Papst Franziskus' Gesundheit: Ein Überblick über die jüngsten Herausforderungen

Die Gesundheit von Papst Franziskus, dem Oberhaupt der katholischen Kirche, hat in den letzten Monaten Anlass zur Sorge gegeben. Der 87-Jährige, der seit Jugendtagen lungenkrank ist und seit elf Jahren im Amt ist, wurde mehrfach im Krankenhaus behandelt. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die jüngsten gesundheitlichen Probleme des Papstes, einschliesslich seiner Atemwegserkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Genesungsfortschritte.

Chronologie der gesundheitlichen Probleme

Lungenentzündung und Krankenhausaufenthalt im Februar 2024

Am 14. Februar wurde Papst Franziskus wegen einer Bronchitis in die Gemelli-Klinik in Rom eingeliefert. Im Laufe der Behandlung entwickelte sich eine beidseitige Lungenentzündung. Die Ärzte stellten zunächst eine polymikrobielle Infektion fest, die durch verschiedene Bakterien, Viren und Pilze verursacht wird.

Atemwegsprobleme und Beatmung

Im Laufe seines Krankenhausaufenthalts erlitt Papst Franziskus mehrere schwere Atemkrisen und musste zeitweise beatmet werden. Am Abend des 28. Februar verschlechterte sich sein Zustand plötzlich, was zu mehrfachem Erbrechen und einer "plötzlichen Verschlechterung des Atembilds" führte. Daraufhin wurde er mechanisch beatmet. Trotz dieser Rückschläge betonte der Vatikan, dass der Papst jederzeit bei Bewusstsein gewesen sei.

Verbesserungen und Entlassung aus dem Krankenhaus

Nach mehreren Wochen der Behandlung zeigte Papst Franziskus Anzeichen der Besserung. Seine Atmung und Sprechfähigkeit verbesserten sich, und ein Röntgenbild zeigte einen Rückgang der Infektionen der Lunge. Am 23. März konnte er die Gemelli-Klinik verlassen. Vor seiner Rückkehr in den Vatikan zeigte er sich kurz auf einem Balkon des Krankenhauses.

Rückkehr in die Öffentlichkeit

Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus zeigte sich Papst Franziskus überraschend bei einer Messe am Sonntagmittag auf dem Petersplatz. Er wandte sich mit den Worten "Buona domenica" an die Gläubigen und erntete tosenden Applaus.

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Medizinische Details und Behandlung

Diagnose und Therapie

Die Ärzte diagnostizierten bei Papst Franziskus eine polymikrobielle Infektion und eine beidseitige Lungenentzündung. Er wurde mit Antibiotika und Kortison behandelt. Zusätzlich erhielt er Physiotherapie, um die Infektion der Atemwege zu lindern.

Einschätzung der Ärzte

Chefarzt Sergio Alfieri betonte, dass Papst Franziskus trotz seines Alters einen klaren Geist habe und den Vatikanstaat ohne Probleme führe. Er wies jedoch darauf hin, dass der Papst die Beschwerden eines 87-Jährigen habe und ein "fragiler Patient" sei. Alfieri hob hervor, dass der Papst stets bei Bewusstsein gewesen sei, selbst als sich sein Zustand drastisch verschlechterte.

Risiken und Vorsichtsmaßnahmen

Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus rieten die Ärzte Papst Franziskus, den Kontakt mit Menschengruppen und Kindern zu meiden, um sich keine neue Infektion einzufangen. Die grösste Gefahr bestehe aktuell darin, dass Keime in die Blutbahn des Papstes gelangen und so eine Sepsis auslösen könnten.

Auswirkungen auf die Amtsausübung

Absagen und Einschränkungen

Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme musste Papst Franziskus Termine absagen und seine Aktivitäten einschränken. Er überliess es häufig Mitarbeitern, seine Reden und Ansprachen zu halten.

Teilnahme an Osterfeierlichkeiten

Die Entscheidung, ob und in welcher Form Papst Franziskus an Teilen der Osterfeierlichkeiten teilnehmen konnte, war lange Zeit ungewiss. Schliesslich konnte er jedoch die Ostermesse am Samstagabend im Petersdom besuchen und den Gottesdienst am Sonntagvormittag eröffnen.

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Zukünftige Reisen

Die jüngste Auslandsreise von Papst Franziskus fand im September 2023 nach Marseille statt. Eine geplante Reise zum Weltklimagipfel in Dubai Ende November 2023 musste abgesagt werden. Für Ende April 2024 ist eine Tagestour nach Venedig geplant. Über weitere Auslandsreisen wird spekuliert.

Der Papst im Kontext der Kirchengeschichte

Mit seinen 87 Jahren und drei Monaten gehört Papst Franziskus zu den ältesten Päpsten im Amt in der Kirchengeschichte. Im Oktober würde er Clemens XII. (1758-1769) überrunden, der 87 Jahre und 305 Tage alt wurde.

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