Zusammenhang zwischen Sehnerventzündung und Morbus Crohn: Ein umfassender Überblick

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind komplexe Erkrankungen, die sich nicht nur auf den Verdauungstrakt beschränken. Die Beschwerden beschränken sich jedoch nicht immer nur auf den Magen-Darm-Trakt. Es können auch Symptome an anderen Körperbereichen entstehen, zum Beispiel an den Augen oder an der Haut. Der Fachbegriff dafür ist „extraintestinale Manifestationen“, entzündliche Erkrankungen bei Patienten mit CED außerhalb des Verdauungstrakts. Eine der möglichen Komplikationen ist die Beteiligung der Augen, einschließlich der Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici). Dieser Artikel beleuchtet den Zusammenhang zwischen CED und Sehnerventzündung, untersucht die zugrunde liegenden Mechanismen, Symptome, Diagnose und Behandlungsansätze.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) und ihre Auswirkungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind durch eine Entzündung der Wand eines Teils des Verdauungstrakts gekennzeichnet. Die Symptome haben einen starken Einfluss auf das tägliche Leben der Betroffenen. CED sind durch eine Störung des Immunsystems gekennzeichnet und umfassen hauptsächlich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (CU). Sie machen etwa 470 000 diagnostizierte Fälle in Deutschland aus.

Morbus Crohn kann jeden Abschnitt des Verdauungstrakts vom Mund bis zum Anus betreffen. Während die Colitis ulcerosa (CU) das Rektum und den Dickdarm betrifft.

Beide Erkrankungen verlaufen in Entzündungsschüben, die sich mit Remissionsphasen abwechseln, und weisen folgende Hauptsymptome auf:

  • Schmerzen im Unterleib
  • Durchfall (zwischen 4 und 20 Stuhlgänge pro Tag)
  • Fäkale Inkontinenz
  • Appetitlosigkeit und Abmagerung
  • Starke Müdigkeit
  • Fieber
  • Schädigung der Analregion (Fissur, Abszess)

Eine wichtige Facette von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist jedoch, dass sie auch zu extraintestinalen Erkrankungen führen können. In diesem Fall spricht man von extraintestinalen Manifestationen (EIM).

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In etwa 20 % der Fälle treten Komplikationen wie Arthritis, Psoriasis, Leberprobleme oder Augensymptome (ca. 10 %) auf. Die mit CED verbundenen Augenbeschwerden werden zunehmend anerkannt.

Extraintestinale Manifestationen (EIM) und das Auge

CED können gesundheitliche Veränderungen hervorrufen, die sich an verschiedenen Stellen des Körpers bemerkbar machen. Etwa 30 % der Betroffenen mit Morbus Crohn und 40 % der Betroffenen mit Colitis ulcerosa entwickeln EIM im Krankheitsverlauf. Auf welchem Wege auch andere Körperregionen, außerhalb des Darms, durch eine CED beeinflusst werden können, ist bislang noch nicht vollends geklärt.

Bei ca. 4 bis 12 % aller CED-Betroffenen kommt es im Krankheitsverlauf zum Auftreten von EIM im Auge. Häufig werden diese nicht rechtzeitig erkannt - umso wichtiger ist es, bei einem Anfangsverdacht direkt den Augenarzt aufzusuchen. Mit etwa 55 % der Fälle treten CED-Begleiterkrankungen des Auges etwas häufiger bei Frauen und mit ca. 82 % der Fälle deutlich häufiger bei Betroffenen mit Morbus Crohn auf.

Augenerkrankungen können nicht nur begleitend zur Darmentzündung auftreten, sondern sogar die ersten Anzeichen einer CED sein. Zwei Beobachtungsstudien haben näher betrachtet, wann eine CED bei Menschen mit Augen- oder Hauterkrankungen auftritt, die auch bei CED gehäuft vorkommen. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten mit Hauterkrankungen, die mit CED in Verbindung stehen, ein sechsfach erhöhtes Risiko haben, auch eine CED zu bekommen. Bei Augenerkrankungen bestand ein zweifaches Risiko.

Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici)

Die Sehnerventzündung, auch Neuritis nervi optici genannt, ist eine Entzündung des Sehnervs, der für die Übertragung visueller Informationen vom Auge zum Gehirn verantwortlich ist. Entzündungen des Augeninneren mit dumpfen Augenschmerzen, Lichtscheu und Verminderung des Sehvermögens. Bei der Glaskörperentzündung (Vitritis) ist der Glaskörper betroffen, bei der Uveitis Aderhaut, Regenbogenhaut (siehe Regenbogenhautentzündung) und/oder Ziliarkörper. Die Ursachen der Entzündungen sind vielfältig, sie reichen von akuten bakteriellen Infektionen nach Augenoperationen bis hin zu (auto)immunologischen Prozessen. Uveitiden treten z. B. häufig im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen auf. Vitritis. Bei den Glaskörperentzündungen sind je nach Erreger und Abwehrlage des Betroffenen akute und chronische Verläufe möglich. Akute Glaskörperentzündungen entstehen am häufigsten nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen am Auge. Manchmal werden die Erreger aber auch durch eine Sepsis in das Auge eingeschwemmt oder sie wandern aus infizierten Nachbarstrukturen ein. Bei Patienten ohne Grunderkrankung handelt es sich bei den Erregern vor allem um Bakterien, seltener um Viren. Immungeschwächte Patienten wie AIDS-Kranke, Krebspatienten oder Patienten unter immunsuppressiver Therapie nach einer Organtransplantation erleiden eher pilzbedingte Glaskörperentzündungen, allen voran durch den Hefepilz Candida albicans. Hier dominieren die schleichenden oder chronischen Verläufe. Uveitis. Die Uveitis ist eine manchmal akute, häufiger chronisch und in Schüben verlaufende Entzündung von Aderhaut, Regenbogenhaut und/oder Ziliarkörper. Man unterscheidet dabei die Entzündung der vorderen Anteile (vordere oder anteriore Uveitis) von der Entzündung der hinteren Aderhautanteile (hintere oder posteriore Uveitis), manchmal treten Entzündungszellen auch in allen Bereichen auf (Panuveitis). Zusätzlich können auch Nachbarstrukturen mitbetroffen sein, bei der posterioren Uveitis z. B. Die Ursache der Uveitis bleibt in 40 % der Fälle ungeklärt, oft werden Autoimmunprozesse verantwortlich gemacht. Ursachen findet man aber bei den sogenannten sekundären Uveitiden, d. h. bei den Entzündungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit Infektionen oder im Rahmen anderer, häufig rheumatischer Erkrankungen auftreten. Infektionen mit Viren (z. B. Windpockenvirus, Rötelnvirus, Herpesviren), mit Parasiten (z. B. Toxoplasmose), Pilzen (z. B. der Hefepilz Candida albicans) oder Bakterien (z. B. Endophthalmitis. Die Infektion des gesamten Augeninneren (also eine Vitritis kombiniert mit einer Uveitis) wird als Endophthalmitis bezeichnet. Verursacher sind vor allem Bakterien, in selteneren Fällen auch Pilze oder Viren. Die Erreger gelangen entweder über den Blutweg ins Auge (endogene Endophthalmitis) oder von außen, z. B. im Rahmen einer Augenoperation (exogene Endophthalmitis). Typisch sind sehr starke, dumpfe Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit und eine starke Sehverminderung. Der Arzt stellt die Diagnose durch eine gründliche Untersuchung der Augen mit der Spaltlampe, evtl. auch mit einem Ultraschall. Vor allem bei der Uveitis sind Blutuntersuchungen auf die verschiedenen möglichen Auslöser unerlässlich. Nichtinfektiöse Entzündungen. Bei milden Formen der Uveitis reichen oft kortisonhaltige Augensalben, eventuell in Kombination mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) in Form von Augentropfen. Manchmal wird der Arzt Kortison auch als Infusion verabreichen oder Immunsuppressiva wie z. B. Methotrexat oder Cyclosporin A einsetzen. Neben der Behandlung des Auges muss natürlich auch eine evtl. Infektiöse Entzündungen. Bei aggressiven Erregern droht unbehandelt innerhalb weniger Stunden die Erblindung. Dies gilt sowohl für die Uveitis, die Vitritis und ganz besonders für die Endophthalmitis. Entsprechend ist die Therapie aggressiv und erfolgt über alle "Kanäle", das heißt lokal am Auge, systemisch mit Tabletten und/oder intravitreal (in den Glaskörper hinein) mit Antibiotika, Virostatika oder Antimykotika. Wurden Proben oder Abstriche gewonnen, nimmt der Arzt nach Identifizierung des Erregers wenn nötig eine Anpassung der Therapie vor. Die akute vordere Uveitis heilt richtig behandelt in der Regel folgenlos aus. Bei der hinteren Uveitis können Narben auf der Aderhaut zurückbleiben, die die Sehschärfe verringern. Bei einer unbehandelten Uveitis drohen Linsentrübung (Grauer Star), erhöhter Augeninnendruck (Grüner Star), Netzhautablösung und Erblindung. Wenden Sie Augentropfen und Augensalben wie vom Arzt verordnet an und nehmen Sie evtl. verschriebene Medikamente konsequent ein.

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Symptome der Sehnerventzündung

Zu den häufigsten Symptomen einer Sehnerventzündung gehören:

  • Verschwommenes Sehen oder Sehverlust: Dies kann plötzlich auftreten und sich innerhalb von Stunden oder Tagen verschlimmern.
  • Augenschmerzen: Die Schmerzen können sich bei Augenbewegungen verstärken.
  • Verändertes Farbsehen: Farben können blasser oder weniger lebendig erscheinen.
  • Lichtblitze (Photopsien): Einige Betroffene sehen flackernde oder blitzende Lichter.
  • Gesichtsfelddefekte: Es können blinde Flecken oder Ausfälle im Gesichtsfeld auftreten.

Diagnose der Sehnerventzündung

Die Diagnose einer Sehnerventzündung umfasst in der Regel eine umfassende augenärztliche Untersuchung, einschließlich:

  • Prüfung der Sehschärfe: Messung der Fähigkeit, Buchstaben oder Symbole auf einer Sehtafel zu erkennen.
  • Untersuchung des Farbsehens: Test auf Farbblindheit oder Farbsehstörungen.
  • Perimetrie: Beurteilung des Gesichtsfelds, um blinde Flecken oder Ausfälle zu identifizieren.
  • Funduskopie: Untersuchung des Augenhintergrunds, einschließlich des Sehnervenkopfes.
  • Optische Kohärenztomographie (OCT): Bildgebung des Sehnervs, um Schwellungen oder Schäden zu erkennen.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Bildgebung des Gehirns und des Sehnervs, um andere Ursachen für die Entzündung auszuschließen.

Der Zusammenhang zwischen CED und Sehnerventzündung

Obwohl die genauen Mechanismen, die zur Sehnerventzündung bei CED führen, noch nicht vollständig geklärt sind, gibt es mehrere Theorien:

  • Autoimmunreaktion: CED sind Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift. Es wird vermutet, dass eine ähnliche Autoimmunreaktion auch den Sehnerv betreffen kann.
  • Entzündungsmediatoren: Entzündungsmediatoren, die bei CED freigesetzt werden, können in den Sehnerv gelangen und dort eine Entzündung auslösen.
  • Gemeinsame genetische Faktoren: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte genetische Faktoren, die mit CED in Verbindung stehen, auch das Risiko für eine Sehnerventzündung erhöhen können.

Andere Augenbeschwerden im Zusammenhang mit CED

Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (CU) können eine Vielzahl von Symptomen im Magen-Darm-Trakt, aber auch in den Sinnesorganen, wie den Augen, aufweisen. Die Symptome und Beschwerden, die im Folgenden aufgelistet werden sollen, bieten wertvolle Hinweise auf den Zustand der zugrunde liegenden CED.

Diese Augenbeschwerden sind:

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  • Uveitis: Die Uveitis beschreibt Entzündungen der mittleren Augenhaut oder auch Uvea. Wo sich diese befindet, zeigt dir die Abbildung zum anatomischen Aufbau des Auges. Meist entsteht die Uveitis im Zusammenhang mit EIM der Gelenke. Es handelt sich um eine Entzündung der mittleren Augenschicht, deren Symptome gerötete Augen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie), Augenschmerzen, tränende Augen, das Gefühl von Schwimmkörpern im Auge und verschwommenes Sehen sind. Die Behandlung umfasst Kortikosteroide und manchmal auch immunsuppressive Medikamente.
  • Episkleritis: Bei der Episkleritis wiederum handelt es sich um Entzündungen der obersten Schicht der Lederhaut des Augapfels, der Episklera. Meist tritt die Episkleritis während eines Entzündungsschubs auf - sie ist die gängigste Augenbeteiligung bei CED und tritt häufiger bei Frauen auf. Es handelt sich um eine Entzündung der dünnen Gewebeschicht, die das Weiße des Auges bedeckt, der Episklera. Zu den Symptomen gehören rote, geschwollene und gereizte Augen, ein brennendes Gefühl, tränende Augen und leichte Schmerzen oder Unwohlsein. Episkleritis kann spontan abklingen oder mit kortikoidhaltigen Augentropfen behandelt werden. Zu den Symptomen der Episkleritis zählen eine helle Rötung des Auges sowie ein entstehendes Druckgefühl im Auge, sodass man „das Auge spürt“, dieses aber nicht schmerzt.
  • Skleritis: Bei der Skleritis handelt es sich entsprechend um Entzündungen der Lederhaut des Augapfels, oder auch Sklera. Sie ist deutlich seltener - weniger als 1 % aller Fälle von EIM des Auges - dafür aber schwerwiegender als die Episkleritis. Wenn eine Episkleritis nicht abklingt oder schlecht behandelt wird, entwickelt sich eine Skleritis. Dabei handelt es sich um eine schwere, zerstörerische Entzündung der Sklera, der weißen, faserigen und widerstandsfähigen Schicht, die das Auge bedeckt, die eine Gefahr für das Sehvermögen darstellen kann. Die Symptome sind starke Schmerzen im Auge, die sich beim Abtasten verschlimmern und in die Stirn, die Wange oder die Nasennebenhöhlen ausstrahlen, sowie eine ausgeprägte Rötung, erhöhte Augenempfindlichkeit, starker Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit. Ein violett gefärbtes Erythem tritt in einem Teil des Auges oder im ganzen Auge auf. Die Behandlung beginnt mit Kortikosteroiden. Wird eine Skleritis nicht rechtzeitig behandelt, besteht das Risiko einer Sehverschlechterung und das Auge kann dauerhaft geschädigt werden. Die Skleritis zeichnet sich aus durch eine dunkle Rötung des Auges. Häufig ist das Auge auch bläulich schimmernd erkennbar.
  • Bindehautentzündung: Es handelt sich um eine Entzündung der äußeren Augenhaut, die mit einer mikrobiellen, chemischen, allergischen oder entzündlichen Infektion in Zusammenhang stehen kann. Zu ihrer Behandlung wird regelmäßiges Waschen der Augen sowie das Tropfen von Augentropfen und eine lokale Pflege empfohlen.
  • Bullöse Keratopathie: Hierbei handelt es sich um eine Augenerkrankung, bei der es zu einer blasenähnlichen Schwellung der Hornhaut kommt. Zu den Symptomen gehören eine Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, verschwommenes Sehen und ein Fremdkörpergefühl im Auge.
  • Grauer Star (Katarakt): Es handelt sich hierbei um eine fortschreitende Trübung der Augenlinse. Die Symptome sind verschwommenes oder verzerrtes Sehen, verstärkte Blendung, Lichtempfindlichkeit und Doppeltsehen. Die Behandlung besteht aus einem chirurgischen Eingriff, bei dem die trübe Linse durch eine klare Kunstlinse ersetzt wird.
  • Augentrockenheit (Sicca-Syndrom): Auch als Sicca-Syndrom bezeichnet, handelt es sich um eine schlechte Qualität oder eine verminderte Produktion von Tränenflüssigkeit. Die Symptome sind juckende oder brennende Augen, Lichtempfindlichkeit, Rötungen und verschwommenes Sehen. Die Behandlung besteht aus künstlichen Tränen, warmen Kompressen, einer Massage der Augenlider und der Vermeidung von Rauch und anderen Reizstoffen.

Behandlung der Sehnerventzündung bei CED

Die Behandlung der Sehnerventzündung bei CED zielt darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Behandlung von CED-bedingten Augenerkrankungen beruht häufig auf einer umfassenden Behandlung der CED selbst. Entzündungshemmende Behandlungen können verschrieben werden, um die Augensymptome zu lindern.

Zu den gängigen Behandlungsansätzen gehören:

  • Kortikosteroide: Diese Medikamente werden häufig eingesetzt, um Entzündungen im Sehnerv zu reduzieren. Sie können intravenös, oral oder als Augentropfen verabreicht werden.
  • Immunsuppressiva: Bei schweren oder rezidivierenden Fällen können Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Methotrexat eingesetzt werden, um das Immunsystem zu unterdrücken und die Entzündung zu kontrollieren.
  • Biologika: Biologika wie TNF-alpha-Inhibitoren (z. B. Infliximab, Adalimumab) werden eingesetzt, um die Entzündung bei CED zu reduzieren. Sie können auch bei der Behandlung von Sehnerventzündungen im Zusammenhang mit CED wirksam sein.
  • Behandlung der Grunderkrankung: Eine wirksame Behandlung der CED ist entscheidend, um das Risiko von extraintestinalen Manifestationen wie der Sehnerventzündung zu verringern.

Tipps zur Minimierung der Symptome von CED-bedingten Augenbeschwerden

Hier sind einige Tipps, wie Sie die Symptome von CED-bedingten Augenbeschwerden minimieren können:

  • Einen Augenarzt aufsuchen, um die Augen gründlich untersuchen zu lassen
  • Genügend trinken, Dehydrierung kann die Augengesundheit beeinträchtigen
  • Auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung achten. Bestimmte Nährstoffe wie die Vitamine A, C und E sowie Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Gesundheit der Augen
  • Seine Augen ausruhen lassen, vor allem, wenn man längere Zeit vor dem Computer oder einem anderen elektronischen Gerät sitzt
  • Sich vor blauem Licht schützen, da dieses die Augen ermüdet. Blaulichtfilter oder eine Blaulichtbrille können helfen
  • Sich während eines Entzündungsschübs gut behandeln, seine Medikamente einnehmen, um die Augensymptome positiv zu beeinflussen

Man sollte sich immer von Ihrem Arzt beraten lassen, um eine auf die jeweilige Situation abgestimmte Beratung zu erhalten.

Frühzeitige Erkennung und Prävention

Um frühzeitig mögliche EIM des Auges zu erkennen, solltest du auf Veränderungen deines Auges bzw. deines Sehvermögens oder eines der anderen genannten Symptome achten. Ist dein Auge etwa deutlich gerötet, schmerzhaft oder es tritt eine merkliche Sehverschlechterung ein, solltest du umgehend den Rat eines Augenarztes bzw. einer Augenärztin aufsuchen. Sie sind die Expert*innen auf dem Gebiet und können dir am schnellsten bzgl. Diagnose und entsprechender Behandlung deiner Beschwerden, in Absprache mit deinem behandelnden Gastroenterologen bzw.

Da die Uveitis auch als frühes Zeichen einer chronisch entzündlichen Erkrankung auftreten kann, die sich ansonsten noch nicht bemerkbar gemacht hat, suchen Ärztinnen und Ärzte dann weiter nach einer möglichen Ursache, um solche Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

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