Spezialisierung in Neurologie und Schmerztherapie in München-Großhadern

Die Behandlung von Schmerzen und neurologischen Erkrankungen erfordert hochspezialisierte Kenntnisse und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. In München-Großhadern und Umgebung gibt es verschiedene Einrichtungen und Spezialisten, die sich auf diese Bereiche konzentrieren. Dieser Artikel beleuchtet einige Aspekte der neurologischen Schmerztherapie und stellt ausgewählte Anlaufstellen vor.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Wirbelsäulenbehandlung

Fachärzte für Neurochirurgie in München haben sich auf die konservative und chirurgische Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. Im Rahmen der notwendigen Abklärungen arbeiten sie eng mit Kollegen aus der Radiologie, Neurologie, Schmerztherapie, Physikalischen Medizin und Orthopädie zusammen. Das Ziel ist immer, zuerst alle konservativen Therapieoptionen auszuschöpfen. Sollte dennoch eine Operation unumgänglich sein, werden die Patienten von der ersten Untersuchung bis zur Nachsorge persönlich betreut.

Das Münchner Chronische Fatigue Centrum (MCFC)

Das Münchner Chronische Fatigue Centrum (MCFC) in München-Schwabing hat sich auf die Behandlung von Long/Post-COVID, Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS), Post-VAC und anderen Post-akuten Infektions-Syndromen (PAIS) spezialisiert. Auch post-infektiöse Erkrankungen mit erheblicher chronischer Erschöpfung (Fatigue) nach Pfeifferschem Drüsenfieber durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), nach Influenza oder nach einer Coronavirus-Erkrankung 2019 (COVID-19) durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 werden dort behandelt. Der Fokus liegt dabei auf der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und sehr jungen Erwachsenen bis zum 18. Lebensjahr.

Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) bei jungen Menschen

Die Myalgische Enzephalomyelitis bzw. das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere Erkrankung, die zu besonders schneller und lang anhaltender Erschöpfung führt. Ein normaler Alltag ist für die Betroffenen kaum noch zu bewältigen. Daher rühren auch die Bezeichnungen chronisches Erschöpfungs- oder Müdigkeitssyndrom. Die Prognose ist bei gut versorgten jungen Patientinnen und Patienten besser als bei älteren Erwachsenen.

Krankheitsentstehung und Symptome

Die Krankheitsentstehung von ME/CFS ist noch weitgehend unbekannt. In den meisten Fällen geht der Erkrankung eine akute Infektionserkrankung voraus. In einigen Fällen kann auch ein Unfall der Auslöser sein. Bei Infektions-getriggerten Erkrankungen könnten Autoimmunmechanismen eine Rolle spielen.

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Leitsymptome einer Chronischen Fatigue sind:

  • Krankhafte Erschöpfung (Fatigue)
  • Verschlechterung nach oft nur leichter Belastung (sog. post-exertionelle Malaise)

Zudem haben die meisten Patient*innen:

  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Konzentrations- und/oder Gedächtnisprobleme
  • Lärm- und Lichtempfindlichkeit
  • Fehlregulationen von Kreislauf und Körpertemperatur
  • Wiederkehrende Halsschmerzen und Lymphknotenschwellungen
  • Ständiges Grippegefühl

ME/CFS ist ein schweres, komplexes, chronisches Krankheitsbild, das bei vielen Ärztinnen und Therapeutinnen aus anderen Fachbereichen ebenso wie an Schulen und Ämtern noch unzureichend bekannt ist.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose des Chronischen Fatigue-Syndroms (ME/CFS) wird anhand international etablierter klinischer Kriterien gestellt, die mittels ausführlicher Fragebögen erhoben werden. Biomarker gibt es noch nicht, sodass vor der Diagnosestellung eine sehr sorgfältige Ausschlussdiagnose anderer Fatigue-Ursachen erfolgen muss. Die Beratung und Therapie erfolgt symptomorientiert.

Interdisziplinäres Schmerzzentrum: Personalwechsel in Hopfen am See

Ein Beispiel für die Entwicklung in der Schmerztherapie ist der Wechsel an der Spitze des Interdisziplinären Schmerzzentrums der m&i-Fachklinik Enzensberg in Hopfen am See. Dr. Klaus Klimczyk übergab nach über 20 Jahren die Leitung an Dr. Martin Steinberger. Zunächst führten beide Mediziner die Fachabteilung unter kollegialer Leitung, bevor Dr. Steinberger die alleinige Verantwortung übernahm.

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Dr. Steinberger verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Schmerztherapie und hat sich unter anderem auf chronischen Rückenschmerz, neuropathischen und viszeralen Schmerz, chronischen Schmerz bei Jugendlichen und Schmerzen bei traumatisierten Patient:innen spezialisiert. Er ist zudem Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Dozent in verschiedenen Organisationen.

Spezialisierte Ärzte und Einrichtungen in München und Umgebung

In München und Umgebung gibt es eine Vielzahl von Ärzten und Einrichtungen, die sich auf die Behandlung von Schmerzen und neurologischen Erkrankungen spezialisiert haben. Dazu gehören:

  • Wirbelsäulenzentrum München: Bietet umfassende Diagnostik und Therapie von Wirbelsäulenerkrankungen, einschließlich Neurochirurgie und Schmerztherapie.
  • Clinic Dr. Decker: Eine Klinik mit verschiedenen Fachbereichen, darunter Orthopädie, Neurochirurgie und Anästhesie, die eng zusammenarbeiten, um Patienten mit Schmerzen und neurologischen Problemen umfassend zu versorgen.
  • Orthopädisches Zentrum Bogenhausen (OZB): Spezialisiert auf Hüft- und Kniegelenkendoprothesen sowie andere orthopädische Eingriffe.
  • MünchenOrthoCenter (M.O.C.): Bietet ein breites Spektrum an orthopädischen Leistungen, einschließlich minimalinvasiver Knieendoprothetik.
  • Praxisklinik Dr. Ibrahim und Kollegen: Bietet spezielle Schmerztherapie, einschließlich konservativ-multimodaler, invasiver und neuromodulativer Verfahren.
  • Algesiologikum, Klinik für Schmerztherapie: Eine Klinik, die sich auf die Behandlung von Schmerzen spezialisiert hat.

Die Bedeutung der Anästhesie in der Schmerztherapie

Die Anästhesie spielt eine wichtige Rolle in der Schmerztherapie, insbesondere bei der Behandlung von chronischen Schmerzen. Anästhesisten sind Experten in der Schmerzkontrolle und können verschiedene Techniken einsetzen, um Schmerzen zu lindern, darunter:

  • Regionalanästhesie: Betäubung eines bestimmten Körperbereichs durch Injektion von Lokalanästhetika in die Nähe von Nerven.
  • Ultraschallgestützte Regionalanästhesie: Eine Technik, bei der Ultraschall verwendet wird, um die Platzierung von Nadeln bei der Regionalanästhesie zu erleichtern.
  • Invasive Schmerztherapie: Verfahren, bei denen Medikamente direkt in den Rückenmarkkanal oder in die Nähe von Nerven injiziert werden, um Schmerzen zu lindern.

Radiologische Diagnostik

Die radiologische Diagnostik spielt eine zentrale Rolle bei der Diagnose und Behandlungsplanung von neurologischen und orthopädischen Erkrankungen. Moderne bildgebende Verfahren wie MRT (Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie) ermöglichen es, detaillierte Bilder von Knochen, Gelenken, Nerven und anderen Geweben zu erstellen.

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