Parkinson Selbsthilfegruppe Langenhagen: Ein umfassender Überblick

Die Parkinson-Selbsthilfegruppe Langenhagen bietet Betroffenen und ihren Angehörigen eine wichtige Plattform für Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung. Im Folgenden werden die Aktivitäten, Angebote und Schwerpunkte dieser Gruppe näher beleuchtet.

Was ist eine Selbsthilfegruppe?

In einer Selbsthilfegruppe können Erfahrungen und Kompetenzen von Betroffenen, Erkrankten oder auch Angehörigen zum gegenseitigen Informationsaustausch genutzt werden. Kibis Hannover koordiniert die Selbsthilfegruppeninformationen in der Region. Die Parkinson Selbsthilfegruppe Langenhagen ist ein wichtiger Bestandteil dieser Landschaft.

Aktivitäten und Veranstaltungen der JuPa-Gruppe Niedersachsen-Mitte

Die JuPa-Gruppe Niedersachsen-Mitte (Junge Parkinson) der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. organisiert regelmäßig Treffen und Workshops, die sich an jüngere Menschen mit Parkinson richten. Diese finden im Gemeinderaum der Matthiaskirche, Groß-Buchholzer-Str. statt.

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

Die Gruppe blickt auf eine Vielzahl von Veranstaltungen zurück, die ein breites Spektrum an Themen abdecken:

  • 9. Dezember 2023: Lesung mit Buchautor Arne Peters: "Bloß nicht den Humor verlieren."
  • 7. Oktober 2023: Neuropsychiatrische Symptome bei Parkinson und neue Medikamentenpumpen für die Parkinsonerkrankung mit Dr. med.
  • 10. Juni 2023: "Neue Behandlungsmethoden bei Parkinson: Stammzellentherapie" mit Prof. Dr. med.
  • 9. Juli 2022: Die Landesbeauftragte Margrit Waluga berichtete über Neuigkeiten aus dem DPV-Bundesverband. Wahl zum Leitungsteam der JuPa-Gruppe Niedersachsen-Mitte. Sprecher: Dietrich Borchardt Stellv.
  • 26. März 2022: Als Gast Dr. Welche Krankheiten behandelt ein Neurologe und Psychiater? Kopfschmerzen & Migräne, Gefäßerkrankungen des Gehirns, Muskelerkrankungen, Demenz, Parkinson, Karpaltunnelsyndrom (CTS), Polyneuropathie, Epilepsie, Multiple Sklerose (MS), Schlaganfall.
  • 9. März 2024: Bewegungslabor mit Mareike Thies: Bewegungsmöglichkeiten erforschen, schulen, wiedergewinnen
  • 25. Mai 2024: 1.
  • 9. Juni 2024: Stress und Kommunikation in der Partnerschaft mit Dipl.-Psych.
  • 7. Dezember 2024: Anita Borchers, Hannover: Merkfähigkeit steigern - Ein Praxisworkshop. Gedächtnis, Kreativität und Konzentrationsfähigkeit - als wichtige Bestandteile unserer kognitiven Fähigkeiten - stehen im Mittelpunkt dieses Workshops. Es werden einfache Wege vorgestellt, mit denen sich bereits im Alltag die Merkfähigkeit deutlich steigern lässt. Darüber hinaus gibt es einen Einstieg in die magische Welt des Gedächtnistrainings.
  • 5. April 2025: Andrea Hohmann, Gesundheitspraxis in Gehrden: "Life Kinetik - Fitness fürs Gehirn". Life Kinetik trainiert auf hervorragende Weise das Gehirn, die Koordination, dieKonzentration und Aufmerksamkeit, sowie die visuelle Wahrnehmung. Durch spezielldurchgeführte Übungen, leichten Bewegungsaufgaben, Koordinationstraining, sowiekognitiven Aufgaben, wird Ihr Gehirn angeregt, neue Verknüpfungen (Synapsenbildung)zwischen den Gehirnzellen zu schaffen.
  • 14. Juni 2025: Lilly: Parkinson muss keine Sackgasse sein! „Ich lade Euch herzlich ein zu meinem Vortrag bei der JuPa Gruppe der Deutsche Parkinson Vereinigung e.V., wie ich meine Parkinson-Symptome erfolgreich umkehren kann und warum ich seit über 1 Jahr kein L-Dopa mehr benötige. Ich freue mich sehr, dass im Anschluss Klara Gesine Weiss, Umweltheilpraktikerin (Langenhagen) zu Ernährung bei Parkinson berichten wird. Fragen sind im Anschluss willkommen!Ich freue mich auf Euch!
  • 6. Dezember 2025: Dr. phil.
  • 11. Apr. 2026: Geplante Termine für 2026 jeweils Samstag 15 - 18 Uhr in Hannover.
  • 15. Aug. 2026: Geplante Termine für 2026 jeweils Samstag 15 - 18 Uhr in Hannover.
  • 21. Nov. Geplante Termine für 2026 jeweils Samstag 15 - 18 Uhr in Hannover.

Zukünftige Veranstaltungen

Die JuPa-Gruppe plant auch in Zukunft informative und interaktive Veranstaltungen. Ein Beispiel ist der Praxis-Workshop mit Beate Schönwald, Parkinson Nurse am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

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Kickboxen für Menschen mit Parkinson

Kickboxen bietet Menschen mit Parkinson zahlreiche Vorteile. Die koordinierten Bewegungen und die intensive körperliche Betätigung können dazu beitragen, die Symptome der Krankheit zu lindern. Durch das Training werden motorische Fähigkeiten verbessert, die Muskulatur gestärkt und das Gleichgewicht geschult.

Ernährung bei Parkinson

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Parkinson. Klara Gesine Weiss, Umweltheilpraktikerin (Langenhagen), bietet hierzu Beratungen an. Ein wichtiger Aspekt ist die Wechselwirkung zwischen L-Dopa (Levodopa) und der Ernährung.

L-Dopa und Ernährung: Die wichtigsten Wechselwirkungen verstehen

Die Wechselwirkung zwischen L-Dopa (Levodopa) und der Ernährung ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg Ihrer Parkinson-Therapie.

Das Grundproblem: Konkurrenz um die Aufnahme

L-Dopa konkurriert mit Proteinen und deren Bausteinen (Aminosäuren) um die Aufnahme in Ihren Körper.

Was bedeutet "proteinreich"?

Vermeiden Sie zeitnah zur Medikamentennahme: Fleisch, Fisch, Geflügel, Milchprodukte (Käse, Joghurt, Milch), Eier, Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen), Nüsse in größeren Mengen, Sojaprodukte

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Was können Sie bedenkenlos essen?

Proteinarm und L-Dopa-freundlich: Salate und grünes Gemüse, Kartoffeln und Süßkartoffeln, Reis und Pasta (ohne Sahnesauce), Obst, Gemüsesuppen, Brot (in Maßen)

Strategien für die optimale Medikamentenwirkung

  1. Individuelle Anpassung: Jeder Mensch reagiert etwas anders.

  2. Besondere Situationen:

    • Bei Übelkeit durch L-Dopa: Nehmen Sie das Medikament mit einem kleinen, proteinarmen Snack (z.B. Cracker)
    • Vermeiden Sie die Einnahme auf völlig nüchternen Magen
    • Bei unregelmäßiger Wirkung: Überprüfen Sie Ihr Essverhalten der letzten Stunden
  3. Sprechen Sie mit Ihrem:Ihrer Neurolog:in über mögliche Anpassungen

Wichtige Hinweise

Nicht eigenmächtig ändern: Verändern Sie niemals selbstständig Ihre Medikamentendosis oder -zeiten. Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ärzt:innen.

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Weitere Unterstützungsangebote

Neben der Selbsthilfegruppe gibt es weitere Anlaufstellen und Angebote für Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen.

Neurologische Versorgung

Die Neurologie ist das Fachgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven sowie der Muskulatur befasst. Neurologen behandeln unter anderem Kopfschmerzen & Migräne, Gefäßerkrankungen des Gehirns, Muskelerkrankungen, Demenz, Parkinson, Karpaltunnelsyndrom (CTS), Polyneuropathie, Epilepsie, Multiple Sklerose (MS) und Schlaganfall.

Wie läuft eine Untersuchung beim Neurologen ab?

Am Anfang eines Besuchs beim Neurologen steht immer ein ausführliches ärztliches Gespräch (Anamnese). Im Rahmen dieses Gespräches teilt der Patient seine Krankheits-geschichte zu allgemeinen Aspekten (zum Beispiel Vorerkrankungen und Operationen) und seine jetzigen Beschwerden mit.

Die neurologische Untersuchung ist nach dem Erheben der Anamnese der nächste Schritt, um Ausfälle und Funktionsabweichungen des Nervensystems zu erkennen. Je nach Beschwerdebild kann der Neurologe zusätzliche Untersuchungen veranlassen, um die Diagnose zu sichern wie zum Beispiel Labortests und apparative Untersuchungen wie Elektroenzephalographie (EEG) Elektromyographie (EMG) oder Nervenleit-geschwindigkeiten (NLG).

Danach kann der Arzt eventuell eine Überweisung in die Radiologiepraxis zur Durchführung einer Computertomographie (CT) beziehungsweise einer Magnetresonanztomographie (MRT) veranlassen.

Eine Überweisung für die Neurologie ist nicht zwingend erforderlich - Ausnahme: Hausarztvermittlungsfall.

Integrierte Versorgung

Einige Kassen bieten eine Integrierte Versorgung (IV) an, die intensive therapeutische Zuwendung und die Verfügbarkeit eines jederzeit ansprechbaren ambulanten Krisendienstes umfasst.

Unterstützung durch Apotheken

Apotheken verstehen sich als "Partner Ihrer Gesundheit" und bieten eine gute Beratung im Rahmen der Versorgung rund um Ihre Gesundheit und Krankheit. Sie begleiten z. B. eine Parkinson-Selbsthilfegruppe. Eine wichtige Überzeugung ist es, Sie durch eine gezielte Lagerhaltung sofort und vollständig versorgen zu können.

Moderne Apotheken nutzen auch technische Hilfsmittel wie Chatbots, um Kunden bei Fragen zu Medikamenten und Wechselwirkungen zu unterstützen. So ermöglicht jAlmes das Chatten/einen Dialog mit einem technischen System. Wir stellen ihm eine Frage beispielsweise nach der Wechselwirkung zwischen L-Dopa und Ernährung und erhalten nach kürzester Zeit eine Antwort.

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