Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Jüngste Studien und Analysen, darunter eine Veröffentlichung im Fachjournal "The Lancet", beleuchten die globale Verbreitung der Krankheit, die Rolle von Umweltfaktoren und neue Therapieansätze. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und gibt einen Überblick über die aktuelle Forschungslage.
Einführung: Eine wachsende Herausforderung
Die Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. Sie ist gekennzeichnet durch den Verlust von Nervenzellen im Gehirn, insbesondere in der Substantia nigra, einem Bereich, der für die Produktion von Dopamin verantwortlich ist. Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der für die Steuerung von Bewegungen und andere Funktionen unerlässlich ist.
Die Parkinson-Krankheit gehört zu den chronischen neurodegenerativen Erkrankungen, die bisher nicht heilbar oder kausal behandelbar sind. Seit Jahren nehmen Inzidenz und Prävalenz der Erkrankung zu - eine Ursache dafür ist der demografische Wandel, der generell zu einer Zunahme altersassoziierter Erkrankungen führt. Jedoch ist die Zunahme von Parkinson überproportional, also deutlich stärker als allein durch die Überalterung der Gesellschaft erklärt werden kann.
Globale Verbreitung und Krankheitslast
Eine aktuelle Veröffentlichung der Studienserie „Global Burden of Disease“ im Fachjournal „The Lancet“ zeigt, dass Erkrankungen des Nervensystems seit 1990 weltweit um 59% gestiegen sind. Dafür wertete die Autorengruppe unterschiedliche wissenschaftliche Studien aus, die zwischen 1980 und Oktober 2023 erschienen sind. Die Parkinson-Krankheit ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. Neben der erheblichen Krankheitslast stellt sie auch eine wachsende Herausforderung für Gesundheitssysteme dar. Studien zeigen, dass Parkinson die am schnellsten zunehmende Ursache für neurologische Behinderungen ist.
Frühere Prognosen konzentrierten sich auf Industrieländer, doch nun liefert eine aktuelle Modellierungsstudie umfassende globale Schätzungen bis 2050. Die im British Medical Journal veröffentlichte Analyse basiert auf Daten der Global Burden of Disease (GBD) Study 2021 und bietet detaillierte Prognosen zur Krankheitsverbreitung. Die Autoren prognostizieren, dass die Zahl der Parkinson-Erkrankten von 11,77 Millionen im Jahr 2021 auf 25,2 Millionen im Jahr 2050 steigen und sich damit mehr als verdoppeln wird. Die altersunabhängige Prävalenz steigt um 76 % auf 267 Fälle pro 100.000 Einwohner. Besonders betroffen ist Ostasien, wo bis 2050 mit 10,9 Millionen Erkrankten gerechnet wird. Zudem wird sich das Geschlechterverhältnis weiter zugunsten der Männer verschieben.
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Die Belastung durch neurologische Krankheiten ist weltweit sehr ungleich verteilt. Am geringsten ist sie in wohlhabenden Ländern des Asien-Pazifik-Raums wie Japan und Südkorea sowie in Australien und Neuseeland, und am höchsten in West- und Zentralafrika. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 5637,6 DALY und 139 Todesfällen pro Jahr und 100.000 Menschen. Deutschland hingegen schneidet mit 3299,4 DALY und 71,7 Todesfällen pro Jahr und 100.000 Menschen deutlich besser ab.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Parkinson-Krankheit sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Nur eine Minderheit der Fälle ist genetisch erklärbar. Die Erforschung der Ätiologie und der Pathomechanismen erhärtet zunehmend den Verdacht, dass „Lifestyle“ und Umweltfaktoren bzw. -toxine eine Rolle spielen, beispielsweise in Kombination mit der genetischen Disposition.
Umweltfaktoren und Toxine
Seit Jahren nehmen Hinweise zu, dass bei der Entstehung der Parkinson-Krankheit auch Umweltfaktoren, insbesondere Schadstoffe oder Umwelttoxine, beteiligt sein können. Dass Partikelschadstoffe aus der Luft und andere Umwelttoxine sich auf das Nervensystem auswirken, ist unumstritten. Die Folgen bzw. neurologischen Symptome bei akuten Vergiftungen zeigen sich oft direkt, wohingegen langfristige Folgeschäden nur schwer auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen sind.
So beschäftigt sich inzwischen auch das Umweltbundesamt mit der Thematik und unterstützt die entsprechende Forschung. Seit längerer Zeit wird beispielsweise die Rolle des industriellen Lösungsmittels Trichlorethylen (TCE) bei der Entstehung des M. Parkinson diskutiert. Vor wenigen Monaten erschien eine Publikation, die dafür den bisher überzeugendsten Beweis erbracht hat. Diese neue Kohortenstudie untersuchte über 340.000 US-Veteranen, die 1975−1985 für mindestens drei Monate in Camp Lejeune, North Carolina, stationiert waren. Dort war es damals zu einer Verunreinigung des Trinkwassers mit organischen Lösungsmitteln gekommen: Es wurde mehr als das 70-Fache der zulässigen Menge TCE nachgewiesen. Die Auswertung der Krankenunterlagen der nun ungefähr 60 Jahre alten Soldaten zeigte, dass das Parkinson-Risiko um 70 % höher war (Prävalenz 0,33 %; OR 1,70; p<0,001) als in einer Vergleichsgruppe eines anderen Camps ohne Trinkwasserkontamination (Prävalenz 0,21 %).
Weitere Substanzen, für die ein konkreter Verdacht besteht, wurden in letzter Zeit publiziert. Aktuelle Arbeiten geben einen Überblick zur möglichen Rolle von Organophosphor-Verbindungen (Pestiziden) bei der Entstehung neurodegenerativer und neurologischer Entwicklungsstörungen. Es werden Zusammenhänge mit der Parkinson-Krankheit beschrieben, aber auch mit der Alzheimer-Krankheit, der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Autismus und anderen entwicklungsbedingten Neurotoxizitäten, wie z. B. geistiger Behinderung.
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Für viele Pestizide ist ein direkt toxischer Effekt auf das Nervensystem nachgewiesen. So auch für Glyphosat, welches zu Veränderungen der Neurotransmitter- (Überträgerstoff-) Konzentrationen im Nervensystem und zu einem zellschädlichen Milieu beiträgt. Parkinsonerkrankungen wurden sowohl nach akuter wie auch nach chronischer Glyphosat-Exposition beobachtet.
Neben dem direkt toxischen Effekt müssen auch mögliche indirekte Effekte, beispielsweise über eine Veränderung des Mikrobioms, bedacht werden. Außerdem beeinflussen genetische Variationen (sogenannte Polymorphismen) die individuelle Anfälligkeit für eine Neurotoxizität.
Mangan und Schwefeldioxid
Im Gegensatz zum früher häufiger gesehenen Manganismus, der akuten Toxizität von Mangan (Mn), ist die chronisch-kumulative Toxizität einer lebenslangen niedrig dosierten Mn-Exposition noch nicht ausreichend erforscht. Eine neue Arbeit fasst das bisherige Wissen zu den langfristigen Auswirkungen von Mn aus epidemiologischen und experimentellen Studien zusammen. Es zeigt sich, dass sich bei chronischer niederschwelliger Exposition (gegenüber der akuten) die Mn-Ablagerung auch auf Hirnregionen ausdehnt wie die Substantia nigra. Die typischen motorischen Parkinson-Symptome sind durch Degeneration der dopaminergen Neuronen in der Substantia nigra bedingt. Es ergibt sich die dringende Vermutung, dass eine Kombination aus Expositionsdauer, -intensität und genetischer Anfälligkeit die Mn-induzierte Neurotoxizität (mitochondriale Dysfunktion, Neuroinflammation, oxidativer Stress und gestörte Proteinhomöostase) beeinflusst. Die Daten deuten nach Ansicht des Autorenteams darauf hin, dass Mn in Zukunft ein großes Gesundheitsrisiko darstellt und kumulativ höchstwahrscheinlich zum Parkinson-Ausbruch und -Fortschreiten beiträgt.
Eine retrospektive Beobachtungsstudie aus China zeigt nun einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen mittelfristiger Schwefeldioxid (SO2)-Exposition und M. Parkinson bei fast 40.000 Fällen (über 2.191 Tage, 2014-2019). So entsprach der Anstieg pro 1 μg/m3 SO2 einem Anstieg monatlicher ambulanter Arztbesuche wegen Parkinson von 2,34 %. Die Ergebnisse unterstreichen nach Ansicht des Autorenteams, wie wichtig es ist, neben der bisherigen Fokussierung auf die lang- oder kurzfristigen Auswirkungen, auch der Rolle mittelfristiger SO2-Belastung der Luft bei der Entwicklung der Parkinson-Krankheit mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Symptome und Diagnose
Die Symptome von Morbus Parkinson entwickeln sich schleichend. Zu den typischen Symptomen gehören das Zittern (Tremor), weitere Bewegungsstörungen wie Steifheit der Muskeln (Rigor), verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) und Gleichgewichtsstörungen. Zusätzliche Symptome können das „Einfrieren“ von Bewegungen (Freezing), Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken, Störungen der vegetativen Funktionen (z. B. Verstopfung, niedriger Blutdruck) sowie psychische Veränderungen wie Depressionen und Angstzustände sein. Die ersten Anzeichen der fortschreitenden Hirnerkrankung können schon viele Jahre vor den Hauptsymptomen auftreten.
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Die Diagnose der Parkinson-Krankheit basiert in erster Linie auf der klinischen Untersuchung und der Beurteilung der Symptome durch einen erfahrenen Neurologen. Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT können eingesetzt werden, um andere Ursachen für die Symptome auszuschließen.
Behandlungsansätze
Parkinson wird in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Dabei wird die Therapie von einem Spezialisten für neurologische Bewegungsstörungen individuell an den Patienten angepasst, denn die Beschwerden können variieren und unterschiedlich schnell fortschreiten. Die Parkinson-Symptome lassen sich durch einen Ausgleich des Dopaminmangels lindern, indem man Dopamin als Medikament zuführt (z. B. L-Dopa) oder Medikamente einsetzt, die die Wirkung von Dopamin im Gehirn verstärken (Dopaminagonisten).
Manchmal kann auch ein hirnchirurgischer Eingriff sinnvoll sein, die sogenannte Tiefe Hirnstimulation (THS). Dazu werden Elektroden ins Gehirn eingesetzt, die durch elektrische Impulse bestimmte Hirnregionen positiv beeinflussen. Die Einstellung der Stimulationsparameter ist bei der Tiefen Hirnstimulation ein aufwendiger Prozess. Die Tiefe Hirnstimulation (THS) ist ein Therapieverfahren, das zur Behandlung von Parkinson-Erkrankten eingesetzt wird. Zwei im Gehirn implantierte Elektroden stimulieren dabei dauerhaft bestimmte Hirnregionen.
Zusätzlich zur medikamentösen und chirurgischen Behandlung spielen auch nicht-medikamentöse Therapien eine wichtige Rolle. Dazu gehören Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und psychologische Unterstützung.
Versorgungssituation in Deutschland
Neurologische Erkrankungen sind auch in Deutschland weit verbreitet und können die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Viele Symptome können heute zwar durch Akutmedikamente, Therapien und Prophylaxen gelindert werden, doch die meisten der Krankheiten gelten derzeit noch als unheilbar.
Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie dem Morbus (Mb.) Parkinson, benötigen individualisierte und komplexe Versorgungskonzepte unter Beteiligung von Spezialisten. Die steigende Prävalenz und Unterschiede in den regional verfügbaren Versorgungsstrukturen erfordern eine regionale Analyse der aktuellen Versorgungssituation.
Für Deutschland wurde die Parkinson-Prävalenz 2016 auf 162.246 Patienten geschätzt. Im Gegensatz zu anderen neurodegenerativen Erkrankungen sind die Symptome der Parkinson-Krankheit medikamentös und nichtmedikamentös sehr gut behandelbar. Die wissenschaftliche Evaluation von Verordnungsdaten ist geeignet, um verschiedene versorgungsrelevante Aspekte, wie die Inanspruchnahme von Therapien oder aufgetretene Komplikationen großer Kohorten unter Routinebedingungen, zu analysieren und um Ansatzpunkte für innovative Versorgungskonzepte zu entwickeln.
Die Daten aktuell verfügbarer Sekundärdatenanalysen zur Untersuchung der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von Parkinson-Patienten sind inzwischen veraltet oder beschränken sich auf eine Analyse der stationären Leistungserbringung. Fehlende Analysen der ambulanten Leistungserbringung, oder auch der Hilfsmittelversorgung, erschweren bisher eine umfassende Abschätzung des sektorenübergreifenden Versorgungs- und Unterstützungsbedarfs. Der prognostizierte Anstieg der Parkinson-Patienten bis 2040 und die Heterogenität der Versorgungsstrukturen, insbesondere im Vergleich städtisch und ländlich geprägter Gebiete, lassen jedoch Herausforderungen im Hinblick auf eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Langzeitversorgung vermuten.
Eine Studie untersuchte, inwieweit sich die Inanspruchnahme der medizinischen Leistungserbringung von Parkinson-Patienten im Vergleich von städtisch und ländlich geprägten Gebieten sowie im Vergleich von Parkinson-Patienten mit und ohne neurologischen Facharztkontakt unterscheidet und wie sich die Versorgung im Beobachtungszeitraum von 2011 bis 2019 entwickelt.
Insgesamt wurde eine kontinuierliche Zunahme der Erkrankten mit Mb. Parkinson (in Patientenjahren) in der dynamischen Kohorte von 2011 (n = 6829) bis 2019 (n = 8254) beobachtet. Bezogen auf die Altersklasse der über 70-Jährigen stieg der Anteil der Parkinson-Patienten an der Gesamtzahl der Versicherten der AOK PLUS in Sachsen im gleichen Zeitraum um 28 %. Die identifizierten Parkinson-Patienten waren durchschnittlich 78,6 (SD 9,0) Jahre alt und lebten mehrheitlich in ländlich geprägten Gebieten. Dabei hatten ca. 20 % keinen jährlichen Kontakt bei einem ambulanten Neurologen. Diese waren durchschnittlich älter und zu einem größeren Anteil pflegebedürftig als jene mit Kontakt.
Insgesamt legt der Vergleich der dynamischen Parkinson-Kohorte mit einer 1:10-gematchten Vergleichskohorte eine erhöhte Morbiditätslast der Parkinson-Patienten nahe. In rund 50 % der Patientenjahre wurde ein Hilfsmittel verschrieben. Auch die Mortalität ist bei den Parkinson-Patienten höher als in der Vergleichskohorte. Während in der Parkinson-Kohorte hochgerechnet auf 100 Patientenjahre, knapp jede(r) Zweite (46,0 %) im Krankenhaus versorgt wurde, waren es bei der Vergleichskohorte lediglich knapp ein Drittel. Bei den a priori definierten Parkinson-spezifischen Komplikationen zeigt sich bei der Parkinson- im Verhältnis zur Vergleichskohorte eine Häufung von Harnwegsinfekten, Frakturen und Pneumonien.
Die Untersuchung von Stadt-Land-Unterschieden ergab, dass Patienten in ländlich geprägten Regionen zu einem geringeren Anteil von Neurologen fachärztlich betreut wurden (Land: 78,4 %; Stadt; 84,4 %) und häufiger Parkinson-spezifische Medikamente vom Hausarzt verordnet bekamen (Land: 33,0 %; Stadt 20,4 %).
Neue Therapieansätze und Forschung
Die Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, um die Symptome der Parkinson-Erkrankung zu lindern. Die Lebenserwartung von Menschen mit Parkinson ist heute weitgehend normal. In Deutschland und international werden daher neue Therapien erforscht, die an der Ursache der Erkrankung ansetzen. Deutschland gehört zu den international führenden Standorten der Parkinson-Forschung. Es gibt hervorragende regionale und nationale Forschungsnetzwerke. Ihre Organisation und Finanzierung ist den Forschern aber weitgehend selbst überlassen. Daher sind private Initiativen und nichtstaatliche bzw.
Ein Forschungsteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat nun eine Software entwickelt, die die Einstellung effizienter machen könnte. In ihrer erschienenen Studie konnten die Forscherinnen und Forscher zeigen, dass die softwarebasierte Einstellung im Vergleich zur Stimulationseinstellung des herkömmlichen Verfahrens zu gleichwertigen Ergebnissen in der Verbesserung der motorischen Symptome führt.
Die Software berechne auf Basis radiologischer Bilddaten des Gehirns der Patientinnen und Patienten Vorschläge für eine individuelle Stimulationseinstellung, die zu einer Verbesserung der Symptome führen soll. Zu den wichtigsten Parametern, die dabei berücksichtigt werden, gehöre die Stromstärke sowie die genaue Positionierung der stimuliabgebenden Bereiche der Elektroden. Um die genaue Lage der Elektroden im Gehirn anhand von Bilddaten bestimmen und in den Algorithmus einbeziehen zu können, haben wir die Open-Source-Software Lead-DBS genutzt, die ebenfalls an der Charité entwickelt wurde. Unser Algorithmus wurde dann mit einem Datensatz aus über 600 Stimulationseinstellungen, den dazugehörigen Bilddaten und Wirkungen auf die Symptomatik trainiert.
Um zu prüfen, ob die softwarebasierten Einstellungen von StimFit mit denen durch klinisches Austesten gefundenen Einstellungen qualitativ mithalten können, hat das Forschungsteam eine Studie mit 35 Parkinson-Patientinnen und -Patienten durchgeführt. Beide Stimulationseinstellungen - die jeweils individuelle, die durch die herkömmliche klinische Testung erstellt wurde, sowie die softwarebasierte Einstellung - wurden nacheinander getestet. Dabei wussten weder die Studienteilnehmenden noch das Fachpersonal, in welcher Reihenfolge die jeweilige Stimulationseinstellung erfolgte. Im Anschluss wurden die motorischen Symptome nach den beiden Einstellungen beurteilt und miteinander verglichen. Die allgemeine Beweglichkeit und insbesondere auch das Laufen der Patientinnen/Patienten verbesserte sich bei beiden Stimulationseinstellungen gleich gut.