Reparaturvorgänge geschädigter Nerven in den Beinen: Ursachen, Diagnose und Behandlungsansätze

Unser Körper ist von einem weitverzweigten Netzwerk an Nerven durchzogen. Diese Nervenbahnen ermöglichen es uns, sensorische Signale und Empfindungen wie Kälte oder Schmerz wahrzunehmen. Schädigungen dieser Nerven, beispielsweise durch Druck, Quetschungen oder Stoffwechselstörungen, können zu unangenehmen und schmerzhaften Empfindungen führen. Diese Schädigungen manifestieren sich oft in Form von Neuralgien, Polyneuropathien oder als Teil eines Wirbelsäulen-Syndroms.

Ursachen für Nervenschädigungen in den Beinen

Nervenschädigungen in den Beinen können vielfältige Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Druck und Quetschungen: Direkte Verletzungen, wie sie beispielsweise bei Unfällen oder Stürzen vorkommen, können Nerven quetschen oder schädigen.
  • Stoffwechselstörungen: Erkrankungen wie Diabetes mellitus können zu Nervenschäden, insbesondere Polyneuropathien, führen.
  • Bandscheibenvorfälle: Hervortretendes Bandscheibengewebe kann auf Nervenstrukturen drücken und so Schmerzen und neurologische Ausfälle verursachen.
  • Wirbelsäulenveränderungen: Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, wie Spondylose, Spondylarthrose oder Spinalstenose, können Nerven einengen und reizen.
  • Wirbelbrüche: Insbesondere osteoporotische Wirbelbrüche können Nerven komprimieren oder schädigen.
  • Instabilität und Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Eine übermäßige Beweglichkeit in einem oder mehreren Wirbelsäulensegmenten kann dazu führen, dass ein Wirbelkörper sich verschiebt und auf Nerven drückt.

Symptome von Nervenschädigungen in den Beinen

Die Symptome von Nervenschädigungen in den Beinen sind vielfältig und hängen von der Art und dem Ausmaß der Schädigung ab. Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen: Brennende, stechende oder ziehende Schmerzen in den Beinen.
  • Taubheitsgefühle: Verminderte oder fehlende Sensibilität in bestimmten Bereichen der Beine oder Füße.
  • Kribbeln und Parästhesien: Unangenehme Empfindungen wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Stechen.
  • Muskelschwäche: Kraftverlust in den Beinen oder Füßen, der zu Schwierigkeiten beim Gehen oder Stehen führen kann.
  • Reflexstörungen: Veränderte oder fehlende Reflexe in den Beinen.
  • Koordinationsstörungen: Schwierigkeiten bei der Koordination von Bewegungen, die zu Unsicherheit beim Gehen führen können.

Diagnose von Nervenschädigungen in den Beinen

Die Diagnose von Nervenschädigungen in den Beinen beginnt in der Regel mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Der Arzt wird nach Art und Dauer der Beschwerden fragen, die Muskelkraft, Beweglichkeit und Reflexe prüfen und untersuchen, ob Sensibilitätsstörungen vorliegen.

Zur weiteren Abklärung können bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden. Diese Untersuchungen können helfen, die Ursache der Nervenschädigung zu identifizieren, beispielsweise einen Bandscheibenvorfall, eine Spinalstenose oder einen Wirbelbruch.

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Bei Bedarf können spezialisierte Fachärzte weitere diagnostische Verfahren durchführen, wie die Elektromyografie (EMG) und die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung (NLG). Mit diesen Untersuchungen wird die Funktionsfähigkeit von Nervenbahnen und Muskeln getestet.

Konservative Behandlungsmethoden

In vielen Fällen sind die Beschwerden vorübergehend und lassen sich mit konservativen Maßnahmen erfolgreich behandeln. Wichtig ist, dass Betroffene in Bewegung bleiben. Zu den konservativen Behandlungsmethoden gehören:

  • Schmerzmittel: Medikamente zur Linderung von Schmerzen.
  • Physiotherapie: Übungen zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerzlinderung.
  • Injektionstherapie: Injektion von Betäubungsmitteln oder Kortikosteroiden in die betroffenen Bereiche, um Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren.
  • Multimodale Schmerztherapie: Kombination verschiedener Behandlungsansätze, wie Schmerzmittel, Physiotherapie, Psychotherapie und Entspannungsverfahren.
  • Ergänzende Nährstoffe: Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Vitamin B, Folsäure und Uridinmonophosphat enthalten, kann die Reparaturvorgänge geschädigter Nerven unterstützen. Keltican® forte ist ein solches Mittel und kann langfristig eingenommen werden, da es sicher und verträglich ist.

Invasive Behandlungsmethoden

Lassen sich die Symptome mit konservativen Mitteln nicht ausreichend eindämmen, können invasive Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden. Dazu gehören:

  • CT-gesteuerte Infiltrationstherapie: Gezielte Injektion von Medikamenten unter CT-Kontrolle zur Schmerzlinderung.
  • Radiofrequenz-Behandlung (Facettendenervierung): Minimalinvasives Verfahren zur Verödung feiner schmerzleitender Nerven, die die kleinen Wirbelgelenke umgeben.
  • Operation: In einigen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die Ursache der Nervenschädigung zu beheben, beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Spinalstenose.

Operative Eingriffe bei Nervenschädigungen in den Beinen

  • Bandscheibenvorfall: Entfernung des vorgefallenen Gewebes, um den Druck auf die Nerven zu beseitigen.
  • Spinalstenose: Behebung der Verengung des Wirbelkanals durch einen chirurgischen Eingriff.
  • Instabilitäten: Stabilisierung der Wirbelsäule durch eine Fusion.

Keltican® forte zur Unterstützung der Nervenregeneration

Keltican® forte ist ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, das die Nährstoffe Vitamin B, Folsäure und Uridinmonophosphat enthält. Diese Nährstoffe können die Reparaturvorgänge geschädigter Nerven unterstützen.

  • Uridinmonophosphat: Ist ein wichtiger Baustein für die Reparatur und den Aufbau von Nervenzellen.
  • Vitamin B und Folsäure: Spielen eine wichtige Rolle im Nervenstoffwechsel und können zur normalen Funktion des Nervensystems beitragen.

Keltican® forte ist sicher und verträglich und kann daher über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die Einnahmedauer richtet sich nach den individuellen Beschwerden. Da geschädigte Nerven täglich Nährstoffe benötigen, ist eine regelmäßige Einnahme empfehlenswert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden.

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Die Rolle der Wirbelsäule bei Nervenschädigungen in den Beinen

Die Wirbelsäule spielt eine zentrale Rolle bei Nervenschädigungen, die sich in den Beinen manifestieren. Sie besteht aus 24 Bewegungssegmenten zwischen dem 1. Halswirbel und dem Kreuzbein (Sakrum). Jedes Bewegungssegment umfasst zwei benachbarte Wirbel, die über kleine Gelenke miteinander verbunden sind, sowie die dazwischenliegende Bandscheibe. Die Bandscheiben schützen die Wirbelsäule vor Belastungen und halten die natürlichen Kurven aufrecht.

Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule sind bei fast allen Erwachsenen nachweisbar und können verschiedene Formen annehmen:

  • Degenerative Bandscheibenerkrankung / Bandscheibenvorfall: Im Laufe der Jahre verlieren die Bandscheiben an Flüssigkeit und Höhe (Spondylose). Der äußere Ring wird brüchig, der innere Druck steigt. Die Stoßdämpferfunktion geht verloren, und das Bandscheibengewebe kann zwischen den Wirbeln hervortreten (Bandscheibenvorfall) und auf Nervenstrukturen drücken.
  • Spondylosis deformans: Durch einen Bandscheibenschaden und damit einhergehende körpereigene Reparaturvorgänge entstehen knöcherne Kanten oder Zacken an den Rändern der Wirbelkörper, welche die Nerven reizen können, die aus dem Rückenmark austreten.
  • Spondylarthrose: Wie alle Gelenke des menschlichen Körpers können auch die Facettengelenke, welche die Wirbel miteinander verbinden, Verschleißerscheinungen unterliegen und zu Problemen führen.
  • Spinalstenose: Durch degenerative Veränderungen von Wirbelkörpern, -gelenken und Bandapparat kann der Wirbelkanal - und damit auch das Rückenmark oder daraus austretende Nerven - eingeengt werden.
  • Instabilität & Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Durch degenerative Prozesse kann es vorkommen, dass in einem oder mehreren Wirbelsäulensegmenten eine Beweglichkeit oberhalb der Norm möglich ist. Verschiebt sich dadurch ein Wirbelkörper gegenüber den anderen nach hinten oder vorn, können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auftreten. Kommt es zusätzlich zu einer Kompression des Rückenmarks oder der daraus austretenden Nerven, sind neurologische Funktionsstörungen die Folge.
  • Wirbelbruch: Neben Unfällen ist die Osteoporose (signifikante Verringerung der Knochenmasse inkl. Störung der knöchernen Mikroarchitektur) die Hauptursache für Wirbelbrüche. Osteoporotische Wirbelbrüche können durch Bagatteltraumata wie leichte Stöße, ruckartige Bewegungen oder auch ganz ohne Trauma auftreten.
  • Degenerative Skoliose: Diese Form der dreidimensionalen Verkrümmung der Wirbelsäule geht oft einher mit fortgeschrittenen Schäden der Bandscheiben, Spondylarthrose, Spinalkanalstenosen und Wirbelkörperbrüchen.

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