Die Neurologische Universitätsklinik Tübingen, zusammen mit dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, bildet eines der größten und modernsten Zentren für Neurologie in Deutschland. Dieser Verbund ermöglicht eine medizinische Behandlung und Forschung auf internationalem Spitzenniveau. Im Folgenden werden verschiedene Aspekte der Klinik anhand von Patientenbewertungen beleuchtet, um ein umfassendes Bild zu vermitteln.
Allgemeine Eindrücke und Erfahrungen
Die Bewertungen der Neurologie Tübingen fallen sehr unterschiedlich aus. Einige Patienten berichten von exzellenter medizinischer Betreuung, freundlichem Personal und einer gut organisierten Klinik, während andere lange Wartezeiten, mangelnde Kommunikation und unzureichende Betreuung kritisieren. Es scheint, dass die Erfahrungen stark variieren und von den individuellen Umständen und Erwartungen abhängen.
Positive Aspekte
- Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals: Viele Patienten loben die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals, von den Reinigungskräften bis zu den Ärzten. Besonders hervorgehoben werden die liebevollen Extras und netten Gespräche, die den Patienten die Angst nehmen.
- Kompetente Ärzte: Einige Patienten berichten von sehr kompetenten Ärzten, die sich Zeit für ausführliche Beratungsgespräche nehmen und alle Fragen verständlich beantworten. Die medizinische Betreuung und Aufklärung werden als sehr gut beschrieben.
- Gute Organisation und Struktur: Einige Patienten empfinden die Klinik als gut organisiert und strukturiert, wobei alle Abläufe hervorragend ineinandergreifen. Das Orientierungssystem mit den gelben Bällchen wird als sehr hilfreich empfunden.
- Moderne Ausstattung und Komfort: Einige Patienten loben die moderne Ausstattung der Klinik, insbesondere die hellen und großzügigen Zimmer. Auch das Essen wird teilweise als lecker und angenehm gewürzt beschrieben.
- Erfolgreiche Operationen und Behandlungen: Einige Patienten berichten von erfolgreichen Operationen und Behandlungen, die zu einer deutlichen Verbesserung ihres Gesundheitszustands geführt haben. Besonders hervorgehoben wird die Betreuung durch Prof. Dr. Nadalin und sein Team.
Negative Aspekte
- Lange Wartezeiten: Ein häufiger Kritikpunkt sind die langen Wartezeiten, sowohl mit als auch ohne Termin. Einige Patienten berichten von Wartezeiten von mehreren Stunden, was als sehr belastend empfunden wird.
- Mangelnde Kommunikation und Absprachen: Einige Patienten bemängeln die mangelnde Kommunikation und Absprachen zwischen den verschiedenen Abteilungen und dem Personal. Dies führt zu Missverständnissen und Verzögerungen.
- Unfreundliches und unsensibles Personal: Einige Patienten berichten von unfreundlichem, arrogantem und unsensiblem Personal, insbesondere in der Onkologischen Ambulanz und bei den Sekretärinnen.
- Fehlende Empathie und Wertschätzung: Einige Patienten fühlen sich nicht ernst genommen und wertgeschätzt. Ihre Beschwerden werden als psychisch abgetan oder nicht ausreichend berücksichtigt.
- Schlechte bauliche Situation und Hygiene: Einige Patienten kritisieren die schlechte, ungepflegte bauliche Situation der Klinik und bemängeln die Hygiene, insbesondere im Ambulanzbereich.
- Medikamentenverwechslungen: Ein Patient berichtet von einer folgenschweren Medikamentenverwechslung, bei der er eine Medikamentenbox mit seinem Namen erhielt, die aber total falsche Pillen enthielt.
- Fehlende Nachsorge: Einige Patienten bemängeln die fehlende Nachsorge durch die Anästhesie nach der Operation.
- Oberflächliche Ernährungsberatung: Ein Patient berichtet von einer oberflächlichen Ernährungsberatung, die in nur drei Minuten abgeschlossen war.
- Fehlende Berücksichtigung von PTBS: Ein Patient berichtet, dass einige Schwestern keine Ahnung von PTBS haben und sich darüber ärgern, wenn er nicht mehr sprechen kann oder ihm das Schmerzmedikament auf den Tisch stellen, wenn er sich nicht mehr bewegen kann.
- Falsche Diagnose und Behandlung: Ein Patient berichtet, dass der Oberarzt noch nie etwas von Dystonie gehört habe und einen schlichtweg falschen Schlussbericht verfasst habe.
- Erpressung bei Verlegung: Ein Patient berichtet von Erpressung durch den zuständigen Arzt bei der Frage nach einer Verschiebung der Verlegung.
- Ungenügende Betreuung von Begleitpersonen: Ein Patient berichtet, dass er als Begleitperson mit einem zweijährigen Kind eine Woche in der Klinik war und sich niemand so recht darum gekümmert hat, was mit dem Kind ist.
Spezifische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen
Die Bewertungen beziehen sich auf verschiedene Bereiche der Neurologie Tübingen, darunter die Notaufnahme, die Stationen, die Ambulanz und spezifische Behandlungen wie Operationen und Therapien. Im Folgenden werden einige spezifische Erfahrungen in den einzelnen Bereichen zusammengefasst.
Notaufnahme
Ein Patient berichtet von einer sehr umfangreichen und sorgfältigen neurologischen Untersuchung in der Notaufnahme, wobei der Arzt einen sehr kompetenten und vertrauenserweckenden Eindruck hinterließ. Ein anderer Patient musste jedoch am Pfingstmontag morgens um 5 Uhr bis 8 Uhr warten, bis der medizinische Dienst öffnete, um abzuklären, ob es sich um ein neurologisches oder orthopädisches Problem handelte.
Stationen
Ein Patient lobt das gesamte Team von Ärzten und Pflegern/Pflegerinnen auf der Station 23 als einfach nur spitze. Ein anderer Patient berichtet jedoch, dass auf der Station fehlende Absprachen und inkomplette Übergaben herrschen.
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Ambulanz
Ein Patient berichtet von einem Telefongespräch mit der Onkologischen Ambulanz, das eine absolute Zumutung war. Die medizinische Angestellte war nicht nur unfreundlich, sondern auch extrem unsensibel. Ein anderer Patient kritisiert die schlechte bauliche Situation und Hygiene in der Neurologischen Ambulanz.
Urologie
Die Urologie in der Crona Klinik wird von vielen Patienten gelobt. Operationen wie die Prostatektomie mit dem Da Vinci System verlaufen komplikationslos. Das gesamte Urologie-Ärzteteam wird als super beschrieben, ebenso die Anästhesie. Das Pflegepersonal orientiert sich am Patienten und ist freundlich. Ein Patient bedankt sich nochmal herzlich bei Dr. Amend und dem gesamten Klinikpersonal in der Urologie.
HNO-Klinik
Ein Patient berichtet von schlechten Erfahrungen in der HNO-Klinik, wo er nach einer Nasennebenhöhlenoperation erneut operiert werden musste und anschließend monatelang mit Kopfschmerzen hingehalten wurde.
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