Neeb, dass sie manchmal vergessen, regelmäßig zu essen, zu trinken und zu schlafen. Die Folge: Migräne. Der Experten sprechen dabei von sogenannten Triggern. Damit sind Auslöser gemeint - zum Beispiel für Migräneanfälle.

Diagnose und Behandlung von Migräne in Brandenburg

Eine frühzeitige Diagnose und die richtige Therapie können den Verlauf der Migräne positiv beeinflussen. In Brandenburg gibt es verschiedene Anlaufstellen für Migränepatienten, darunter spezialisierte Arztpraxen und Kliniken.

Kopfschmerzambulanz am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel

Privatdozent Dr. med. Lars Neeb, Chefarzt der Neurologie am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, ist ein Spezialist für die Behandlung von Kopfschmerzen. Er bietet immer am Mittwoch in der Hochschulambulanz eine Sprechstunde für Kopfschmerzpatienten an. Dr. Neeb betont: „Wir können heute den meisten Patienten wirklich gut helfen“. Hellhörig wird der Spezialist, wenn Patienten über mehr als vier Kopfschmerztage im Monat klagen. „Niemand fängt mit einer chronischen Migräne an“, sagt er. Es sei extrem wichtig, rechtzeitig zum Arzt zu gehen.

Diagnostische Verfahren

Um die Ursache von Kopfschmerzen zu ermitteln und eine geeignete Therapie einzuleiten, stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:

  • Anamnese: Eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und der aktuellen Beschwerden ist der erste Schritt zur Diagnose.
  • Körperliche Untersuchung: Eine neurologische Untersuchung kann Hinweise auf mögliche Ursachen der Kopfschmerzen geben.
  • Kopfschmerzkalender: Das Führen eines Kopfschmerzkalenders hilft, Auslöser und Muster der Kopfschmerzen zu erkennen. Hier wird nicht nur das Auftreten einer Schmerzattacke notiert, sondern auch, was kurz davor gemacht wurde oder was passiert ist. Gab es eine stressige Situation? Zu wenig getrunken? Irgendetwas Besonderes gegessen? Eine besondere Wetterlage und dazu körperliche Anstrengung? Solche Notizen geben Hinweise darauf, wie der Kopfschmerz womöglich vermieden oder reduziert werden kann.
  • Bildgebende Verfahren: In manchen Fällen sind bildgebende Verfahren wie MRT oder CT erforderlich, um andere Ursachen für die Kopfschmerzen auszuschließen.
  • Weitere Untersuchungen: Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen wie EEG, Nervenleitgeschwindigkeit oder Lumbalpunktion durchgeführt werden.

Akuttherapie

Zur Behandlung akuter Migräneattacken stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:

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  • Handelsübliche Analgetika: Bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen.
  • Triptane: Wenn Analgetika nicht ausreichend wirken, können Triptane, migränespezifische Medikamente, eingesetzt werden. „Triptane gibt es auch als Nasenspray und subcutane Spritzen. Diese können auch Patienten helfen, die bei ausgeprägter Übelkeit die Tabletten erbrechen“, erläutert der Chefarzt. Die Medikamente sollten allerdings nicht öfter als zehn Tage im Monat genommen werden. Sie können sonst zur Chronifizierung der Kopfschmerzen, einem sogenannten Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch, führen.

Migräneprophylaxe

Sehr viel macht auch die Prophylaxe aus. „Wir reden da von Entspannungsverfahren, von Stressmanagement, von Physiotherapie und auch von psychotherapeutischen Verfahren“, erklärt Dr. Lars Neeb. All das hilft, die Attacken in Anzahl und Heftigkeit zu reduzieren. In der Prophylaxe können auch Medikamente eingesetzt werden. Eine neue Therapieoption sind die sogenannten CGRP-Antikörper. CGRP steht für Calcitonin gene related peptide und ist ein Botenstoff, dessen Konzentration im Blut während einer Migräneattacke erhöht ist. Bei chronischer Migräne sogar zwischen den Attacken. Die CGRP-Antikörper blockieren den Botenstoff oder seinen Rezeptor.

Neben medikamentösen Maßnahmen spielen auch nicht-medikamentöse Verfahren eine wichtige Rolle in der Migräneprophylaxe:

  • Entspannungsverfahren: Progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga können helfen, Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.
  • Stressmanagement: Techniken zur Stressbewältigung können dazu beitragen, Migräneattacken zu reduzieren.
  • Physiotherapie: Physiotherapeutische Behandlungen können Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich lösen und die Körperhaltung verbessern.
  • Psychotherapie: Bei manchen Patienten kann eine Psychotherapie helfen, Stressoren zu identifizieren und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.
  • Regelmäßiger Lebensstil: Aus Patientenberichten weiß der Neurologe Dr. Lars Neeb, dass sie manchmal vergessen, regelmäßig zu essen, zu trinken und zu schlafen. Die Folge: Migräne. Der Experten sprechen dabei von sogenannten Triggern. Damit sind Auslöser gemeint - zum Beispiel für Migräneanfälle.

Chronische Migräne

Von einer chronischen Migräne sprechen die Spezialisten übrigens, wenn Betroffene an mindestens 15 Tagen im Monat unter Kopfschmerzen leiden, von denen an mindestens acht Tagen typische Migräne-Kopfschmerzen auftreten.

Spezialisierte Einrichtungen und Experten in Brandenburg

Neben der Kopfschmerzambulanz am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel gibt es weitere spezialisierte Einrichtungen und Experten in Brandenburg, die sich der Behandlung von Migräne und anderen Kopfschmerzerkrankungen widmen.

Nervenzentrum Potsdam

Das Nervenzentrum Potsdam ist aus der neurologischen Praxis von Herrn Dr. Frank Freitag hervorgegangen. Um dem hohen Leistungsbedarf im Fach Neurologie in Potsdam und Umgebung weiter gerecht werden zu können, hat Dr. Freitag gemeinsam mit Dr. Kunzmann und Prof. Dr. Unser Anliegen ist, die Ursachen Ihrer Beschwerden schnell zu erkennen und, falls wir eine neurologische Erkrankung diagnostizieren, diese kompetent zu behandeln. Hierbei können wir auf unsere langjährigen Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung neurologischer Erkrankungen zurückgreifen, welche wir für Sie mit den neuesten medizinischen Erkenntnissen unseres Fachgebietes verbinden.

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Poliklinik Ernst von Bergmann in Potsdam

Herzlich willkommen in der Praxis für Neurologie der Poliklinik Ernst von Bergmann in Potsdam. Unsere Fachärztinnen Dr. med. Huberta Engelhardt und Dr. med. Christine Karl bieten Ihnen das gesamte Spektrum zur Behandlung sämtlicher neurologischer Erkrankungen, insbesondere für Multiple Sklerose, Schlaganfall, Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, Polyneuropathien, Epilepsie, Hirntumoren, Kopfschmerzen, Migräne, Demenzen, Restless Legs, und andere.

Asklepios Fachklinikum Brandenburg

Asklepios Fachklinikum BrandenburgKlinik für NeurologieStation N2 - Neurologische Akut- und KomplexbehandlungDie Station im ÜberblickAuf unserer Station N2 werden Patient:innen mit allen neurologischen Krankheitsbildern betreut. Kopfschmerzerkrankungen (z. B. Unser Diagnostik- und BehandlungsangebotDurch das multiprofessionelle Zusammenwirken von Ärzt:innen, Pflegefachpersonal und Therapeut:innen bieten wir optimale Bedingungen für eine rasche Besserung und nachhaltige Genesung. Es stehen umfassende diagnostische Möglichkeite wie z.B.

Die Rolle der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) wurde 1979 von engagierten Kopfschmerzwissenschaftler:innen gegründet. Heute zählt die DMKG rund 700 Mitglieder, darunter Fachkräfte aus der Neurologie, Anästhesiologie und Allgemeinmedizin sowie aus der Psychologie, Physiotherapie und Pharmakologie. Verbandsorgan der DMKG ist die Zeitschrift Nervenheilkunde.

Die DMKG setzt sich für die Verbesserung der Behandlung von Kopfschmerzen ein und stellt Fachkräften aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Hilfsmittel zur Verfügung. Die Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung über Kopfschmerzen und die Veranstaltung von Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen für medizinische Fachberufe. Jährlich findet der Deutsche Schmerzkongress statt.

Die DMKG fördert Forschung, Aufklärung und die optimale Versorgung von Menschen mit Kopfschmerzerkrankungen. Die DMKG wird von engagierten Expert:innen geführt, die sich für Forschung, Aufklärung und eine zielführende medizinische Versorgung einsetzen.

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