Im Oktober 1981 schlossen sich erstmals Parkinson-Patienten zu einer Selbsthilfeorganisation zusammen. Inzwischen besteht ein Bundesverband mit über 13.000 Mitgliedern und mehr als 450 Regionalgruppen und Kontaktstellen. Die Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven ist eine dieser wichtigen lokalen Anlaufstellen. Sie bietet Betroffenen und ihren Angehörigen eine Plattform für Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung.
Entstehung und Entwicklung der Parkinson Vereinigung
Die Notwendigkeit einer solchen Vereinigung wurde in Wilhelmshaven und Umgebung deutlich, da die Krankheit in der Bevölkerung weitgehend unbekannt war. Obwohl weltweit 7 Millionen Menschen an Parkinson erkrankt waren, in Deutschland 350.000 und in der Region etwa 400, wurde die Krankheit oft missverstanden. Wer durch Zittern auffiel oder schwankend lief, wurde nicht selten als Alkoholiker abgestempelt. Um dem entgegenzutreten, um sich über die Probleme und Erfolge auszutauschen und untereinander Hilfestellung zu geben, wurde im Jahr 1989 die Gruppe unter dem Dach der „Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.“ gegründet.
Die Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1989 zu einer wichtigen Stütze für Menschen mit Parkinson und ihre Familien entwickelt. 1. Vorsitzender war Klaus Hiebner, 2. Vorsitzender Rolf Dunker. Weil Hermann Tautenhahn im Jahr 2014 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste, übernahm nach langen Besprechungen ein 3er-Team die Aufgaben: Rolf Janßen, Klaus-Dieter Holbe (wir trauern um seinen Tod am 11.07. d.J.) und Werner Hoffmann. Die Mitgliederzahl beträgt ca.
Ziele und Aktivitäten der Regional-/Kontaktgruppe Wilhelmshaven
Das Hauptziel der Regional-/Kontaktgruppe Wilhelmshaven ist es, die von der Krankheit Morbus Parkinson Betroffenen zusammenzubringen und vornehmlich einen Informations- und Erfahrungsaustausch zu realisieren. Da die Krankheit sehr unterschiedliche Ausprägungen hat, ist es sehr hilfreich sich mit anderen Patienten auszutauschen. Dieser Austausch ermöglicht es den Mitgliedern, von den Erfahrungen anderer zu lernen und sich gegenseitig zu ermutigen.
Informationsaustausch und Expertenvorträge
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven sind Informationsveranstaltungen und Vorträge. Wir haben oft externe Referenten, Spezialisten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten zu Besuch, die über die Krankheit, Diagnostik, neuesten Forschungserkenntnissen, neue Behandlungsmethoden informieren. Diese Veranstaltungen bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, sich aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen in der Parkinson-Forschung und -Behandlung zu informieren.
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Frank und Sabine Ehmann aus Schortens sind regelmäßige Teilnehmer an den Treffen der Parkinson Vereinigung. Auch wenn eigentlich „nur“ ihr Mann an Morbus Parkinson erkrankt ist, bezeichnet sich Sabine Ehmann ebenfalls als Betroffene, einfach, weil sie beide mit der Diagnose einer unheilbaren, neurologischen Krankheit umgehen müssen und ihr Leben in vielen Bereichen, nicht zuletzt bei der Ernährung, umgestellt haben. „Wichtig ist uns aber vor allem der gegenseitige Erfahrungsaustausch.“ Von Ärzten fühle man sich oftmals eher schlecht informiert, insbesondere in Bezug auf die Medikationen, erzählt seine Frau.
Bewegung und soziale Interaktion
Neben dem Informationsaustausch fördert die Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven auch die Bewegung und soziale Interaktion ihrer Mitglieder. Michael Kever hat in Wilhelmshaven Spaziergänge für Parkinson-Kranke organisiert. Die Teilnehmer schätzen den Austausch über die Erkrankung. Diese Initiative bietet den Betroffenen die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre zu bewegen, Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Kever sieht sich bestätigt, denn genau diese auch von ihm gemachten Erfahrungen waren der Grund, den Aufruf in Wilhelmshaven überhaupt zu starten. In Köln gibt es schon seit einigen Jahren die Initiative Parkimotion, unter deren Dach ganz unverbindlich verschiedene Sportarten und Aktivitäten angeboten werden, ohne dafür in einen Verein eintreten zu müssen. Diese Idee würde er gerne in seine Heimatstadt adaptieren. „Ich möchte hier nur einen Stein ins Rollen bringen. Ob sich jemand dieser Aufgabe stellen wird, steht noch in den Sternen. Dass es aber ein grundsätzliches Interesse an dieser Idee gibt, zeigt die Resonanz bei den Spaziergängen. Tatsächlich sind am Ende nicht nur Betroffene dabei. Käthe Janetzky etwa hat keinerlei Berührungspunkte mit der noch immer unheilbaren Krankheit. „Ich hatte die Geschichte in der Zeitung gelesen.
Besondere Veranstaltungen und Ehrungen
Die Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven organisiert regelmäßig besondere Veranstaltungen und Ehrungen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Leistungen ihrer Mitglieder zu würdigen. Zu den Höhepunkten der letzten Jahre zählten u.a. unser 25-jähriges Jubiläum am 15. Ferner die Wahl der Kohlkönige und der Kohlköniginnen mit Verleihung der Orden, die Grillfeste im Rosarium mit Besuch unserer Patenschaftsrose, der Besuch des Schirmherren Dr. Henning Scherf mit Vortrag vor vollbesetztem Haus, der Besuch unserer 1. Vorsitzenden des Bundesverbandes Magdalena Kaminski, des Geschäftsführers Friedrich Mehrhoff, der Gruppenleiterin Margret Cordes aus Verden und des Gruppenleiters Hans-Jürgen Mayhack aus Soltau, dem Apothekerehepaar Kurz der Engel-Apotheke, den Vertretern der AOK, der Polizei, dem Pflegestützpunkt und den Fachärzten Dr. Markus Teipel und Professor Dr. Alle Veranstaltungen wurden in der WZ angekündigt und es wurde mehrfach ausführlich berichtet.
Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung
Ein weiteres wichtiges Anliegen der Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven ist die Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung über die Krankheit. Um dem entegegenzutreten, um sich über die Probleme und Erfolge auszutauschen und untereinander Hilfestellung zu geben, wurde im Jahr 1989 unsere Gruppe unter dem Dach der „Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.“ gegründet. Durch die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit lokalen Medien trägt die Vereinigung dazu bei, das Bewusstsein für Parkinson zu schärfen und Vorurteile abzubauen.
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Die Bedeutung der Selbsthilfe
Die Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven ist ein Beispiel für die wichtige Rolle, die Selbsthilfeorganisationen bei der Unterstützung von Menschen mit chronischen Krankheiten spielen. Es ist zwar ein wenig mit Arbeit verbunden, viele ratsuchende Bürger rufen uns an, dennoch hat mir die Tätigkeit viel Freude bereitet, die oftmals mit Dank und Anerkennung belohnt wurde. Durch den Austausch von Erfahrungen, die gegenseitige Unterstützung und die gemeinsame Interessenvertretung tragen Selbsthilfeorganisationen dazu bei, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern.
Zukünftige Herausforderungen und Perspektiven
Die Parkinson Vereinigung Wilhelmshaven steht vor der Herausforderung, ihre Arbeit auch in Zukunft erfolgreich fortzusetzen und an die sich verändernden Bedürfnisse ihrer Mitglieder anzupassen. Kever sieht sich bestätigt, denn genau diese auch von ihm gemachten Erfahrungen waren der Grund, den Aufruf in Wilhelmshaven überhaupt zu starten. In Köln gibt es schon seit einigen Jahren die Initiative Parkimotion, unter deren Dach ganz unverbindlich verschiedene Sportarten und Aktivitäten angeboten werden, ohne dafür in einen Verein eintreten zu müssen. Diese Idee würde er gerne in seine Heimatstadt adaptieren. „Ich möchte hier nur einen Stein ins Rollen bringen. Ob sich jemand dieser Aufgabe stellen wird, steht noch in den Sternen. Dass es aber ein grundsätzliches Interesse an dieser Idee gibt, zeigt die Resonanz bei den Spaziergängen.
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