Poppers, eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Gruppe von Substanzen, die euphorisierend und entspannend wirken, werden in kleinen Fläschchen verkauft und durch Inhalation konsumiert. Obwohl in einigen Ländern frei verkäuflich, bergen sie gesundheitliche Risiken, insbesondere für die Augen. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Schäden von Poppers am Sehnerv und der Netzhaut, basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen und Expertenmeinungen.
Was sind Poppers?
Poppers sind Schnüffeldrogen, die schlagartig euphorisierend und entspannend wirken. Sie enthalten chemische Verbindungen, die Muskeln entspannen und die Blutgefäße erweitern. Aus diesem Grund werden sie oft beim Analverkehr eingesetzt. Zu den Inhaltsstoffen gehören verschiedene Nitrite wie Isobutylnitrit oder Isopropylnitrit. In Deutschland gelten Poppers als verschreibungspflichtiges Medikament, der Besitz ist jedoch legal.
Die Gefahr für die Augen: Studien und Erkenntnisse
Studien belegen, dass der Konsum von Poppers zu Sehstörungen und Schädigungen des Auges führen kann. Eine Studie der University of Lincoln, veröffentlicht im British Medical Journal (BMJ), untersuchte zwölf Männer, die regelmäßig Poppers konsumierten. Alle Probanden berichteten von Sehstörungen, die von Unschärfe bis hin zu Gesichtsfeldausfällen reichten. Die Forscher stellten einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Poppers und den Sehproblemen fest und vermuteten, dass bestimmte Arten von Poppers die Sehgrube dauerhaft schädigen können.
Wissenschaftler der Universitätsklinikum Münster haben gezeigt, dass der Konsum von Poppers-Drogen die Netzhautfunktion in einem größeren Ausmaß schädigt als bisher angenommen. Neben der Makula kann auch die Netzhautperipherie geschädigt werden.
Poppers-Retinopathie: Ein neues Ausmaß der Schädigung
Das Forscherteam hat nun aber ein ganz neues Ausmaß dieser Schädigung entdeckt: Neben der Makula kann auch die Netzhautperipherie geschädigt werden. Bei den dortigen Sinneszellen handelt es sich vorwiegend um kleine Stäbchen; diese sind für das Nacht- und das Dämmerungssehen verantwortlich. „Unsere Untersuchungen liefern den Nachweis, dass durch den Drogenkonsum nicht nur die Makulafunktion, sondern auch die der gesamten Netzhaut beeinträchtigt werden kann“, sagt Dr. Clemens. Liegt ein Schaden im Bereich der Makula vor, wird die Umwelt schemenhaft wahrgenommen und es kommt zu Leseschwierigkeiten. Bei Funktionseinbußen der Stäbchen ist die Dunkelanpassung gestört und die Folge sind Einschränkungen im Sehen in der Dämmerung bis hin zur Nachtblindheit.
Lesen Sie auch: Poppers: Wirkung und Rechtliches
Die Makula und ihre Bedeutung
Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut und ermöglicht scharfes Sehen im Gesichtsfeldzentrum sowie das Farbsehen. Schädigungen in diesem Bereich können zu erheblichen Beeinträchtigungen der Sehkraft führen. Eine Schädigung der Makula wird als Makulopathie bezeichnet. Symptome sind verschwommenes Sehen und Leseschwierigkeiten.
Die Netzhautperipherie und ihre Funktion
Die Netzhautperipherie ist für das Nacht- und Dämmerungssehen verantwortlich. Funktionseinbußen in diesem Bereich können zu Störungen der Dunkelanpassung und Nachtblindheit führen.
Elektrophysiologische Untersuchungen
Der Nachweis der Schädigung gelang anhand elektrophysiologischer Untersuchungen, mit denen die leitende Funktion der Photorezeptoren auf der Netzhautperipherie überprüft wurde. „Statt wie bisher von einer Poppers-Makulopathie zu sprechen, wäre der ausgeweitete Begriff einer Poppers-Retinopathie angebracht“, schlägt Prof. Eter vor. Durch die funktionelle Beeinträchtigung der Netzhaut entstehe für den Patienten im schlimmsten Fall eine irreparable und wahrscheinlich dauerhafte Einschränkung seiner Sehkraft. „Bei der Makulopathie ist die Funktion der Photorezeptoren oft beständig geschädigt“, erklärt Eter. „Wir gehen deshalb davon aus, dass dies auch bei der Netzhaut-Peripherie der Fall sein kann.“
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Mechanismen, durch die Poppers die Augen schädigen, sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass bestimmte Inhaltsstoffe die Sehgrube schädigen oder die Netzhautfunktion beeinträchtigen können. Die Forschung wird dadurch erschwert, dass sich die Zusammensetzung der Poppers im Laufe der Zeit verändert hat.
Veränderungen der Pupille
Zunächst rufen viele psychoaktive Subtanzen eine Veränderung der Pupille hervor. Bekannt als die berühmte erweiterte Drogen-Pupille lässt die vergrößerte Pupille eine höhere Lichteinstrahlung auf die Netzhaut zu, auch wenn dies durch die gegeben Lichtverhältnisse nicht nötig ist und kann somit eine schnellere Degeneration und Alterung der Netzhaut auslösen. Folgen sind ein schwächeres Sehvermögen und Netzhautveränderungen. Zudem führt langjähriger Drogenmissbrauch auch zu unwiderruflichen Nervenschäden, auch der Sehnerv ist davon nicht ausgeschlossen. So kann es zu einer deutlichen Leistungsverminderung der Augen kommen, die besonders bei akutem Gebrauch gefährlich für den Konsument und seine Umwelt wird. Genau wie beim Alkohol ist daher eine Teilnahme im Straßenverkehr lebensgefährlich und streng untersagt.
Lesen Sie auch: Die Rolle von Cannabis im Gehirn
Weitere Risikofaktoren
- Kombination mit anderen Substanzen: Der Konsum von Poppers in Kombination mit anderen Drogen wie Alkohol kann das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen. Besonders gefährlich ist die Kombination mit Viagra, da beide Substanzen den Blutdruck senken und eine kombinierte Anwendung tödlich enden kann.
- Überdosierung: Das erste Anzeichen einer Überdosierung ist ein stechender Kopfschmerz beim Schnüffeln.
Symptome und Diagnose
Typische Symptome von Augenschäden durch Poppers sind:
- Sehstörungen
- Unschärfe
- Gesichtsfeldausfälle
- Heller Fleck im Blickfeld
- Leseschwierigkeiten
- Einschränkungen im Sehen in der Dämmerung bis hin zur Nachtblindheit
- Verzerrtsehen
- Verpixeltes Sehen
Die Diagnose erfolgt durch augenärztliche Untersuchungen, einschließlich Netzhautspiegelung und elektrophysiologischer Tests.
Behandlung und Prävention
Die Behandlung von Augenschäden durch Poppers hängt von der Art und dem Ausmaß der Schädigung ab. In einigen Fällen kann eine vorübergehende Abstinenz von Poppers zur Wiederherstellung der Sehkraft führen. Bei dauerhaften Schäden können spezielle Therapien erforderlich sein.
Präventive Maßnahmen
- Vermeidung des Konsums: Der sicherste Weg, Augenschäden durch Poppers zu verhindern, ist der Verzicht auf den Konsum.
- Aufklärung: Konsumenten sollten über die Risiken und möglichen Folgen des Konsums informiert sein.
- Safer Use: Wer Poppers konsumiert, sollte dies mit Augenmaß tun und auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Substanzen achten.
- Regelmäßige Kontrollen: Bei regelmäßigem Konsum sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen ratsam.
Weitere Aspekte und Forschung
Die Forschung zu den Auswirkungen von Poppers auf die Augen ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Studien sind erforderlich, um die genauen Mechanismen der Schädigung und die langfristigen Folgen des Konsums zu verstehen.
Spiritualität und Wissenschaft
Es gibt neun wissenschaftliche Modelle, um den Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Tod zu beschreiben. Doch keines davon gehe von der Möglichkeit eines Weiterlebens der Person ohne funktionierendes Gehirn aus. Vielmehr zeige die Hirnforschung: Ohne Hirn kein Bewusstsein. Insofern würde ich mit Metzinger Schlussfolgern, dass die Vorstellung einer immateriellen Seele und damit verbunden eines Lebens nach dem Tod wissenschaftlich unplausibel ist.
Lesen Sie auch: Schädliche Auswirkungen von Quecksilber in Impfstoffen?
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Es ist äußerst wichtig, dass Sie Ihren Arzt über alle Medikamente informieren, die Sie einnehmen, bevor Sie Ihre Behandlung mit Sildenafil beginnen. Die gleichzeitige Einnahme von mehreren PDE-5-Hemmern, wie Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil, ist ausdrücklich nicht empfohlen. Diese Kombination kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, einschließlich signifikanter Blutdruckabfälle oder anderer gefährlicher Wechselwirkungen.