Das Thoracic-Outlet-Syndrom (TOS), auch Schultergürtel-Kompressionssyndrom genannt, ist eine Erkrankung, die durch die Kompression von Nerven und/oder Blutgefäßen im Bereich des Übergangs vom Hals zum Brustkorb verursacht wird. Typischerweise sind dabei Nerven des Plexus brachialis (Nervengeflecht für Arm und Hand) sowie die Arteria subclavia (Schlüsselbein-Schlagader) und Vena subclavia (Schlüsselbeinvene) betroffen. Eine Schlüsselbeinverdickung kann in einigen Fällen zu einer solchen Nervenkompression beitragen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Schlüsselbeinverdickungen und Nervenkompression.
Was ist das Thoracic-Outlet-Syndrom (TOS)?
Das Thoracic-Outlet-Syndrom (TOS) ist ein Engpasssyndrom im oberen Brustkorb, bei dem Nerven und Gefäße auf ihrem Weg vom Hals zum Arm eingeengt werden. Das Bündel aus Plexusnerven, Arterie und Vene zieht durch mehrere natürliche Engstellen: zwischen den Halsmuskeln (Skalenuslücke), zwischen dem ersten Rippenknochen und dem Schlüsselbein (Kostoklavikularraum) und unter dem kleinen Brustmuskel (Korakopektoralraum). Wenn an einer dieser Stellen nicht genug Platz ist, kann es zu einer Druckschädigung der darin verlaufenden Strukturen kommen.
Wer ist betroffen?
Grundsätzlich kann TOS in jedem Alter und bei jedem Geschlecht auftreten. Allerdings zeigen Statistiken, dass vor allem jüngere bis mittelalte Frauen betroffen sind, insbesondere wenn eine schlechte Körperhaltung oder ungenügend trainierte Schultermuskulatur vorliegt. Auch Menschen, die beruflich oder sportlich stark die Arme über Kopf einsetzen (z. B. Schwimmer, Volleyballspieler) und dadurch wiederholte Bewegungen von Arm/Schulter ausführen, haben ein höheres Risiko. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 1% der Bevölkerung ein Thoracic Outlet Syndrom entwickelt.
Ursachen einer Schlüsselbeinverdickung und Nervenkompression
Die Ursachen für eine Schlüsselbeinverdickung und die daraus resultierende Nervenkompression können vielfältig sein:
Angeborene Engstellen
Eine bekannte angeborene Ursache ist eine zusätzliche Rippe im Halsbereich, eine sogenannte Halsrippe (Cervicalrippe). Diese extra Rippe, die meist am 7. Halswirbel ansetzt, kommt nur bei etwa 0,5% der Menschen vor. In vielen Fällen bleibt eine Halsrippe klinisch unauffällig, doch sie kann den Engpass im Hals-Brustkorbbereich weiter verengen und so ein Thoracic Outlet Syndrom begünstigen. Tritt ein TOS durch das Vorhandensein einer Halsrippe auf, spricht man auch vom Halsrippensyndrom. (Neben voll ausgebildeten Halsrippen gibt es auch unvollständige Halsrippen oder fibrose Bänder, die ähnlich wirken können.) Andere knöcherne Anomalien wie eine ungewöhnliche Steilstellung oder Verknöcherung der ersten Rippe oder Exostosen (Knochenneubildungen) können ebenfalls den Raum einengen.
Lesen Sie auch: Ursachen für eingeklemmten Nerv am Schlüsselbein
Weichteil-Veränderungen
Eine Verdickung oder Verspannung der Halsmuskulatur (insbesondere der Skalenusmuskeln) kann die Durchtrittsstelle für Nerven und Gefäße verengen. Seltener kommen zusätzliche Muskelstränge (z. B. ein vierter Skalenusmuskel) oder feste Bindegewebsstränge vor, die den Plexus und die Gefäße einengen.
Verletzungen und chronische Belastungen
Unfälle wie ein Schleudertrauma oder ein früherer Bruch des Schlüsselbeins können dazu führen, dass sich Narbengewebe oder Knochenfehlstellungen bilden, welche den Raum am Thoracic Outlet reduzieren. Chronische Überlastungen - etwa durch schwere Lasten auf den Schultern, intensives Krafttraining (z. B. Bodybuilding) oder repetitive Über-Kopf-Bewegungen - können zu muskulären Hypertrophien, kleinen Blutungen und Vernarbungen führen, die letztlich ebenfalls eine Einengung bewirken. Eine schlechte Körperhaltung (gekrümmte Schultern, „Rundrücken“) begünstigt das Auftreten ebenfalls.
Tumore oder große Lymphknoten
Tumore oder große Lymphknoten im oberen Brustkorb oder Achselbereich sind seltene Ursachen, können aber ebenfalls durch Raumeinnahme ein TOS provozieren.
Überbein am Schlüsselbein (klavikuläre Exostose)
Eine Exostose ist eine knöcherne Auswölbung/Überbein, die durch übermäßiges Knochenwachstum entsteht. Diese Auswölbungen können sich am Schlüsselbein bilden und als herausstehender Knochen wahrgenommen werden.
Meist handelt es sich um ein Zusammenspiel von Faktoren. Häufig liegt eine anlagebedingte Enge vor (z. B. durch Halsrippe oder engen Halsraum), die dann durch Lebens- und Arbeitsgewohnheiten (Körperhaltung, muskuläre Belastung) weiter verschlimmert wird. Wichtig ist: Nicht jede nachweisbare Engstelle führt automatisch zu Beschwerden. Viele Menschen haben z. B. Halsrippen, ohne jemals ein TOS zu entwickeln. Erst wenn es tatsächlich zu einer Reizung oder Schädigung der Nerven bzw. Gefäße durch Druck kommt, spricht man von einem Thoracic Outlet Syndrom.
Lesen Sie auch: Behandlung Taubheitsgefühl nach Schlüsselbein-OP
Symptome des TOS
Die Beschwerden beim Thoracic Outlet Syndrom können von Patient:in zu Patient:in variieren, abhängig davon, welche Struktur (Nerv oder Gefäß) hauptsächlich gedrückt wird und wo die Kompression auftritt. Allgemein betrifft TOS die obere Extremität und den Schulter-Nacken-Bereich. Typische Symptome sind:
- Schulter-, Nacken- und Armschmerzen, oft verbunden mit Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder einem Gefühl von Schwäche im Arm.
- Viele Betroffene berichten, dass die Beschwerden vor allem auftreten oder schlimmer werden, wenn der Arm gehoben wird - z. B. beim Haarewaschen oder bei Über-Kopf-Arbeiten.
Im Folgenden ein Überblick der häufigsten Symptom-Konstellationen je nach TOS-Typ:
Neurogenes TOS (nTOS)
Diese häufigste Form (rund 95% der Fälle) betrifft hauptsächlich die Nerven des Plexus brachialis. Typisch sind ausstrahlende Schmerzen vom Nacken über die Schulter in den Arm, oft bis in die Hand hinein. Insbesondere können Gefühlsstörungen (Kribbeln, Taubheit) an der ulnaren Seite der Hand auftreten, also im kleinen Finger und Ringfinger sowie an der Innenseite des Unterarms - dies entspricht der Kompression der unteren Nervenfasern (Segmente C8-Th1). Manche Patient:innen bemerken eine Schwäche in der Hand; in sehr schweren Fällen kann es zu einer leichten Atrophie (Rückbildung) der Handmuskulatur kommen. Die Schmerzen können stechend-brennend oder dumpf sein und sowohl bei Bewegung als auch in Ruhephasen auftreten. Oft bestehen die Symptome einseitig, können aber bei entsprechenden Belastungen auch beidseitig vorkommen. Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen können begleitend auftreten, sind aber beim rein neurogenen TOS weniger prominent als die Armsymptome.
Venöses TOS (vTOS)
Ist vor allem die Vena subclavia (Schlüsselbeinvene) eingeengt, spricht man von einem venösen TOS. Dieses macht sich oft plötzlich bemerkbar, häufig nach intensiver Armnutzung (auch bekannt als „Effort-Thrombose“ oder Paget-von-Schroetter-Syndrom). Durch die Abflussstörung des Blutes können Schwellungen des betroffenen Arms, der Hand und Finger auftreten, begleitet von einem Spannungsgefühl. Die Haut kann bläulich verfärbt sein, und hervortretende Venen im Schulter- und Brustbereich sind möglich. Die Betroffenen verspüren oft ein Schweregefühl und Schwäche im Arm. Mitunter entsteht in der Vene ein Blutgerinnsel (Thrombose), was zu plötzlichen Schmerzen und Schwellungen führt. Dieses Szenario stellt einen akuten medizinischen Handlungsbedarf dar.
Arterielles TOS (aTOS)
Diese Form ist die seltenste (unter 5% der Fälle), aber potenziell die gefährlichste. Hier wird die Arteria subclavia (Schlüsselbeinarterie) abgeklemmt, meist durch eine knöcherne Anomalie wie eine ausgeprägte Halsrippe. Betroffene klagen über Durchblutungsstörungen im Arm und in den Händen: die Hand wird leicht kalt, blass und schnell müde bei Belastung. Es kann zu Schmerzen in den Fingern kommen, manchmal treten sogar kleine Geschwüre an den Fingern auf, weil die Blutversorgung nicht ausreicht. Die Finger können kribbeln oder taub werden. In Extremfällen könnten sich durch Turbulenzen in der eingeengten Arterie Blutgerinnsel bilden, die in die Hand oder selten ins Gehirn wandern und dort Gefäßverschlüsse verursachen. Solche Komplikationen sind jedoch sehr selten.
Lesen Sie auch: Behandlungsmöglichkeiten bei Schlüsselbeinbruch
Charakteristisch für das Thoracic Outlet Syndrom ist, dass bestimmte Positionen oder Bewegungen der Arme die Symptome auslösen oder verstärken. So berichten viele, dass das Heben der Arme über den Kopf oder Zurückstrecken der Schultern unmittelbar zu Schmerz, Taubheit oder Schwäche führt. In Ruhe, insbesondere wenn man die Schultern entspannt und die Arme senkt, bessern sich TOS-Beschwerden oft wieder.
Unbehandelt kann ein chronisches TOS über lange Zeit zu dauerhaften Nervenschäden (mit anhaltender Schwäche oder Gefühlsverlust in der Hand) oder Gefäßschäden führen. So kann eine venöse Kompression wiederholt Thrombosen verursachen, und eine arterielle Kompression könnte Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder Gefäßverschlüsse begünstigen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer rechtzeitigen Diagnose und Therapie.
Diagnose des TOS
Die Diagnosestellung beim Thoracic Outlet Syndrom kann herausfordernd sein, da die Symptome vielfältig und nicht immer eindeutig sind. Wichtig ist zunächst eine gründliche Erhebung der Krankengeschichte: Der Arzt oder die Ärztin fragt nach den genauen Beschwerden, deren zeitlichem Verlauf und auslösenden Faktoren (z. B. welche Armhaltung die Symptome hervorruft). Anschließend erfolgt eine klinische Untersuchung, bei der gezielt auf neurologische Ausfälle und Durchblutungsstörungen geachtet wird.
Einige spezielle Provokationstests können Hinweise auf ein TOS geben. Beispiele sind:
- Adson-Test: Der Patient dreht den Kopf zur betroffenen Seite und atmet tief ein, während der Arm nach hinten unten gestreckt wird. Ein Abschwächen des Radialpulses oder Auftreten von Symptomen (Kribbeln, Schmerz) gilt als Hinweis auf eine Kompression der Arterie durch die Skalenusmuskulatur oder eine Halsrippe.
- Roos-Test (Elevated Arm Stress Test): Beide Arme werden seitlich angehoben (90° Abduktion) und der Patient öffnet und schließt für etwa 3 Minuten rhythmisch die Hände. Treten Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Schwäche auf, kann dies ein Zeichen für ein neurogenes TOS sein.
Weitere Tests wie der Wright-Test (Hyperabduktion der Arme) oder der Kostoklavikular-Test (Schultern nach hinten unten drücken) werden ebenfalls angewandt und können die Symptome provozieren. Allerdings sind diese klinischen Tests nicht 100% spezifisch - das heißt, sie können auch bei anderen Problemen positiv ausfallen. Deshalb dürfen sie immer nur in Kombination mit anderen Befunden bewertet werden.
Bildgebung
Zur Bildgebung greifen Ärzt:innen häufig auf Röntgenaufnahmen und Kernspintomografie zurück. Ein Röntgenbild der Halswirbelsäule kann z.B. eine Halsrippe sichtbar machen oder degenerative Veränderungen ausschließen. Spezielle Duplex-Ultraschalluntersuchungen der Armgefäße, teils in unterschiedlichen Armstellungen, können zeigen, ob der Blutfluss durch bestimmte Positionen beeinträchtigt wird (z.B. Abdrücken der Arterie nachweisbar). Eine Magnetresonanzangiographie (MRA) oder Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel kann die Engstelle dreidimensional abbilden und eventuelle Gefäßschäden (wie Aneurysmen oder Verschlüsse) aufdecken. Gerade beim Verdacht auf venöses oder arterielles TOS ist eine Gefäßdarstellung in unterschiedlichen Armhaltungen oft sehr aufschlussreich.
Neurophysiologische Tests
Ergänzend können neurophysiologische Tests gemacht werden: Eine Elektroneurografie (ENG) bzw. Elektromyografie (EMG) prüft die Nervenleitgeschwindigkeit und Muskelfunktion, um festzustellen, ob und wo Nerven geschädigt sind. Diese Tests helfen, andere neurologische Ursachen (z.B. Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule oder Karpaltunnelsyndrom) abzugrenzen und zu bestätigen, dass tatsächlich eine Reizung der Nerven im Auslassbereich vorliegt.
Entscheidend ist das Gesamtbild: Die Kombination aus typischen Symptomen, auffälligen klinischen Tests und passenden Bildgebungsbefunden untermauert die TOS-Diagnose. Manchmal ist es notwendig, andere Fachbereiche hinzuzuziehen - etwa Neurolog:innen, um ähnliche Krankheitsbilder auszuschließen. Ist die Diagnose Thoracic Outlet Syndrom gesichert, kann im nächsten Schritt ein geeignetes Therapiekonzept erstellt werden.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie des Thoracic Outlet Syndroms richtet sich nach der Art des TOS (neurogen vs. vaskulär), der Schwere der Symptome und den individuellen Befunden (z.B. Nachweis von Gefäßveränderungen). Grundsätzlich steht am Anfang meist ein konservativer Behandlungsversuch, bevor eine Operation erwogen wird - außer es liegen kritische Gefäßkomplikationen vor, die eine sofortige chirurgische Entlastung erfordern.
Die wichtigsten Therapiebausteine sind:
Konservative Therapie
- Physiotherapie und Haltungsschulung: Bei neurogenem TOS ist die konservative Therapie Mittel der ersten Wahl. Gezielte physikalische Therapie (Krankengymnastik) kann durch Dehnungs-, Kräftigungs- und Haltungsübungen den Brustkorb weiten und Platz für Nerven und Gefäße schaffen. Zum Beispiel werden die Muskulatur im Schultergürtel gestärkt und Haltungskorrekturen geübt, sodass die Schultern nach hinten unten gebracht werden und der costoclaviculäre Raum (zwischen erster Rippe und Schlüsselbein) entlastet wird. Auch Entspannungsübungen und Ergotherapie zur Anpassung von Alltagsbewegungen können helfen. Wichtig ist, dass solche Übungen von spezialisiertem Personal angeleitet werden - unsachgemäße oder übertriebene Dehnübungen könnten die Beschwerden sonst verschlimmern.
- Medikamentöse Therapie: Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. In einigen Fällen können auch Muskelrelaxantien hilfreich sein.
- Injektionen: Cortison-Spritzen in betroffene Halsmuskeln (Skalenus-Muskeln) können ebenfalls zur Schmerzlinderung beitragen.
Operative Therapie
Bei ausgeprägten Symptomen von Nervenkompressionen und bei gefährlichen Gefäßeinengungen kann eine Entfernung der umgebenden Strukturen erforderlich sein, die für die Einengung verantwortlich sind, z.B. bestimmte Muskeln, zusätzliche verdickte Bänder, oder auch die erste Rippe.
- Minimalinvasive Chirurgie: In Berlin bieten spezialisierte Zentren wie die VenaZiel DayKlinik moderne Verfahren der Thoraxchirurgie an, um das Thoracic Outlet Syndrom schonend und effektiv zu behandeln. Insbesondere die minimalinvasive, uniportale VATS-Technik (Video-assistierte Thorakoskopie über einen einzigen Zugang) ermöglicht eine sichere Dekompression der betroffenen Strukturen - oft ambulant, also ohne längeren Krankenhausaufenthalt.
Schmerzen am Schlüsselbein: Weitere Ursachen und Differenzialdiagnosen
Es ist wichtig zu beachten, dass Schmerzen am Schlüsselbein nicht immer auf eine Nervenkompression oder ein TOS zurückzuführen sind. Weitere mögliche Ursachen sind:
- Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur): Ein Bruch des Schlüsselbeins ist eine häufige Ursache, insbesondere nach einem Sturz oder direktem Schlag auf die Schulter. Ein Teil des Schlüsselbeins kann durch die Fraktur hervorstehen und sichtbar deformiert erscheinen. Typischerweise sind damit auch Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen verbunden.
- Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksprengung): Bei einer Verletzung des Akromioklavikulargelenks, das das Schlüsselbein mit dem Schulterblatt verbindet, können die Bänder reißen, die das Gelenk stabilisieren. Dies führt dazu, dass das Schlüsselbein angehoben wird und sichtbar hervorsteht.
- Luxation des Sternoklavikulargelenks: Eine Luxation oder Subluxation (Teil-Verrenkung) des Gelenks zwischen dem Schlüsselbein und dem Brustbein (Sternoklavikulargelenk) kann dazu führen, dass das Schlüsselbein abnormal hervorsteht.
- Klavikuläre Osteolyse: Dies ist eine Erkrankung, bei der das knöcherne Ende des Schlüsselbeins allmählich abgebaut wird. Sie wird häufig bei Personen beobachtet, die wiederholt schwere Lasten heben, wie Gewichtheber.
- Arthrose des Brustbein-Schlüsselbeingelenks (Sternoclaviculargelenk): Diese geht typischerweise mit Schmerzen an der entsprechenden Stelle einher, die vor allem beim Atmen, Husten, Niesen und morgens auftreten.
- Tietze-Syndrom: Bei einem Tietze-Syndrom entzündet sich der Knorpel nahe am Brustbein und verursacht entsprechende Beschwerden.
- Muskelverspannungen: Verspannungen können zusammen mit Schmerzen im Schlüsselbein einhergehen und deuten in der Regel daraufhin, dass den Beschwerden eine muskuläre Dysbalance (Muskelungleichgewicht) zugrunde liegt.
Schwellung am Schlüsselbein: Mögliche Ursachen
Eine Schwellung am Schlüsselbein kann verschiedene Ursachen haben:
- Bursitis (Schleimbeutelentzündung): Eine Entzündung des Schleimbeutels im Bereich des Schlüsselbeins kann eine Schwellung verursachen. Diese Entzündung tritt oft als Folge von Überlastung, Reibung oder Verletzungen auf.
- Lymphknotenvergrößerung: Vergrößerte Lymphknoten im Bereich des Schlüsselbeins können ebenfalls eine Schwellung verursachen. Diese Lymphknotenvergrößerung kann durch eine Infektion, eine Entzündung oder, in seltenen Fällen, durch eine bösartige Erkrankung wie Lymphome verursacht werden.
- Infektionen: Eine Infektion der Haut oder des darunterliegenden Gewebes kann eine Schwellung am Schlüsselbein verursachen.
- Posttraumatische Veränderungen: Nach einer Verletzung kann es zu einer Schwellung im Bereich des Schlüsselbeins kommen, die auch noch einige Zeit nach dem Ereignis bestehen bleibt.
- Überlastung: Zu langes Tragen oder zu schweres Tragen von Taschen oder Rucksäcken führen sehr häufig zu entzündlichen Veränderungen im Bereich der Muskeln des Schlüsselbeins und somit zu einem Anschwellen des Muskels und zum Einstrom von Flüssigkeit.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:
- Schmerzen am Schlüsselbein plötzlich und stark auftreten, insbesondere nach einer Verletzung.
- Die Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten oder sich verschlimmern.
- Zusätzlich zu den Schmerzen weitere Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln, Schwäche oder Schwellungen auftreten.
- Die Schmerzen die Beweglichkeit des Arms oder der Schulter einschränken.
tags: #schlusselbein #verdickt #nerven