Prinz Charles' Alzheimer-Risiko: Fakten, Forschung und Präventionsmaßnahmen

Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten und Probleme bei der Planung gekennzeichnet ist. Obwohl die genauen Ursachen noch unbekannt sind, weiß man, dass die Krankheit mit dem Aufbau eines schädlichen Tau-Proteins im Gehirn zusammenhängt. Da die Krankheit viele Menschen betrifft, ist es wichtig, sich über Risikofaktoren, Prävention und aktuelle Forschungsergebnisse zu informieren.

Risikofaktoren für Alzheimer

Obwohl das Alter der größte Risikofaktor für Alzheimer ist, gibt es auch andere Faktoren, die das Risiko erhöhen können. Dazu gehören:

  • Genetische Veranlagung: Bei manchen Menschen ist das Risiko erhöht, wenn Familienmitglieder an Alzheimer erkrankt sind. So hat beispielsweise der Hollywood-Star Chris Hemsworth aufgrund zweier spezieller Gene ein deutlich erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
  • Lebensstilfaktoren: Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung können das Risiko erhöhen.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Erkrankungen wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und Diabetes können das Risiko erhöhen.
  • Kopfverletzungen: Wiederholte oder schwere Kopfverletzungen können das Risiko erhöhen.

Präventionsmaßnahmen

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die man ergreifen kann, um das Risiko von Alzheimer zu senken oder den Ausbruch der Krankheit zu verzögern. Dazu gehören:

  • Körperliche Aktivität: Regelmäßige körperliche Aktivität hat eine sehr starke Wirkung gegen die früheren Stadien der Alzheimerkrankheit. Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass bereits 5.000 Schritte am Tag die Alzheimerdemenz bremsen können.
  • Geistige Aktivität: Das Gehirn muss benutzt werden, um es fit zu halten. Soziale Kontakte, Lesen, Diskutieren und der Austausch von Meinungen sind äußerst wichtig. Auch das Erlernen von neuen Dingen, wie z.B. einer Fremdsprache, fördert die geistige Flexibilität und verzögert Demenzprozesse.
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist wichtig für die Gesundheit des Gehirns. Nervennahrung ist letztendlich alles, was auch dem Körper guttut, z.B. Energie aus Kohlenhydraten, Vitaminen und Spurenelementen.
  • Soziale Interaktion: Soziale Kontakte sind äußerst wichtig, um das Gehirn aktiv zu halten und das Risiko von Alzheimer zu senken. Auch in höherem Alter sollte man immer mindestens zehn Bekanntschaften aufrechterhalten.
  • Stressmanagement: Chronischer Stress kann die Zellen des Gehirns schädigen und das Immunsystem schwächen. Es ist daher wichtig, Stress zu vermeiden und Entspannungstechniken zu erlernen.
  • Schlaf: Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Regeneration des Gehirns und die Speicherung von Gelerntem und Erlebtem. Wer über längere Zeit zu wenig und zu unregelmäßig schläft, muss mit Beeinträchtigungen seiner Gehirnleistung rechnen.

Aktuelle Forschung

Die Alzheimer-Forschung ist ein aktives Feld, und es gibt viele vielversprechende Entwicklungen. Einige der aktuellen Forschungsbereiche sind:

  • Früherkennung: Die Entwicklung von Biomarkern, die Alzheimer in einem frühen Stadium erkennen können, ist ein wichtiger Schwerpunkt der Forschung.
  • Medikamente: Es gibt derzeit keine Heilung für Alzheimer, aber es gibt Medikamente, die die Symptome lindern und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen können.
  • Prävention: Studien untersuchen die Wirksamkeit von verschiedenen Lebensstilinterventionen und Medikamenten zur Prävention von Alzheimer.
  • Ursachenforschung: Die Erforschung der genauen Ursachen von Alzheimer ist wichtig, um neue Therapieansätze zu entwickeln.

Prominente Beispiele

Einige prominente Persönlichkeiten haben sich öffentlich zu ihrer Alzheimer-Erkrankung bekannt, darunter der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan und der deutsche Entertainer Harald Juhnke. Diese Offenheit trägt dazu bei, das Stigma der Krankheit zu verringern und das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Forschung und Unterstützung zu schärfen.

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Fallbeispiele

  • Chris Hemsworth: Der Schauspieler hat aufgrund seiner genetischen Veranlagung ein erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Er setzt sich aktiv mit der Krankheit auseinander und versucht, durch einen gesunden Lebensstil und geistige Aktivität sein Risiko zu senken. In der Disney+-Dokumentation "Chris Hemsworth: Ein unvergesslicher Roadtrip" lässt der Schauspieler nun an seiner ganz eigenen Methode teilhaben, mit der Krankheit umzugehen. Gemeinsam mit seinem Vater fährt er mit dem Motorrad durch Melbourne und das Northern Territory, besucht frühere Wohnorte und erlebt Momente, die Erinnerungen wecken sollen.
  • König Willem-Alexander: Der niederländische König leidet an Sarkoidose, einer entzündlichen Erkrankung, die bevorzugt die Lunge befällt. Angesichts der Corona-Pandemie gehört er damit zu den besonders gefährdeten Personen. Eine Entzündung, eine Corona-Virus-Infektion könnte Willem-Alexander furchtbar treffen.

Tipps für den Alltag

Es gibt viele kleine Dinge, die man im Alltag tun kann, um das Gehirn fit zu halten und das Risiko von Alzheimer zu senken:

  • Neurobics: Der Neurobiologe Lawrence Katz erfand den Begriff „Neurobics“ und entwickelte Alltagsübungen, die das Gehirn vom Routinedenken abbringen. Ungewohnte Szenarien und Sinnesempfindungen sollen zu neuen Denkmustern führen.
  • Gedächtnistraining: Wer älter wird, dessen Geschwindigkeit lässt nach und dessen Merkspanne verkürzt sich. Die Vordenker des Gehirn-Joggings gehen davon aus, dass sich das durch gezieltes Training wieder ausgleichen lässt.
  • Kreativtechniken: Welche zehn Anwendungen für einen Toaster gibt es neben dem Rösten von Brot? Solche Gedankenspiele schulen das kreative Problemlösen und fördern das laterale Denken.
  • Musik: „Musik aktiviert sowohl die rechte als auch die linke Hirnhälfte. Die rechte durch die Tonalität, also die Melodie, die linke durch den Takt, also den Rhythmus“, sagt der Psychologe Ernst Pöppel. Scheuen Sie sich daher nicht, auch in fortgeschrittenem Alter noch ein (neues) Instrument zu spielen oder zu Ihrer Lieblingsmusik im Wohnzimmer zu dirigieren.
  • Gestikulieren: Wer beim Sprechen gern mit den Armen und Händen gestikuliert, ruft Gedächtnisinhalte aus dem Merkspeicher besser ab. Wer bei einer Begrüßung den Namen des Fremden gleich laut ausspricht, wird ihn sich besser merken.

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