Mutterkraut: Pflanzliche Hilfe bei Migräne in Österreich

Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, von der in Österreich rund eine Million Menschen betroffen sind. Charakteristisch sind starke, pochende Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Obwohl die genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind, spielt das Neuropeptid CGRP eine zentrale Rolle. Mutterkraut (Tanacetum parthenium) hat sich als pflanzliche Alternative zur Migräneprophylaxe bewährt, insbesondere für Patienten mit episodischer Migräne, die eine pflanzliche Ergänzung suchen.

Was ist Migräne?

Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. Betroffene leiden häufig zusätzlich unter Symptomen wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, was den Alltag massiv beeinträchtigt. Migräneanfälle treten in unregelmäßigen Abständen auf. Mindestens einmal pro Monat müssen Migränepatienten mit einem Migräneanfall rechnen, der sie bis zu 72 Stunden völlig außer Gefecht setzen kann.

Ursachen und Auslöser von Migräne

Zahllose Forschungsgruppen haben bereits versucht, die Auslöser für Migräne zu finden. Welche Ursachen tatsächlich dahinter stecken ist trotz intensiver Bemühungen bislang noch nicht vollständig dokumentiert. So können die Risikofaktoren für eine Migräneattacke von Stress über Schlafmangel bis hin zu hormonellen Schwankungen und zu wenig Flüssigkeitszufuhr reichen. Was man allerdings weiß: Bei einem Migräneanfall kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Gehirn, welche die typischen pochenden Schmerzen auslösen. Es wird empfohlen, ein Migränetagebuch zu führen, in dem die Attacken und wenn möglich auch die entsprechenden Auslöser festgehalten werden.

Verschiedene Faktoren können Migräne auslösen oder verstärken, darunter Hormonschwankungen, Stress und Wetterumschwünge. Bei einem Migräneanfall kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Gehirn, welche die typischen pochenden Schmerzen auslösen.

Die Rolle von CGRP bei Migräne

Gesichert ist, dass das Neuropeptid „Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)“ eine zentrale Rolle spielt. Migräne-Trigger führen zu einer verstärkten Freisetzung von CGRP aus schmerzleitenden Trigeminusneuronen. Gemeinsam mit weiteren Entzündungsmarkern führt dies zur Erweiterung cerebraler Gefäße und löst die typischen pochenden Kopfschmerzen aus.

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Konventionelle Behandlungsmethoden und ihre Grenzen

Schmerzmittel und Triptane verschaffen im Akutfall zwar Linderung, setzen aber nicht an den Ursachen an und bergen bei häufiger Anwendung das Risiko schmerzmittelinduzierter Dauerkopfschmerzen. Zur Schmerzreduktion bei akuten Migräneattacken werden in der Selbstmedikation oft analgetische Wirkstoffe, wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen hochdosiert eingesetzt. Als Mittel der Wahl gelten jedoch Triptane, die vorwiegend cerebrale Serotoninrezeptoren aktivieren und so antiphlogistisch, analgetisch sowie vasokonstriktorisch wirken. Wichtig: Beide Wirkstoffklassen dienen nur der Symptombehandlung im Akutfall und weisen keine prophylaktische Wirkung auf. Zudem besteht das Risiko bei regelmäßiger Anwendung einen Gewöhnungseffekt durch abnehmende Serotonin-Rezeptoraktivität auszulösen und dadurch einen medikamenteninduzierten Dauer-Kopfschmerz (Rebound-Effekt) herbeizuführen.

Mutterkraut als pflanzliche Prophylaxe

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) hat sich als pflanzliche Alternative in der Migräneprophylaxe bewährt. Mutterkraut setzt ursächlich an den Entstehungsmechanismen der Migräneattacken an: Es hemmt die überschießende Serotoninfreisetzung, normalisiert die Vasomotorik und reduziert die Freisetzung von Entzündungsmediatoren. Bei regelmäßiger Einnahme konnten die Anzahl und die Schwere der Migräneanfälle signifikant gemildert werden. Außerdem kam es zu einer Verbesserung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.

Die Hauptwirksubstanz Parthenolid beeinflusst die Aktivierung des trigeminalen Nervensystems, moduliert TRPA1-Ionenkanäle und reduziert dadurch die CGRP-Ausschüttung, was die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen signifikant verringert. Mutterkraut hemmt die Freisetzung des proinflammatorischen Neuropeptids „Calcitonin Gene-Related Peptide“ (CGRP) im Gehirn und wirkt damit vasokonstriktorisch. Zudem desensibilisiert es Membrankanäle, wodurch die Reizschwelle von Migränetriggern erhöht wird. Dies führt zu einer effektiven Reduktion der Anfallshäufigkeit. Mutterkraut wirkt, bevor der Schmerz entsteht. Parthenolid aus Mutterkraut hemmt die Erweiterung der Blutgefäße im Kopf und verhindert Entzündungsvorgänge, die den Schmerz verursachen.

Klinische Studien zur Wirksamkeit von Mutterkraut

Die Wirksamkeit von Mutterkraut wurde in mehreren klinischen Studien bestätigt. In mehreren randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudien zeigte Mutterkraut bei Migränepatienten eine gute Wirksamkeit. Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 170 Patienten zeigt, dass die Anfallshäufigkeit signifikant (p= 0,0456) gesenkt werden konnte. Zusätzlich traten Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit seltener auf. Eine weitere kleine Studie belegt, dass bei sechsmonatiger Einnahme von Mutterkrautpulver die Migräneanfälle um beeindruckende 67% reduziert wurden. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie über die Dauer von 6 Monaten reduzierten sich die Migräneattacken um 67% im Vergleich zur Placebogruppe. Zusätzlich kam es zu einer deutlichen Linderung von charakteristischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen. Innerhalb von 28 Tagen wurden im Durchschnitt 1,8-mal weniger Migräneattacken (p< 0,02) verzeichnet als in der Placebogruppe im vergleichbaren Zeitraum.

Dr. Böhm® Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten

Mit den Dr. Böhm® Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten gibt es das erste pflanzliche Arzneimittel zur Prophylaxe von Migränekopfschmerz am Markt. Es zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit und einfache Anwendung aus. Die Tabletten sind rein pflanzlich und verursachen keine Gewöhnungseffekte. Sie sind ideal auch für Triptan-Verwender, um die Häufigkeit der Akutmedikation zu reduzieren. Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten enthalten hochwirksames Mutterkraut in seiner natürlichsten Form. Es hilft Ihnen Migräne dauerhaft vorzubeugen.

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Anwendung und Dosierung

Eingenommen wird Mutterkraut in Form einer Kapsel oder Filmtablette täglich. Die Wirksamkeit kann nach etwa sechs Wochen beurteilt werden. Laut aktueller EMA-Monographie ist eine Einzeldosis von 200 mg Mutterkraut (1-3x täglich) möglich. Erwachsene nehmen 1-3 x täglich 1 Filmtablette 200 mg. Zu Beginn 1 x 200 mg pro Tag. Die Wirkung baut sich über mehrere Wochen auf. Sollte es nach 2 Monaten zu keiner Verbesserung gekommen sein, kann die Dosis auf 400 mg (2 x 200 mg) oder 600 mg (3 x 200 mg) gepulverte Droge pro Tag gesteigert werden.

Weitere Vorteile von Mutterkraut

Besonders hervorzuheben ist, dass Mutterkraut keine Gewöhnungseffekte zeigt und sich auch langfristig anwenden lässt. Dies ist entscheidend, da die prophylaktische Wirkung nur bei kontinuierlicher Einnahme erreicht wird. Vor allem Patienten mit episodischer Migräne, die eine pflanzliche Ergänzung oder Alternative suchen, profitieren. Mutterkraut lässt sich gut mit anderen Therapien kombinieren und bietet eine effektive Lösung für eine nachhaltige Migräneprophylaxe. Die regelmäßige Anwendung von Mutterkraut über einen Zeitraum von 6 Monaten die Häufigkeit der Migräneattacken um 67% reduzierte.

Wichtige Hinweise zur Einnahme

Für eine erfolgreiche Wirkung ist eine langfristige Einnahme von Mutterkraut über mindestens drei Monate entscheidend. Da sich die Wirkung kontinuierlich aufbaut, sollten Mutterkraut-Tabletten langfristig eingenommen werden. Die Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Fazit

Bei häufig auftretenden Migräneattacken kann es zu einem Übergebrauch an Schmerzmitteln und Triptanen kommen. Um das Risiko medikamenteninduzierter Kopfschmerzen zu senken, ist eine prophylaktische Maßnahme unerlässlich. Mutterkraut kann den Teufelskreis durchbrechen, indem es die Anfallshäufigkeit nachweislich verringert und den Bedarf an Akutmedikationen reduziert. Mutterkraut stellt eine wertvolle Bereicherung der Behandlungspalette dar.

Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten sind das erste traditionell pflanzliche Arzneimittel zur Vorbeugung von migräneartigen Kopfschmerzen am Markt. Es reduziert die Anfallshäufigkeit und dies hilft wiederum die Häufigkeit der Schmerzmittel-Einnahme zu vermindern. Gleichzeitig ist es sehr gut verträglich und langfristig einsetzbar. Das ist von besonderer Bedeutung, da die Einnahme von Mutterkraut kontinuierlich und längerfristig erfolgen muss.

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Pflichttext

Mutterkraut Apomedica 200 mg FilmtablettenWirkstoff: Mutterkraut-Pulver. Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält: 200 mg Mutterkraut (Tanacetum parthenium) - Pulver. Sonstige Bestandteile: Mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Hydroxypropylcellulose (Ph. Eur.), Magnesiumstearat [pflanzl.], Hypromellose, Stearinsäure [pflanzl.], Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172). Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Vorbeugung von migräneartigen Kopfschmerzen, nachdem durch einen Arzt schwerwiegende Grunderkrankungen ausgeschlossen wurden. Das Arzneimittel ist ein traditionelles Arzneimittel, das ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist. Zur Anwendung bei Erwachsenen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Mutterkraut oder andere Mitglieder der Familie der Korbblütler (Asteraceae bzw. Compositae) oder einen der genannten sonstigen Bestandteile. Anwendung in der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten. Nebenwirkungen: nicht bekannte Häufigkeit: gastrointestinale Beschwerden. Apomedica Pharmazeutische Produkte GmbH, Roseggerkai 3, A-8010 Graz.

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