Schüßler-Salze und ihre Wirkung auf das Gehirn

Schüßler-Salze sind homöopathisch aufbereitete Mineralstoffe, die vor etwa 140 Jahren von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelt wurden. Die nach ihm benannten Salze sollen auf natürliche Weise wirken und sind nebenwirkungsfrei, wodurch sie für jedes Alter geeignet sind und problemlos mit anderen Präparaten eingenommen werden können. Sie unterstützen die Gesundheit und das Wohlbefinden in unterschiedlichen Lebenslagen.

Grundlagen der Schüßler-Salze

Dr. Schüßler entwickelte eine Heilmethode, die auf zwölf homöopathisch aufbereiteten Mineralstoffen basiert. Die bunten Schüßler-Salze von Pflüger unterstützen die Gesundheit und das Wohlbefinden in den unterschiedlichsten Lebenslagen. Man erkennt sie an der farbigen Nummernkennzeichnung auf den Verpackungen. Das ermöglicht Ihnen ein hohes Maß an Individualität und macht es leicht, etwaige Unverträglichkeiten zu umgehen.

Die Schüßler-Salze geben den Zellen Impulse und fungieren wie ein Türöffner zur besseren Aufnahme und Verarbeitung von essenziellen Mineralstoffen, wodurch der Mineralhaushalt wieder in Balance kommt. Die Kombinationen wurden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biochemie nach Dr. Schüßler entwickelt und enthalten sorgsam aufeinander abgestimmte Schüßler-Salze, die den Körper bei unterschiedlichen Anforderungen ideal unterstützen.

Schüßler-Salz Nr. 5: Kalium phosphoricum

Die Rolle von Kalium phosphoricum

Das Schüßler-Salz Nr. 5, Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat), wird oft als das Salz der Nerven und Psyche bezeichnet. Es soll eine bedeutende Rolle im Nervensystem spielen und wird daher auch als Nerven- oder Gehirnsalz bezeichnet. Kalium phosphoricum kommt im Körper in Gehirn-, Nerven-, Muskel- und Blutzellen sowie in der Milz vor. Es ist ein anorganisches Nährsalz, das in den Nerven- und Gehirnzellen, aber auch in Blutkörperchen sowie in den Flüssigkeiten von Blut und Gewebe vorkommt.

Kalium phosphoricum sorgt dafür, dass das Ruhepotential der Zelle erhalten bleibt. Es wirkt antiseptisch, indem es Krankheitskeime beim Eindringen in die Zellen verhindert.

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Anwendungsgebiete von Kalium phosphoricum

Kalium phosphoricum wird häufig bei Stress, Ängsten und depressiven Verstimmungen eingesetzt. Es soll den Energiehaushalt stärken und im Alltag leistungsfähiger machen. Es gilt als Generalmittel der Energie und Leistung und wird oft bei geistiger und körperlicher Erschöpfung eingesetzt.

Hier einige Symptome und Beschwerden, die durch einen Mangel an Kalium phosphoricum auftreten können:

  • Abszesse, Furunkel
  • Alkoholmissbrauch
  • Anfallsweises Auftreten von Nervenschmerzen
  • Angst
  • Antriebslosigkeit
  • Apathie, Teilnahmslosigkeit
  • Blasenschwäche (nervös)
  • Dekubitus
  • Delirium
  • Depression
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Erkältung
  • Erschöpfung, Erschöpfungsdepression, Burnout
  • Fieber (besonders bei hohem Fieber)
  • Fuß- und Hautpilz
  • Gastritis, Magengeschwür
  • Gedächtnisschwäche
  • Gehirnerschütterung
  • Geist kommt nicht zur Ruhepotential, kreisende Gedanken
  • Gerüche, stark (Fäulnis, Urin, Mundgeruch)
  • Heimweh
  • Herzklopfen
  • Herzmuskelschwäche
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hypochondrie
  • Infektionskrankheiten
  • Inkontinenz
  • Ischias
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen mit Schwächegefühl
  • Körpergeruch, Mundgeruch
  • Krämpfe
  • Kreisrunder Haarausfall
  • Kummer
  • Lähmungserscheinungen (z.B. nach Schlaganfall, bei Kinderlähmung)
  • Lärmempfindlichkeit
  • Magenschleimhautentzündung
  • Mattigkeit
  • Mundschleimentzündung (Aphthen)
  • Mundgeruch (stark)
  • Muskelschmerzen, Muskelschwäche
  • Muskelschwund
  • Muskelzuckungen
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Nasenbluten
  • Nervöse Durchfälle und Blähungen, Brechdurchfall
  • Neuralgien
  • Nervosität
  • Nierenschwäche
  • Phobien (Platzangst)
  • Reflux
  • Reizbarkeit
  • Reizmagen
  • Schlaflosigkeit v.a. mit Gedankenkreisen
  • Schreckhaftigkeit
  • Schwindel, v.a. nervös bedingt
  • Schwitzen, Schweißausbrüche
  • Septische Blutungen
  • Starkes Schlafbedürfnis
  • Stimmungsschwankungen
  • Stress
  • Übelkeit
  • Unruhezustände
  • Wetterfühligkeit
  • Zahnfleischbluten

Dosierung und Anwendung

Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren) nehmen 1-3 x täglich 1 Schüßler-Salz-Tablette ein. Die Tabletten sollen sich einzeln im Abstand von etwa fünf Minuten im Mund auflösen. Für Kalium phosphoricum wird ein Auflösen in heißem Wasser wie bei der "Heißen 7", Magnesium phosphoricum, Schüßler-Salz Nr. 7, nicht empfohlen.

Weitere Aspekte

Eine Überdosierung von Schüßler-Salzen ist nicht möglich. Auch das Schüßler-Salz Nr. 5 hat keine Nebenwirkungen. Es spielt keine Rolle, wie alt Sie sind. Auch für Schwangere gibt es keine Kontraindikationen. Bei der Geburt kann die Anwendung von Kalium phosphoricum sogar sinnvoll sein, wenn die Wehen zu schwach oder unproduktiv ausgeprägt sind.

Die Schüßler-Salze in Form von Tabletten oder Salben können bis zur vollständigen Heilung der Beschwerden eingenommen werden. Bei akuten Beschwerden kann die Besserung schon nach kurzer Zeit eintreten. Bei chronischen Krankheiten und Beschwerden kann die Behandlung mit Schüßler-Salzen auch längere Zeit andauern.

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Kombinationen mit anderen Schüßler-Salzen

  • Energie-Kur: Salz Nr. 3 + Nr. 5 + Nr. 7, Anwendung: morgens: Nr. 5 - Kalium phosphoricum, mittags: Nr. 3 - Ferrum phosphoricum, abends: Nr. 7 - Magnesium phosphoricum.
  • Kinder mit Lernstörungen, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität: Nr. 5 + Nr. 7, Anwendung (jeweils als „Heiße Sieben“): morgens: Nr. 5 Kalium phosphoricum D6, abends: Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
  • Beruhigung: Kalium phosphoricum ist gut in Verbindung mit Passionsblume, um „runterzukommen“.

Antlitzzeichen

Das Gesicht ist aschgrau, dunkle Augenringe. Trüber Gesichtsausdruck. Weitere Anzeichen: gelbliche Absonderungen. Bei chronischen Beschwerden sind Absonderungen stark riechend, sehr faulig, bemerkbar.

Charakterliche Ursachen für einen Mangel an Kalium phosphoricum

Kalium phosphoricum scheint auch eine Wirkung auf die Psyche zu haben. Dr. Schüßler machte zwanghafte charakterliche Strukturen für den übermäßigen Verbrauch von Mineralstoffen verantwortlich. Für einen hohen Verbrauch an Kalium phosphoricum sollen demnach unter anderem ein übertriebener Einsatz im Leben, häufige Überforderungen und zu hohe Erwartungen an sich selbst verantwortlich sein.

Wenn die Möglichkeiten, sein Leben gestalten und die Lebensformen der Mitmenschen einen überfordern oder sich idealistische, nicht verwirklichbare Vorstellungen manifestieren, zehrt dies an der Leistung. Weinerlichkeit, Entmutigung und Schwäche können emotionale Folgen sein.

Wer seine Belastungsgrenze begreifen und anerkennen lernt und sich auf seine tatsächlich realisierbaren Handlungen konzentriert, wird laut Dr. Schüßler eine Besserung erfahren.

Schüßler-Salz Nr. 19: Cuprum arsenicosum

Die Rolle von Cuprum arsenicosum

Dem Schüßler-Salz Nr. 19 Cuprum arsenicosum (Kupferarsenit) wird eine Rolle beim Gehirn- und Nervenstoffwechsel zugesprochen. Es kommt daher oft bei Nervenschmerzen und Krämpfen zum Einsatz. Auch am Eisen- und Schilddrüsenstoffwechsel soll Kupferarsenit beteiligt sein. Außerdem hilft es offenbar bei Pigmentstörungen.

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Besonders geeignet sein soll Cuprum arsenicosum (Kupferarsenit) zur Behandlung von Krämpfen, die mit einer gesteigerten Absonderung der Schleimhäute sowie einer Wirkung auf Muskeln, Gefäße und Nerven einhergehen. Hier soll die Wirkung relativ rasch eintreten.

Cuprum arsenicosum soll auch die Bildung des Hautpigments Melanin anregen und Pigmentstörungen ausgleichen, indem es eine gleichmäßige Verteilung des natürlichen Farbstoffs bewirkt. Des Weiteren wird das Schüßler-Salz Nr. 19 bei der Ausleitung von Schwermetallen zur Entgiftung eingesetzt.

Laut der Schüßler-Lehre wirkt Cuprum arsenicosum außerdem antioxidativ. Dies bedeutet, dass es die Wirkung schädlicher freier Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen) abschwächen und so die Auswirkungen von oxidativem Stress reduzieren soll. Oxidativer Stress begünstigt verschiedene Erkrankungen wie Krebs.

Anwendungsgebiete von Cuprum arsenicosum

Symptome, die mit einem Mangel an Kupferarsenit einhergehen, sollen besonders vor der Regelblutung, bei Neumond, nachts sowie bei Kälte und Berührung schlimmer werden. Trinken von kaltem Wasser und Schwitzen sollen eine Besserung der Beschwerden nach sich ziehen.

Zusammenfassend schließen Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen bei folgenden Symptome und Erkrankungen oftmals auch auf einen Mangel an Cuprum arsenicosum:

  • Pigmentstörungen der Haut, akute und nässende Ekzeme, Kältegefühl, kalter und klebriger Schweiß
  • Muskelkrämpfe, ruhelose Beine (Restless-Legs-Syndrom)
  • Bänderschwäche, Knochenbrüche, Osteoporose
  • Nervenschmerzen (Neuralgien), Reizung der Ischiasnerven (Ischialgie)
  • Wässrig-schleimiger Durchfall, Magen-Darm-Krämpfe
  • Gallenbeschwerden, chronische Entzündung der Leber (chronische Hepatitis), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), hohe Cholesterinwerte
  • Asthma bronchiale, Bronchitis, Husten
  • Chronische Entzündung beider Nieren ohne bakterielle Beteiligung (Glomerulonephritis), Nierengefäßsklerose (Aderverkalkung) mit Nasenbluten
  • Schilddrüsenprobleme
  • Eisenmangel
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS), Menstruationsbeschwerden
  • Bei Schwangeren Neigung zu Eklampsie (lebensbedrohlicher Krampfanfall)

Anwendung von Cuprum arsenicosum

Cuprum arsenicosum eignet sich in erster Linie zur innerlichen Anwendung. Für das Schüßler-Salz Nr. 19 wird die Regelpotenz D12 empfohlen, aber auch als D6 wird es gelegentlich verwendet.

Je nach Ausmaß der Beschwerden verordnen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker pro Tag zwischen einer und zehn Dosen Cuprum arsenicosum in der Potenzierung D12 oder D6. Die Tabletten sollen sich einzeln im Abstand von etwa fünf Minuten im Mund auflösen. Für Cuprum arsenicosum wird ein Auflösen in heißem Wasser wie bei der "Heißen 7", Magnesium phosphoricum, Schüßler-Salz Nr. 7, nicht empfohlen. Eine langfristige Einnahme von Cuprum arsenicosum wird empfohlen, wenn der Eisenstoffwechsel eingeschränkt ist.

Charakterliche Ursachen für einen Mangel an Cuprum arsenicosum

Auch eine Wirkung auf die Psyche wird Schüßler-Salz Nr. 19 nachgesagt. Das alternative Verfahren nach Schüßler besagt, dass zwanghafte charakterliche Strukturen die Speicher eines bestimmten Salzes angreifen.

Laut der Lehre von Schüßler verbrauchen angestrengte, verkrampfte Menschen, die zum Perfektionismus neigen, große Angst vor Gefahren und Unglück haben und nach Autoritäten in ihrem Umfeld suchen, übermäßig viel Cuprum arsenicosum. Diese Menschen sollen sich einerseits leicht verunsichern lassen, andererseits aber auch dazu neigen, sich zu verteidigen. Trotz Rückschlägen halten sie krampfhaft am eingeschlagenen Lebensweg fest.

An die eigene Stabilität zu glauben und einen Zugang zu inneren Quellen der Kraft zu suchen, soll den Betroffenen helfen, ihr Cuprum-arsenicosum-Depot zu schonen.

Mangelanzeichen im Gesicht

Liegt in den Zellen zu wenig Cuprum arsenicosum vor, so kann das laut der Schüßler-Lehre auch äußerlich sichtbar sein. Als typische Zeichen im Gesicht für einen Mangel an Cuprum arsenicosum gelten:

  • Leicht gelbliche und kalte Haut, auch bläulich marmoriert
  • Schleimig belegte Zunge
  • Heller Lidansatz vom inneren Augenwinkel ausgehend in Form eines großen V, das mit der Spitze zur Nasenwurzel zeigt

Weitere wichtige Informationen

Es ist wichtig zu beachten, dass die Konzepte der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt sind. Die hier dargestellten Informationen dienen lediglich der Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.

Gedächtnisstütze und allgemeines Wohlbefinden

Neben der Anwendung von Schüßler-Salzen gibt es weitere Möglichkeiten, die Gedächtnisleistung und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen:

  • Regelmäßige Bewegung: Regt die Durchblutung an und versorgt somit Ihr Gehirn mit Sauerstoff.
  • Gesunde Ernährung: Um eine gute Denkleistung zu erbringen, braucht unser Gehirn Energie und Vitalstoffe. Gute Energielieferanten sind: Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse. Weiterhin sind gesunde Fette aus Pflanzenölen (z.B. Olivenöl) und Nüssen ein wichtiger Bestandteil gesunder Nahrung. Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht ausreichend gut ernährt, kann auf sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke zurückgreifen und seine Defizite dadurch ausgleichen.
  • Ausreichend Trinken: Achten Sie darauf, täglich 1,5 bis 2 Liter zu trinken (am besten eignet sich stilles Wasser oder Tee).
  • Ausreichend Schlafen: Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist wichtig, um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten.
  • Eintönigkeit vermeiden: Sorgen Sie in Ihrem Leben für Abwechslung. Probieren Sie neue Hobbies oder neue Sportarten aus.

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