Neurologie in Berlin: Ein umfassender Überblick

Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Das Nervensystem umfasst das Gehirn, das Rückenmark und die peripheren Nerven. In Berlin gibt es eine Vielzahl von neurologischen Einrichtungen und Spezialisten, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen anbieten. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Neurologie in Berlin, einschliesslich wichtiger Kliniken, Spezialisierungen und aktueller Entwicklungen.

Neurologische Versorgung in Berlin

Berlin verfügt über eine ausgezeichnete neurologische Versorgung, die sowohl stationäre als auch ambulante Leistungen umfasst. Die Stadt beherbergt einige der renommiertesten Kliniken und Forschungseinrichtungen Deutschlands, die sich auf neurologische Erkrankungen spezialisiert haben.

Wichtige Kliniken und Einrichtungen

  • Charité - Universitätsmedizin Berlin: Die Charité ist eines der grössten Universitätsklinika Europas und verfügt über mehrere neurologische Kliniken an verschiedenen Standorten (Campus Charité Mitte, Campus Virchow-Klinikum). Diese Kliniken bieten ein breites Spektrum an neurologischen Behandlungen und sind an der Forschung beteiligt.

  • Vivantes Klinikum: Die Vivantes Kliniken sind ein weiterer wichtiger Anbieter neurologischer Versorgung in Berlin.

  • DRK Kliniken Berlin Mitte: Die DRK Kliniken Berlin Mitte sind ein akademisches Lehrkrankenhaus der Charité und bieten neurologische Versorgung an. Kurze Wege im Haus in der Drontheimer Straße stellen eine unkomplizierte Abstimmung zwischen Fachabteilungen, Ärzten, Pflegekräften und Funktionsbereichen sicher, um Patienten gemeinsam bestmöglich zu helfen.

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  • Schlosspark-Klinik: Die Schlosspark-Klinik verfügt über eine neurologische Abteilung, die von einem Chefarzt geleitet wird.

  • Park-Klinik Weißensee: Die Park-Klinik Weißensee ist ein Krankenhaus der Regel- und Notversorgung mit zehn Fachabteilungen, das auch neurologische Patienten versorgt. Die Notaufnahme der Park-Klinik Weißensee nimmt eine entsprechend wichtige Funktion bei der Notfallversorgung im Nordosten Berlins wahr.

Spezialisierungen und Schwerpunkte

Die neurologischen Kliniken in Berlin bieten eine Vielzahl von Spezialisierungen an, darunter:

  • Epileptologie: Behandlung von Epilepsie und anderen Anfallserkrankungen.

  • Bewegungsstörungen: Behandlung von Parkinson-Krankheit, Tremor, Dystonie und anderen Bewegungsstörungen.

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  • Schlaganfall: Akutversorgung und Rehabilitation nach Schlaganfall.

  • Multiple Sklerose: Diagnose und Behandlung von Multipler Sklerose.

  • Neuroonkologie: Behandlung von Tumoren des Nervensystems.

  • Neuropädiatrie: Behandlung von neurologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Sana Klinikums Lichtenberg ist die grösste nicht-universitäre Kinderklinik Berlins. Jährlich werden etwa 6.200 stationäre und 17.600 ambulante Patient:innen mit allen Erkrankungen von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr behandelt. Besondere Schwerpunkte bilden die Pneumologie, Infektiologie und Allergologie, Endokrinologie, einschliesslich Diabetes mellitus, die Neuropädiatrie mit einer grossen EEG-Abteilung, die pädiatrische Schlafmedizin sowie die Intensivstation mit der Betreuung von langzeitbeatmeten Patient:innen.

  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen: Spezialambulanzen für die Diagnose und Behandlung von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sind vorhanden.

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  • Periphere Nervenchirurgie: Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen peripherer Nerven.

Diagnostische Verfahren

Zur Diagnose neurologischer Erkrankungen stehen in Berlin moderne diagnostische Verfahren zur Verfügung, darunter:

  • Elektroenzephalographie (EEG): Messung der Hirnströme zur Diagnose von Epilepsie und anderen Erkrankungen.

  • Magnetresonanztomographie (MRT): Bildgebung des Gehirns und des Rückenmarks zur Darstellung von strukturellen Veränderungen. Das Institut für Neuroradiologie verfügt an allen drei Campi der Charité über moderne Systeme zur Bildgebung in der Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Digitalen Subtraktionsangiografie (DSA). Am Campus Charité Mitte besteht ausserdem die Möglichkeit zur intraoperativen Bildgebung mittels MRT und DSA.

  • Computertomographie (CT): Bildgebung des Gehirns und des Schädels.

  • Nervenleitgeschwindigkeitsmessung (NLG): Messung der Geschwindigkeit, mit der Nervenimpulse weitergeleitet werden, zur Diagnose von Nervenerkrankungen.

  • Lumbalpunktion: Entnahme von Nervenwasser zur Untersuchung auf Entzündungen und andere Erkrankungen.

Spezialisten und Expertise

In Berlin gibt es zahlreiche hochqualifizierte Neurologen und Neurochirurgen, die über spezialisierte Expertise in verschiedenen Bereichen der Neurologie verfügen.

Prof. Dr. med. (Beispiel)

Ein Beispiel für einen solchen Spezialisten ist Prof. Dr. med., ein Facharzt für Neurologie und Ärztlicher Direktor sowie Chefarzt der Abteilung Neurologie der Schlosspark-Klinik. Er ist ordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission seit 2015 und ausserordentliches Mitglied von 2012-2014.

Werdegang

  • 1960 in Miehlen/Taunus geboren
  • 1978 Abitur am Canisius Kolleg/Gymnasium in Berlin
  • 1979-1985 Medizinstudium an der Freien Universität Berlin
  • 1983 Studienaufenthalt in den USA, Good Samaritan Hospital, University of Arizona/Phoenix
  • 1986 Amerikanisches Staatsexamen (ECFMG), klinischer Teil
  • 1986-1987 Assistenzarzt an der Neurologischen Klinik am Klinikum Charlottenburg in Berlin (Prof. Janz)
  • 1987 Promotion zum Dr. med. an der Neurologischen Klinik (Betreuer: Prof. Schmidt), Thema: "Toxische Plasmakonzentrationen von Phenytoin und Phenobarbital in der Epilepsiebehandlung"
  • 1987-1989 Forschungsaufenthalt und klinische Tätigkeit an der Neurologischen Klinik Großhadern, München (Prof. Brandt)
  • 1989-1990 Assistenzarzt in der Epilepsieambulanz am Klinikum Rudolf Virchow, Berlin (Prof. Schmidt), Tätigkeit in der Epilepsieambulanz, EEG-Ausbildung
  • 1990-1992 Funktionsoberarzt
  • 1992-1993 Assistenzarzt an der Psychiatrischen Abteilung, Krankenhaus am Urban, Berlin (Dr. Trostdorf)
  • 1993-1994 Rückkehr an das Rudolf Virchow Klinikum (Prof. Poewe), Funktionsoberarzt
  • 1994 Facharztprüfung Neurologie
  • 1994-1996 Forschungsaufenthalt an der MRC Human Movement and Balance Unit des National Hospital for Neurology in London (Prof. Bronstein, Prof. Marsden), unterstützt durch ein Forschungsstipendium der DFG, Untersuchungen über Erkrankungen des Otolithensystems.
  • 1997 Habilitation über das Thema: "Der lineare vestibulo-okuläre Reflex und die Erkrankungen des Otolithensystems", Verleihung der Lehrbefugnis
  • 1996-2003 Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Charité, Campus Virchow Klinikum in Berlin
  • Seit 1996 Aufbau und Leitung der Spezialambulanz für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sowie der Forschungsgruppe "Vestibuläre Erkrankungen"
  • 2003 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der Charité
  • Seit 2003 Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Schlosspark-Klinik
  • Seit 2020 Ärztlicher Direktor der Schlosspark-Klinik

Ausgewählte Aufgaben, Funktionen und Mitgliedschaften

Autor von ca. 130 wissenschaftlichen Arbeiten und zwei Büchern: "Wirksame Hilfe bei Schwindel", Trias Verlag 2003 (Patientenratgeber) und "Dizziness - a practical approach to diagnosis and management" (gemeinsam mit A. Bronstein, London), Cambridge University Press, 2007 und 2017.

Neurochirurgie

Die Neurochirurgie in Berlin ist ebenfalls hoch entwickelt. Die Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Campus Charité Mitte bietet ein breites neurochirurgisches Behandlungsspektrum. Hier werden Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Wirbelsäule elektiv und im Notfall versorgt - von häufigen Krankheitsbildern bis zu hochkomplexen Situationen. Der Campus Virchow-Klinikum ist ein weiterer zentraler neurochirurgischer Standort der Charité mit durchgehender Versorgung auf hohem klinischem Niveau.

Aktuelle Entwicklungen und Forschung

Die neurologische Forschung in Berlin ist aktiv und trägt zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung neurologischer Erkrankungen bei. Schwerpunkte der Forschung sind unter anderem:

  • Entwicklung neuer Therapien: Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente und Therapien für neurologische Erkrankungen.

  • Bildgebung: Verbesserung der bildgebenden Verfahren zur Diagnose neurologischer Erkrankungen.

  • Neurorehabilitation: Entwicklung neuer Rehabilitationsmethoden zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

Patientensicherheit und Versorgung

Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten stehen in den neurologischen Einrichtungen in Berlin an erster Stelle. Es werden hohe Qualitätsstandards eingehalten, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Hygiene und Infektionsschutz

In Zeiten von Pandemien und erhöhten Infektionsrisiken legen die Kliniken grossen Wert auf Hygiene und Infektionsschutz. Alle geplanten Behandlungen und stationären Aufnahmen finden planmässig statt, und die medizinische Versorgung und Sicherheit sind jederzeit gewährleistet.

Barrierefreiheit

Viele neurologische Einrichtungen in Berlin sind barrierefrei, um auch Patienten mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu ermöglichen.

Weitere Informationen

  • Parkmöglichkeiten: Viele Kliniken bieten Parkmöglichkeiten für Patienten und Besucher an. Es ist jedoch zu beachten, dass die Parkplätze gebührenpflichtig sein können.

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Die neurologischen Einrichtungen in Berlin sind in der Regel gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

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