Nicht nerven auf Snapchat: Tipps und No-Gos für ein entspanntes Erlebnis

Snapchat ist aus der Social-Media-Welt kaum noch wegzudenken. Die App mit dem weißen Geist auf gelbem Hintergrund erfreut sich großer Beliebtheit und wird von vielen als das neue Instagram, gepaart mit YouTube, wahrgenommen - nur persönlicher, interaktiver und weniger "langweilig". Doch genauso schnell, wie man ein Foto posten kann, kann man auch ins Fettnäpfchen treten und andere Nutzer nerven. Dieser Artikel zeigt, wie man Snapchat optimal nutzt, ohne anderen auf die Nerven zu gehen.

Die größten Fettnäpfchen und No-Gos auf Snapchat

Bevor man das nächste Posting in Rekordzeit online bringt, lohnt es sich, noch einmal nachzudenken. Denn wer locker aus der Hüfte postet, bereut das hinterher vielleicht sehr. Hier sind einige der größten Fettnäpfchen, Stolpersteine, Tabus und No-Gos für Snapchat:

1. Ich, ich, ich: Selfies, Protzen, Posen

Es ist toll, wenn man sich selbst und sein Leben prima findet. Aber nicht jede Minute des Tages muss dokumentiert und nicht alles, was man besitzt, zur Schau gestellt werden. Wer schon vor der Schule Essensfotos, Selfies mit Markenklamotten und Duckface hochlädt und mit dem teuren Smartphone protzt, geht seinen Freunden schnell auf die Nerven. Zu oft sollte man nicht posten - und sich selbst auch nicht zu sehr abfeiern. Weniger ist meistens mehr, auch im Internet.

2. Offen, ehrlich, ungezwungen - immer und überall

Das Internet ist nicht so privat, wie es scheint. Auch wenn man sich sicher fühlt, sollte man nicht zu viel von sich preisgeben. Derbe Aussagen und provokante Meinungen behält man besser für sich. Auch zum Familienalltag oder den Urlaubsplänen sollte man nicht online aus dem Nähkästchen plaudern. Eine gute Faustformel: Ins Internet darf alles, was einem vor den Lehrern oder Eltern nicht peinlich wäre. Alles andere gehört ins "echte Leben".

3. (Un-)Gesundes Vertrauen: Wird schon alles gut gehen

Den gesunden Menschenverstand sollte man auch im Internet nicht abschalten. Im echten Leben vertraut man nicht blind alles und jedem - und das sollte man auch im Web nicht tun. Nur weil jemand behauptet, er würde ein lustiges oder freizügiges Foto gleich wieder löschen, ist das noch lange nicht wahr. Und nur weil eine App damit wirbt, dass sich die Fotos nach X Sekunden selber löschen, sind sie noch lange nicht für immer verschwunden. Fotos und Postings entwickeln oft ein Eigenleben und verbreiten sich rasend schnell. Wer also nicht für immer auf einem schrecklichen Foto oder mit einem unbedachten, dummen Spruch im Internet verewigt sein möchte, der postet bzw. verschickt es lieber gar nicht erst.

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4. Da müssen die anderen durch: Ein bisschen Spaß muss sein

Auch im Internet gilt die goldene Regel "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu!". Niemand will mit geplatzter Hose zum Gespött des Internets werden. Gleiches gilt für Fotos, auf denen man selbst unwiderstehlich aussieht, die andere(n) gezeigte(n) Person(en) aber nicht. Lass die anderen selbst entscheiden, welche Bilder sie von sich ins Internet stellen möchten.

5. Mit fremden Bildern schmücken - oder Bilder mit Fremden schmücken

Bilder, die man nicht selbst gemacht hat, sollte man auch nicht posten, teilen oder sonst wie verbreiten. Aber auch bei den Fotos, die man selbst schießt, kann man nicht einfach in Wild-West-Manier auf alles drauf halten, was einem ins Auge sticht. Bevor man andere einfach so fotografiert, sollte man an das Recht am eigenen Bild denken. Und wenn man unsicher ist, sollte man das Knipsen lieber sein lassen.

6. Ist doch lustig. Oder?

Humor ist individuell verschieden - und das sollte man nie vergessen. Was für einen selbst vielleicht der Lacher des Tages oder der Woche war, kann andere ganz schön verletzen. Bevor man also reflexartig jeden Schenkelklopfer teilt, sollte man lieber noch mal nachdenken.

7. Schreiben, wie der Schnabel (bzw. der Tippfinger) gewachsen ist

Auch wenn man im Freundeskreis für seine Tippgeschwindigkeit berühmt ist: Lieber noch mal ganz fix drüberlesen. Für peinliche Fehler sorgt manchmal auch die Auto-Korrektur. Drei Extra-Sekunden und zwei kritische Augen zahlen sich also aus. So viel Zeit muss sein - genau wie für die berühmt-berüchtigte Netiquette.

8. Virtuelle Prügelei: Da werd ich zum Tier!

Was man der betreffenden Person nicht ins Gesicht sagen würde, sollte man auch nicht im Internet verbreiten. Auch dann nicht, wenn man es vermeintlich anonym tun kann. Aber auch wenn einen jemand trollt, provoziert oder angreift, sollte man nicht gleich zurückpöbeln. Lieber ganz tief durchatmen und erst mal was Schönes im echten Leben machen. Dann bleibt man ganz entspannt und lässt sich auf keinen Online-Nahkampf ein.

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9. Sehr (un-)sympathisch: der deprimierte Lockvogel

Jeder hat mal schlechte Tage. Und wenn man traurig oder gefrustet ist, darf man das auch gerne mit seinen Freunden teilen. Überleg dir aber, wie öffentlich du das tun willst - und mach dich nicht selbst zur Internet-Zitrone. Wer sich immer nur beschwert, nach Komplimenten und Mitleid fischt oder vermeintlich kryptische Dinge postet, die die anderen zum Nachfragen zwingen sollen, wirkt schnell anstrengend.

Spezifische Tipps für Snapchat

Neben den allgemeinen No-Gos gibt es auch einige spezifische Tipps, die man bei der Nutzung von Snapchat beachten sollte, um andere nicht zu nerven:

  • Nicht zu viele Snaps hintereinander posten: Eine Flut von Snaps kann schnell nervig sein. Lieber eine interessante Geschichte erzählen, anstatt wahllos Snaps zu posten.
  • Nicht ständig die gleichen Filter verwenden: Zwischendurch mag das witzig sein, aber am laufenden Band nervt es nur.
  • Keine ungefragten Snaps verschicken: Nicht jeder möchte ungefragt Snaps erhalten. Vor allem, wenn es sich um Werbung oder unerwünschte Inhalte handelt.
  • Nicht zu aufdringlich sein: Rück anderen auch online nicht zu nah auf die Pelle.

Snapchat optimal nutzen: Kreativität und Storytelling

Um Snapchat optimal zu nutzen und andere nicht zu nerven, sollte man auf Kreativität und Storytelling setzen. Hier sind einige Tipps, wie man seine Geschichten ansprechend gestaltet:

  • Fotos und Videos abwechseln: Das bringt Dynamik in die Geschichte.
  • Eine Geschichte erzählen: Die Follower bleiben nur am Ball, wenn sie einen Zusammenhang zwischen den Snaps erkennen.
  • Sich zeigen: Nicht nur das Essen oder die Füße zeigen, sondern auch mal das Gesicht. Die Follower wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben.
  • Musik einbinden: Manchmal. Falls man einen Streaming-Dienst wie Spotify oder Deezer verwendet, kann man die Musik ganz easy im Hintergrund abspielen. Aber nicht zu laut.
  • Nicht ungefragt fremde Menschen filmen: Man kann diese aber beispielsweise durch Emojis unkenntlich machen.
  • Farbfilter oder Geotag-Filter verwenden: Wenn man nach Dreh des Snaps nach rechts swipest, kann man einen Farbfilter oder einen Geotag-Filter (falls deine Stadt einen besitzt) über den Snap legen. Wenn man den Bildschirm dabei gedrückt hält, kann man auch mehrere Filter gleichzeitig platzieren.
  • Malen, schreiben, Zeitraffer oder Uhrzeit verwenden: Um die Story ansprechend zu gestalten. Emojis kann man groß ziehen. Oder sogar nach dem letzten Update an einer bestimmten Stelle festpinnen.
  • Snapchatter verlinken: Das ist die einzige Möglichkeit, innerhalb des Snapchat-Universums auf andere aufmerksam zu machen. Am besten ungefähr nach 3 Snaps. Sonst wird es meistens zu monoton.
  • Auf die Länge der Story achten: Eine zu ausufernde Story kann schnell langweilig werden.

Snapchat für Unternehmen

Auch Unternehmen können Snapchat nutzen, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Allerdings sollten sie dabei einige Dinge beachten:

  • Junge Zielgruppe ansprechen: Snapchat ist besonders für Unternehmen geeignet, die eine junge Zielgruppe ansprechen möchten.
  • Live auf Events Werbung schalten: Unternehmen können live auf Events Werbung schalten und dafür Werbebudget investieren.
  • Storytelling nutzen: Unternehmen können Storytelling für die Werbekommunikation nutzen.
  • Insights geben: Junge Startups und große Konzerne können über Snapchat gerne Insights geben.
  • Follower mitnehmen: Unternehmen können ihre Follower auf interessante Veranstaltungen mitnehmen.
  • Produkt anteasern: Unternehmen können über Snapchat ein Produkt anteasern.
  • Kundenbindung erzielen: Unternehmen können durch Gewinnspiele Kundenbindung erzielen (oder durch Rabattcodes).
  • Blitzverkäufe und Tagesdeals anbieten: Unternehmen können Blitzverkäufe und Tagesdeals anbieten.
  • Influencer Marketing nutzen: Bekannte Snapchatter können ein neues Produkt des Unternehmens anteasern.

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