Das Sana Klinikum Lichtenberg ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Berlin und Brandenburg. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über das Klinikum, seine Fachbereiche, Schwerpunkte und Services, insbesondere im Bereich der Neurologie, unter Berücksichtigung von Qualitätsmanagement und Patientensicherheit.
Struktur und Organisation des Sana Klinikum Lichtenberg
Das Sana Klinikum Lichtenberg gehört zur Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH. Das Leitbild der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH ist eine Orientierung für Mitarbeiter, Patienten und Partner. Es beinhaltet Werte, Grundsätze und Ziele unseres Handelns. Unser Leitbild reflektiert als Idealzustand Hoffnungen und Erwartungen von Mitarbeitern, Patienten und Partnern.
Das Klinikum verfügt über mehrere Fachabteilungen, die ein breites medizinisches Spektrum abdecken:
- Klinik für Innere Medizin I: Schwerpunkt Gastroenterologie
- Klinik für Innere Medizin II: Schwerpunkt Kardiologie
- Klinik für Innere Medizin III: Geriatrie
- Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
- Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
- Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
- Klinik für Kinderchirurgie
- Klinik und Tagesklinik für Manuelle Medizin
- Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
- Intensivmedizin/Schwerpunkt Pädiatrie
Neurologie im Sana Klinikum Lichtenberg
Die neurologische Abteilung des Sana Klinikums Lichtenberg bietet ein umfassendes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen des Nervensystems. Zu den Behandlungsschwerpunkten gehören:
- Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems: Dazu gehören sowohl erregerbedingte Erkrankungen wie Borreliose oder Gürtelrose als auch autoimmun bedingte Erkrankungen wie Multiple Sklerose.
- Vaskuläre Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks: Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der spezialisierten Schlaganfallstation.
- Neurotraumatologische Erkrankungen: Behandlung von Schädel-Hirn-Trauma, Rückenmarksverletzungen und Nervenverletzungen, beispielsweise nach Sportunfällen oder Verkehrsunfällen.
- Epilepsie: Erstdiagnostik, Ersteinstellung und Weiterbehandlung von Epilepsien.
- Neuromuskuläre Erkrankungen: Behandlung von Erkrankungen wie Myasthenie.
- Erkrankungen des peripheren Nervensystems: Behandlung von Polyneuropathien oder isolierten Nervenschädigungen.
- Bewegungsstörungen: Behandlung von Parkinson-Erkrankung, Tremor und Koordinationsstörungen.
- Diagnostik bei Gang- und Standunsicherheit
- Differenzierte Schwindeldiagnostik
- Degenerative Erkrankungen des zentralen Nervensystems: Behandlung von Amyotropher Lateralsklerose (ALS).
- Demenzerkrankungen: Inklusive Hirnleistungsdiagnostik und posttraumatische Hirnleistungsstörungen.
- Kopf- und Gesichtsschmerzen: Behandlung von Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz und Trigeminusneuralgie.
- Hirnnervenstörungen: Behandlung von Gesichtslähmung oder Augenmuskellähmungen mit der Entwicklung von Doppelbildern.
- Wirbelsäulenerkrankungen: Behandlung von Erkrankungen der Bandscheiben.
- Hirn- und Rückenmarktumoren: Diagnostik und Therapie in Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie.
Neurophysiologisches Labor und Neuropsychologischer Funktionsbereich
Zur neurologischen Abteilung gehören ein neurophysiologisches Labor und ein neuropsychologischer Funktionsbereich. Im neurophysiologischen Labor werden verschiedene Untersuchungen zur Messung der Nerven- und Muskelfunktionen durchgeführt. Der neuropsychologische Funktionsbereich dient der Erfassung von Störungen kognitiver und psychischer Funktionen bei Patienten mit Gehirnerkrankungen oder -verletzungen. Ein Team erfahrener Neuropsychologen führt umfangreiche Untersuchungen durch, testet dabei unter anderem Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsfunktionen, die Reaktionsschnelligkeit und Denkfähigkeiten. Der danach erstellte neuropsychologische Befund wird ausführlich und verständlich mit dem Patienten besprochen.
Lesen Sie auch: Neurologie vs. Psychiatrie
Die Fragen, zu denen am häufigsten Stellung genommen wird, betreffen Art und Ausmaß objektivierbarer kognitiver Störungen, therapeutische Empfehlungen sowie die berufliche Einsetzbarkeit des Patienten. Für Versicherte der Gesetzlichen Unfallversicherung, die ein Schädelhirntrauma erlitten haben, erfolgt die neuropsychologische Diagnostik in der Regel im Rahmen des Neuro-Checks. Zudem ist die Neuropsychologie Bestandteil des Post-COVID-Checks (PCC) und bei entsprechender Indikation auch der Post-Covid-Rehabilitation. Unsere Neuropsychologen sind in den verschiedenen Phasen der komplexen stationären neurologischen Rehabilitation eingebunden. Dem jeweiligen Befund entsprechend erstellen sie individuelle neuropsychologische Therapieprogramme und führen diese mit den Patienten durch. Um den Erfolg des therapeutischen Vorgehens zu bewerten, werden durch eine erneute differenzierte Untersuchung Veränderungen des Befundes evaluiert.
Seit dem 15.02.2021 sind wir durch die Gesellschaft für Neuropsychologie e.V. als Weiterbildungsverbund BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin und die BG Unfallbehandlungsstelle Berlin (UBS) akkreditiert.
Kinder- und Jugendmedizin
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Sana Klinikums Lichtenberg ist die größte nicht-universitäre Kinderklinik Berlins. Jährlich werden etwa 6.200 stationäre und 17.600 ambulante Patient:innen behandelt. Besondere Schwerpunkte bilden die Pneumologie, Infektiologie und Allergologie, Endokrinologie, einschließlich Diabetes mellitus, die Neuropädiatrie mit einer großen EEG-Abteilung, die pädiatrische Schlafmedizin sowie die Intensivstation mit der Betreuung von langzeitbeatmeten Patient:innen.
Seit September 2014 besteht an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Sana Klinikums Lichtenberg in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge eine Psychosomatische Station für Kinder und Jugendliche. Die Schwerpunkte liegen in der Behandlung von akuten und chronischen Atemwegserkrankungen sowie die Behandlung von dauerbeatmeten Kindern, angeborenen und erworbenen Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen des Hormonsystems, des Magen-Darm-Traktes und der Betreuung brandverletzter Kinder. Ferner ist die Klinik spezialisiert auf die Betreuung von Früh- und Neugeborenen sowie die Diagnostik und Therapie von Kindern mit Infektionserkrankungen. Das medizinische Leistungsspektrum wird ergänzt durch die psychologische Diagnostik, die Behandlung psychosomatischer Störungsbilder sowie spezielle Therapie- und Betreuungsangebote.
Onkologische Zentren
Das Sana Klinikum Lichtenberg verfügt über mehrere zertifizierte onkologische Zentren:
Lesen Sie auch: Expertise in Neurologie: Universitätsklinik Heidelberg
- Brustzentrum
- Darmkrebszentrum
- Gynäkologisches Krebszentrum
- Magenkrebszentrum
- Pankreaskarzinomzentrum
- Viszeralonkologisches Zentrum
Diese Zentren sind durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert und bieten eine umfassende Versorgung von Krebspatienten.
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)
Das Sana Klinikum Lichtenberg legt großen Wert auf die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar.
Maßnahmen zur AMTS
Das Krankenhaus stellt hier dar, mit welchen Aspekten es sich bereits auseinandergesetzt bzw. welche Maßnahmen es konkret umgesetzt hat. Die folgenden Aspekte können, gegebenenfalls unter Verwendung von Freitextfeldern, dargestellt werden:
- Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese: Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation. Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses (z. B. Möglichkeit einer elektronischen Verordnung, d. h. strukturierte Eingabe von Wirkstoff (oder Präparatename), Form, Dosis, Dosisfrequenz (z. B. Bereitstellung eines oder mehrerer elektronischer Arzneimittelinformationssysteme (z. B. Anwendung von gebrauchsfertigen Arzneimitteln bzw. Vorhandensein von elektronischen Systemen zur Entscheidungsunterstützung (z.B. Meona®, Rpdoc®, AIDKlinik®, ID Medics® bzw. Aushändigung von arzneimittelbezogenen Informationen für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der Patientin oder des Patienten im Rahmen eines (ggf.
- Medikationsprozess im Krankenhaus: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Außerdem können Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung gemacht werden.
- Entlassung: Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten bzw.
Qualitätsmanagement
Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a. Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept).
Ausstattung und Services
Das Sana Klinikum Lichtenberg bietet eine Vielzahl von Ausstattungsmerkmalen und Services, um den Aufenthalt der Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten:
Lesen Sie auch: Aktuelle Informationen zur Neurologie in Salzgitter
- Zimmerausstattung: Einzelzimmer mit eigenem Bad (als Wahlleistung), Mutter-Kind-Zimmer, Familienzimmer für bis zu zwei Erwachsene und in Rücksprache mit der Station auch für Geschwister.
- Barrierefreiheit: Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen, rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen, bauliche Maßnahmen für Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung (Therapieparcours, Handläufe, farbliche Kennzeichnung der Stationsflure bzw. Hell-Dunkel-Kontraste in der Geriatrie).
- Service für Patienten aus dem Ausland: Dolmetscherdienst TRIAPHON.
Kooperationen und Ausbildung
Das Sana Klinikum Lichtenberg unterhält Kooperationen mit verschiedenen Institutionen, darunter:
- Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V. (theoretische und praktische Ausbildung in der Ergotherapie)
- Verbund Lichtenberger Seniorenheime, KEH, Domino World, Park-Klinik-Weißensee, Park Vital GmbH Pfl. zu Hause, HU-MA Pfl. GmbH, Domicil Sen.pfl.heim GmbH (praktische Ausbildung)
- Häusl. Krankenpfl. Irmtraud Reichel GmbH; Spreevital Häusl. Pflegedienst GmbH; Hauskrankenpfl. Stolley GmbH; Zentrum f. Beatmung u. Intensivpfl.
Patientennähe, Vertrauen, Nachhaltigkeit und Verantwortung
- Patientennähe: Jeder Patient ist besorgt, wenn er ein Krankenhaus aufsucht. Seine Ängste und Sorgen berücksichtigen wir ebenso wie seine Lebenssituation und -geschichte. Zu jeder Zeit ist unser Handeln auf die Verbesserung der persönlichen Gesundheitssituation unserer Patienten ausgerichtet. Die Zufriedenheit unserer Patienten und der ihm nahe stehenden Menschen ist der Maßstab unseres Erfolges.
- Vertrauen: Wie wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommunizieren, ist ausschlaggebend für unsere Unternehmenskultur. Kommunikation und Führungsstil sind respektvoll, wertschätzend und motivierend. Wir vertrauen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und übertragen ihnen Verantwortung und Entscheidungskompetenz. Transparenz, Offenheit und zielorientierte Führung sind für uns Eckpfeiler der Unternehmenskultur. Dies ist Voraussetzung für lebenslanges Lernen und neue Ideen. Unser Führungsverhalten auf Vertrauensbasis sichert die langfristige Existenz des Unternehmens.
- Nachhaltigkeit: Unsere Strategien steigern den Unternehmenswert bei profitablem Wachstum. Mit einer angemessenen Rendite erfüllen wir die finanziellen Erwartungen unserer Gesellschafter und schaffen Gestaltungsspielraum für unternehmerisches Handeln. Unsere Einrichtungen handeln in ihrem Marktumfeld autonom. Für alle wichtigen Geschäftsprozesse setzen wir uns Ziele und messen deren Erreichung. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen sind Ausgangspunkt für weitere Verbesserungen.
- Verantwortung: Unsere Krankenhäuser sind integrierter Bestandteil der Gesellschaft und treten für deren Belange ein. Ethik, Wirtschaftlichkeit stehen in einem ausgewogenen Verhältnis. In der jeweiligen Region engagieren wir uns in Prävention, Gesundheitserziehung, Sport und Kultur. Wir fördern das Ehrenamt. Mit den uns zur Verfügung gestellten finanziellen und ökologischen Ressourcen gehen wir sorgsam und sparsam um. Wir setzen uns täglich für die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Konzernregelungen ein.
tags: #neurologie #sana #klinikum #lichtenberg