Die sensorische symmetrische Neuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, die durch Schädigung der Nervenfasern gekennzeichnet ist, die für die Übertragung von sensorischen Informationen wie Berührung, Temperatur, Schmerz und Vibration verantwortlich sind. Die Erkrankung betrifft typischerweise beide Körperseiten symmetrisch und beginnt oft in den Füßen und Beinen, bevor sie sich auf die Hände und Arme ausbreitet.
Einführung
Eine Polyneuropathie ist, wie Prof. Dr. A. Hufnagel erklärt, eine Erkrankung, bei der mehrere Nerven betroffen sind. Das Wort Polyneuropathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Erkrankung mehrerer Nerven“. Diese Erkrankung beginnt bei den meisten Menschen mit Reizerscheinungen wie Kribbeln, brennenden Missempfindungen, starken Schmerzen und Taubheitsgefühlen in den Füßen. Oft wird ein Schwellungsgefühl, unangenehmer Druck, das Gefühl, auf Watte zu laufen, ein Elektrisieren oder Stechen beschrieben.
Symptome der Polyneuropathie
Die Symptome der sensorischen symmetrischen Neuropathie können vielfältig sein und von Person zu Person variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Taubheitsgefühl und Kribbeln: Betroffene verspüren oft ein Taubheitsgefühl, Kribbeln oder ein "Ameisenlaufen" in den Füßen und Beinen, das sich allmählich auf die Hände und Arme ausbreiten kann.
- Schmerzen: Schmerzen können in verschiedenen Formen auftreten, wie z.B. brennende, stechende oder bohrende Schmerzen. Die Schmerzen können konstant sein oder in Schüben auftreten.
- Verlust des Temperaturempfindens: Viele Patienten können die Badewassertemperatur an den Füßen nicht mehr richtig einschätzen.
- Erhöhte Berührungsempfindlichkeit: Selbst leichte Berührungen können als schmerzhaft empfunden werden.
- Gleichgewichtsstörungen: Durch den Verlust des Lageempfindens kann es zu Schwierigkeiten beim Gehen und Stehen kommen.
- Muskelschwäche: In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Muskelschwäche und Koordinationsproblemen kommen.
- Kalte Füße: Viele Patienten klagen über kalte Füße.
- Störung des Schmerzempfindens: Das Schmerzempfinden wird allmählich herabgesetzt, so dass Verletzungen am Fuß nicht oder nur zu spät wahrgenommen werden.
Meistens sind zunächst nur die Zehen und der Fußballen bds. betroffen. Im Verlauf von mehreren Monaten bis Jahren kommt es zur Ausweitung der Symptome auf die Füße und Unterschenkel mit sockenförmiger oder Kniestrumpf-förmiger Begrenzung. Die Oberschenkel können im Verlauf einer weiteren Verschlechterung oder bei einigen Patienten auch primär betroffen sein. Zumeist erst im Verlauf der Erkrankung können zusätzlich die Fingerspitzen und Hände mit Handschuh-förmiger Begrenzung der Taubheitsgefühle betroffen sein. Parallel dazu kann es zunehmend zu Lähmungen, beispielsweise der Fußheber oder Zehenheber oder Fußsenker kommen, so dass Muskelschwund und Gangstörungen entstehen. Alle Symptome entstehen zumeist symmetrisch und nur seltener asymmetrisch mit Betonung auf einer Seite. Krämpfe, insbesondere nachts oder bei Belastungen, sind nicht selten. Auch das Lageempfinden wird zunehmend gestört, so dass die akkurate Aufrechterhaltung des Standes leidet. Dies führt zu Schwanken, Schwindel und Gangstörungen. Letztlich können auch die inneren Organe im Sinne einer autonomen Polyneuropathie betroffen sein. Dies führt beispielsweise zur Blasenlähmung, Darmträgheit oder zur mangelnden Regulation des Herzschlages bei Anstrengung.
Ursachen der sensorischen symmetrischen Neuropathie
Es gibt zahlreiche Ursachen für die sensorische symmetrische Neuropathie. Einige der häufigsten Ursachen sind:
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- Diabetes mellitus: Diabetes ist eine der Hauptursachen für Neuropathie. Hohe Blutzuckerspiegel können die Nerven schädigen und zu einer diabetischen Neuropathie führen. Bis zu einem Drittel (30 Prozent) aller Menschen mit Diabetes Typ-1 und Diabetes Typ-2 entwickeln Schäden an den peripheren Nerven als Folge ihrer Zuckerkrankheit. Mit zunehmendem Alter steigt die Rate der Betroffenen. Menschen mit Diabetes erkranken in der Regel besonders früh und schwer an der Neuropathie, wenn sie Schwierigkeiten mit der Einstellung ihrer Blutzuckerwerte haben oder sich nicht ausreichend um ihren Blutzuckerspiegel kümmern. Je länger die Zuckerkrankheit besteht, desto höher steigt auch das Risiko, eine Polyneuropathie zu entwickeln. Was viele nicht wissen: Eine Neuropathie kann sich frühzeitig entwickeln. Nicht selten entstehen Nervenschäden bereits im Vorstadium des Diabetes (= Prädiabetes), also lange vor der eigentlichen Diagnose. Viele Betroffene wissen in diesem Stadium meist noch nichts von ihrem gestörten Zuckerstoffwechsel. Bei Diagnose eines Typ-2-Diabetes können daher bereits Neuropathien vorliegen.
- Alkoholmissbrauch: Chronischer Alkoholmissbrauch kann ebenfalls zu Nervenschäden führen und eine alkoholische Neuropathie verursachen. Alkohol gilt als „Nervengift“ und stört die Weiterleitung von Reizen und Signalen. Bei der Polyneuropathie aufgrund chronischen Alkoholmissbrauchs könnte auch eine Mangelernährung eine Rolle spielen - sie führt zu einem Vitaminmangel, unter anderem zu einer Unterversorgung mit Vitamin B1.
- Vitaminmangel: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, insbesondere Vitamin B12, kann zu Nervenschäden führen. Vitamin-B12-Mangel, etwa durch eine einseitige Ernährung - gefährdet sind zum Beispiel Menschen mit veganer Ernährungsweise, die komplett auf tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Milchprodukte verzichten. Auch nach einer Magenoperation, zum Beispiel wegen Magenkrebs, kann ein Mangel an Vitamin B12 eine Polyneuropathie hervorrufen.
- Autoimmunerkrankungen: Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Lupus und Sjögren-Syndrom können das Nervensystem angreifen und eine Neuropathie verursachen. Bei entzündlichen Polyneuropathien greifen Zellen des Immunsystems fälschlicherweise die Myelinscheide der peripheren Nervenzellen an und zerstören sie. Die Nervenschädigungen führen zu langsameren Reizleitungsgeschwindigkeiten und letztendlich zum Untergang von Nerven.
- Infektionen: Bestimmte Infektionen wie Borreliose, HIV und Hepatitis C können ebenfalls zu Nervenschäden führen.
- Medikamente: Einige Medikamente, insbesondere Chemotherapeutika, können als Nebenwirkung eine Neuropathie verursachen.
- Nierenerkrankungen: Nierenerkrankungen können zu einem Ungleichgewicht von Elektrolyten und anderen Substanzen im Körper führen, was die Nerven schädigen kann. Nierenkrankheiten (wichtige Nährstoffe werden vermehrt ausgeschieden)
- Schilddrüsenerkrankungen: Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Gifte: Gifte, z. B. Blei, Arsen, Thallium, Quecksilber, Gold
- Hereditäre Neuropathien: Hereditäre Neuropathien sind eine Gruppe klinisch und genetisch heterogener Erkrankungen des peripheren Nerven. Die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung (CMT), auch hereditäre motorische und sensorische Neuropathie (HMSN) genannt, ist die häufigste Form der hereditären Neuropathien mit einer Prävalenz von ca. 1:2.500. In Abgrenzung zur CMT sind die rein motorischen und rein sensiblen Neuropathien zu sehen, u.a. die hereditären distal motorischen Neuropathien (dHMN) und hereditären sensiblen Neuropathien (HSN) oder mit (autonomer Beteiligung) HSAN. Eine Sonderform ist die HNPP (hereditäre Neuropathie mit Neigung zu Druckparesen).
Es gibt über 300 bekannte Ursachen von Polyneuropathie. Ca. 35 % der Polyneuropathien sind in Deutschland auf den Diabetes mellitus (Zuckererkrankung) zurückzuführen und etwa 20 % auf Alkoholkonsum. Die Ursache von etwa 1/4 aller Polyneuropathien bleibt auch nach ausführlicher Abklärung ungeklärt.
Diagnose der sensorischen symmetrischen Neuropathie
Die Diagnose der sensorischen symmetrischen Neuropathie umfasst in der Regel eine umfassende medizinische Untersuchung, einschließlich:
- Anamnese: Der Arzt wird sich nach den Symptomen, der Krankengeschichte und möglichen Risikofaktoren erkundigen. Der Arzt wird sich zuerst ausführlich mit Ihnen unterhalten, um Ihre Krankengeschichte zu erheben (Anamnese). Er lässt sich die Beschwerden genau schildern und fragt, wie lange sie schon bestehen. Außerdem erkundigt er sich nach eventuellen Vor- oder Grunderkrankungen (wie Diabetes, Nierenerkrankungen, Unterfunktion der Schilddrüse etc.).
- Körperliche Untersuchung: Der Arzt wird eine körperliche Untersuchung durchführen, um die Reflexe, die Muskelkraft und das Gefühl in den Extremitäten zu überprüfen. Auch auf mögliche Fehlbildungen des Skeletts (Deformitäten) achtet der Arzt. Beispielsweise können Krallenzehen und Hohlfuß ein Hinweis sein, dass die Polyneuropathie erblich bedingt ist.
- Neurologische Untersuchung: Eine neurologische Untersuchung kann helfen, die Art und das Ausmaß der Nervenschädigung zu bestimmen.
- Elektrophysiologische Tests: Elektrophysiologische Tests wie die Elektroneurographie (ENG) und die Elektromyographie (EMG) können helfen, die Funktion der Nerven und Muskeln zu beurteilen. Bei der Elektroneurografie (ENG) wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen. Der Arzt setzt dafür einen kleinen elektronischen Impuls an mindestens zwei verschiedenen Stellen eines Nervs. Dann misst er die Zeit bis zur Reaktion (Kontraktion) des dazugehörigen Muskels. Bei der Polyneuropathie ist diese Nervenleitgeschwindigkeit meist herabgesetzt. Bei der Elektromyografie (EMG) wird die elektrische Muskelaktivität geprüft. Bei motorischen Störungen wie Muskelschwäche oder Muskellähmung lässt sich so herausfinden, ob das Problem beim Muskel selbst oder aber bei den ihn versorgenden Nerven liegt. Ergibt die EMG, dass die Nervenfunktion gestört ist, spricht das für eine Polyneuropathie.
- Laboruntersuchungen: Blutuntersuchungen können helfen, Grunderkrankungen wie Diabetes, Vitaminmangel oder Autoimmunerkrankungen zu identifizieren. Blutuntersuchungen dienen vor allem dazu, häufige und behandelbare Ursachen der Nervenschädigung zu erkennen. Polyneuropathie ist nicht direkt im Blut nachweisbar. Allerdings können (seltenere) Ursachen bei entsprechendem Verdacht anhand bestimmter Laborwerte aufgedeckt werden. Einige Beispiele für solche Labortests bei Polyneuropathie sind: Erhöhte Entzündungswerte (wie CRP, weiße Blutkörperchen etc.) können auf eine entzündliche Ursache der Nervenschäden hindeuten. Ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) zeigt an, wie gut der Körper Zucker verarbeiten kann. Auffällige Testergebnisse können auf einen noch unentdeckten Diabetes (oder eine Vorstufe davon) hinweisen. Auch der Nüchternblutzucker ist hierbei sehr aussagekräftig. Bei bekannter Zuckerkrankheit ist vor allem der HbA1c-Wert ("Langzeitblutzucker") wichtig: Er zeigt an, wie gut der Diabetes in den letzten Monaten eingestellt war. Der Vitamin-B12-Status wird gemessen, um zu prüfen, ob eventuell ein Mangel besteht. Liegen die Leber- oder Nierenwerte außerhalb der Norm, wird die Polyneuropathie möglicherweise durch eine Leber- oder Nierenerkrankung verursacht. Dabei können Leberschäden auch durch Alkoholmissbrauch verursacht sein. Besteht der Verdacht, dass eine bestimmte Infektionskrankheit die Polyneuropathie verursacht, sind spezielle Blutuntersuchungen sinnvoll. Beispielsweise lässt sich eine vermutete Borreliose abklären, indem man im Blut des Patienten nach Antikörpern gegen die auslösenden Bakterien (Borrelien) fahndet.
- Nervenbiopsie: In einigen Fällen kann eine Nervenbiopsie erforderlich sein, um die Ursache der Neuropathie zu bestimmen. Eine Nervenbiopsie wird über einen kleinen Hautschnitt eine winzige Probe des Nervengewebes entnommen. Die Gewebeprobe wird anschließend unter dem Mikroskop begutachtet. Diese Untersuchung wird aber nur in ganz bestimmten Fällen durchgeführt. Sie kann zum Beispiel bei Diabetikern notwendig sein, bei denen nur Nerven auf einer Körperseite geschädigt sind (asymmetrische diabetische Polyneuropathie). Auch wenn der Arzt Lepra als Ursache der Nervenschädigung vermutet, kann er eine Nervenbiopsie durchführen.
- Liquoruntersuchung: Bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung sollte das Nervenwasser (Liquor) untersucht werden.
- Kernspintomographie: Eine Kernspintomographie der Lendenwirbelsäule oder Halswirbelsäule ist erforderlich, wenn gleichzeitig dort eine zusätzliche Erkrankung z.B. ein enger Spinalkanal vermutet wird.
- Genetische Untersuchung: Die wichtigsten genetischen Ursachen lassen sich durch genetische Untersuchungen aus dem Blut heraus abklären. Diese Untersuchungen sind jedoch teuer. Sie werden von daher nicht routinemäßig durchgeführt. Eine genetische Untersuchung ist angezeigt, wenn es in einer Familie mehrere Fälle von Polyneuropathie gibt. Dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine erblich bedingte Nervenschädigung handelt. Das Gleiche gilt, wenn der Patient bestimmte Fehlstellungen des Fußes (Krallenzehen, Hohlfuß) oder andere Fehlbildungen des Skeletts (wie Skoliose) aufweist. Sie sind typisch für eine erblich bedingte Polyneuropathie. Der Arzt kann dann das Erbgut des Patienten auf entsprechende Veränderungen (Mutationen) untersuchen lassen.
Behandlung der sensorischen symmetrischen Neuropathie
Die Behandlung der sensorischen symmetrischen Neuropathie zielt darauf ab, die Grunderkrankung zu behandeln, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:
- Behandlung der Grunderkrankung: Wenn die Neuropathie durch eine Grunderkrankung wie Diabetes oder Vitaminmangel verursacht wird, ist die Behandlung dieser Erkrankung von entscheidender Bedeutung. Das primäre Ziel der Behandlung ist die Ausschaltung der Ursache der Polyneuropathie. Die bedeutet z.B. einen Diabetes mellitus optimal mit Medikamenten einzustellen. Medikamente, die eine Polyneuropathie verursachen, müssen abgesetzt oder ausgetauscht werden, insofern sie nicht aus anderem Grund unabdingbar notwendig sind. Eine toxische Exposition, beispielsweise durch Schwermetalle oder Umweltgifte, muss beendet werden. Ist Alkohol die Ursache der Polyneuropathie, so muss vollständige, lebenslange Abstinenz eingehalten werden. Auch kleinere Mengen Alkohol können eine Verschlechterung herbeiführen oder eine Ausheilung verhindern, da das Nervensystem bereits vorgeschädigt ist. Alkoholabstinenz ist immer eine Voraussetzung für eine Verbesserung oder Ausheilung der Symptomatik.
- Medikamente: Verschiedene Medikamente können zur Linderung von Schmerzen, Kribbeln und anderen Symptomen eingesetzt werden. Für die Behandlung der Schmerzen oder unangenehmen Missempfindungen stehen mehrere Medikamente zur Verfügung.
- Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskelkraft, die Koordination und das Gleichgewicht zu verbessern. Lähmungen und Muskelschwund, Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen können mit einer spezifischen Physiotherapie behandelt werden. Diese kann gegebenenfalls um elektrische oder magneto-elektrische Stimulationverfahren ergänzt werden.
- Ergotherapie: In der Ergotherapie wenden wir gestalterische und handwerkliche Techniken an, um die Feinmotorik und das Tastvermögen wieder zu stärken.
- Neural-Akupunktur: Missempfindungen und Schmerzen können überdies mit einer Neural-Akupunktur behandelt werden.
- Psychologische Therapie: Wir bieten psychologische Unterstützung in Einzel- oder Gruppentherapie.
- Unterstützende Maßnahmen: Zu den unterstützenden Maßnahmen gehören die Verwendung von orthopädischen Schuhen, die Vermeidung von Verletzungen der Füße und die regelmäßige Kontrolle der Füße auf Wunden oder Infektionen.
Liegt eine entzündliche Ursache der Polyneuropathie vor, so können Cortison-Infusionen, Plasmapherese (umgangssprachlich - Blutwäsche) oder die Gabe von Immunglobulinen zu einer Linderung oder gar Ausheilung führen. Die Notwendigkeit der Anwendung dieser Medikamente oder Verfahren zu beurteilen ist Sache des neurologischen Experten.
Bei schmerzhafter Neuropathie kommen verschiedene Substanzen zum Einsatz: u.a. Pregabalin, Gabapentin, Amitryptilin, Duloxetin, Tramadol…Supportiv stehen für die CMT-Neuropathien Physio- und Ergotherapie zur Verfügung, die regelmäßig und fortlaufend erfolgen sollten. Dies dient der Vermeidung sekundärer Komplikationen wie Muskel- und/oder Sehnenverkürzungen und daraus folgender Gelenkkontrakturen und Schmerzen. Bei klinisch häufig im Vordergrund stehender sensibler Gang- und Standataxie sowie diffuser Schwindelsymptomatik ist Physiotherapie mit integrierter Gangschulung und Gleichgewichtstraining einsetzbar. Hilfsmittelversorgung und -optimierung sind fester Bestandteil in der Versorgung von Patienten mit Neuropathien, um die Mobilität, Selbstständigkeit in Alltag und Beruf zu unterstützen und zu erhalten.
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