Neuropathische Schmerzen der Achillessehne: Ursachen und Behandlungen

Die Achillessehne, die stärkste Sehne des menschlichen Körpers, verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und ermöglicht uns, uns beim Laufen und Springen abzustoßen. Schmerzen in diesem Bereich können verschiedene Ursachen haben, von denen einige neuropathischer Natur sein können. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von neuropathischen Schmerzen im Zusammenhang mit der Achillessehne.

Einführung in neuropathische Schmerzen

Neuropathische Schmerzen entstehen durch Schädigungen oder Erkrankungen des Nervensystems. Im Gegensatz zu nozizeptiven Schmerzen, die durch Gewebeschäden verursacht werden, resultieren neuropathische Schmerzen aus einer Fehlfunktion der Nerven selbst. Dies kann zu einer Vielzahl von unangenehmen Empfindungen führen, wie Brennen, Stechen, Kribbeln oder Taubheit.

Polyneuropathie als mögliche Ursache

Eine Polyneuropathie, eine Erkrankung, die mehrere periphere Nerven betrifft, kann eine Ursache für neuropathische Schmerzen in der Achillessehne sein. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Erkrankung mehrerer Nerven“. Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven, d.h. also nicht des Gehirns oder des Rückenmarks. Sie entsteht indem entweder der innere Strang des Nervs oder seine Umhüllung erkranken. Nerven arbeiten wie elektrische Leitungen. Vergleicht man den Nerv mit einem Kupferkabel, so können Störungen entweder durch eine Unterbrechung der Kupferleitung in der Mitte oder der umhüllenden Isolierung entstehen. Je länger ein Nerv ist umso eher erkrankt er an Polyneuropathie, weshalb die Erkrankung häufig an den Zehen und Füßen beginnt.

Symptome der Polyneuropathie

Bei den meisten Menschen beginnt die Polyneuropathie mit Reizerscheinungen im Sinne von Kribbelgefühlen, brennenden Missempfindungen bis hin zu heftigen Schmerzen und Taubheitsgefühlen an den Füßen. Häufig beschrieben wird ein Schwellungsgefühl, unangenehmer Druck, Gefühl wie auf Watte zu gehen, ein Elektrisieren oder Stechen. Meistens sind zunächst nur die Zehen und der Fußballen bds. betroffen. Im Verlauf von mehreren Monaten bis Jahren kommt es zur Ausweitung der Symptome auf die Füße und Unterschenkel mit Socken-förmiger oder Kniestrumpf-förmiger Begrenzung. Die Oberschenkel können im Verlauf einer weiteren Verschlechterung oder bei einigen Patienten auch primär betroffen sein. Auch das Temperaturempfinden leidet, so dass beispielsweise die Badewassertemperatur in der Badewanne an den Füßen nicht mehr richtig eingeschätzt werden kann. Zumeist erst im Verlauf der Erkrankung können zusätzlich die Fingerspitzen und Hände mit Handschuh-förmiger Begrenzung der Taubheitsgefühle betroffen sein. Parallel dazu kann es zunehmend zu Lähmungen, beispielsweise der Fußheber oder Zehenheber oder Fußsenker kommen, so dass Muskelschwund und Gangstörungen entstehen. Alle Symptome entstehen zumeist symmetrisch und nur seltener asymmetrisch mit Betonung auf einer Seite. Krämpfe, insbesondere nachts oder bei Belastungen, sind nicht selten. Viele Patienten klagen über kalte Füße. Auch das Lageempfinden wird zunehmend gestört, so dass die akkurate Aufrechterhaltung des Standes leidet. Dies führt zu Schwanken, Schwindel und Gangstörungen. Das Schmerzempfinden wird allmählich herabgesetzt, so dass Verletzungen am Fuß nicht oder nur zu spät wahrgenommen werden. Dies kann, z.B. beim Diabetes mellitus, zur Entstehung von Druckgeschwüren führen. Letztlich können auch die inneren Organe im Sinne einer autonomen Polyneuropathie betroffen sein. Dies führt beispielsweise zur Blasenlähmung, Darmträgheit oder zur mangelnden Regulation des Herzschlages bei Anstrengung.

Ursachen der Polyneuropathie

Es gibt über 300 bekannte Ursachen von Polyneuropathie. Ca. 35 % der Polyneuropathien sind in Deutschland auf den Diabetes mellitus (Zuckererkrankung) zurückzuführen und etwa 20 % auf Alkoholkonsum. Die Ursache von etwa 1/4 aller Polyneuropathien bleibt auch nach ausführlicher Abklärung ungeklärt.

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Polyneuropathie im Rahmen anderer Erkrankungen:

  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Schilddrüsenentzündungen
  • Nierenversagen
  • Gewisse Lebererkrankungen
  • Gewisse Krebserkrankungen
  • Bluteiweißerkrankungen
  • nach lebensbedrohlicher Erkrankungen mit Intensivbehandlung
  • HIV/AIDS
  • Porphyrie
  • Amyloidose

Polyneuropathie bei entzündlichen Erkrankungen:

  • Borreliose (Zeckenbisserkrankung)
  • Gefäßentzündungen (Vasculitis)
  • HIV/AIDS
  • als Autoimmunerkrankung nach stattgehabter Entzündung

Polyneuropathie bei Vitaminmangel:

  • Vitaminmangel von B1, B2, B6, B12, E

Polyneuropathie bei Schwermetallvergiftung:

  • Blei, Arsen, Thallium, Quecksilber, Gold

Polyneuropathie als Nebenwirkung von Medikamenten:

  • gewisse Chemotherapeutika
  • Interferone
  • Virustherapeutika bei HIV
  • viele weitere Einzelsubstanzen

Es sind mehrere genetisch bedingte Polyneuropathien bekannt. Nicht immer sind betroffene Familienmitglieder zu beobachten.

Diagnose der Polyneuropathie

Diagnostik und Therapie der Polyneuropathie fallen in das Fachgebiet des Neurologen. Am Anfang stehen eine genaue Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) und eine fachärztliche, klinisch-neurologische Untersuchung. Auch eine psychiatrische Untersuchung ist zur Abgrenzung notwendig.

Danach erfolgt die Untersuchung der peripheren Nerven mit elektrophysiologischen Methoden. Hierbei werden überwiegend die Nervenleitgeschwindigkeit und die Reizantwortstärke der betroffenen Nerven vermessen. Begleitet wird dies durch ein EMG (Elektromyographie- elektrische Untersuchung der betroffenen Muskeln mit einer Nadel).

Danach erfolgt eine laborchemische Abklärung der wichtigsten Ursachen aus dem Blut. Klärt man die wichtigsten 35-40 Ursachen ab, so beinhaltet dies ca. 80 % aller betroffenen Patienten.

Bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung sollte das Nervenwasser (Liquor) untersucht werden. Eine Kernspintomographie der Lendenwirbelsäule oder Halswirbelsäule ist erforderlich, wenn gleichzeitig dort eine zusätzliche Erkrankung z.B. ein enger Spinalkanal vermutet wird.

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Die wichtigsten genetischen Ursachen lassen sich durch genetische Untersuchungen aus dem Blut heraus abklären. Diese Untersuchungen sind jedoch teuer. Sie werden von daher nicht routinemäßig durchgeführt.

Eine Untersuchung eines operativ entfernten Teils eines betroffenen Nervens (Biopsie) ist heutzutage nur in Ausnahmen notwendig.

Behandlung der Polyneuropathie

Das primäre Ziel der Behandlung ist die Ausschaltung der Ursache der Polyneuropathie. Die bedeutet z.B. einen Diabetes mellitus optimal mit Medikamenten einzustellen. Medikamente, die eine Polyneuropathie verursachen, müssen abgesetzt oder ausgetauscht werden, insofern sie nicht aus anderem Grund unabdingbar notwendig sind. Eine toxische Exposition, beispielsweise durch Schwermetalle oder Umweltgifte, muss beendet werden. Ist Alkohol die Ursache der Polyneuropathie, so muss vollständige, lebenslange Abstinenz eingehalten werden. Auch kleinere Mengen Alkohol können eine Verschlechterung herbeiführen oder eine Ausheilung verhindern, da das Nervensystem bereits vorgeschädigt ist. Alkoholabstinenz ist immer eine Voraussetzung für eine Verbesserung oder Ausheilung der Symptomatik.

Für die Behandlung der Schmerzen oder unangenehmen Missempfindungen stehen mehrere Medikamente zur Verfügung.

Liegt eine entzündliche Ursache der Polyneuropathie vor, so können Cortison-Infusionen, Plasmapherese (umgangssprachlich - Blutwäsche) oder die Gabe von Immunglobulinen zu einer Linderung oder gar Ausheilung führen. Die Notwendigkeit der Anwendung dieser Medikamente oder Verfahren zu beurteilen ist Sache des neurologischen Experten.

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Missempfindungen und Schmerzen können überdies mit einer Neural-Akupunktur behandelt werden.

Lähmungen und Muskelschwund, Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen können mit einer spezifischen Physiotherapie behandelt werden. Diese kann gegebenenfalls um elektrische oder magneto-elektrische Stimulationverfahren ergänzt werden.

Tarsaltunnelsyndrom

Das Tarsaltunnelsyndrom ist eine weitere mögliche Ursache für neuropathische Schmerzen im Bereich der Achillessehne. Der Tarsaltunnel befindet sich an der Innenseite des Sprunggelenks hinter dem Innenknöchel. Ist der darin liegende Schienbein-Nerv, der Nervus tibialis posterior, eingeklemmt oder gereizt, kann das die entsprechenden Symptome nach sich ziehen.

Ursachen des Tarsaltunnelsyndroms

Ein Tarsaltunnelsyndrom entsteht, wenn der Schienbein-Nerv in seiner Passage durch den Tarsaltunnel gereizt oder komprimiert wird. Zu den möglichen Ursachen zählen:

  • Anatomische Veränderungen: Zysten, Tumoren oder Knochensporne können im Tarsaltunnel wachsen, was zu einer Einengung und Kompression des Nervs führt.
  • Verletzungen: Prellungen oder Verstauchungen des Sprunggelenks können Schwellungen hervorrufen, die den Druck im Tarsaltunnel erhöhen und den Nerv reizen.
  • Überlastung: Sportarten mit hoher Belastung der Füße und Sprunggelenke können das Risiko einer Nervenschädigung erhöhen.
  • Systemische Erkrankungen: Erkrankungen wie Diabetes oder rheumatoide Arthritis können zu Entzündungen oder Schwellungen im Fuß führen, die den Druck auf den Nerv erhöhen.
  • Fehlstellungen des Fußes: Senk-, Knick- und Spreizfüße oder andere Fehlstellungen können die natürliche Position der Strukturen im Tarsaltunnel verändern und auf den Nervus tibialis drücken.

Diagnose des Tarsaltunnelsyndroms

Neben einer ausführlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung werden bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt, um die genaue Ursache der Beschwerden zu identifizieren.

Besteht der Verdacht auf ein Tarsaltunnelsyndrom, kann man zusätzlich eine Elektromyographie oder Messung der Nervenleitgeschwindigkeit vornehmen, um die Funktionsfähigkeit des Nervs und den Grad der Nervenschädigung zu beurteilen. Ein weiterer Hinweis ist eine geschwächte oder sogar eine Rückbildung der Fußmuskulatur infolge einer langfristigen Schädigung des Nervs.

Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms

Die Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms richtet sich nach der Schwere der Symptome und der zugrunde liegenden Ursache. Behandelt werden muss in jedem Fall, sonst drohen dauerhafte Nervenschäden mit chronischen Schmerzen und Taubheitsgefühlen.

In der Regel wird zunächst konservativ behandelt. Ist beispielsweise eine Fußfehlstellung wie ein Knick-Senkfuß die Ursache, kann mithilfe von Dehnungsübungen und speziellen Techniken zur Mobilisation das Fußgewölbe aufgerichtet und so der Druck auf den Nerv gemindert werden. In manchen Fällen können spezielle Schuheinlagen den Nerv entlasten. Entzündungshemmende Medikamente sowie Injektionen mit Kortison können zum Einsatz kommen, um akute Entzündungen und Schwellungen im Tarsaltunnel zu lindern.

Bringen konservative Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine Linderung, kann ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Ziel ist, den Druck auf den Nervus tibialis posterior zu reduzieren, indem der Tarsaltunnel entlastet wird.

Achillodynie und Achillessehnenriss

Die Achillodynie, auch bekannt als schmerzhafte Achillessehne, ist ein weiterer möglicher Faktor für Schmerzen im Bereich der Achillessehne. Die Beschwerden beruhen auf Entzündungsvorgängen innerhalb der Sehne (mit Teilrissen von Faserbündeln), am Sehnengleitgewebe, an den Schleimbeuteln und/oder am Sehnenansatz des Fersenbeins (hinterer Fersensporn). Meist entstehen sie als Folge von sportlicher Über- und Fehlbelastung, z. B. durch Trainingsfehler, unzweckmäßiges Schuhwerk oder ungünstigen Untergrund (Unebenheiten, starkes Gefälle, harter Boden).

Ein Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) ist eine Durchtrennung der Achillessehne, die Wadenmuskulatur und Fuß verbindet. Ursache ist eine verschleißbedingte Schwächung des Sehnengewebes, oft bei Sporttreibenden (z. B. Fußball, Laufen, Tennis) im mittleren Lebensalter.

Symptome der Achillodynie und des Achillessehnenrisses

Achillodynie:

  • Schmerzen im Bereich der Achillessehne, anfangs v. a. bei Beginn und nach Beendigung einer Belastung (Laufen, Treppensteigen)
  • Verschlechterung der Beschwerden durch Barfußlaufen, Verbesserung durch Tragen von Schuhen mit Absatz
  • Oft druckschmerzhafte Verdickung und Rötung über der Achillessehne

Achillessehnenriss:

  • Gefühl eines Risses oder Tritts, oft verbunden mit einem peitschenhiebartigen Knall
  • Kurzer stechender Schmerz, meist jedoch nur wenig Schmerzen
  • Schwellung der Wade, im Bereich der Achillessehne
  • Gehen und Zehenstand unmöglich

Diagnose der Achillodynie und des Achillessehnenrisses

Achillodynie: Meist zeigt die körperliche Untersuchung eine druckschmerzhafte Verdickung an der Achillessehne. Ultraschalluntersuchungen bestätigen die Diagnose. Im Zweifelsfall ist es notwendig, andere Ursachen von Fersenschmerzen auszuschließen, z. B. Nervenschmerzen bei Bandscheibenschäden.

Achillessehnenriss: Nach einem Riss der Achillessehne ist der Zehenstand nicht mehr möglich, zudem lässt sich meist eine Delle tasten. Der Ultraschall macht die Einblutung und die Unterbrechung der Sehne eindeutig sichtbar. Manchmal ist zur Therapieplanung ein Röntgenbild erforderlich, um einen knöchernen Ausriss der Achillessehne am Fersenbein auszuschließen.

Behandlung der Achillodynie und des Achillessehnenrisses

Achillodynie: Zur Therapie wird der Arzt - neben einem Vermeiden von schmerzauslösenden Belastungen - eventuell Bandagen oder ein beidseitiges Fersenpolster empfehlen, das die Spannung der Achillessehne verringert. Eine kurzfristige Ruhigstellung im Gipsverband bleibt schweren Fällen vorbehalten, ebenso eine Injektion von kortisonhaltigen Präparaten neben die Achillessehne. Bei starken Schmerzen werden entzündungs- und schmerzhemmende Medikamente (NSAR) verordnet. Auch eine Absatzerhöhung um etwa 1 cm entlastet die schmerzende Sehne. Krankengymnastik ist erst dann angesagt, wenn die akute Entzündung abgeklungen ist. Im Rahmen der physikalischen Therapie gelingt es manchmal, entzündungsbedingte Verklebungen der Achillessehne durch Bürstenmassagen oder Ultraschallbehandlung zu lösen.

Achillessehnenriss: Sieht der Arzt im Ultraschall, dass die Rissenden der Sehne zu stark auseinanderklaffen, um gut verheilen zu können, entscheidet er sich meist für eine Naht. Nach der Operation ist es erforderlich, die Sehne mindestens 6 Wochen lang bis zu ihrer Heilung teilweise zu entlasten. Dies geschieht entweder durch einen mehrfach gewechselten Unterschenkelgehgips oder durch einen Spezialschuh mit schrittweise reduzierter Fersenerhöhung, der frühzeitig ein volles Auftreten auf den operierten Fuß ermöglicht (funktionelle Behandlung). Krankengymnastik unterstützt den schrittweisen Aufbau der normalen Belastung. Meist stellt die Therapie die Funktionsfähigkeit und sportliche Belastbarkeit der Sehne wieder vollständig her. Der beschriebene Spezialschuh kommt auch dann zum Einsatz, wenn die Therapieentscheidung zugunsten einer konservativen Therapie fällt.

Weitere Ursachen und Behandlungen

Neben den bereits genannten Ursachen können auch andere Faktoren zu neuropathischen Schmerzen im Bereich der Achillessehne beitragen. Dazu gehören:

  • Nervenkompression: Eine Kompression von Nerven in der Nähe der Achillessehne, beispielsweise durch Narbengewebe oder Entzündungen, kann neuropathische Schmerzen verursachen.
  • Diabetische Neuropathie: Diabetes mellitus kann zu Nervenschäden im gesamten Körper führen, einschließlich der Nerven, die die Achillessehne versorgen.
  • Medikamente: Einige Medikamente können als Nebenwirkung neuropathische Schmerzen verursachen.

Die Behandlung von neuropathischen Schmerzen im Bereich der Achillessehne hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Neben den bereits erwähnten Therapien können folgende Behandlungen in Betracht gezogen werden:

  • Medikamente: Antidepressiva, Antikonvulsiva und Schmerzmittel können zur Linderung neuropathischer Schmerzen eingesetzt werden.
  • Nervenblockaden: Injektionen von Lokalanästhetika in die Nähe der betroffenen Nerven können Schmerzen vorübergehend lindern.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen können helfen, die Beweglichkeit zu verbessern, die Muskulatur zu stärken und die Nervenfunktion zu unterstützen.
  • Alternative Therapien: Akupunktur, Neuraltherapie und andere alternative Therapien können bei einigen Patienten eine Schmerzlinderung bewirken.

Selbsthilfe und Prävention

Neben der ärztlichen Behandlung können Betroffene auch selbst Maßnahmen ergreifen, um neuropathische Schmerzen im Bereich der Achillessehne zu lindern und vorzubeugen:

  • Schmerzauslösende Aktivitäten vermeiden: Vermeiden Sie Aktivitäten, die die Schmerzen verschlimmern.
  • Geeignetes Schuhwerk tragen: Tragen Sie Schuhe mit guter Dämpfung und Unterstützung, um die Belastung der Achillessehne zu reduzieren.
  • Regelmäßige Dehnübungen: Dehnen Sie regelmäßig die Wadenmuskulatur und die Achillessehne, um die Flexibilität zu verbessern und Verspannungen zu lösen.
  • Aufwärmen vor dem Sport: Wärmen Sie sich vor dem Sport gründlich auf, um die Muskeln und Sehnen auf die Belastung vorzubereiten.
  • Gewicht kontrollieren: Übergewicht kann die Belastung der Achillessehne erhöhen.
  • Diabetes kontrollieren: Wenn Sie Diabetiker sind, achten Sie auf eine gute Blutzuckereinstellung, um Nervenschäden vorzubeugen.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen kann die Nervenfunktion unterstützen.
  • Stress reduzieren: Chronischer Stress kann neuropathische Schmerzen verstärken.

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