Pickel am Ohrknorpel: Ursachen und Behandlung

Pickel im Ohr können sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Sie sind nicht nur lästig, sondern können auch eine Weile brauchen, bis sie verschwunden sind. Im Gegensatz zu Pickeln im Gesicht oder auf dem Rücken sind Pickel im Ohr schwer zugänglich.

Einführung

Fast jeder leidet hin und wieder unter Pickeln, kleinen Pusteln oder Hautentzündungen. Ein Pickel im Ohr kann ausgesprochen schmerzhaft sein. Grundsätzlich gilt: Bei Hautveränderungen im Ohr sollte immer ein HNO-Arzt aufgesucht werden - zu groß ist das Risiko, dass die Entzündung sich bei unsachgemäßer Behandlung ausweitet. Pickel im Ohr können verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Formen annehmen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen von Pickeln im Ohr, um Betroffenen ein umfassendes Verständnis und praktische Ratschläge zu bieten.

Was sind Pickel im Ohr?

Dermatologisch betrachtet ist ein Pickel ein kleiner, oberflächlicher Hohlraum unter der Haut, der mit Eiter gefüllt ist. Akne kann überall am Körper auftreten. Hauttalg (Sebum) ist eine ölige Substanz, deren Aufgabe es ist, Haut und Haar zu schützen und ein gesundes Hautmilieu zu schaffen. Sind die Hautporen nun verstopft, beispielsweise durch abgestorbene Hautschüppchen, kann der Talg nicht abfließen und sammelt sich an - es entstehen Mitesser. Der Talg bietet einen hervorragenden Nährboden für Bakterien, die sich vermehren und beim Talgabbau entzündungsfördernde Substanzen produzieren. So bilden sich kleine Eiterbläschen unter der Haut, die sich dabei schmerzhaft entzünden kann - ein Pickel entsteht. Akne kann viele Ursachen haben, beispielsweise Hormonumstellungen oder die Verwendung bestimmter Kosmetikartikel. Ähnlich sieht es aus, wenn sich ein Pickel im Ohr bildet. Unsere Ohrenschmalzdrüsen (Glandulae ceruminosae) sitzen im äußeren Gehörgang und produzieren Ohrensekret (Cerumen). Das Ohrenschmalz hat eine wichtige Aufgabe: Hautpartikel, Bakterien und Pilzsporen bleiben daran haften und werden mit dem Ohrenschmalz aus den Ohren transportiert. Zudem pflegt das Ohrensekret die sensible Haut im Ohrenkanal und hält sie feucht und geschmeidig.

Ursachen von Pickeln im Ohr

Pusteln, Eiterbläschen und Pickel im Ohr können einfach so auftreten, ohne dass eine spezifische Ursache zugrunde liegen muss. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die Pickel im Ohr begünstigen können.

  • Überproduktion von Ohrenschmalz: Manchmal produzieren die Ohrenschmalzdrüsen zu viel Ohrensekret. Dies kann die Hautporen im Ohr verstopfen - so können schnell Pickel entstehen. In diesem Fall ist die regelmäßige Entfernung des überschüssigen Ohrensekretes durch den HNO-Arzt sinnvoll.
  • Falsche Ohrenhygiene mit Wattestäbchen: Grundsätzlich reinigt und pflegt sich unser Ohr selbst. Bei unsachgemäßer Pflege, wie beispielsweise dem Einführen von Wattestäbchen in die Ohren, kann die Haut im Gehörgang empfindlich gereizt werden.
  • Häufiger Gebrauch von In-Ear-Kopfhörern: Wer oft zu Kopfhörern greift, die in den Gehörgang eingeführt werden, sollte auf eine angemessene Hygiene achten, um Akne im Ohr vorzubeugen.
  • Regelmäßiges Tragen von Hörgeräten: Auch das Tragen von Hörhilfen kann die Haut im Gehörgang reizen und Pickel begünstigen. Die sorgfältige Hygiene ist auch hier unerlässlich.
  • Häufige Nutzung von Ohrstöpseln: In vielen Situationen ist es sinnvoll, seine Ohren durch Ohrstöpsel zu schützen.
  • Schmutz, Schweiß oder bakterielle Besiedelung: Diese Faktoren können sich im Gehörgang oder auf der Ohrmuschel ansammeln. Wird ein Ohrpickel im Gehörgang oder auf der Ohrmuschel gereizt, etwa durch unsachgemäße Reinigung, Kopfhörer oder Ohrstöpsel, kann dies zu schmerzhaften Entzündungen führen.
  • Hormonelles Ungleichgewicht: Hormonelle Schwankungen können die Talgproduktion erhöhen und somit die Entstehung von Pickeln begünstigen.
  • Stress: Stress kann das Hautbild negativ beeinflussen und die Entstehung von Pickeln fördern.
  • Mangelnde Ohrhygiene: Eine unzureichende Reinigung der Ohren kann zu einer Ansammlung von Schmutz und Bakterien führen.
  • Reizungen: Die häufige Nutzung von unzureichend gereinigten Hörgeräten, Kopfhörern oder Ohrstöpseln kann die Haut reizen und Pickel verursachen.
  • Kopfbedeckungen: Kopfbedeckungen können die Haut reizen und die Bildung von Pickeln begünstigen.
  • Reichhaltige Haarpflege- und Styling-Produkte: Diese Produkte können die Poren verstopfen und die Entstehung von Pickeln fördern.
  • Ohrringe und Piercings: Unsaubere Ohrringe und Piercings können Bakterien übertragen und Entzündungen verursachen.
  • Unsaubere Handy-Displays und Kopfhörer: Diese Gegenstände können Bakterien auf die Haut übertragen und die Entstehung von Pickeln fördern.
  • Milchprodukte und Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index: Diese Nahrungsmittel können die Talgproduktion der Haut ankurbeln und die Entstehung von Pickeln begünstigen.

Arten von Pickeln im Ohr

Der medizinische Fachbegriff für Pickel lautet Akne vulgaris. Es gibt viele verschiedene Arten von Akne, die sich im Ohr bilden können. Je nachdem, um welchen Typ es sich handelt, kann auch die Behandlung unterschiedlich sein.

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  • Mitesser (Komedonen): Komedonen sind eine der häufigsten Formen von Akne. Es gibt offene (schwarze) und geschlossene (weiße) Mitesser. Sie entstehen durch verstopfte Talgdrüsen und Ohrenschmalz.
  • Entzündliche Akne: Wenn ein geschlossener oder offener Mitesser nicht heilt, besteht die Möglichkeit, dass sich daraus eine entzündliche Akne entwickelt. Die Papeln oder Pusteln sind in der Regel rot und schmerzempfindlich.
  • Zystische Akne: Eine Papel ist eine Form der entzündlichen Akne. Dabei handelt es sich um einen entzündeten Pickel, der wie eine rote Beule auf der Haut aussieht. Papeln bilden sich manchmal im Haarfollikel aufgrund von abgestorbener Haut und Ölablagerungen. Wenn die Poren mit Eiter, Talg und abgestorbenen Zellen verstopft sind, entwickeln sich Papeln oft zu wulstigen Hautunebenheiten (Pusteln). Wenn die Pickel nicht abheilen und sich weiter verschlimmern, können sie sich zu einem größeren, zunehmend empfindlichen Knötchen entwickeln. Diese großen, tiefen und schmerzhaften Hautunreinheiten werden als zystische oder nodulozystische Akne bezeichnet. Aknezysten sind die schwerste Form der Akne und bestehen aus weichen, flüssigkeitsgefüllten Klumpen unter der Hautoberfläche, die oft eine Narbe hinterlassen.
  • Furunkel (Furunculus): Von einem Pickel zu unterscheiden sind die sogenannten Furunkel (Furunculus). Dabei handelt es sich nicht um einen Talgpickel, sondern um eine Entzündung eines Haarfollikels, die meist durch Staphylokokken verursacht wird. Auch beim Furunkel bildet sich Eiter, der die Haut durchbrechen und sich entleeren kann. Häufig bleiben später Vernarbungen zurück. Bei einem Furunkel kann sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausbreiten und es nekrotisieren - das macht das Furunkel extrem schmerzhaft. In der Regel sind Furunkel im Ohr ungefährlich. Doch bleiben sie unbehandelt, kann es zu Komplikationen wie Abszessen im Ohr oder sogar Blutvergiftungen kommen. Aus diesem Grund sollten Betroffenen den Furunkel niemals selbstständig öffnen. Besser ist es, die betroffene Stelle möglichst ruhig zu halten. Rotlicht kann den Heilungsprozess unterstützen. Eine Ringelblumen-Tinktur wirkt sich positiv auf die Entzündung aus.

Symptome von Pickeln im Ohr

Akne und Pickel im Ohr gehen, je nach Größe und Schwere der Entzündung, mit verschiedenen Symptomen einher.

  • Ohrenschmerzen: Pickel und Furunkel in den Ohren verursachen meist Schmerzen. Bei kleineren Pickeln sind die Schmerzen oft geringfügig und eher punktuell.
  • Druckgefühl: Ein Pickel im Ohr kann ein unangenehmes Druckgefühl oder sogar stechende Schmerzen verursachen, vor allem beim Berühren des Ohrs oder Kauen.
  • Verstopftes Ohr: Die Haut rund um den Pickel ist häufig entzündet und kann anschwellen.
  • Hörverlust: Verursacht ein entzündeter Pickel eine Schwellung im Gehörgang, kann der Schall nicht mehr ungehindert ins Innenohr gelangen.
  • Rötung und Schwellung: Die Haut um den Pickel wird oft rot und geschwollen. Diese Symptome deuten auf eine Entzündung hin.
  • Eiterbildung: Ein Pickel im Ohr kann Eiter absondern, wenn er „reif“ wird. Dies ist ein Zeichen, dass die Entzündung sich entleert. Es ist wichtig, die Stelle sauber zu halten und nicht selbst zu drücken, um eine Infektion zu vermeiden.
  • Hörminderung: Ein Pickel im Gehörgang kann den engen Kanal blockieren und dadurch die Weiterleitung von Schallwellen beeinträchtigen, was zu einer vorübergehenden Hörminderung oder einem dumpfen Hörgefühl führt.
  • Ohrengeräusche (Tinnitus): In schweren Fällen können Ohrgeräusche (Tinnitus) auftreten.

Diagnose von Pickeln im Ohr

Ohrenschmerzen gehören zu den Symptomen, bei denen stets ein HNO-Arzt aufgesucht werden sollte. Dieser führt eine Ohrenspiegelung durch, um den Ohrenkanal untersuchen zu können. Pickel oder Furunkel werden dabei schnell entdeckt. Da Gehörgangsfurunkel nur im äußeren Drittel des Gehörgangs entstehen, ist in der Regel eine Ohrspiegelung mit einem Otoskop (Instrument mit Ohrtrichter, Licht und Lupe) ausreichend. Die Diagnose kann in einer Hausarztpraxis gestellt werden.

Behandlung von Pickeln im Ohr

Die Behandlung von Pickeln im Ohr hängt von der Art und Schwere der Entzündung ab.

  • Ärztliche Behandlung:
    • Antibiotika: In schweren Fällen werden Antibiotika eingesetzt, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen.
    • Professionelle Reinigung: Bei Bedarf kann ein HNO-Arzt den Gehörgang professionell reinigen.
    • Aufstechen des Furunkels: Zur Behandlung wird der Furunkel mit einem Skalpell oder einer großen Kanüle aufgestochen, sodass der Eiter abfließen kann. Hierfür wird die Haut zuvor oberflächlich betäubt, z. B. durch Kältespray. Bei ausgeprägter Berührungsempfindlichkeit ist auch eine örtliche Betäubung möglich.
  • Hausmittel:
    • Warme Kompressen: Eine der besten Methoden zur Linderung der schmerzhaften Entzündung, die durch einen Pickel im Ohr entsteht, ist eine warme Kompresse. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
      • Wischen Sie den Pickel zunächst mit Alkohol ab.
      • Weichen Sie anschließend einen Waschlappen in warmem Wasser ein.
      • Drücken Sie das überschüssige Wasser aus.
      • Legen Sie den Waschlappen auf den Pickel.
      • Lassen Sie die Kompresse zehn bis fünfzehn Minuten lang darauf liegen.
      • Machen Sie dies drei- bis viermal am Tag.
    • Teebaumöl: Mit einem Wattestäbchen wird Teebaumöl auf den Pickel getupft - das desinfiziert und trocknet ihn aus. Tupfen Sie ein oder zwei Tropfen Teebaumöl auf den Pickel im Ohr. Bei Bedarf können Sie es auch mit einem Trägeröl (z. B. Süßmandelöl) verdünnen. Teebaumöl und Aloe Vera wirken entzündungshemmend und desinfizierend. Für die Behandlung der Pickel wird eine kleine Menge der Flüssigkeit auf ein Wattestäbchen getropft und anschließend auf den Pickel gegeben. Die Wirkstoffe sollten dabei allerdings nicht in den Gehörgang laufen, sondern lediglich auf die betroffene Stelle getupft werden.
    • Zugsalbe: Zugsalbe aus der Apotheke wird äußerlich angewendet und hilft ebenfalls dabei, Pickel im Ohr zu behandeln.
    • Jojobaöl: Jojobaöl entzieht genau den Bakterien die Lebensgrundlage, die Pickel hervorrufen. Daher eignet es sich besonders gut, zum direkten Auftragen mit einem Wattestäbchen auf die entsprechende Stelle. Nach 30 Minuten wird überschüssiges Öl und gelöster Schmutz mit einem Tuch abgewischt.
    • Desinfektion mit Gesichtswasser: Zur Desinfektion der Pickel ist ein mildes Gesichtswasser gut geeignet.
  • Medikamentöse Behandlung:
    • Benzoylperoxid: Viele Anti-Akne-Medikamente enthalten Benzoylperoxid in unterschiedlichen Konzentrationen. Wenn Sie ein Produkt mit diesem Wirkstoff verwenden, sollten Sie mit einer niedrigen Dosis beginnen, um zu sehen, wie Ihre Haut darauf reagiert. Dieser Wirkstoff soll dazu beitragen, Bakterien auf der Hautoberfläche abzutöten und Komedonen aufzulösen.
    • Topische Antibiotika: Ihr Hautarzt empfiehlt Ihnen möglicherweise ein topisches Antibiotikum. Erythromycin und Clindamycin sind zwei der am häufigsten verwendeten Antibiotika. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie diese Präparate nicht übermäßig anwenden, da sie unbeabsichtigt eine bakterielle Resistenz hervorrufen können.
    • Retinoid-Creme: Betrachten Sie diese Option als letzten Ausweg. Dank ihrer keratolytischen Eigenschaften hilft Retinoidcreme oder Vitamin A, die Haut um den Pickel herum zu verdünnen. Aber Retinoid-Cremes können schwere Nebenwirkungen haben, und nicht jeder verträgt ihre Anwendung. Aufgrund ihrer hautverdünnenden Wirkung können Sie zum Beispiel besonders empfindlich auf Sonnenlicht reagieren, und Ihre Haut kann austrocknen und schuppig werden. Befindet sich der Pickel an einer Stelle am Ohr, die der Sonne ausgesetzt ist (z. B. am Ohrläppchen), müssen Sie einen Sonnenschutz auftragen. Wenn Sie eine Retinoid-Creme nicht vertragen, können Sie stattdessen eine salicylsäurehaltige Creme ausprobieren.

Was man vermeiden sollte

  • Pickel ausdrücken: Grundsätzlich sollte man davon absehen, Pickel, die tief im Ohr liegen, selbst zu behandeln. Zum einen ist die Sicht ohne das entsprechende medizinische Equipment stark eingeschränkt. Zum anderen kann eine unsachgemäße Behandlung die Hautentzündung rund um den Pickel noch verschlimmern. Pickel und Mitesser sollte man grundsätzlich lieber langsam austrocknen lassen als auszudrücken - durch die Quetschungen kann sich die Haut noch mehr entzünden. Das Ausdrücken der Ohrenpickel und Mitesser ist nicht zu empfehlen. Die Entzündung kann sich hierdurch verschlimmern und eitrige Flüssigkeit könnte im Gehörgang weitere Entzündungen hervorrufen. Auch wenn die Meinungen auseinandergehen, sind sich die meisten Expertinnen und Experten einig, dass nichts (auch keine Finger!) in den Gehörgang gesteckt werden sollten. Es mag verlockend sein, zum Wattestäbchen zu greifen, aber das kann Ihr Ohr und das Trommelfell beschädigen. Weil der Gehörgang so eng ist, lässt sich der Eiter nicht mit den Fingern herausdrücken. Stattdessen könnten Sie ihn noch tiefer in den Gehörgang drücken, was zu Entzündungen und stärkeren Schmerzen führt.
  • Wattestäbchen verwenden: Keine Wattestäbchen verwenden - sie können zu Verletzungen führen oder Ohrenschmalz tiefer ins Ohr drücken. Das Risiko der Pfropfenbildung steigt.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

  • Ohrenschmerzen gehören zu den Symptomen, bei denen stets ein HNO-Arzt aufgesucht werden sollte.
  • Wenn der Pickel sehr schmerzhaft ist, eitert oder sich nicht von selbst bessert, ist es ratsam, einen HNO-Arzt aufzusuchen.
  • Einen inneren Pickel, der sich im Gehörgang gebildet hat, solltest Du niemals ohne die Hilfe eines*r Ärzt:in oder Kosmetiker:in ausdrücken. Er oder sie kann den Pickel mithilfe von sterilen Instrumenten entfernen, ohne dass sich eine erneute Entzündung bildet, die den gesamten Hörapparat gefährdet.
  • Bei Anzeichen wie Fieber, pulsierenden Schmerzen oder Flüssigkeitsaustritt sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.
  • Ohrgeräusche (Tinnitus) oder ein Gefühl der Verstopfung im Ohr erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung.

Mögliche Komplikationen bei Nichtbehandlung

Wenn ein Pickel im Ohr nicht richtig behandelt wird, kann er zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

  • Ausbreitung der Infektion: Eine unbehandelte Infektion kann sich ausbreiten und das umliegende Gewebe schädigen, was zu starkem Ohrenschmerz, Schwellung und weiteren Beschwerden führt.
  • Bakterielle Infektion: Ein unbehandelter oder manipulierter Pickel im Ohr kann eine lokale bakterielle Infektion auslösen. Otitis externa entwickeln - auch bekannt als "Gehörgangsentzündung". Ohne frühzeitige medizinische Intervention besteht das Risiko, dass sich die Infektion auf den Knorpel (Perichondritis) oder tiefer liegende Strukturen des Ohrs ausbreitet, was zu bleibenden Schäden führen kann.
  • Abszessbildung: Wird der Pickel nicht behandelt, kann sich ein Abszess bilden - eine größere, gefüllte Entzündung, die chirurgisch entleert werden muss. Dieser Eiteransammlungsprozess tritt auf, wenn das Immunsystem nicht in der Lage ist, die Infektion vollständig zu bekämpfen, wodurch sich die Bakterien und Entzündungsstoffe im betroffenen Bereich stauen.
  • Hörminderung: Ein Pickel im Gehörgang kann den engen Kanal blockieren und dadurch die Weiterleitung von Schallwellen beeinträchtigen, was zu einer vorübergehenden Hörminderung oder einem dumpfen Hörgefühl führt. Sollte der Pickel durch eine Infektion oder starke Schwellung begleitet sein, kann der Druck auf das umliegende Gewebe die Symptome verschlimmern. In schweren Fällen kann es durch die anhaltende Entzündung zu einer Reizung oder Schädigung des Trommelfells kommen, was das Hörvermögen nachhaltig beeinträchtigen könnte.

Vorbeugung von Pickeln im Ohr

Die Bildung von Pickeln und Mitessern im Ohr muss nicht sein.

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  • Regelmäßige Ohrenreinigung: Verwenden Sie lauwarmes Wasser und einen Waschlappen, um die Ohrmuschel sanft auszuwischen und überschüssiges Ohrenschmalz zu entfernen. Widmen Sie den Ohren während der Körperpflege etwas Aufmerksamkeit, ohne das Ohrenschmalz zurück in den Gehörgang zu drücken. Das Ohr nur bis zum Eingang des Gehörgangs reinigen - bei normaler Haut genügt klares Wasser und ein Waschlappen.
  • Hygiene bei Hörgeräten, Kopfhörern und Ohrstöpseln: Hörgeräte regelmäßig reinigen ist grundlegend um Bakterien und Schmutzansammlungen zu vermeiden. Mehrwegohrstöpsel sind zwar umweltschonend, sollten im Sinne der Ohrengesundheit aber regelmäßig gereinigt werden.
  • Verzicht auf Wattestäbchen: Diese können das Ohrenschmalz weiter in den Gehörgang schieben und sollten vermieden werden.
  • Hautreizung meiden: Haben Sie schon einmal unter einer Ohrmuschelentzündung gelitten, sollten Sie generell auf Ohrschmuck oder hautreizende Kosmetika verzichten.
  • Vermeiden Sie Verletzungen im Gehörgang:
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung: Vermeiden Sie Milchprodukte und Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index.
  • Reduzieren Sie Stress:
  • Vermeiden Sie komedogene Kosmetika und Make-up:

Pickel im Ohr und unreine Haut im Gesicht

Die lästigen Pickel sind häufig nicht auf den Ohrbereich begrenzt: Unreine Haut kann sich auch an anderen talgdrüsenreichen Stellen im Gesicht, am Rücken oder auf dem Dekolleté zeigen. Für die Neigung zu Pickeln sind meist innere Vorgänge verantwortlich. Hormonelle Schwankungen können die Talgproduktion ankurbeln. Typische Lebensphasen, in denen Betroffene mit Pickeln zu kämpfen haben, sind daher die Pubertät, die Schwangerschaft und Stillzeit und die Wechseljahre. Aber auch äußere Faktoren wie UV-Einstrahlung können die Talgdrüsen stimulieren.

Pflege der Haut bei Neigung zu Pickeln im Ohr

  • Der Gehörgang reinigt sich selbst und sollte nicht manipuliert werden. Ohrenschmalz kommt eine wichtige Schutzfunktion zu: Er fängt Milben und Krankheitserreger ab und hält das Innere des Gehörgangs geschmeidig. Staub und Schmutz werden durch das wachsartige Sekret nach außen transportiert und lassen sich einfach von der Ohrmuschel entfernen.
  • Reinigen Sie während der Reinigungsroutine für Ihr Gesicht die Haut hinter den Ohren gleich mit. Waschen Sie diesen Bereich zweimal täglich mit lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsgel.
  • Der Bereich der Ohrmuschel sollte nicht mit schäumenden Produkten gereinigt werden, die Tenside in den Gehörgang gelangen und die Haut reizen oder Entzündungen verursachen können. Neigen Sie dazu, Pickel an der Ohrmuschel zu entwickeln, können Sie den Bereich mit einer Mizellen Reinigungslotion reinigen. Geben Sie die tiefenreinigende, flüssige Formulierung auf ein Wattepad und streichen Sie sanft über die Haut - abwaschen ist nicht nötig.
  • Cremen Sie bei Bedarf nicht nur Ihr Gesicht, sondern auch die Haut hinter den Ohren ein.

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