Die Biochemie nach Dr. Schüßler ist eine alternative Heilmethode, die auf der Annahme basiert, dass viele Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten Mineralsalzen in den Zellen entstehen. Diese Salze, auch Funktionsmittel genannt, sollen den Mineralhaushalt regulieren und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Eines dieser Schüßler-Salze ist Cuprum arsenicosum, das Schüßler-Salz Nr. 19.
Was ist Schüßler-Salz Nr. 19: Cuprum arsenicosum?
Dem Schüßler-Salz Nr. 19 Cuprum arsenicosum (Kupferarsenit) wird eine Rolle beim Gehirn- und Nervenstoffwechsel zugesprochen. Es kommt daher oft bei Nervenschmerzen und Krämpfen zum Einsatz. Auch am Eisen- und Schilddrüsenstoffwechsel soll Kupferarsenit beteiligt sein. Außerdem hilft es offenbar bei Pigmentstörungen.
Besonders geeignet sein soll Cuprum arsenicosum (Kupferarsenit) zur Behandlung von Krämpfen, die mit einer gesteigerten Absonderung der Schleimhäute sowie einer Wirkung auf Muskeln, Gefäße und Nerven einhergehen. Hier soll die Wirkung relativ rasch eintreten.
Cuprum arsenicosum soll auch die Bildung des Hautpigments Melanin anregen und Pigmentstörungen ausgleichen, indem es eine gleichmäßige Verteilung des natürlichen Farbstoffs bewirkt. Des Weiteren wird das Schüßler-Salz Nr. 19 bei der Ausleitung von Schwermetallen zur Entgiftung eingesetzt.
Laut der Schüßler-Lehre wirkt Cuprum arsenicosum außerdem antioxidativ. Dies bedeutet, dass es die Wirkung schädlicher freier Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen) abschwächen und so die Auswirkungen von oxidativem Stress reduzieren soll. Oxidativer Stress begünstigt verschiedene Erkrankungen wie Krebs.
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Das auf Kupferarsenit basierende Schüßler-Salz Nr. 19 ist Bestandteil der Antioxidantien-Mischung nach Schüßler. Hierzu zählen neben Cuprum arsenicosum die Schüßler-Salze Nr. 3 (Ferrum phosphoricum), Nr. 6 (Kalium sulfuricum), Nr. 10 (Natrium sulfuricum), Nr. 17 (Manganum sulfuricum), Nr. 21 (Zincum chloratum) und Nr. 26 (Selenium).
Gemäß der Schüßler-Theorie befinden sich die Hauptspeicher für Cuprum arsenicosum in den Zellen der Leber. Sie enthalten das namensgebende Salz nur in homöopathischer Dosierung und können einen entsprechenden Salzmangel folglich nicht direkt ausgleichen. Ziel der Einnahme ist es, Symptome zu lindern, die jenen gleichen, die bei einem entsprechenden Salzmangel auftreten würden. Das Schüßler-Salz soll somit auch dann wirken, wenn eine ganz andere Ursache hinter den Beschwerden steckt.
Anwendungsgebiete von Cuprum arsenicosum
Symptome, die mit einem Mangel an Kupferarsenit einhergehen, sollen besonders vor der Regelblutung, bei Neumond, nachts sowie bei Kälte und Berührung schlimmer werden. Trinken von kaltem Wasser und Schwitzen sollen eine Besserung der Beschwerden nach sich ziehen.
Zusammenfassend schließen Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen bei folgenden Symptome und Erkrankungen oftmals auch auf einen Mangel an Cuprum arsenicosum:
- Pigmentstörungen der Haut, akute und nässende Ekzeme, Kältegefühl, kalter und klebriger Schweiß
- Muskelkrämpfe, ruhelose Beine (Restless-Legs-Syndrom)
- Bänderschwäche, Knochenbrüche, Osteoporose
- Nervenschmerzen (Neuralgien), Reizung der Ischiasnerven (Ischialgie)
- wässrig-schleimiger Durchfall, Magen-Darm-Krämpfe
- Gallenbeschwerden, chronische Entzündung der Leber (chronische Hepatitis), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), hohe Cholesterinwerte
- Asthma bronchiale, Bronchitis, Husten
- chronische Entzündung beider Nieren ohne bakterielle Beteiligung (Glomerulonephritis), Nierengefäßsklerose (Aderverkalkung) mit Nasenbluten
- Schilddrüsenprobleme
- Eisenmangel
- Prämenstruelles Syndrom (PMS), Menstruationsbeschwerden
- bei Schwangeren Neigung zu Eklampsie (lebensbedrohlicher Krampfanfall)
Bei einer Eklampsie können Komplikationen wie akutes Nierenversagen, Hirnödem, Thrombose, Netzhautschäden, Blutungen und eine Plazentainsuffizienz auftreten und das Leben des Kindes gefährden. Besteht während der Schwangerschaft der Verdacht auf eine Eklampsie, ist eine intensive medizinische Überwachung der Patientin dringend erforderlich!
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Auch andere erste Krankheiten wie eine chronische Nierenentzündung, Asthma bronchiale oder Entzündungen von Leber und Bauchspeicheldrüse sowie Krämpfe dürfen nicht ausschließlich mit Schüßler-Salzen wie Cuprum arsenicosum behandelt werden. In diesen Fällen ist eine schulmedizinische Versorgung dringend notwendig, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden!
Anwendung von Cuprum arsenicosum
Cuprum arsenicosum eignet sich in erster Linie zur innerlichen Anwendung. Für das Schüßler-Salz Nr. 19 wird die Regelpotenz D12 empfohlen, aber auch als D6 wird es gelegentlich verwendet.
Innerliche Anwendung von Cuprum arsenicosum
Je nach Ausmaß der Beschwerden verordnen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker pro Tag zwischen einer und zehn Dosen Cuprum arsenicosum in der Potenzierung D12 oder D6. Die Tabletten sollen sich einzeln im Abstand von etwa fünf Minuten im Mund auflösen. Für Cuprum arsenicosum wird ein Auflösen in heißem Wasser wie bei der "Heißen 7", Magnesium phosphoricum, Schüßler-Salz Nr. 7, nicht empfohlen. Eine langfristige Einnahme von Cuprum arsenicosum wird empfohlen, wenn der Eisenstoffwechsel eingeschränkt ist.
Äußerliche Anwendung von Cuprum arsenicosum
Zur äußeren Anwendung von Kupferarsenit liegen keine Empfehlungen vor.
Charakterliche Ursachen für einen Mangel an Cuprum arsenicosum
Auch eine Wirkung auf die Psyche wird Schüßler-Salz Nr. 19 nachgesagt. Das alternative Verfahren nach Schüßler besagt, dass zwanghafte charakterliche Strukturen die Speicher eines bestimmten Salzes angreifen. Aufgrund bestimmter Mangelanzeichen darf allerdings nicht automatisch auf problematische Charakterzüge zurückgeschossen werden.
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Auch ist es falsch zu glauben, dass die Einnahme eines Mineralsalzes einen zwanghaften Charakter einfach "heilt". Vielmehr soll die Gabe des Salzes, für das ein mögliches Defizit besteht, Menschen die Arbeit an ihren Zwängen und Problemen erleichtern, indem innere Blockaden gelöst und ein biochemisches Gleichgewicht wieder hergestellt wird.
Bereits der Naturphilosoph und Arzt Paracelsus (1493-1541) setzte Kupfersalze bei psychischen Erkrankungen und Hysterie ein. Laut der Lehre von Schüßler verbrauchen angestrengte, verkrampfte Menschen, die zum Perfektionismus neigen, große Angst vor Gefahren und Unglück haben und nach Autoritäten in ihrem Umfeld suchen, übermäßig viel Cuprum arsenicosum. Diese Menschen sollen sich einerseits leicht verunsichern lassen, andererseits aber auch dazu neigen, sich zu verteidigen. Trotz Rückschlägen halten sie krampfhaft am eingeschlagenen Lebensweg fest.
An die eigene Stabilität zu glauben und einen Zugang zu inneren Quellen der Kraft zu suchen, soll den Betroffenen helfen, ihr Cuprum-arsenicosum-Depot zu schonen.
Mangelanzeichen im Gesicht
Liegt in den Zellen zu wenig Cuprum arsenicosum vor, so kann das laut der Schüßler-Lehre auch äußerlich sichtbar sein. Als typische Zeichen im Gesicht für einen Mangel an Cuprum arsenicosum gelten:
- leicht gelbliche und kalte Haut, auch bläulich marmoriert
- schleimig belegte Zunge
- heller Lidansatz vom inneren Augenwinkel ausgehend in Form eines großen V, das mit der Spitze zur Nasenwurzel zeigt
Weitere wichtige Informationen über Cuprum arsenicosum
Verschiedene Basissalze (Funktionsmittel) werden oft mit Kupferarsenit kombiniert, so etwa Ferrum phosphoricum, Kalium chloratum, Kalium sulfuricum und Magnesium phosphoricum. Auch bei Natrium phosphoricum, Natrium sulfuricum und Silicea wird die Kombination mit Cuprum arsenicosum oft als sinnvoll erachtet.
Es ist wichtig zu betonen, dass das Konzept der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt sind.
Hirndruck: Ursachen, Symptome und Behandlung
Hirndruck, auch intrakranieller Druck genannt, bezeichnet einen erhöhten Druck innerhalb des Schädels. Dieser Druck kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter:
- Schädel-Hirn-Trauma: Blutungen oder Schwellungen im Gehirn nach einer Verletzung können den Hirndruck erhöhen.
- Hirntumore: Tumore im Gehirn können Raum beanspruchen und den Druck erhöhen.
- Hirnblutungen: Blutungen im Gehirn können ebenfalls den Druck erhöhen.
- Hydrozephalus: Eine Ansammlung von Hirnwasser (Liquor) im Gehirn kann den Druck erhöhen.
- Meningitis: Eine Entzündung der Hirnhäute kann zu Schwellungen und erhöhtem Hirndruck führen.
- Enzephalitis: Eine Entzündung des Gehirns kann ebenfalls zu erhöhtem Hirndruck führen.
- Sinusvenenthrombose: Eine Verstopfung der venösen Blutleiter des Gehirns kann den Abfluss des Blutes behindern und den Druck erhöhen.
Symptome von Hirndruck
Die Symptome von Hirndruck können je nach Ursache und Schweregrad variieren. Häufige Symptome sind:
- Kopfschmerzen: Oftmals starke und anhaltende Kopfschmerzen, die sich bei Bewegung oder Anstrengung verschlimmern können.
- Übelkeit und Erbrechen: Insbesondere morgendliches Erbrechen kann ein Zeichen für erhöhten Hirndruck sein.
- Sehstörungen: Verschwommenes Sehen, Doppelbilder oder Gesichtsfeldausfälle können auftreten, wenn der Hirndruck auf den Sehnerv drückt.
- Bewusstseinsstörungen: Benommenheit, Verwirrtheit oder sogar Bewusstlosigkeit können auftreten.
- Neurologische Ausfälle: Muskelschwäche, Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen können auftreten, wenn der Hirndruck auf bestimmte Hirnareale drückt.
- Epileptische Anfälle: Erhöhter Hirndruck kann epileptische Anfälle auslösen.
- Veränderungen der Pupillen: Ungleiche Pupillen oder eine langsame Reaktion der Pupillen auf Licht können ein Zeichen für erhöhten Hirndruck sein.
Behandlung von Hirndruck
Die Behandlung von Hirndruck richtet sich nach der Ursache. In einigen Fällen kann eine medikamentöse Therapie ausreichend sein, um den Druck zu senken. In anderen Fällen ist eine Operation erforderlich, um die Ursache des Hirndrucks zu beseitigen.
- Medikamentöse Therapie: Medikamente wie Mannitol oder Kortikosteroide können eingesetzt werden, um den Hirndruck zu senken.
- Chirurgische Therapie: Eine Operation kann erforderlich sein, um einen Tumor zu entfernen, eine Blutung zu stillen oder einen Hydrozephalus zu behandeln. In manchen Fällen wird ein Shunt gelegt, um überschüssiges Hirnwasser abzuleiten und den Druck zu senken.
Schüßler-Salze bei Hirndruck: Eine ergänzende Behandlung?
Obwohl Schüßler-Salze wie Cuprum arsenicosum traditionell bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass sie bei Hirndruck wirksam sind. Es ist wichtig zu betonen, dass Hirndruck eine ernsthafte Erkrankung ist, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordert.
Schüßler-Salze sollten niemals als Ersatz für eine konventionelle medizinische Behandlung von Hirndruck eingesetzt werden.
Einige Therapeuten der Biochemie nach Schüßler sehen in bestimmten Salzen jedoch eine mögliche Unterstützung zur Linderung von Begleiterscheinungen oder zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens. So wird beispielsweise Natrium chloratum (Nr. 8) bei Störungen des Flüssigkeitshaushaltes eingesetzt, was bei Hirndruck, der durch Flüssigkeitsansammlungen verursacht wird, theoretisch relevant sein könnte. Auch Kalium phosphoricum (Nr. 5) wird zur Stärkung der Nerven und zur Unterstützung bei Erschöpfung empfohlen, was bei manchen Patienten mit Hirndruck hilfreich sein könnte.
Es ist jedoch entscheidend, dass die Einnahme von Schüßler-Salzen immer in Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgt und die schulmedizinische Behandlung nicht verzögert oder ersetzt.
Weitere naturheilkundliche und alternative Ansätze
Neben Schüßler-Salzen gibt es weitere naturheilkundliche und alternative Ansätze, die von manchen Patienten mit Hirndruck als ergänzende Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Dazu gehören:
- Pflanzliche Mittel: Einige Pflanzenextrakte, wie z.B. Ginkgo biloba, sollen die Durchblutung des Gehirns fördern und somit möglicherweise zur Linderung von Symptomen beitragen.
- Akupunktur: Diese traditionelle chinesische Behandlungsmethode wird von manchen Therapeuten zur Schmerzlinderung und zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt.
- Entspannungstechniken: Stress kann die Symptome von Hirndruck verstärken. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen und die Symptome zu lindern.
- Ernährungsumstellung: Eine entzündungshemmende Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, gesunden Fetten und wenig verarbeiteten Lebensmitteln kann möglicherweise zur Unterstützung der allgemeinen Gesundheit beitragen.