Die Bedeutung von Reconvales Tonicum und Versicherungen für Katzen mit Epilepsie

In der Tiermedizin sind viele Behandlungen möglich, die in der Humanmedizin bereits Standard sind. Die bestmögliche Behandlung für eine Katze hat ihren Preis. Standardangelegenheiten wie die jährliche Impfung oder Vorsorgeuntersuchungen sind seit der Erhöhung der GOT im November 2022 teurer geworden. Es ist ratsam, Tiere frühzeitig finanziell abzusichern, um sich bei höheren Tierarztkosten keine Sorgen um die Bezahlung der notwendigen Behandlung machen zu müssen.

Krankenversicherung für Katzen

Eine Krankenversicherung für Katzen ist ähnlich aufgebaut wie eine private Krankenversicherung für Menschen. Gegen Zahlung eines monatlichen Beitrags kann man nach einem Tierarztbesuch die Rechnung bei der Tierversicherung einreichen. Im Idealfall wird je nach Tarif der gesamte oder ein Teil des Rechnungsbetrags erstattet. Ob ein Tier für eine Aufnahme in die Versicherung in Frage kommt, hängt von verschiedenen Kriterien ab, die damit zusammenhängen, wie hoch die Tierversicherung das Risiko einschätzt, dass das Tier höhere Kosten verursachen könnte. Teilweise ist der Abschluss der Versicherung trotz einer bestehenden (chronischen) Erkrankung möglich. Bei der Berechnung des monatlichen Versicherungsbeitrags werden Risiken wie Alter, Rasse, Wohnort oder Haltungsbedingungen (Stubentiger oder Freigänger) berücksichtigt.

Lohnt sich eine Krankenversicherung?

Ob sich eine Krankenversicherung für die Katze lohnt, ist fraglich, da man immer nur das Risiko versichern kann, dass die eigene Katze erkrankt oder verunfallt. Bleibt die Katze weitestgehend gesund, kann es passieren, dass sich die Versicherung nicht "gelohnt" hat. Ein Katzenkonto einzurichten und monatlich einen bestimmten Betrag einzuzahlen, ist auch eine Möglichkeit. Eine Krankenvollversicherung für Katzen kostet pro Monat etwa zwischen 30 und 50 Euro.

Alternativen zur Tierversicherung

Wer auf ein Katzenkonto anstelle einer Tierversicherung setzen will oder muss, sollte einen fixen Betrag als Grundabsicherung auf der hohen Kante haben. Ratenzahlung ist bei vielen Tierärzten nicht mehr möglich, da es vorkommt, dass die verbleibenden Raten von Tierbesitzern nicht bezahlt werden.

Altersbegrenzung

Viele Anbieter von Krankenversicherungen für Katzen haben eine Altersbegrenzung und nehmen nur Katzen bis zu einem bestimmten Alter in die Tierversicherung auf. Dabei zählt in der Regel das abgeschlossene Lebensjahr. Wichtig ist, dass sich die Altersbegrenzung auf die Neuaufnahme von Katzen bei der jeweiligen Versicherung bezieht.

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Ausschlüsse

Ausschlüsse umfassen alle Leistungen, die von der jeweiligen Versicherung nicht übernommen werden. Einige davon werden generell nicht übernommen, andere können individuell für das Tier gelten. Wenn das Tier eine Vorerkrankung (z. B. Epilepsie) hat, kann es sein, dass zwar eine Versicherung möglich ist, sämtliche Kosten für Maßnahmen, Medikamente usw., die mit der Vorerkrankung in Verbindung stehen, aber nicht von der Tierversicherung übernommen werden.

Deckungssumme pro Jahr

Die Deckungssumme pro Jahr gibt an, bis zu welchem Betrag pro Jahr Tierarztrechnungen übernommen werden und bezieht sich auf alle Rechnungen in diesem Jahr insgesamt. Verursacht das Tier in diesem Jahr mehr als die vereinbarte Deckungssumme, muss der Mehrbetrag selbst gezahlt werden. Viele Versicherer bieten hier unterschiedliche Tarife mit verschiedenen Deckungssummen an, die von einem festen Betrag bis hin zu "unbegrenzt" reichen können.

Vorvertragliche Gesundheitsfragen

Vor Abschluss einer Versicherung müssen Angaben zum Tier (Alter, Rasse) und zum potenziellen Versicherungsnehmer gemacht werden. Dabei wird im Rahmen von "vorvertraglichen Gesundheitsfragen" abgefragt, ob das Tier Vorerkrankungen hat und es müssen vorhergehende Tierarztbesuche und ggf. Operationen angegeben werden. Auf Basis dieser Angaben wird dann entschieden, ob das Tier für eine Versicherung in Frage kommt und ob es Ausschlüsse gibt. Manche Anbieter werben damit, dass es keine "vorvertraglichen Gesundheitsfragen" gibt.

GOT-Satz

Die Abrechnung beim Tierarzt unterliegt der Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT. Abgerechnet werden kann je nach Zeitaufwand, Schwierigkeitsgrad, örtlichen Gegebenheiten, Spezialisierung, Zeitpunkt der Behandlung (Notdienst) etc. grundsätzlich der einfache bis vierfache Satz.

Karenzzeit

Nach Abschluss einer Versicherung muss bei den meisten Versicherern einige Wochen oder Monate gewartet werden, bis Rechnungen eingereicht werden können. Diese Zeit nennt man Karenzzeit oder Wartezeit. Treten in dieser Zeit Erkrankungen auf, kann es passieren, dass diese bzw. die Folgen der Erkrankung in Zukunft ausgeschlossen werden. Häufig ist die Wartezeit gestaffelt, d. h. Unfälle und Vorsorgemaßnahmen sind z. B. sofort gültig, während für andere Behandlungen eine längere Wartezeit gilt.

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Kündigung

Wichtig sind die Voraussetzungen, unter denen die Versicherungsgesellschaft (und auch der Versicherungsnehmer selbst) kündigen kann. Einige Anbieter von Tierversicherungen werben damit, dass sie nach einem Leistungsfall nicht kündigen. Das bedeutet, dass sie den Vertrag nach Einreichen eines (womöglich teuren) Leistungsfalls nicht direkt kündigen (können), bedeutet aber nicht, dass sie gar nicht kündigen. Spätestens zum Laufzeitende kann der Vertrag trotzdem gekündigt werden. Ein Kündigungsgrund von Seiten des Anbieters der Krankenversicherung für die Katze ist immer das Tätigen falscher Angaben oder das Verschweigen wesentlicher Informationen (Vorerkrankungen, vorangegangene OPs etc.).

Notdienst

Im Notfall kann es schnell teuer werden. Hier muss zum einen die Notdienstgebühr beglichen werden und zum anderen fällt meist ein höherer Satz an als in der regulären Sprechstunde. Im Idealfall sollten Tierarztkosten daher bis zum vierfachen Satz (inkl. Notdienstgebühr) übernommen werden. Zu beachten ist, was zu Tierarztbesuchen im Notdienst genau in den Versicherungsbedingungen steht. So ist bei einigen Versicherungen aufgeführt, dass der Tierarzt bestätigen muss, dass der Besuch im Notdienst notwendig war.

Rabatt

Manche Versicherungsunternehmen bieten Rabatte an, wenn mehrere Tiere dort versichern lasst oder den Vertrag über eine längere Laufzeit abschließt. Zudem gibt es auch immer wieder Rabattaktionen, die man bei Abschluss nutzen kann, um ein wenig Geld zu sparen.

Selbstbehalt

Der Selbstbehalt ist der Betrag pro Jahr, den der Versicherungsnehmer ggf. selbst tragen muss, bevor die Versicherung Tierarztkosten erstattet. Teilweise ist hier ein fester Betrag als fixer Selbstbehalt angegeben. Teilweise ist es auch so, dass die Versicherung Tierarztrechnungen generell nur bis zu einem gewissen Prozentsatz erstattet.

Vorerkrankungen

Unter Vorerkrankungen versteht man Krankheiten (ggf. auch angeborene Fehlbildungen usw.), die bereits vor Versicherungsbeginn bestanden. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Während einige Versicherungsunternehmen sämtliche Tierarztbesuche von Beginn an prüfen, müssen bei anderen nur Tierarztbesuche der letzten 12 Monate angegeben werden.

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Vorsorge

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig. Teilweise gibt es ein jährliches "Vorsorgebudget", das für Vorsorgemaßnahmen ausgegeben werden kann. Teilweise wird Vorsorge zwar bezahlt, es sind aber nur bestimmte Behandlungen (meist notwendige Impfungen, teilweise auch Parasitenprophylaxe) mit eingeschlossen.

Zähne

Probleme mit den Zähnen (insbesondere bedingt durch FORL) sind bei Katzen leider sehr häufig und eine ordentliche Abklärung und Behandlung (inkl. Dentalröntgen, modernem Narkosemanagement etc.) mit Kosten im hohen dreistelligen bis vierstelligen Bereich verbunden. Es ist daher von Vorteil, wenn diese Kosten von der Versicherung übernommen werden. Allerdings werden Zähne (oder speziell FORL) von einigen Versicherungsanbietern grundsätzlich ausgeschlossen oder nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr übernommen.

Erfahrungen mit der Behandlung von Epilepsie bei Katzen

Ein Erfahrungsbericht schildert den Fall einer Katze namens Momo, die an einer Schilddrüsenüberfunktion (SDÜ) erkrankte. Die medikamentöse Therapie gestaltete sich schwierig und es traten Nebenwirkungen auf. Nach Recherchen wurde Carbimazol aus der Humanmedizin als verträglichere Alternative gefunden. Die Dosierung wurde in Absprache mit der Tierärztin angepasst und die Katze wurde engmaschig überwacht. Schließlich konnte Momo ein lebenswertes Leben führen.

Ein anderer Fall schildert die Behandlung eines Katers mit Epilepsie. Der Kater erhielt Flavured 6mg 2x täglich, woraufhin sein Appetit schwächer wurde und sein Stuhlgang verstopft war. Nach weiteren Untersuchungen wurde eine leicht erhöhte Entzündung im Blut festgestellt. Der Kater schluckte schwer und weigerte sich zu essen und zu trinken. Es wurde Reconvales Tonicum zum Päppeln empfohlen.

Reconvales Tonicum als Unterstützung

Reconvales Tonicum ist ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel für Katzen, das zur Unterstützung der Genesung nach Krankheiten, Operationen oder Appetitlosigkeit eingesetzt werden kann. Es enthält wichtige Nährstoffe, die leicht verdaulich sind und die Katze mit Energie versorgen. Reconvales Tonicum kann mit einer Spritze direkt ins Maul gegeben oder dem Futter beigemischt werden.

Pankreatitis bei Katzen

Ein weiterer Erfahrungsbericht schildert den Fall einer Katze namens Slimmy, die an einer chronischen Pankreatitis leidet. Die Symptome einer Pankreatitis sind vielfältig und können von Erbrechen und Durchfall bis hin zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust reichen. Die Diagnose wird in der Regel durch eine Blutuntersuchung gestellt, bei der die spezifischen Pankreaswerte (fPLI) bestimmt werden. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und kann von Schmerzmitteln und Antibiotika bis hin zu einer speziellen Diät reichen.

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