Nervenschmerzen können sehr belastend sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Trigeminusneuralgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die durch heftige, blitzartig einschießende Gesichtsschmerzen gekennzeichnet ist. In diesem Artikel werden die Möglichkeiten der Behandlung der Trigeminusneuralgie mit Schüssler Salzen beleuchtet.
Das Nervensystem und Nervenschmerzen
Das Nervensystem ist ein komplexes Netzwerk, das für die Übertragung von Informationen im Körper verantwortlich ist. Nervenschmerzen, auch Neuralgien genannt, können verschiedene Ursachen haben und sich in unterschiedlichen Formen äußern. Wirbelsäulensyndrome, Bandscheibenerkrankungen, Wirbelblockaden oder Muskelverspannungen können Neuralgien auslösen. Es ist wichtig, die Ursachen von Nervenschmerzen ärztlich abklären zu lassen, um eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Was sind Schüssler Salze?
Im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler eine Therapieform mit Mineralsalzen, die er als Biochemie bezeichnete. Nach der Lehre von Schüßler entstehen Krankheiten und Beschwerden durch Störungen im Mineralhaushalt des Körpers. Indem fehlende Salze in stark verdünnter Form eingenommen werden, soll der Körper in die Lage versetzt werden, Defizite auszugleichen. Insgesamt gibt es zwölf Schüßler Salze, die ihr Erfinder selbst bestimmte. Später kamen 15 Ergänzungssalze hinzu. Jedes der Salze hat die Aufgabe, bestimmte Zellen im Körper zu unterstützen.
Schüßler-Salze sind Mineralstoffe, die homöopathisch aufbereitet werden und schnell ins Innere der Zelle gelangen. Sie unterstützen die Gesundheit der Körperzelle und verstehen sich als Regulationstherapie. Sie sind geeignet zur Steigerung des Wohlbefindens, Vorbeugung von Krankheiten und zur Begleitung bzw. Unterstützung einer ärztlichen Therapie.
Wirkweise der Schüssler Salze
Bei den Schüßler Salzen gilt die Annahme, dass ein Mangel an Mineralien eine Erkrankung im Körper hervorruft. Wird das fehlende Salz also in starker Verdünnung verabreicht, soll der Körper dadurch einen Impuls empfangen, den Mangel eigenständig auszugleichen. Wie in der klassischen Homöopathie werden auch die Inhaltsstoffe der Schüßler Salze stark verdünnt verabreicht - dies wird als Potenzierung bezeichnet. Bei den Schüßler Salzen kommt vor allem die Potenz D6 oder D12 vor. Für die Wirkung der Schüßler Salze gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis, jedoch sind auch keine Nebenwirkungen bekannt. Daher können auch Schwangere, Stillende und Kinder die Salze einnehmen.
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Schüssler Salze bei Trigeminusneuralgie
Bei der Trigeminusneuralgie können Schüssler Salze unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden. Einige Salze, die häufig bei Nervenschmerzen und Entzündungen eingesetzt werden, sind:
- Nr. 2 Calcium phosphoricum: Bei chronischen Beschwerden als Zwischenmittel.
- Nr. 3 Ferrum phosphoricum: Als Folge von Erkältung, stechender Schmerz, der sich beim Bücken, Erschütterung oder Wärme verschlimmert.
- Nr. 5 Kalium phosphoricum D6: Bei Neuralgie durch seelische Erregung; meist schwächliche, nervöse, allgemein empfindliche Personen. Dieses Salz ist bedeutend für die Nerven und die Psyche und findet sich in den Zellen des Gehirns, der Nerven und der Muskeln. Es ist für die reibungslose Funktion des Nerven- und Muskelgewebes zuständig.
- Nr. 6 Kalium sulfuricum D6: Verschlimmerung bei Witterungswechsel, bei feuchtem Wetter, Nebel. Zusammen mit Kalium chloratum und Kalium sulfuricum unterstützt es bei Entzündungen.
- Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: Bei akuten Schmerzen im Wechsel mit Kalium phosphoricum. Magnesiumphosphat verlangsamt die vom Nerv zum Muskel übertragenen Impulse und vermindert die Krampfintensität. Es ist das wichtigste Funktionsmittel bei Krämpfen, Schmerzen und innerer Erregung.
- Nr. 15 Kalium jodatum: Hat eine regulierende Wirkung auf die Nerven, wie z.B. Neuralgien wie Ischias oder Kopfschmerzen. Es wirkt stimmungsaufhellend bei depressiven Stimmungen. Anwendungsgebiete sind u.a. Trigeminusneuralgie, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen und Niedergeschlagenheit.
- Nr. 19 Cuprum arsenicosum: Wird eine Rolle beim Gehirn- und Nervenstoffwechsel zugesprochen. Es kommt daher oft bei Nervenschmerzen und Krämpfen zum Einsatz.
Die "Heiße Sieben"
Das Schüßler-Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum, ist besonders beliebt und bekannt in Form der „Heißen Sieben“. Dabei werden zehn Tabletten in heißem Wasser aufgelöst und getrunken. Diese Anwendung hat sich bei Schmerzen und Krämpfen bewährt.
Central Schüßler Mineralmischung
Es gibt auch spezielle Schüßler-Mineralmischungen zur Unterstützung bei Trigeminusschmerzen. Diese sind sorgfältig aufeinander abgestimmt, ergänzen sich die Funktionen der Salze. Die Tagesmenge wird in einer Flasche Wasser aufgelöst und in kleinen Schlucken über den Tag verteilt getrunken. Jeder Schluck sollte einige Zeit im Mund behalten werden, da die Mineralstoff-Moleküle über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.
Weitere unterstützende Maßnahmen
Neben der Einnahme von Schüssler Salzen können auch andere Maßnahmen zur Linderung von Nervenschmerzen beitragen:
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Neuralgien.
- Psychische Unterstützung: Die Psyche sollte nicht vergessen und bestmöglichst unterstützt werden. Nervenschmerzen können sehr belastend sein, daher ist es wichtig, Stress zu reduzieren und Entspannungstechniken anzuwenden.
- Homöopathie: Auch homöopathische Arzneimittel können eine hilfreiche Unterstützung bei der Behandlung von Nervenschmerzen sein. Beispielsweise bietet die Firma Pflüger mit Pflügerplex Neuralgie L 189 H ein homöopathisches Komplexmittel an, welches zur Besserung von Nervenschmerzen infrage kommen kann.
- Ätherische Öle: Auch Einreibungen mit Zusätzen von ätherischen Ölen wie Pfefferminzöl oder Johanniskrautöl können einen positiven Effekt bei Nervenschmerzen haben.
Wichtige Hinweise
- Bei andauernden oder starken Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
- Die Wirkung der Schüßler Salze kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden.
- Zu geeigneten Salzen bei Ihren Beschwerden können Sie sich von einem Homöopathen, wie einem Arzt oder Heilpraktiker mit Zusatzausbildung, beraten lassen. Auch eine sogenannte Antlitzanalyse kann weiterhelfen.
- Klassische Analgetika sind bei Trigeminusneuralgie nicht wirksam. Zum Einsatz kommen Antikonvulsiva (z. B. Carbamazepin, Gabapentin).
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