Krisenintervention und psychiatrische Versorgung in Krefeld und Umgebung: Ein Fokus auf Dr. Stephan Spittler und die Alexianer Krefeld GmbH

Der ärztliche Berufsalltag ist oft von belastenden Erfahrungen und schwerwiegenden Ereignissen geprägt. Unerwartete Todesfälle, schwere Verletzungen, Suizid von Patienten oder Kollegen, Beinahe-Behandlungsfehler, die gescheiterte Reanimation eines Kindes, Gewalt, Missbrauch, Katastrophen oder die Dauerbelastung durch die anhaltende Corona-Pandemie können dazu führen, dass auch Helfer Hilfe benötigen. Um traumatische Ereignisse emotional aufzuarbeiten und die eigene Resilienz zu stärken, mangelt es jedoch derzeit an ausreichenden Unterstützungsangeboten für Ärztinnen und Ärzte in Kliniken und Praxen. Die Ärztekammer Nordrhein will diese Lücke schließen und hat ein Angebot zur Krisenintervention geschaffen, das allen Kammermitgliedern unentgeltlich und auf Wunsch auch anonym zur Verfügung steht.

Dr. Stephan Spittler: Ansprechpartner für Krisenintervention und Chefarzt in Krefeld

Ansprechpartner für dieses Angebot ist Dr. Stephan Spittler, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie und Chefarzt der Klinik für Psychische Gesundheit der Alexianer in Krefeld. Er betont, dass das Angebot niederschwellig und breit gefächert sein soll, um emotionale Erste Hilfe zu leisten. Zunächst gehe es um den kollegialen Austausch auf Augenhöhe, denn nicht jede heftige Stressreaktion, die beispielsweise durch einen Behandlungsfehler ausgelöst wurde, sei therapiebedürftig. Vielmehr soll ein Unterstützungsangebot für diejenigen Ärztinnen und Ärzte vorgehalten werden, die tatsächlich Hilfe benötigen. Sollte sich im Gespräch herausstellen, dass eine therapeutische Behandlung notwendig ist, kann Dr. Spittler geeignete Ansprechpartner vermitteln.

Dr. Spittler ist auch Chefarzt des St. Nikolaus-Hospitals Kalkar, das seit vielen Jahren zum katholischen Krankenhausverbund im Kreis Kleve gehört und auf die Versorgung psychiatrischer Patienten ausgerichtet ist. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Psychiatrie und Psychotherapie. Obwohl er eigentlich bereits 2022 in den Ruhestand gehen wollte, übernahm er die Stelle in Kalkar, da das Katholische Karl-Leisner-Klinikum ihn anfragte.

Die Ärztekammer Nordrhein und das Angebot zur Krisenintervention

Die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) hat das Angebot zur Krisenintervention für Ärztinnen und Ärzte geschaffen, die in ihrem Berufsalltag besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Bei der Online-Fortbildungsveranstaltung "Second Victim - Traumatische Erfahrungen im ärztlichen Beruf" am 10. September 2022 erklärte Dr. Spittler, dass das Angebot kostenfrei und auf Wunsch auch anonym in Anspruch genommen werden kann.

Dr. Andreas Schießl, Facharzt für Anästhesiologie und Oberarzt an der Schön Klinik München, zählte eine ganze Bandbreite schwerwiegender Ereignisse aus dem ärztlichen Alltag auf, die eine Krisenintervention erforderlich machen könnten. Dazu gehörten unerwartete Todesfälle oder schwere Verletzungen von Patienten oder Kollegen zum Beispiel durch Suizid oder Unfall, Beinahe-Behandlungsfehler, gescheiterte Reanimationen insbesondere bei Kindern, Gewalt gegenüber Kollegen oder Patienten, sexualisierte Gewalt, oder auch Katastrophen wie Zugunglücke oder die besondere Dauerbelastung durch die jüngste Coronapandemie. Schießl ist Mitbegründer des Vereins PSU-Akut, der im Gesundheitswesen Tätigen psychosoziale Unterstützung anbietet, "damit traumatische Erlebnisse nicht zur dauerhaften Belastung werden". Nicht jede Belastungssituation sei pathologisch, betonte Schießl. Es gehe darum, gemeinsam mit dem Kollegen oder der Kollegin zu schauen, welche Reaktion noch „normal“ sei und wo sich ein Risikoverlauf andeute. Wichtig ist es seiner Ansicht nach, in die Primärprävention zu investieren, damit Betroffene auf etablierte Hilfsstrukturen zurückgreifen, ihre Resilienz stärken und letztlich im Beruf gehalten werden können.

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Die große Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Veranstaltung sprach dafür, dass Bedarf für ein solches Angebot besteht. Mehr als 500 Ärztinnen und Ärzte hatten sich zugeschaltet. Organisiert hatte die Online-Fortbildung der Ad-hoc-Ausschuss Ärztegesundheit unter dem Vorsitz der ÄkNo-Vorstandsmitglieder Christa Bartels und Dr.

Alexianer Krefeld GmbH: Psychiatrische Versorgung und Personalentwicklung

Die Alexianer Krefeld GmbH bietet ein umfassendes Behandlungsspektrum für Menschen mit psychischen Störungen. Zielsetzung ist, die stationäre Behandlung zu vermeiden oder zu verkürzen, wovon gerade schwer bzw. Zur Abklärung bzw. Sicherung der Diagnose stehen alle notwendigen Untersuchungsmethoden (z. B. Bitte bringen Sie eine Überweisung Ihres Haus- bzw. Um ausreichend Zeit für ein Beratungsgespräch zu haben, bitten wir um vorherige telefonische Terminabsprache. Die Sprechzeiten finden im Allgemeinen nach Terminvereinbarung statt.

Seit dem 1. August 2022 hat die Alexianer Krefeld GmbH einen neuen Ärztlichen Direktor für die Klinik für psychische Gesundheit: Dr. Dr. Pejcinovic. Ihm zur Seite stehen Dr. Helmut Eich und Dr. Stefan Spittler. Dr. Helmut Eich ist weiterhin als Chefarzt für die Suchtmedizin, Psychotraumatologie und Psychosomatik zuständig, ebenso Dr. Stefan Spittler als Chefarzt der Psychiatrischen Ambulanzen.

Dr. Der 43-Jährige Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie war jahrelang in der Allgemeinpsychiatrie der LVR-Klinik Langenfeld tätig, zuletzt als leitender Oberarzt der Allgemeinpsychiatrie II und hat Erfahrung im ambulanten Praxisbetrieb. Ein wichtiger Aspekt seiner Arbeit werden die Mitarbeitergewinnung und die Personalentwicklung sein.

Dr. Ralf Paland, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Krefeld GmbH, sagt: „Ganz besonders freuen wir uns, dass wir mit Herrn Dr. Pejcinovic und seinem Team den im vergangenen Jahr begonnenen Prozess der Zusammenführung der bisherigen psychiatrischen Klinikstrukturen weiterführen können.“ Er übernimmt dabei auch die umfangreichen Angebote der Gerontopsychiatrie.

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Professor Dr. Dr. Pejcinovic sagt: „Das Denken und Handeln in Netzwerken und die integrative Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sind mir sehr wichtig. Deshalb werde ich an den bewährten Strukturen ansetzen, die Herr Professor Ihl und vor allem mein Vorgänger als Ärztlicher Direktor, Herr Dr.

St. Nikolaus-Hospital Kalkar: Spezialisierung auf Psychiatrie

Das St. Nikolaus-Hospital Kalkar gehört seit vielen Jahren dem katholischen Krankenhausverbund im Kreis Kleve an und hat eine klare Ausrichtung: die Versorgung psychiatrischer Patienten. Dr. Stefan Spittler ist Chefarzt des St. Nikolaus-Hospitals Kalkar. Das Haus ist auf psychiatrische Erkrankungen spezialisiert. Der Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten für psychiatrische Patienten, auch an Betten für die stationäre Unterbringung, ist groß.

Die Klinik ist gut besetzt, was in der heutigen Zeit erwähnenswert ist. Zwar hätte Dr. Spittler gerne einen weiteren Oberarzt, aber mit den vorhandenen Kollegen kann man gut arbeiten. Seine eigene Stelle zu besetzen, war für das Katholische Karl-Leisner-Klinikum wohl nicht ganz so einfach, entsprechend froh ist man, ihn gefunden zu haben: Dr. Stefan Spittler, ein Mann mit ganz viel Erfahrung. Oder, direkter ausgedrückt, in fortgeschrittenem Alter, denn eigentlich hatte er seine feste Anstellung als Klinikchef schon 2022 aufgegeben. Da war er 65 und der Ansicht, der Unterhalt einer Privatambulanz sei nun genug. Aber es kam anders - das Klever Klinikum fragte an und hatte Glück: Dr.

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