Selleriesaft: Wirkung bei Nervenschmerzen und mehr

Sellerie ist weit mehr als nur ein gewöhnliches Gemüse. Seit Jahrhunderten wird er erfolgreich zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden und Gicht eingesetzt. Die in ihm enthaltenen Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffe entfalten auf verschiedenen Ebenen eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile von Sellerie

Echter Sellerie regt den Stoffwechsel und das Nervensystem an, senkt den Blutdruck, reguliert die Nieren- und Verdauungsfunktionen und trägt zur Senkung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels bei. Die harntreibende Wirkung der Pflanze unterstützt eine gründliche Entwässerung und Entschlackung, was besonders bei Rheuma und Gicht von Bedeutung ist, da es entzündlichen Reaktionen im Körper vorbeugt und rheumatische Beschwerden spürbar lindern kann.

Bereits die alten Ägypter kannten die heilende Kraft des Selleries und nutzten den Wildsellerie gegen rheumatische Beschwerden. Im Mittelalter wurde die Knolle selbstverständlich im Arznei- und nicht im Gemüsegarten angebaut. Heutzutage bestätigen wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernden Wirkungen des Selleries.

Eine interessante Entdeckung ist, dass der im Sellerie enthaltene Pflanzenfarbstoff Apigenin das Gehirn dabei unterstützt, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu knüpfen. Dies kann neurologischen Altersbeschwerden wie Demenz entgegenwirken und sogar Depressionen vorbeugen.

Ob Knollensellerie, Stauden-, Stangen- oder Schnittsellerie - wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte regelmäßig zu Sellerie greifen.

Lesen Sie auch: Nervensystem stärken mit Selleriesaft: Ein Überblick

Selleriesaft: Ein Trendgetränk im Fokus

In den letzten Jahren hat sich ein regelrechter Hype um Selleriesaft entwickelt, insbesondere um den Saft aus Staudensellerie, auch bekannt als Stangensellerie. Dieser Trend wurde maßgeblich durch den amerikanischen Buchautor Anthony William ausgelöst, der dem frischen, kaltgepressten Selleriesaft zahlreiche positive Wirkungen auf die Gesundheit zuschreibt.

Was ist Selleriesaft?

Selleriesaft wird ausschließlich aus Staudensellerie hergestellt, wobei eine Staude etwa 10 Stangen umfasst. Bei der Herstellung von 100-prozentigem Selleriesaft werden lediglich die Stangen entsaftet, wodurch die Fasern bzw. Ballaststoffe entfernt werden.

Die Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen

Roher Staudensellerie enthält eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Dazu gehören Vitamin K (knochenstärkend), Vitamin C (entzündungshemmendes Antioxidans), B-Vitamine (wichtig für den Energiestoffwechsel), Beta-Karotin (wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, gut für die Augen), Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kalium und Phosphor.

Selleriesaft wird eine Reihe von gesundheitlichen Effekten zugeschrieben. Er stellt eine Möglichkeit dar, die genannten Nährstoffe hochkonzentriert aufzunehmen. Bereits ein Glas purer Selleriesaft à 300 ml enthält in etwa eine ganze Staude mit 10 Stangen Sellerie. Da Stangensellerie zu 90 Prozent aus Wasser besteht, ist er sehr kalorienarm und eignet sich aufgrund seines hohen Wassergehalts in Form von purem Selleriesaft zum Entschlacken bzw. zur Reduzierung von Wassereinlagerungen.

Interessanterweise entfaltet Selleriesaft durch das Herausfiltern der Ballaststoffe ein deutlich milderes Aroma, als wenn man ihn roh isst oder als Smoothie trinkt.

Lesen Sie auch: Selleriesaft für das Nervensystem

Die Empfehlungen von Anthony William

Anthony William empfiehlt, täglich etwa 500 ml puren Selleriesaft auf nüchternen Magen zu trinken. Da Selleriesaft (starke) Entgiftungserscheinungen wie Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Magenzwicken hervorrufen kann, sollte man mit kleinen Mengen wie etwa 50 ml beginnen.

Persönliche Erfahrungen mit Selleriesaft

Svenja von GrüneSmoothies.de trinkt seit über einem Jahr täglich 500 ml puren Selleriesaft, inspiriert von Anthony Williams Buch “Medical Medium”. Sie berichtet, dass sie nie ein Fan von Sellerie war, sich aber schnell an den reinen Saft gewöhnt hat, der sehr mild schmeckt. Nur bei sehr streng schmeckendem Sellerie verdünnt sie den Saft gerne mit Gurke.

Körperlich verspürte sie in den ersten Tagen leichtes Zwicken im Magen und ein Gefühl von Schwindel, was möglicherweise mit der entgiftenden Wirkung zusammenhängt. Seitdem hat Selleriesaft ihre Stimmung beflügelt, sie ist mental ausgeglichener, belastbarer, optimistischer und fröhlicher. Zudem hat sich ihre Verdauung verbessert und ihr Verlangen nach ungesunden Lebensmitteln deutlich reduziert. Seit sie Selleriesaft trinkt, hatte sie keinerlei Krankheiten.

Zubereitung von Selleriesaft

Um in den Genuss des vollen Nährstoffspektrums von Selleriesaft zu kommen, sollte man ihn mit einem nährstoffschonenden Slow Juicer selbst zubereiten und frisch trinken. Die enthaltenen B-Vitamine und Vitamin C gehen schnell durch Erhitzung und Oxidation verloren, was bei industriell hergestelltem Selleriesaft, der pasteurisiert und oft mit weiteren Zutaten gemischt wird, der Fall ist.

Zubereitung mit einem Slow Juicer

Ein Slow Juicer presst Gemüse und Früchte mit viel Kraft und wenigen Umdrehungen pro Minute äußerst nährstoffschonend aus, wodurch hitzeempfindliche Vitamine oder Enzyme nicht zerstört werden. Zudem garantiert das Entsaftungsverfahren mit einem Slow Juicer ein Maximum an Saftausbeute und Geschmack.

Lesen Sie auch: Ganzheitlicher Ansatz mit Selleriesaft

Dazu wäscht man den Staudensellerie, zerkleinert ihn bei Bedarf und füllt ihn in den Einfüllschacht des Slow Juicers. Die Stücke werden dann mit einem Stopfer zum Presswerk gedrückt. Der Entsafter zerkleinert den Sellerie und presst ihn mit langsamen Drehungen gegen ein Sieb aus. Aus dem Saftauslass kommt 100-prozentiger, purer Selleriesaft - frei von Fasern, die im Tresterauffangbehälter landen.

Zubereitung mit einem Zentrifugalentsafter

Frischer Selleriesaft lässt sich auch mit Zentrifugalentsaftern herstellen, jedoch nicht so nährstoffschonend wie mit einem Slow Juicer. Zentrifugalentsafter entsaften mit hohen Drehbewegungen, wodurch viel Sauerstoff in den Saft gelangt und es zur Oxidation kommt. Dadurch büßt der Selleriesaft an Nährstoffen und Geschmack ein. Zudem benötigt man etwa ein Drittel mehr Staudensellerie, um dieselbe Menge an Saft herzustellen wie mit einem Slow Juicer.

Zubereitung mit einem Standmixer

Wenn man keinen Entsafter zu Hause hat, aber einen leistungsstarken Standmixer, kann man seine ersten Selleriesaft-Experimente auch damit wagen. Dazu gibt man Selleriestücke in den Mixbehälter und mixt sie ohne Zugabe von Wasser zu einem Püree. Anschließend drückt man die pürierte Masse in einem Nussmilchbeutel o. ä. aus und fängt den Saft auf.

Auswahl des richtigen Entsafters

Das entscheidende Kriterium, um einen Entsafter für die Zubereitung von frisch gepresstem Selleriesaft einzuschätzen, ist die Saftausbeute. Je mehr Selleriesaft ein Slow Juicer aus dem Stangensellerie herausholt, desto effizienter und sparsamer ist er. Dies wird besonders deutlich, wenn man täglich ca. 500 ml frisch gepressten Selleriesaft zu sich nehmen möchte. Ein Unterschied von 100 ml mehr oder weniger Selleriesaft-Ausbeute kann sich über mehrere Monate finanziell stark bemerkbar machen.

Tipps für die Zubereitung

  • Das Ende der Stangensellerie-Staude dünn abschneiden.
  • Die Stangen gut waschen und in ca. 4-6 cm lange Stücke schneiden.
  • Den gesamten Staudensellerie nach und nach in den Einfüllschacht des Slow Juicers geben und mit dem dazugehörigen Stopfer zum Presswerk drücken.

Variationen für den Geschmack

Frischer kaltgepresster Selleriesaft schmeckt viel milder als erwartet und lässt sich gut pur genießen. Man kann die grüne Staude aber auch mit ein paar Früchten, Kräutern und anderem Blattgrün zur Selleriesaft-Gourmet-Variante umwandeln.

Selleriesaft mit Gurke

  • Ggf. das Ende der Staudensellerie-Stangen abschneiden.
  • Alle Zutaten gut waschen.
  • Den Staudensellerie in ca. 4-6 cm lange Stücke schneiden.
  • Alle Zutaten nach und nach in den Einfüllschacht des Slow Juicers geben und mit dem dazugehörigen Stopfer zum Presswerk drücken.

Selleriesaft mit Ananas und Petersilie

  • Ggf. das Ende der Staudensellerie-Stangen abschneiden.
  • Ananas schälen.
  • Alle restlichen Zutaten gut waschen.
  • Staudensellerie, Petersilie und Ananas in ca. 4-6 cm lange Stücke schneiden.
  • Den Apfel in Achtel schneiden bzw. vierteln.
  • Alle Zutaten nach und nach in den Einfüllschacht des Slow Juicers geben und mit dem dazugehörigen Stopfer zum Presswerk drücken.

Selleriesaft mit Limette

  • Ggf. das Ende der Staudensellerie-Stangen abschneiden.
  • Alle Zutaten gut waschen.
  • Limette schälen und ein Stück Schale aufheben.
  • Staudensellerie in ca. 4-6 cm lange Stücke schneiden.
  • Alle Zutaten nach und nach in den Einfüllschacht des Slow Juicers geben und mit dem dazugehörigen Stopfer zum Presswerk drücken.

Selleriesaft mit Apfel

  • Ggf. das Ende der Staudensellerie-Stangen abschneiden.
  • Alle Zutaten gut waschen.
  • Staudensellerie in ca. 4-6 cm lange Stücke schneiden.
  • Den Apfel in Achtel schneiden bzw. vierteln.
  • Alle Zutaten nach und nach in den Einfüllschacht des Slow Juicers geben und mit dem dazugehörigen Stopfer zum Presswerk drücken.

Selleriesaft mit Zitrone

  • Zitrone schälen und vierteln.
  • Alle Zutaten nach und nach in den Einfüllschacht geben und mit dem dazugehörigen Stopfer zum Presswerk drücken.

Die Wirkungen von Selleriesaft nach Anthony William

Anthony William bezeichnet Selleriesaft als den am stärksten heilenden Pflanzensaft. Staudensellerie weist einzigartige Natriumverbindungen auf, die mit vielen verschiedenen bioaktiven Spurenelementen und Nährstoffen verbunden sind. Diese Mischung aus Mineralsalzen und Nährstoffen in flüssiger Form kann, jeden Morgen auf nüchternen Magen getrunken, die Gesundheit und Verdauung in nur einer Woche positiv verändern.

William schreibt dem Selleriesaft folgende Wirkungen zu:

  • Sorgt auf Zellebene für Befeuchtung.
  • Enthält Enzyme und Koenzyme, welche die Magensäurebildung anregen.
  • Hilft durch seine basische Wirkung bei Sodbrennen, Azidose, Bluthochdruck, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Verstopfung und Blähungen.
  • Hat starke entzündungshemmende Eigenschaften, was ihn sehr vorteilhaft für diejenigen macht, die an Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen neigen.
  • Reinigt den Blutkreislauf, unterstützt Verdauung und Nierenfunktion, entspannt die Nerven, senkt den Blutdruck und lässt Hautprobleme abklingen.
  • Ist in der Lage, Kalkablagerungen aus den Gelenken zu entfernen und diese sicher aus dem Körper auszuscheiden.
  • Enthält neben den Natriumverbindungen namens Cumarine, von denen bekannt ist, dass sie die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen steigern und das Gefäßsystem unterstützen.
  • Ist ein wirksames natürliches Diuretikum und spült Giftstoffe aus dem Körper, was es hervorragend für diejenigen macht, die Gewicht verlieren möchten.

Wichtige Verzehrhinweise nach William

  • Den Staudensellerie pur entsaften und keine weitere Zutat hinzufügen, nicht einmal Wasser, da ansonsten die Natriumverbindungen nicht ihre komplette Wirkung entfalten können.
  • Den Saft sofort trinken, bevor er mit Sauerstoff reagieren kann, denn dies schwächt seine Wirkung ebenfalls.
  • Den Selleriesaft morgens auf nüchternen Magen trinken, um die Verdauung für den restlichen Tag optimal zu stärken.
  • Falls der Geschmack am Anfang zu intensiv empfunden wird, kann man alternativ mit Gurkensaft starten oder Stangensellerie mit Gurke mischen.

Die Morgenroutine nach Anthony William besteht aus einem Zitronenwasser, einem Selleriesaft und einem Heavy Metal Detox Smoothie (HMDS).

Sellerie in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Schon in der jahrtausendealten TCM wird Selleriesaft beispielsweise gegen Bluthochdruck eingesetzt.

Sellerie als Kaliumquelle

Selleriesaft wird häufig als Kaliumquelle beworben, die harntreibend wirkt. In Wirklichkeit ist er jedoch eine durchschnittliche Kaliumquelle. Andere Säfte, z. B. Karottensaft, enthalten deutlich mehr Kalium. Auch wirkt der Selleriesaft nicht übermäßig harntreibend.

Sellerie als Betacarotinquelle

Eine gute Betacarotinquelle ist der Staudensellerie aber. Da Betacarotin vom Körper ganz nach Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden kann, versorgen bereits 100 g Staudensellerie mit der Hälfte des Vitamin-A-Tagesbedarfs, was sich äußerst heilsam auf die Augen, Schleimhäute und die Knochen auswirken kann.

Das Zusammenspiel der Pflanzenstoffe

Vermutlich viel wirksamer als einzelne Vitamine und Mineralstoffe aber dürfte das besondere Zusammenspiel all der im Sellerie enthaltenen Pflanzenstoffe sein, zu denen Phenolsäuren gehören, außerdem Flavonoide (z. B. Apigenin), Phytosterine, Phthalid und viele mehr.

Das enthaltene Phthalid soll entspannend auf die Blutgefäße wirken und so den Blutdruck senken - natürlich gemeinsam mit dem reichlich vorhandenen Kalium, das sich ebenfalls günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Die im Staudensellerie enthaltenen Polysaccharide sollen außerdem besonders den Magen schützen. Forscher der King Saud University in Saudi Arabien fanden schon im Jahr 2010 heraus, dass sich ein Extrakt aus Sellerie (bei Nagetieren) äußerst positiv auf die Magenschleimhaut und deren Regenerationsfähigkeit auswirke. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Sellerie die Überproduktion von Magensäure unterdrückt. Gleichzeitig gilt der Sellerie dank seiner zahlreichen Mineralstoffe als sehr basisches Gemüse, so dass man davon ausgehen könnte, er neutralisiere kurzerhand die überschüssig vorhandene Magensäure.

Sellerie und Pestizide

Wenn Sie Stangensellerie oder Selleriesaft kaufen, achten Sie unbedingt auf Bio-Qualität, da Sellerie gern mit Pestiziden behandelt wird. Auch in der EU ist Stangensellerie häufig mit Pestizidrückständen belastet. Da der Organismus Pestizide erst wieder mühevoll entgiften und ausleiten muss, gehören entsprechend belastete Lebensmittel eher nicht zu einer gesunden Ernährung.

Empfehlungen für den Verzehr

Wenn Sie Selleriesaft nach Anthony William trinken möchten, dann bereiten Sie sich den Selleriesaft täglich frisch zu und trinken davon mindestens 1-mal täglich 470 ml - und zwar nüchtern am Morgen ca. 15 bis 30 Minuten vor dem Frühstück. Staudensellerie besteht zu 90 Prozent aus Wasser, so dass die Ausbeute sehr hoch ist. Normalerweise erzielt man mit ca. 600 g geputztem Staudensellerie die erwünschten 470 ml Saft.

Starten Sie in jedem Fall zunächst mit einer kleineren Menge, da nicht jeder so viel des ungewohnten Saftes noch dazu auf leeren Magen verträgt. Verdauungsbeschwerden, wie Magenschmerzen, Durchfall o. Ä. könnten andernfalls die Folge sein, sodass man viel zu schnell die Lust am Selleriesaft verlieren könnte.

Laut William sollte der Saft nicht mit anderen Säften vermischt werden, da es seine Wirkung verändere und u. U. sogar schmälere. Wenn man den Saft gar nicht pur trinken könne, solle man ihn mit Gurkensaft, allenfalls auch mit etwas Apfelsaft mischen.

Stangensellerie als gesunde Ergänzung

Stangensellerie ist nicht einfach nur ein Gemüse, sondern mittlerweile ein weltweiter Trend für alle, die sich fit und gesund halten möchten. Immer mehr Menschen schwören auf die grünen Stangen - und das aus gutem Grund: Stangensellerie kann dich in vielerlei Hinsicht gesünder, vitaler und energiegeladener machen. Selbst Spitzenathleten wie Tennisprofis haben den Sellerie in ihre tägliche Ernährung integriert, um ihre Leistung zu optimieren.

Stangensellerie ist randvoll mit wertvollen Inhaltsstoffen, die deinen Körper auf vielen Ebenen unterstützen. Sein hoher Wassergehalt von etwa 95 % macht ihn zu einem kalorienarmen Snack, der zugleich jede Menge Nährstoffe liefert.

  • Reich an Antioxidantien: Die in Stangensellerie enthaltenen Flavonoide schützen deine Zellen vor freien Radikalen und helfen dabei, Entzündungen zu reduzieren.
  • Verdauungshelfer: Die Ballaststoffe im Stangensellerie fördern die Verdauung und wirken regulierend auf den Magen-Darm-Trakt.
  • Blutdrucksenker: Durch den hohen Gehalt an Kalium hilft Stangensellerie dabei, den Blutdruck zu regulieren.

Stangensellerie in der Ayurveda-Heilkunde

Auch in der indischen Ayurveda-Heilkunde spielt Stangensellerie eine bedeutende Rolle. Hier wird er vor allem wegen seiner kühlenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. In der Ayurveda wird der Körper in verschiedene Doshas unterteilt - energetische Prinzipien, die das Gleichgewicht in unserem Organismus steuern. Wenn das Pitta Dosha im Ungleichgewicht ist, kann dies zu Überhitzung, Entzündungen und Reizbarkeit führen. Stangensellerie wirkt in diesem Fall beruhigend und ausgleichend. Menschen mit einem dominanten Pitta Dosha profitieren besonders von der kühlenden Wirkung, die das Gemüse auf den Körper hat.

Tipps für die Verwendung von Stangensellerie

  • Selleriesaft: Ein großer Trend unter Ernährungsbewussten ist es, den Tag mit einem Glas frischem Selleriesaft zu starten. Einfach die Stangen entsaften und pur genießen. Er hilft, den Körper zu entgiften und den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen.
  • Sellerie als Zwiebelsatz: Wenn man empfindlich auf Zwiebeln reagiert, kann man stattdessen Stangensellerie als Geschmacksträger verwenden. Vor dem Dünsten schälen, um eine weichere Konsistenz zu erhalten.
  • Leichter Snack: Die Selleriestangen in Stücke schneiden und als knackigen Snack für zwischendurch genießen.
  • Frischer Salat: Fein geschnittener Stangensellerie lässt sich hervorragend mit Äpfeln, Nüssen und einem leichten Joghurtdressing zu einem erfrischenden Salat kombinieren.

Selleriesaft im Selbsttest

Einige Menschen haben eine Selleriesaft-Kur gemacht und berichten von positiven Erfahrungen.

Die Wirkung von Selleriesaft auf Haut, Verdauung und Immunsystem

Selleriesaft soll eine positive Wirkung auf Haut, Verdauung und Immunsystem haben und als natürlicher Detox-Drink beliebt sein.

Die Inhaltsstoffe von Sellerie und ihre Wirkung

Staudensellerie enthält viel Wasser, was super ist, um unseren Körper mit Flüssigkeit zu versorgen. Außerdem enthält er viel Vitamin C - ein starkes Antioxidans, das auch unser Immunsystem stärkt -, Vitamin K für die Blutgerinnung und gesunde Knochen sowie B-Vitamine, die u.a. wichtig für unsere Nerven, unsere Haut und unseren Stoffwechsel sind.

Weiter sagt sie: “Der Sellerie enthält aber auch eine ganze Menge Mineralien wie Kalium für den Wasserhaushalt und Blutdruck und wichtiges Magnesium, das unsere Nerven und Muskeln unterstützt. Außerdem stecken im Sellerie antioxidativ wirkende Sekundäre Pflanzenstoffe sowie die gerade schon angesprochenen Bitterstoffe, die unsere Verdauung unterstützen und Cravings auf Zucker abschwächen können.”

Mögliche Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen, die auftreten können, sind Kopfschmerzen oder leichte Bauchschmerzen. Das sind allerdings laut Anthony William Entgiftungserscheinungen, die völlig normal sind und sich wieder verflüchtigen. Wenn das Trinken von reinem Selleriesaft allerdings zu starke Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Magenschmerzen erzeugt, soll die Menge an Saft zunächst verringert werden. An den folgenden Tagen kann die Menge an Selleriesaft nach und nach gesteigert werden, sodass sich der Körper behutsam daran gewöhnen kann.

“Generell sollten Menschen mit einer Sellerieallergie oder solche, die eine Kreuzallergie haben, vorsichtig sein”, betont Michelle Lang. “Ansonsten sollten Mengen von 100 bis 250 ml pro Tag für einen gesunden Mensch unbedenklich sein. Um ganz sicherzugehen, sollten Menschen, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, einmal mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt sprechen, genauso wie Menschen mit einer Nierenerkrankung.”

Zubereitungstipps für Selleriesaft

Um etwa einen halben Liter reinen Selleriesaft herzustellen, braucht man - je nach Selleriesorte und Wachstum der Pflanze - 1 bis 1,5 Staudensellerie. “Vor dem Verzehr sollte Sellerie - ob bio oder konventionell - gründlich gewaschen werden, um Schmutz, Keime und Rückstände zu entfernen. Dazu die Stangen vom Strunk trennen, in Stücke schneiden und 20 Minuten in ein Wasserbad mit Natron legen. Anschließend abspülen”, weiß Michelle Lang.

Was ist beim Einkauf der Selleriestangen zu beachten?

Beim Einkauf von Selleriestangen achte ich unbedingt darauf, dass es sich um Bioqualität handelt. Wenn wir davon ausgehen, dass das Lebensmittel einem guten Zweck dienen soll und sogar heilen kann, dann ist es wichtig, dass das Gemüse keinen chemischen Stoffen ausgesetzt wurde, mit denen sich unser Körper auch noch beschäftigen müsste. Dies bestätigt auch Expertin Michelle Lang: “Verwende möglichst frischen Sellerie, am besten in Bioqualität, da er weniger Pestizide und mehr Nährstoffe enthält.”

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Kauf von Selleriestangen ist die Frischequalität. Die Selleriestangen sollten sich fest anfühlen und nicht zu biegsam sein, die Blätter frisch aussehen, was optimale Nährstoffe garantiert.

Wie wird Stangensellerie richtig gelagert?

Der Sellerie soll sich im Kühlschrank auch noch ein paar Tage halten, falls wir nicht die Möglichkeit haben, jeden Tag frisch im Biomarkt einkaufen zu gehen. Frisch und knackig geht hier übrigens vor Flecken - denn Biogemüse ist unbehandelt und sieht selten so künstlich perfekt aus wie das aus dem normalen Supermarkt. Sind allerdings Stauden oder Blätter in der Mitte rot gefärbt, dann ist das Schimmel. Daher unbedingt die Mitte der Stauden nach roten Flecken checken, denn Schimmel macht das Lebensmittel natürlich ungenießbar.

Zubereitung des Selleriesafts mit dem Entsafter

Je nach Entsafterart die Stangen in kleine Stücke schneiden und zügig nach und nach in den Entsafter geben. Ein Slow Juicer eignet sich am besten, da durch die geringe Motorleistung mehr Mineralien und Vitamine erhalten bleiben.

Zubereitung des Selleriesafts mit dem Mixer: Smoothie

Auch für den Smoothie grüne Selleriestangen abwaschen mit Wasser bzw. Öko-Spülmittel, dann diese klein schneiden und in den Mixer geben. Wer keinen Hochleistungsmixer hat, sollte ein Glas Wasser hinzufügen, dann etwa drei Minuten mixen, bis eine homogene Masse entsteht. Nun den Selleriebrei durch ein Küchentuch abseihen.

Wann ist die beste Zeit für eine Selleriesaft-Kur?

Da die Erntezeit von Staudensellerie regional bei uns in Deutschland zwischen Juni und Oktober ist, eignet sich dieser Zeitraum am besten für eine Kur mit selbst gemachtem Selleriesaft.

Wann sollte man Selleriesaft trinken?

Laut Anthony William soll der Selleriesaft direkt nach dem Entsaften getrunken werden, damit die Inhaltsstoffe sofort im Körper ankommen und wirken können. “Generell kann man den Saft zu jeder Tageszeit trinken. Es gibt unterschiedliche Vorteile: Der Saft eignet sich sicherlich super, um mit einem tollen Nährstoff- und Antioxidantien-Boost in den Tag zu starten. Das ist die bessere Alternative zum Morgenkaffee”, rät Ernährungsberaterin Michelle Lang.

Je dunkler das Stangengrün, desto intensiver der Sellerie-Geschmack, aber auch die heilende Wirkung.

tags: #selleriesaft #bei #nervenschmerzen