Rehaklinik für Bipolare Erkrankung und Migräne: Ein ganzheitlicher Therapieansatz

Migräne und bipolare Störungen können das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es in Deutschland spezialisierte Rehakliniken, die einen ganzheitlichen Therapieansatz für diese komplexen Erkrankungen anbieten. Diese Kliniken berücksichtigen sowohl die körperlichen als auch die psychischen Aspekte der Erkrankungen, um den Patienten eine bestmögliche Genesung zu ermöglichen.

Migräne: Mehr als nur Kopfschmerzen

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Kopfschmerzerkrankungen in Deutschland, von der insgesamt 10 bis 15 % der Bevölkerung betroffen sind. Betroffene befinden sich meist zu Beginn der Erkrankung zwischen dem 20. bis 40. Lebensjahr. Immer mehr Menschen leiden an starken Migräneattacken, wobei die Intensität und Häufigkeit im Laufe des Lebens oftmals zunimmt. Migräne ist durch wiederkehrende und regelmäßige Kopfschmerzattacken gekennzeichnet. Eine Migräne grenzt sich von gewöhnlichen Kopfschmerzen aufgrund der Symptomatik ab. Die damit einhergehenden Schmerzen sind häufig einseitig lokalisiert und können von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen anhalten. Unterschiedlich starke Schmerzen im Bereich der Stirn, der Augenhöhlen und einer Gesichtshälfte sind wesentliche Bestandteile einer Migräne.

Symptome und Ursachen von Migräne

Die Symptome und der Schmerz einer Migräne-Erkrankung treten anfallsartig, wellenartig und meist bilateral auf und entwickeln sich typischerweise sehr langsam. Eine Attacke kann von vier bis 72 Stunden anhalten und schränkt den Alltag der betroffenen Personen stark ein. Bevor eine Migräne auftritt, spüren viele Patienten eine Aura, die auf die Symptome einer Migräne hinweisen. Mit dem Begriff Aura werden Reizphänomene beschrieben, bei denen die Betroffenen Blitze sehen, Taubheit oder Kribbeln spüren oder Geräusche hören, die gar nicht da sind. Aufgrund der stark auftretenden Symptome während einer Migräneattacke verspüren Betroffene ein erhöhtes Ruhebedürfnis und ziehen sich zurück.

Migräne kann in verschiedene Stufen unterteilt werden, die das Fortschreiten und die Intensität der Symptome widerspiegeln. Die erste Stufe wird oft als Prodrom bezeichnet, wo subtile Veränderungen wie Stimmungsschwankungen, Nahrungsmittelverlangen oder Nackensteifheit auftreten können. Diese Phase kann Stunden oder sogar Tage vor dem eigentlichen Migräneanfall beginnen. Anschließend folgt die sogenannte Aura-Phase, die nicht jeder Migränepatient erlebt. Bei Betroffenen treten während dieser Phase visuelle oder sensorische Störungen auf, wie beispielsweise Lichtblitze, Gesichtsfelddefekte oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Die dritte Stufe ist der Schmerz selbst, begleitet von charakteristischen Symptomen wie pulsierenden Kopfschmerzen, Übelkeit und einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen. Schließlich endet der Migräneanfall mit der Postdromal-Phase, in der Betroffene sich oft erschöpft und ausgelaugt fühlen und langsam in ihren normalen Alltag zurückkehren.

Die schwerste Form von Migräne, die Patienten erleben können, ist die sogenannte chronische Migräne. Diese Form wird definiert, wenn Betroffene an 15 oder mehr Tagen im Monat Kopfschmerzen haben, von denen mindestens acht Tage durch Migräne gekennzeichnet sind. Im Gegensatz zu episodischen Migräneanfällen sind die Schmerzen bei chronischer Migräne oft kontinuierlich und beeinträchtigen den Alltag stark. Zusätzlich zu den klassischen Kopfschmerzen unterscheidet sich die chronische Migräne durch ihre längere Dauer und die verstärkte Intensität der Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen.

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Migräne ist in vielen Fällen auf die erblichen Veranlagungen zurückzuführen. Die Entstehung einer Migräne umfasst einen komplexen Prozess, wobei eine erhöhte Aktivität bzw. Aktivierung des Gehirns entsteht. Das dadurch auftretende Pulsieren der Arterien wird von den Betroffenen oftmals als schmerzhaft wahrgenommen und spezielle Botenstoffe werden ausgeschüttet. Das Gehirn des Migränepatienten reagiert somit auf bestimmte Auslösefaktoren oder bestimmte Überbelastungen, mit einer Migräneattacke. Folgende Faktoren können Auslöser (Trigger) für Migräneanfälle sein:

  • plötzlicher Stress
  • Überanstrengung
  • Veränderungen im Alltag
  • hormonelle Veränderungen
  • Flüssigkeitsmangel
  • Aussetzen von Mahlzeiten, Unterzuckerung
  • Schlafmangel
  • Reizüberflutung (grelles Licht, starker Lärm)
  • Wetterveränderungen

Therapieansätze bei Migräne

Wo bei stark ausgeprägter Migräne die Einnahme von Medikamenten wie Triptanen, Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac vor allem die Symptome der auftretenden Kopfschmerzen bekämpfen, können psychotherapeutische Therapieverfahren zur Behandlung einer Migräne bei den Ursachen sowie beim Umgang mit den Schmerzanfällen ansetzen. Neben körperlichen Ursachen spielen nämlich auch psychische und soziale Faktoren eine Rolle für den Ausbruch einer Migräne. Im Rahmen einer Psychotherapie, häufig mit Methoden der Verhaltenstherapie, steht die Bewältigung von Stress, Problemen und Blockaden im Fokus - mit dem Ziel, die Schmerzen zu lindern.

Zur Behandlung einer Migräne in Kliniken ist das frühzeitige Erkennen der Symptome essenziell. Die Therapieverfahren können somit individuell auf Patienten angepasst werden, um gezielt die Ursachen und Auslöser der Migräne festzustellen. Daran anknüpfend erzielen Ärzte gemeinsam mit ihren Patienten eine nachhaltige Minderung der Symptome einer Migräne. Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und reichen von Gesprächstherapien der stationären Psychotherapie über Entspannungsverfahren bis hin zu Sporttherapien und Einheiten der psychosomatischen Physiotherapie. Auch achtsamkeitsbasierte Therapie kann eine Option sein.

Bipolare Störung: Zwischen Manie und Depression

Eine bipolare Störung, auch als manisch-depressive Erkrankung bekannt, ist eine psychische Krankheit, bei der es zu schwankenden Stimmungen zwischen zwei entgegensetzten Extremen kommt. Dabei wechseln sich Hochphasen (Manie), die von extremer Aktivität, Reizbarkeit und Sprunghaftigkeit oder Unruhe geprägt sind und Tiefphasen (Depression) ab, bei denen die Betroffenen niedergeschlagen und antriebslos sind.

Bei Bipolaren Störungen handelt es sich um eine Gruppe von Störungen mit einem Wechsel zwischen Phasen von depressiven Symptomen und Phasen des Hochgefühls oder gesteigerten Antriebs, die - anders als rein depressiv verlaufende Erkrankungen - häufiger mit geringer Krankheitseinsicht und eingeschränkter Therapiemotivation einhergeht. Als Ursachen wird eine starke genetische Verankerung angenommen, zudem können organische Erkrankungen und bestimmte Medikamente eine Bipolare Störung auslösen. Die Diagnose erfolgt anhand der Symptome, nicht selten gibt es Verwechslungen mit unipolar verlaufenden Depressionen oder Schizophrenien. Die Behandlung besteht in einem Gesamtbehandlungsplan, der zumindest Medikamente (Phasenprophylaktika), Psychotherapie und komplementäre Therapie sowie Sozialtherapien umfasst. Die BP-Störungen sind v.a. durch (meist langjährige) Medikamentenbehandlung und Psychotherapie stabilisierbar, eine komplette Recovery ist dagegen weniger häufig.

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Symptome und Diagnose der Bipolaren Störung

Wenn eine bipolare Störung vorliegt, schwankt die Stimmung des Betroffenen zwischen Phasen der Manie und der Depression. Dazwischen können auch Phasen einer ausgeglichenen Stimmung liegen. Die Symptome einer Manie sind beispielsweise eine gesteigerte Aktivität, Ruhelosigkeit, Gedankenrasen, ein vermindertes Schlafbedürfnis oder Ablenkbarkeit. Eine depressive Episode ist durch Symptome wie unter anderem Verlust von Interesse und Freude, Antriebsmangel, Verlust des Selbstwertgefühls, suizidales Verhalten oder Schlaf- und Appetitstörungen gekennzeichnet. Wenn vier oder mehr affektive Episoden innerhalb von 12 Monaten auftreten, spricht man von einem sogenannten Rapid-Cycling. Wechseln sie innerhalb von Tagen oder Stunden, wird das auch Ultrarapid-Cycling genannt.

Zur Diagnose müssen mindestens drei der folgenden Merkmale vorliegen:

  • Gesteigerte Aktivität
  • Ruhelosigkeit
  • Rededrang
  • Ideenflucht
  • Gedankenrasen
  • Verlust sozialer Hemmungen
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Überhöhte Selbsteinschätzung
  • Ablenkbarkeit
  • Ständiger Wechsel von Aktivitäten
  • Tollkühnes oder rücksichtsloses Verhalten
  • Gesteigerte Libido

Zusätzlich ist die Stimmung während mindestens einer Woche ungewöhnlich gehoben oder auch gereizt. Die Symptome einer Depression bei BP-Störung entsprechen weitgehend denen einer unipolaren Depression.

Bipolare Störungen sind nicht leicht zu diagnostizieren, weil sie mit anderen psychischen Störungen wie einer unipolaren Depression oder Schizophrenien verwechselt werden kann. Da v.a. hypomane Phasen sowohl von Betroffenen als auch von Angehörigen und Freunden häufig lediglich als „Laune“ oder „aufgedrehte Stimmung“ interpretiert werden, dauert es oft Jahre, bis eine richtige Diagnose gestellt wird. Daher ist vor allem die BP-II-Störung schwer zu erkennen. Grundlage der Diagnostik ist gleichwohl die sorgfältige Anamnese (einschließlich Familien- und Medikamentenanamnese) unter Einbeziehen von Partnern und Bezugspersonen. Bei entsprechendem Verdacht ist empfehlenswert, Kontakt zu einem Facharzt oder einer Klinik aufzunehmen. Zum Ausschluss organischer Ursachen dienen neben der körperlichen Untersuchung auch Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren. Wenn bipolare Störungen nach dem 50. Lebensjahr erstmals auftreten, ist eine sorgfältige organische Abklärung immer erforderlich.

Therapieansätze bei Bipolarer Störung

Bei der Akuttherapie steht die Verminderung der depressiven beziehungsweise manischen Symptome im Vordergrund. Sie erfolgt meist im Krankenhaus oder in einer Tagesklinik. Das Ziel ist, den Patienten aus der Episode „herauszuholen“ und den akuten Leidensdruck zu reduzieren. Je nach Schwere der Episode können auch begleitende Therapien wie Psychotherapie oder eine medikamentöse Therapie angewandt werden. Welches Medikament dabei eingesetzt wird, hängt vom Verlauf der Erkrankung ab. Eine Psychotherapie ergänzt und unterstützt die medikamentöse Behandlung der bipolaren Störung. Dabei werden die Therapieziele wie die Milderung der Symptome und die Steigerung der Lebensqualität gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet und festgelegt. Weitere Therapiemöglichkeiten stellen zum Beispiel die Sport- oder Bewegungstherapie dar. Sportliche Aktivität wirkt sich positiv auf die psychische Befindlichkeit aus und auch das soziale Miteinander und die Erfahrung eines positiven Körpergefühls können die Symptome der Erkrankung lindern. Auch Entspannungsmethoden wie die progressive Muskelentspannung können den Betroffenen helfen, mit Belastungen besser umzugehen und zur Ruhe zu kommen.

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Zur Behandlung von Patienten mit Bipolaren Störungen im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans stehen mehrere Optionen zur Verfügung . In der Akutbehandlung gilt es, die Symptome der momentanen manischen, hypomanischen, depressiven oder gemischten Krankheitsepisode zu mildern und zu kontrollieren, den akuten Leidensdruck zu reduzieren und die Krankheitseinsicht des Patienten wiederherzustellen. Wenn eine deutliche Besserung der Krankheitssymptome eingetreten ist, wird in der Erhaltungstherapie der Patienten weiter stabilisiert und die optimale medikamentöse Therapie für den Patienten gesucht. Hat sich die Stimmungslage des Patienten wieder "normalisiert", sollten langfristig weitere Krankheitsepisoden verhindert werden. Ziel ist auch, den Patienten so vollständig wie möglich sozial und beruflich wieder einzugliedern. Die medikamentöse Therapie wird auf das zur Erhaltung der ausgeglichenen Stimmung notwendige Maß reduziert. Patienten und Angehörige müssen darüber aufgeklärt werden, dass eine Bipolare Störung im Regelfall das ganze Leben lang behandelt werden muss. Die Intensität der Behandlung kann dabei zwar unterschiedlich sein, aber ohne Behandlung wird eine dauerhafte Stabilisierung der Stimmung nicht möglich sein. Patienten mit Bipolaren Störungen leiden an einer anlagebedingten (genetischen) Anfälligkeit für diese Erkrankung und es gibt zurzeit noch keine Möglichkeit, diese genetische Anfälligkeit zu korrigieren. Die modernen Therapiemethoden können "nur" zu einer dauerhaften Unterdrückung dieser Anlage beitragen.

Psychosomatische Erkrankungen: Wenn Körper und Seele leiden

Viele Patienten leiden zusätzlich unter starken Beschwerden mit unspezifischen körperlichen Symptomen, wie z.B. Schmerzen, Herz-und Kreislaufbeschwerden, Magen-Darm-Problemen, aber auch Müdigkeit und Erschöpf­fungssyndromen, für die sich jedoch keine hinreichende organische Ursache finden lässt. Auf der Suche nach Linderung erleben Patienten oftmals eine wahre Ärzte-Odyssee. Experten schätzen, dass 80 Prozent der Bevölkerung zeitweise unter einer psychosomatischen Erkrankung leiden. In der Regel klingen die Beschwerden nach einigen Wochen wieder ab, so dass sich umfangreiche Untersuchungen erübrigen. Bei einigen Patienten werden die Symptome chronisch und der Gang zum Arzt ist unvermeidlich. Doch die Suche nach der Ursache gestaltet sich schwierig. Die Laborwerte sind allenfalls gering oder unspezifisch auffällig und eine Schädigung bzw.

Ziel ist es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die Beschwerden und ihre Ursachen zu behandeln. An erster Stelle steht hierbei die Eingangs-diagnostik. Dazu gehören neben einem ausführlichen Arzt-Patient-Gespräch Labor-und Funktionsuntersuchungen. Diese dienen jedoch nicht dazu, eine erneute Grundlagendiagnostik zu erstellen, sondern den aktuellen Beschwerde­stand aus psychiatrisch-psychologischer, somatisch-medizi­nischer Sicht und psychosozialer Perspektive zu erfassen. Während der gesamten Rehabilitation ist der therapieführende Arzt oder Psychotherapeut der wichtigste Ansprech­partner, mit dem der Patient alle Therapiemaßnahmen im Einzelnen besprechen kann. Hinter diesem Ansprechpartner steht ein interdisziplinär arbeitendes Team, das insbesondere bei der Erstellung eines individuellen Therapieplans unerlässlich ist.

Therapieansätze bei Psychosomatischen Erkrankungen

Patentrezepte zur Behandlung psychosoma­tischer Erkrankungen gibt es nicht. Vielmehr müssen bei jedem Patienten die Symptome und das oftmals komplexe Ursachengeflecht mit einem individuellen und ganzheitlichen Therapiekonzept behandelt werden. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern bzw. deren Wahrneh­mung und Belastungsgrad im alltäglichen Leben zu reduzie­ren. So liegt das Hauptaugenmerk auf einer psychotherapeu­tischen Therapie, um dem Patienten beim Verständnis der psychischen Ursachen zu helfen und die Beeinträchtigung im beruflichen und sozialen Leben möglichst gering zu halten. Wichtig ist hierbei, dass der Patient seinen Körper bzw. Der behandelnde Arzt ist während des gesamten Aufenthaltes zusammen mit dem Psychologen der wichtigste Ansprech­partner. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Bewertung der Zusammenhänge der eigenen körperlichen Beschwerden spielen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Behandlungsschwerpunkt ist der Aufbau bzw. die Wiederherstellung von Eigenständigkeit und Selbstbestimmung des Patienten in seinem Berufsleben im Sinne der medizinisch-beruflich-orientierten Rehabilitation (MBOR). Daher werden ihm innerhalb der berufsbezogenen Therapiemodule praktische Strategien im Umgang mit möglichen Belastungsfaktoren im Arbeitsleben vermittelt, wie z.B. Stressbewältigung oder Zeitmanagement. Zusätzlich unterstützen unsere Sozial-und Ergotherapeuten den Patienten aktiv, indem sie mit ihm durch Belastungserprobungen und funktionelles Training neue Perspektiven für das Berufsleben entwickeln. Durch eine lange Krankengeschichte geht oftmals das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers verloren. Körperliche und psychische Beschwerden müssen in manchen Fällen auch medikamentös unterstützend behandelt werden, um beispielsweise eine Linderung der Schmerzen oder eine Verbesserung der Stimmungslage bei Depressionen zu erreichen.

Die Rolle der Rehakliniken

Rehakliniken für psychosomatische Erkrankungen bieten ein breites Spektrum an Therapien an, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind. Dazu gehören:

  • Psychotherapie: Einzel- und Gruppentherapie, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie
  • Körperorientierte Therapien: Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie, Entspannungstechniken (z.B. progressive Muskelentspannung, autogenes Training)
  • Kreativtherapien: Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanztherapie
  • Sozialtherapie: Beratung und Unterstützung bei sozialen und beruflichen Problemen
  • Medikamentöse Therapie: Bei Bedarf zur Unterstützung der psychotherapeutischen Behandlung

Auswahl einer geeigneten Rehaklinik

Bei der Auswahl einer geeigneten Rehaklinik sollten folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Spezialisierung: Hat die Klinik Erfahrung in der Behandlung von Migräne und/oder bipolaren Störungen?
  • Therapieangebot: Bietet die Klinik ein breites Spektrum an Therapien an, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten sind?
  • Qualifikation des Personals: Sind die Ärzte, Psychologen und Therapeuten qualifiziert und erfahren?
  • Lage und Ausstattung: Bietet die Klinik eine angenehme und heilsame Umgebung?
  • Kostenübernahme: Welche Kosten werden von der Krankenkasse übernommen?

Einige der Kliniken, die Erfahrung mit der Behandlung von bipolaren Störungen haben, sind:

  • LWL-Klinik Dortmund inkl. Alexianer St.
  • Asklepios Fachklinikum Teupitz

Diese Kliniken haben Ärzte mit großer Erfahrung mit einer bipolaren Störung (ICD-10 F31). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2023 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung.

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