Parkinson, auch Morbus Parkinson genannt, ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die hauptsächlich das Bewegungssystem betrifft. In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen betroffen, und die Zahl wächst mit zunehmendem Alter der Bevölkerung. Die Erkrankung tritt durchschnittlich um das 60. Lebensjahr auf, kann aber auch schon früher beginnen. Die Ursachen von Parkinson sind komplex und noch nicht vollständig verstanden, aber es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko beeinflussen können. Dazu gehören genetische Veranlagung, Umweltfaktoren und Lebensstil.
Genetische Veranlagung
Eine genetische Komponente spielt bei Parkinson eine Rolle. Forscher schätzen, dass etwa 30 Prozent des Parkinson-Risikos auf die Genetik zurückzuführen sind. In den letzten Jahren wurden einige ursächliche Parkinson-Gene identifiziert, bei denen Mutationen das Risiko stark erhöhen. Allerdings erkrankt nicht jeder Träger dieser Genmutationen an Parkinson, was darauf hindeutet, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen.
Bestimmte Bevölkerungsgruppen haben eine höhere genetische Veranlagung für Parkinson. Eine Studie zeigte, dass eine Mutation in einem Gen die Hauptursache für Parkinson-Erkrankungen in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe in Nordamerika sein könnte.
Umweltfaktoren
Auch die Umwelt spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Parkinson. Umweltgifte, die gefährlich für das Nervensystem sein können, erhöhen die Gefahr, an Parkinson zu erkranken. Ein Beispiel ist das Metall Mangan, das bei Menschen, die es abbauen, ein erhöhtes Risiko für Parkinson verursacht.
Pflanzenschutzmittel, die in einigen Regionen bis vor kurzem erlaubt waren, können ebenfalls das Risiko erhöhen, an Parkinson zu erkranken. Sie sind sehr schlecht für den Stoffwechsel der Zellen.
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Lebensstil
Der Lebensstil hat einen entscheidenden Einfluss auf neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson. Dazu gehört die Ernährung. Polyphenolhaltige Lebensmittel wie Grüner Tee, Kaffee und rote Beeren haben einen positiven Einfluss auf die Nervenzellen. Sie entfernen die schlechten Stoffwechselprodukte und sind besonders hilfreich bei oxidativem Stress, also dort, wo schlechte Stoffwechselprodukte die Zellen schädigen können.
Körperliche Aktivität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Menschen, die im mittleren Lebensalter mäßig bis viel Sport treiben, haben ein substanziell verringertes Risiko, im Alter eine Parkinsonerkrankung zu bekommen.
Nikotin und Parkinson
Ein ungewöhnliches Ergebnis der Parkinson-Forschung ist der Zusammenhang zwischen Nikotin und einem reduzierten Parkinson-Risiko. "Es scheint wirklich so zu sein, dass Nikotin vor Parkinson schützt", sagt Daniela Berg, Leiterin der Klinik für Neurologie in Kiel. "Das Nikotin bezieht sich nicht nur auf das Rauchen selbst, sondern auch auf Passivrauchen und Tabakkauen." Nikotin ist auch in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Tomaten und Pfeffer enthalten. Die Mengen sind zwar gering, aber Nikotin - selbst in geringen Mengen - war häufig Gegenstand von Studien.
"Es gibt wohl kaum einen Aspekt, der so häufig als schützend vor Parkinson beschrieben wurde wie Nikotin", sagt Daniela Berg. Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass beim Rauchen bestimmte Enzyme angeregt werden und dass so weniger schlechte Stoffwechselprodukte entstehen. Nikotin dockt im Gehirn an Rezeptoren an und setzt das Hormon Dopamin frei, das bei Parkinson eine große Rolle spielt.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass man aufgrund der vielen negativen Aspekte des Rauchens niemandem zum Rauchen raten würde.
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Stress und Parkinson
In Ländern, in denen es kalorienreiche Nahrung im Überfluss gibt für eine Bevölkerung, die sich zu wenig bewegt und zudem durch Stress, Rauchen und Alkohol ihrer Gesundheit schadet, ist das metabolische Syndrom zu einer Volkskrankheit geworden. Metabolische Syndrom erhöht Risiko auf Morbus Parkinson.
Regionale Unterschiede
Eine Studie, die veröffentlicht wurde, zeigt die Häufigkeit von Parkinson weltweit. Kanada und Nordamerika führen die Statistik an, obwohl beides hochentwickelte Regionen mit sehr guter medizinischer Versorgung sind. Aber das ist nicht unbedingt ausschlaggebend.
In Asien hingegen gibt es weit weniger Fälle von Parkinson. Eine mögliche Erklärung für die relativ niedrige Zahl an Parkinsonfällen in Japan und in Asien allgemein sieht Berg auch hier wieder in der genetischen Veranlagung. "Diese Menschen haben vielleicht mehr schützende Gene als andere. Wir wissen, dass es einfach volksspezifische genetische Hintergründe gibt", so die Wissenschaftlerin.
In Afrika ist Parkinson bei weitem nicht so weit verbreitet wie in den Industriestaaten. Ein Grund dafür ist, dass die Menschen eine kürzere Lebenserwartung als in vielen anderen Regionen haben. Außerdem gibt es Unterschiede in der genetischen Veranlagung. "Wir sind ja allein rein äußerlich schon verschieden. Unsere asiatischen Mitmenschen sehen einfach anders aus als unsere Mitmenschen in Afrika oder als wir. Das spiegelt sich auch darin wider, wie bestimmte Stoffwechselprodukte in den Zellen abgebaut werden", erklärt Berg.
Es ist schwierig, eine weltweit verlässliche Studie darüber zu verfassen, in welchen Regionen es die meisten Parkinson-Fälle gibt und warum das so ist. Schließlich muss Parkinson erst einmal diagnostiziert werden. Während es in Amerika und Europa gute Voraussetzungen dafür gibt, fehlen in Afrika Neurologen, und von ihnen wiederum sind nur die wenigsten in der Lage, Parkinson zuverlässig zu erkennen.
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Diagnose und Therapie
Die Diagnose von Parkinson kann schwierig sein, da es keinen spezifischen Test gibt. Die Diagnose basiert in der Regel auf einer neurologischen Untersuchung und der Beurteilung der Symptome. Als unterstützendes Instrument zur Diagnostik von Parkinson kann ein “Dopamine Transporter Scan” verwendet werden.
Es gibt keine Heilung für Parkinson, aber eine Reihe von Medikamenten kann die Symptome lindern. Dazu gehören L-Dopa, Dopaminagonisten, COMT-Hemmer und MAO-B-Hemmer. In schweren Fällen können eine Operation und eine tiefe Hirnstimulation (DBS) helfen. Bei der DBS werden Elektroden chirurgisch in das Gehirn implantiert.
Seit einigen Jahren dürfen Ärzte ihren Patienten medizinisches Cannabis gegen Parkinson verschreiben. Manche Patienten legen große Hoffnungen in die neue Therapie. Die Studienlage ist jedoch noch dünn, und es gibt auch Risiken und Nebenwirkungen.
Es gibt immer wieder neue Behandlungsmethoden, die medial oft recht unkritisch vorgestellt werden und dann viele Menschen begeistern. Die Bereitschaft der Betroffenen, solche Nachrichten mit einer sehr erwartungsstarken Brille zu lesen, ist teilweise sehr hoch und löst Hoffnungen aus, die weit an der Realität vorbeigehen.
Prävention
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Risiko für Parkinson zu senken. Dazu gehören:
- Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Polyphenolen
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Vermeidung von Umweltgiften
- Ausreichend Schlaf
- Stressmanagement
Fazit
Parkinson ist eine komplexe Erkrankung, die durch ein Zusammenspiel von genetischen, umweltbedingten und lebensstilbedingten Faktoren verursacht wird. Obwohl es keine Heilung gibt, können Medikamente und andere Therapien die Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern. Durch einen gesunden Lebensstil und die Vermeidung von Risikofaktoren kann man das Risiko für Parkinson senken.
Cannabis bei Parkinson
Seit ein paar Jahren dürfen Ärzte ihren Patienten medizinisches Cannabis gegen Parkinson verschreiben. Manche Patienten legen große Hoffnungen in die neue Therapie. Nachdem die Zulassung erfolgt war, passierte das sehr häufig. Ob das denn nicht was für sie wäre. Oft haben sie dabei nur eine sehr vage Vorstellung, wogegen oder wofür das Cannabis eigentlich wirken soll. Oft fragen Patienten, die von den Möglichkeiten der konventionellen Medizin enttäuscht sind - etwa weil bestimmte Symptome bei ihnen nicht so gut auf die Behandlung ansprechen. Cannabis ist ein Stoff, dessen Wirkung bei Parkinson noch nicht gut erforscht ist. Und die Anwendung von Cannabis ist nicht risikolos, da es auch zu gravierenden Nebenwirkungen kommen kann. Dadurch ist eine paradoxe Situation eingetreten: Vorher gab es sehr wenige Indikationen, bei denen man Cannabinoide verschreiben durfte - nur bei einer bestimmten Form der Spastik bei Multipler Sklerose und bei Übelkeit im Rahmen einer Chemotherapie. Aber jetzt hat sich das vollkommen umgedreht. Die Gründe für die Verschreibung von medizinischem Cannabis werden kaum noch eingegrenzt. Als Arzt hat man sehr weitreichende Therapiefreiheit. Das ist nicht ungewöhnlich. Es gibt immer wieder neue Methoden, die medial oft recht unkritisch vorgestellt werden und dann viele Menschen begeistern. Vor einem Jahr war es zum Beispiel die Milchsäure, die in besonders hoher Konzentration in bulgarischem Joghurt sein sollte. Da stand tagelang das Telefon nicht still, weil viele Patienten dramatische Besserungen bis hin zur Heilung von Parkinson erwarteten. Die Bereitschaft der Betroffenen, solche Nachrichten mit einer sehr erwartungsstarken Brille zu lesen, ist teilweise sehr hoch und löst Hoffnungen aus, die weit an der Realität vorbeigehen. Beim Cannabis spielt außerdem die Naturheilkunde hinein und irgendwie auch das Verbotene. Es ist nun einmal nicht Pfeffer oder Paprika, sondern Cannabis. Dabei stellt der Körper ja selbst Cannabinoide her. Der Körper produziert verschiedene Cannabinoide. Für diese sind im Gehirn bisher zwei Empfängerstellen bekannt. Docken die Cannabinoide dort an, werden Signalkaskaden in nachgeordneten Nervenzellen ausgelöst und bestimmte Botenstoffe freigesetzt: einerseits Dopamin, das bei Parkinson eine große Rolle spielt, aber auch Glutaminsäure oder Serotonin. Die Reaktionen, die dadurch ausgelöst werden, sind vielfältig. Es ist kein einfacher Reiz-Reaktionsweg, sondern ein extrem komplexer Vorgang, über den man noch längst nicht alles weiß. Von den mehr als 60 Inhaltsstoffen im Cannabis sind zwei besonders wichtig: einerseits THC, Tetrahydrocannabinol. Das ist der Stoff, für den Cannabis als Droge geraucht wird. Er wirkt sehr stark auf die Psyche und kann Halluzinationen hervorrufen. THC gibt es als Öl oder auch in Kapseln. Wir verwenden beispielsweise ölige Tropfen, die man sehr genau dosieren kann. Der zweite wichtige Wirkstoff ist das CBD, Cannabidiol. Das wirkt nicht halluzinogen. Es ist ein interessanter Wirkstoff, der allerdings derzeit als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Medikament zugelassen ist. Außerdem gibt es noch die Blüten, also das eigentliche Naturprodukt. Sie haben - wie viele Naturheilmittel - eine hohe Zahl unterschiedlicher Wirkstoffe. Man erhofft sich, dass das Zittern nachlässt, das bei Parkinson typisch ist. Dafür gibt es aber bisher keine Hinweise. Der einzige Effekt, den die Forschung bislang nahegelegt hat, ist, dass Cannabis möglicherweise eine dämpfende Wirkung auf die Unruhebewegungen haben könnte, die durch das Medikament L-Dopa ausgelöst werden. Schaut man sich allerdings die Studienlage an, reden wir nicht einmal von 50 Patienten, die bisher in methodisch guten Studien beschrieben wurden. Und nur bei einem Teil von ihnen hat man den Effekt beobachtet. Wirkungen auf die Kernsymptome des Parkinson-Syndroms wie Muskelsteifigkeit, Unbeweglichkeit oder Zittern sind bisher nicht nachgewiesen. Es ist also viel, viel zu früh, um eine Therapieempfehlung auszusprechen. In den Studien sind bei einigen Patienten Halluzinationen aufgetreten. Das ist nicht verwunderlich, weil Halluzinationen bei Parkinson nicht selten sind und halluzinogene Medikamente wie Cannabis das noch verstärken können. Außerdem leiden Parkinsonpatienten oft unter Kreislaufschwäche und sehr niedrigem Blutdruck. Das kann ebenfalls durch THC noch verstärkt werden. Weiterhin gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte. Insgesamt sind diese Nebenwirkungen nicht zu vernachlässigen. Hier wird noch einmal die ganze Paradoxie der Gesetzesänderung deutlich. Auf einmal kann man Medikamente, deren Nutzen-Risiko-Bewertung noch nicht abgeschlossen ist, bei Patienten mit einem schwer geschädigten Nervensystem einsetzen. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren etwa zehn Parkinsonpatienten mit Cannabis behandelt. Manche wollen es unbedingt versuchen, dann probieren wir es auch meistens. Und dann gibt es noch die Patienten, bei denen wir mit regulären Medikamenten nicht weiterkommen. Es hängt sehr von der Leidensfähigkeit des weiterbehandelnden Arztes ab, ob er den administrativen Aufwand auf sich nimmt. Meist klappt die Kostenübernahme, aber man braucht oft einen langen Atem. Ich erwarte nicht, dass THC bei Parkinson eine große Rolle spielen wird, allein schon wegen der Nebenwirkungen. Ich bin aber gespannt, ob man von CBD - dem anderen in Cannabis enthaltenen Wirkstoff - noch mehr hören wird. Man versucht vermehrt, Therapien zu entwickeln, die die Ursache der Erkrankung bekämpfen. Manche davon werden schon am Menschen getestet, zum Beispiel Antikörper gegen toxische Eiweiße. Gelingt es, damit die Ablagerungen im Gehirn zu reduzieren, hätten wir eine Art Parkinson-Impfstoff. Man würde ihn bei neu aufgetretenem Parkinson geben.
Medikamente
Die Behandlung von Parkinson umfasst verschiedene Medikamente wie Dopaminagonisten, L-Dopa, COMT-Hemmer, MAO-B-Hemmer, Amantadin, Anticholinergika, Budipin und Stimulanzien.
Das metabolische Syndrom
In Ländern, in denen es kalorienreiche Nahrung im Überfluss gibt für eine Bevölkerung, die sich zu wenig bewegt und zudem durch Stress, Rauchen und Alkohol ihrer Gesundheit schadet, ist das metabolische Syndrom zu einer Volkskrankheit geworden. Von den 467.200 Teilnehmenden der UK Biobank im Durchschnittsalter von 56,5 Jahren erfüllten 177.407 und damit mehr als jeder dritte die Diagnosekriterien des Metabolischen Syndroms.
Parkinson und ADHS
Parkinson (Parkinsonismus) ist wie ADHS von einer Störung des Dopaminsystems gekennzeichnet, die jedoch andere neurophysiologische Ursachen hat und anders behandelt werden muss als ADHS. Obwohl Parkinson von ADHS vollständig abgrenzbar ist, ist es hilfreich, die unterschiedlichen Formen der Störungen des Dopaminsystems bei Parkinson und ADHS zu vergleichen. Es ergeben sich manche Berührungspunkte, zu denen die ADHS-Fachliteratur bisher keine Erklärungsansätze bietet, wie z.B. Parkinson ist eine degenerative Erkrankung des extrapyramidal-motorischen Systems, die durch eine Degeneration der dopaminergen Nervenzellen in der Substantia Nigra und im VTA verursacht wird. Einige der Parkinsonsymptome treten auch bei ADHS auf, darunter Hypokinese, erhöhte Muskelspannung, posturale Instabilität, nicht-motorische neurologische Symptome und kognitive Symptome.
Serotonin-Funktion
Veränderungen im Serotonintransport können auf Parkinson hinweisen, lange bevor die Erkrankung durch Dopamin-Mangel und Bewegungsstörungen sichtbar wird. Dieser Nachweis gelang Neurologen vom King‘s College in London mit Hilfe von Hirnscans bei Parkinsonpatienten und bei erblich vorbelasteten, jedoch noch symptomfreien Erwachsenen mittleren Alters. Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, bei der es durch das Absterben bestimmter Nervenzellen zu einem Mangel an Dopamin und in Folge dessen hauptsächlich zu Bewegungsstörungen kommt. Forschungen liefern jedoch auch immer wieder Hinweise auf eine mögliche Querverbindung zwischen Parkinson und dem Serotoninhaushalt. Um den tatsächlichen Verlauf des Abbaus von Nervenzellen nachvollziehen zu können, gewannen die Wissenschaftler 14 erblich vorbelastete Träger mit der Mutation A53T-SNCA aus Kliniken für Bewegungsstörungen in Griechenland und Italien für Untersuchungen. Die Hälfte dieser im Schnitt 44 Jahre alten Patienten wiesen schon motorische Störungen auf, während die andere Hälfte, die im Schnitt zwei Jahre jünger war, noch frei davon war. Der Serotonin- und Dopamin-Stoffwechsel all dieser Testpersonen wurde über einen Zeitraum von drei Wochen erfasst. Die dopaminergen Signale fielen dabei bei den symptomfreien Trägern von Risikogenen ähnlich stark aus wie bei den Gesunden, ihre serotonergen Signale jedoch um bis zu einem Drittel schwächer. Bei den Parkinson-Patienten wurden im Vergleich zu den Gesunden um die Hälfe reduzierte serotonerge Signale gemessen. Zudem hatten sie zwei Drittel der Dopamin-Transporter verloren. Die Serotonin-Funktion sei damit ein exzellenter Marker dafür, wie weit eine Parkinson-Krankheit fortgeschritten ist.
Parkinson und Schlafstörungen
Als erstes spezifisches Symptom der Parkinson-Krankheit gilt eine REM-Schlafverhaltensstörung. Bei dieser Schlafstörung sprechen beziehungsweise schreien Betroffene oder bewegen sich ruckartig im Traum. Sie können sich oder andere sogar verletzen. Die Symptome der Schlafstörung lassen sich mit Medikamenten lindern.
Berufskrankheit
Dass Umweltgifte wie Pestizide und organische Lösungsmittel schädlich für die Nerven sein können, ist mittlerweile nicht nur wissenschaftlich, sondern auch behördlich anerkannt: Seit dem Frühjahr 2024 ist Parkinson für Pestizid-Einsetzende Personen in Deutschland auch als Berufserkrankung anerkannt. Besonders gefährdet sind Landwirte, Winzer und andere Anwender. Wer unzureichend geschützt mindestens 100 Anwendungstage mit einem dieser Pestizide im Berufsleben hatte, kann die Parkinson-Erkrankung als Berufskrankheit anerkennen lassen.
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