Die Parkinson-Krankheit, oft einfach als Parkinson bezeichnet, ist eine langsam fortschreitende neurologische Störung, die die Bewegungsfähigkeit einer Person beeinträchtigt. Diese Krankheit stellt eine enorme Herausforderung sowohl für die Betroffenen selbst als auch für ihre Angehörigen und Pflegekräfte dar. Mobilität, Koordination und Lebensfreude der Erkrankten kann erheblich beeinträchtigt sein, was ihnen selbst am meisten, aber auch den Menschen in ihrem nahen Umfeld physisch wie psychisch sehr zusetzt.
Die Parkinson-Krankheit und ihre Auswirkungen
Die neurodegenerative Erkrankung Parkinson hat zur Folge, dass die Motorik gestört wird und daraus z.B. das Zittern (Tremor), Steifheit (Rigor), Bewegungsverlangsamung (Akinese) und das Freezing resultieren. Der resultierende Mangel des Botenstoffs Dopamin führt u.a. Muskeltonus und daraus resultierend zu verschiedenen Störungen der Motorik. Begleiterscheinungen fordern im Verlauf der Krankheit auf der psychischen und ggfs. auf der kognitiven Ebene zunehmend ihren Tribut.
Durch das Parkinson-Syndrom werden die Bewegungen immer langsamer. Der Parkinson-Betroffene verliert das Vertrauen in den eigenen Körper, er wird unsicher, das Selbstwertgefühl wird geschwächt. Dies führt zwangsläufig dazu, dass körperliche Aktivitäten von den Betroffenen auf ein Mindestmaß heruntergeschraubt werden. Die entsprechende Halte- und Bewegungsmuskulatur wird immer mehr abgebaut und es kommt zu einer so genannten Inaktivitätsatrophie, d.h. zu einer Rückbildung der Muskulatur und des Herz- und Kreislaufsystems durch eine zu geringe Inanspruchnahme. Hier befindet sich der Parkinsonbetroffene in einem Teufelskreis.
Diese Dysbalance der Muskulatur zieht wiederum Fehlhaltungen, ein falsches Gangbild, Haltungsinstabilität sowie eine Flachatmung nach sich. Das komplexe Zusammenspiel der Streck- und Beugeschlingenmuskulatur wird aus dem Gleichgewicht gebracht und kann die Fehlhaltungen oder ein bereits gestörtes Gangbild weiter verstärken.
Peter Hornung: Ein Pionier in der Parkinson-Therapie
Peter Hornung, ehemaliger Karate-Europameister und Inhaber eines Spezial-Fitness-Studios für Parkinson-Patienten im schwäbischen Münsingen, hat eine Methode entwickelt, die darauf abzielt, die Symptome der Parkinson-Krankheit zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Er erklärte, dass durch Bewegung, Atmung, Körperhaltung und Ernährung die Krankheit zwar nicht geheilt, aber doch gelindert werden kann. Ein "neues Lebensgefühl" sei häufig die Folge.
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Der Ansatz von Peter Hornung
Ziel ist es, diesen Teufelskreis klar zu unterbrechen. Peter Hornung zeigt dem Betroffenen, wie er durch gezieltes Funktionstraining wieder neue Lebensqualität gewinnt. Peter Hornung arbeitet mit den Erkrankten daran, die Dysbalance wieder in ihr ursprünglich gesundes und ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Damit werden die „richtigen“ und ursprünglich gesunden Bewegungsmuster vom Gehirn wieder erkannt und können dort abgerufen werden.
Peter Hornung trainierte in den vergangenen 20 Jahren über 4.000 Patienten mit Parkinson. Dank seiner langjährigen Erfahrungen schafft er es, jeden Patienten zu motivieren. In den Seminaren sollen den Betroffenen alle Grundlagen und wichtigen Punkte beigebracht werden, die für ein eigenständiges Training notwendig sind. In der Folge wird die Ausdauer verbessert und die Muskulatur wieder aufgebaut (rekrutiert), was zur Folge hat, dass sich der Parkinson-Betroffene wieder lockerer und leichter bewegen kann.
Die HORA® Methode
Mit der HORA® Methode wurde eine Synthese geschaffen, zwischen der traditionellen asiatischen Trainingslehre und den modernen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen der westlichen Welt. Der Patient wird in entspannter und positiver Atmosphäre an das Training herangeführt. Er erkennt somit, dass es sich nicht um Leistungs- sondern um Gesundheitssport handelt. Die Methode vereint ausgesuchte Atmungs- und Entspannungsübungen kombiniert mit funktioneller Bewegungsgymnastik. Diese werden individuell auf jeden einzeln abgestimmt. Die individuelle Abstimmung auf den persönlichen Gesundheits- und Fitnesszustand steht hier im Vordergrund, da nur so ein Erfolg erzielt werden kann.
Elemente des Trainings
Peter Hornung kombiniert ausgesuchte Atmungs- und Entspannungsübungen mit funktioneller Bewegungsgymnastik. Die Menge sowie die Art der Übungen werden auf jeden einzelnen Teilnehmer individuell abgestimmt. Im Mittelpunkt des funktionellen Trainings steht das körperliche und psychische Gleichgewicht. Der Parkinson-Betroffene soll wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnen. Durch die Steigerung von Motivation und Selbstvertrauen wird der Botenstoffwechsel im Gehirn positiv verändert, was dem Betroffenen dabei hilft zu erkennen, dass er nicht dazu gezwungen ist sich seiner Krankheit hilflos zu ergeben. Übungen, die aus dem Fitness- und Kraftsport stammen, werden ebenfalls in das Training integriert. Diese bewirken eine Stärkung des Halteapparates und der Bewegungsmuskulatur. Ebenso wird durch die wiedergewonnene Kraft eine Erhöhung des Bindegewebsanteils in der Muskulatur erreicht. Somit werden die Signale vom Nervensystem besser übertragen. Eine weitere positive Auswirkung dieser Übungen ist, dass mehr schnelle motorische Einheiten (Muskelfasern) angesteuert werden, was die Bewegungen wieder fließender, kräftiger und schneller werden lässt. Vor allem werden die reflektorischen Bewegungen entscheidend verbessert, denn diese spielen u. a.
In der Gymnastik werden das Gleichgewicht und das Körpergefühl verbessert. Ausgesuchte Rotations- und Balanceübungen, die unter anderem aus asiatischen Sportarten stammen, kommen hier ebenso zum Einsatz, wie Übungen aus dem Fitness- und Kraftsport. Sie wiederum stärken den Halteapparat und die Bewegungsmuskulatur; in der Folge werden Bewegungen wieder fließender, kräftiger und schneller.
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Praktische Umsetzung und Individualisierung
Damit der Schulungseffekt auch anhält, erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen für ein eigenständiges Üben daheim. Dabei wird besonders auf den Gesundheits- und Fitnesszustand jedes Einzelnen abgezielt. Am Ende der Intensivtage erhält jeder Teilnehmer sein persönliches Übungsprogramm in schriftlicher Form ausgehändigt. So kann er Zuhause Anleitung und Beschreibung der einzelnen Übungen nachvollziehen und das Erlernte vertiefen, bzw. abgerufen werden. Das Therapietraining wird herangeführt und geschult. Es handelt sich nicht um Leistungssport, sondern um Gesundheitssport. Diese wird auf jede einzelne Person abgestimmt. Fähigkeiten setzt. Botenstoffwechsel im Gehirn physiologisch und psychologisch positiv verändert.
praktische Übungen werden auf jede einzelne Person individuell abgestimmt. Übungen werden ausreichend trainiert, so dass die Bewegungsabläufe vertraut werden. Damit kann das Erlernte zuhause vertieft werden.
Erfolge und Anerkennung
Viele Seminarteilnehmer blieben mit ihm in Verbindung und kamen oft auch für persönliche Therapieeinheiten in sein Fitnesszentrum. Im Laufe der Jahre therapierte er so über 4000 Patienten.
Vorträge in der Deutschen Parkinson Vereinigung folgten, inzwischen weit über 300. Die Betreuung von Parkinsonbetroffenen wurde seine Passion. Als Dozent an Bildungszentren, beispielsweise am mediABC Nürnberg und der Fakulta Akademie Chemnitz, bildete er 10 Jahre Physiotherapeuten im Neurotraining für Parkinsonbetroffene aus. 2005 wurde ihm für sein Engagement in der Parkinson-Therapie von der Deutschen Parkinson Vereinigung der James Parkinson Preis verliehen. Von 2013 bis Anfang 2018 war er Leiter und Dozent der Deutschen Fitness Akademie Süd und bildete jährlich mehrere 100 Trainer aus, zum Fitnesslehrer C/B/A Lizenz.
Die Bedeutung von Bewegung in der Parkinson-Therapie
Die Therapie bei Parkinson zielt darauf ab, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern. Spezielle Übungen und Geräte können dabei helfen, die Symptome zu lindern und die motorischen Fähigkeiten zu fördern.
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Ein Projekt von Parkinson bewegt e.V. Förderjahr: 2020; Workshops: 10/2021 und 2022Träger: Parkinson bewegt e. V.Inhalt: Motorische Störungen allein bedingen bereits eine Dysbalance der Muskulatur und das zieht wiederum Fehlhaltungen, ein falsches Gangbild und eine zu flache Atmung nach sich. Eine Methode von Peter Hornung soll dem entgegenwirken. Sie vereint Atmungs- und Entspannungsübungen kombiniert mit funktioneller Bewegungsgymnastik. Die Bewegungen von Parkinson-Erkrankten werden mit der Zeit immer langsamer und schwerfälliger. Darüber hinaus tritt vermehrt Unsicherheit auf zu welchen Zeiten im Tagesablauf die sogenannten „Off-Phasen“ auftreten und einen somit irgendwo „stranden“ lassen können. Das Vertrauen und das Selbstwertgefühl schwinden, was sich wiederum auch negativ auf die nicht-motorischen Begleiterscheinungen auswirkt. In der Folge lassen sich Antriebsstörungen, Apathie, Depressionen und Angstzustände beobachten. Neben den zunehmenden Sprachstörungen, schwindet auch die Ausdrucksfähigkeit in dieser Zeit. Dies führt meist dazu, dass sich Betroffene aus dem Alltag zurückziehen. Muskelveränderungen entstehen und führen z.B. zu Fehlhaltungen und einer zu flachen Atmung. Eine Methode von Peter Hornung soll dem entgegenwirken. Sie vereint Atmungs- und Entspannungsübungen kombiniert mit funktioneller Bewegungsgymnastik. Mit ihrer Hilfe soll der Körper in eine ausgewogene Balance gebracht werden. Ziel ist, dass das Gehirn seine ursprünglich „richtigen“ Bewegungsmuster erkennt und neu erlernt. Zu Beginn lernt der Teilnehmer mit seinen noch vorhandenen Fähigkeiten seinem Körper zu vertrauen. Durch die gymnastischen Elemente werden dabei Gleichgewicht und Körpergefühl verbessert. Ausgesuchte Rotations- und Balanceübungen, die unter anderem aus asiatischen Sportarten stammen, kommen hier ebenso zum Einsatz, wie Übungen aus dem Fitness- und Kraftsport. Sie wiederum stärken den Halteapparat und die Bewegungsmuskulatur; in der Folge werden Bewegungen wieder fließender, kräftiger und schneller. Damit der Schulungseffekt auch anhält, erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen für ein eigenständiges Üben daheim. Dabei wird besonders auf den Gesundheits- und Fitnesszustand jedes Einzelnen abgezielt. Am Ende der Intensivtage erhält jeder Teilnehmer sein persönliches Übungsprogramm ausgehändigt. So kann er Zuhause Anleitung und Beschreibung der einzelnen Übungen nachvollziehen und das Erlernte vertiefen. Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung unterstützt „Parkinson bewegt e.V.“ bei der Durchführung von zwei Trainings-Workshops mit Peter Hornung.
Pedalo und Peter Hornung: Eine starke Partnerschaft
Pedalo bietet spezialisierte Produkte, die gezielt zur Unterstützung der Parkinson-Therapie entwickelt wurden. Bereits im Jahr der Konzeptentwicklung der Parkinson-(Selbst-)Therapie nach Peter Hornung, war Pedalo stets ein fester Bestandteil im Sortiment der wirksamen Produkte. Pedalo und Bewegung, zwei Begriffe, die zusammengehören. Ihre jahrzehntelange Erfahrung, ihr Leitsatz - natürlich - bewusst - bewegen, findet sich in den Pedalo Qualitäts-Produkten wieder. Pedalo Produkte sind darauf ausgerichtet, die motorischen Fähigkeiten, die Gleichgewichtssinne und die Beweglichkeit zu fördern - entscheidende Faktoren im Umgang mit und bei Behandlung von Parkinson.
Pedalo und Peter Hornung freuen sich auf die Bündelung ihrer Kräfte, um das Konzept über den Umgang und den Kampf gegen Parkinson weiter zu erschließen und nachhaltig weiterzuentwickeln. Mit der Parkinson-(Selbst-)Therapie und den bewährten Pedalo Produkten zu mehr Beweglichkeit, Balance und Lebensfreude - zusammen stark gegen diese herausfordernde Krankheit.
Persönliche Erfahrungen und Erfolgsgeschichten
Sylvia Walther bekam den Schock ihres Lebens im November 2000. Ein Neurologe eröffnete ihr, dass sie an Parkinson erkrankt sei. In den ersten Jahren versuchte sie, aktiv mit der Diagnose umzugehen, gründete in ihrer Heimatstadt Bayreuth eine Selbsthilfegruppe und versuchte, anderen Betroffenen Mut zu machen. Von 2006 an, berichtet sie, "schwand meine Lebensfreude zunehmend". Die Phasen guter Beweglichkeit wurden seltener. Trotz anderer Medikamente konnte die Kindergärtnerin kaum noch gehen und musste ihren Job aufgeben. "Mein ganzer Körper war wie in einer Zwangsjacke." Depressionen häuften sich. "Ich sah keinen Sinn mehr." Erst ein 14-wöchiger Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik Bayreuth, in der es "viele Menschen gab, die mich auffingen", brachte sie wieder auf die Bahn. Jetzt geht es ihr körperlich und seelisch "besser denn je" seit Ausbruch der Krankheit.
Auch andere Parkinson-Patienten berichteten am Samstag im Sulzbacher Bürgerhaus vom Umgang mit der Krankheit: Rund 200 Betroffene und ihre Angehörigen versammelten sich zum 5. Parkinson Aktionstag. Bei den meisten Berichten von Patienten und Ärzten ging es um die psychischen Folgen der immer noch unheilbaren Bewegungsstörung. So erzählte ein "Parki" von den Schwierigkeiten in seiner Ehe. Der Neurologe Peter Themann, Chefarzt der sächsischen Reha-Klinik Hetzdorf, beschrieb plastisch, wie sich durch eine Operation im Gehirn, bei der ein elektronischer Schrittmacher eingesetzt wird, das "emotionale Befinden" zusammen mit der Beweglichkeit verbessert.
Es gibt Begegnungen, die dein Leben verändern. Die Begegnung mit Peter Hornung 2008 nach meiner Parkinson Diagnose gehört dazu. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute stehe. Immer noch mega fit, positiv und voller Hoffnung und Motivation auch die nächsten 17 Jahre „Parkinson“ in die Schranken zu weisen.
Gleich zu Beginn meiner Erkrankung 2008 habe ich Peter kennengelernt. In all den Jahren war ich vier Mal zum Intensiv-Training auf der schwäbischen Alb, jedesmal ein Highlight und eine positive Veränderung meiner Symptome.Peter brennt für seine Patienten. Er hat die unglaubliche Gabe, den Patienten durch das Training Selbstbewusstsein und Vertrauen in ihre Fähigkeiten zurückzugeben.Das Training ist kraftvoll und sehr effektiv. Schonungslos hält er einem vor Augen, warum es sich lohnt, die täglichen Dehnungsübungen und weitere sportliche Aktivitäten zu absolvieren. Nach den Intensiv-Tagen ist man hochmotiviert und voller Energie. Das perfekte Training für mehr Lebensqualität als Mensch mit Morbus Parkinson.Das Geheimnis des Erfolgs ist anzufangen.