Die Top-Liste des Grauens: Spielzeuge, die Eltern zur Weißglut treiben

Eltern lieben ihre Kinder, keine Frage. Aber es gibt eine Sache, die selbst die geduldigsten Mütter und Väter an den Rand des Wahnsinns treiben kann: bestimmte Spielzeuge. Ob es nun der ohrenbetäubende Lärm, die unaufhaltsame Verbreitung im ganzen Haus oder einfach nur die schiere Sinnlosigkeit ist - manche Spielzeuge sind einfach nur nervig. Hier ist eine Liste der schlimmsten Übeltäter, die Eltern zur Verzweiflung bringen.

Die akustische Folterkammer: Lärmende Spielzeuge

Nichts geht Eltern mehr auf die Nerven als Spielzeuge, die unaufhörlich Lärm machen. Hier sind einige der schlimmsten Beispiele:

  • Blechtrommeln: Ein Klassiker unter den nervigen Spielzeugen. Besonders geeignet für Kinder mit viel Energie und einem Hang zur Aggression. Eltern verkaufen sie sich selbst als Förderung des musikalischen Talents, aber in Wahrheit sind sie eine akustische Zumutung.
  • Tut-tut-Autos von Vtech: Fast das gesamte Sortiment von Vtech ist ein Garant dafür, Eltern den letzten Nerv zu rauben. Besonders die Disney-Versionen, wie Donald Duck, sind berüchtigt für ihr penetrantes Gejaule.
  • Spielzeug-Mikrofone mit Lautsprechern: Um das Gesangstalent des Nachwuchses zu unterstützen, eignet sich ein Spielzeug-Mikrofon hervorragend. Das Gute daran ist, dass sich am Mikro noch zwei Lautsprecher befinden, damit das dreidimensionale Klangerlebnis - wie es der Hersteller verkaufsfördernd formuliert - noch besser wird. Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen, außer dem ein oder andern Ton.
  • Kassettenrekorder mit Mikrofon: Ein tolles modernes Folterwerkzeug - ich meine, Spielzeug - mit dem wir als Kinder super crispe Aufnahmen von unseren zarten Stimmchen machen konnten. Deine Version von „Bruder Jakob“ wird immer noch gerne auf Weihnachtsfeiern gespielt.
  • Paw-Patrol-Megafon: Wenn alle Stricke reißen und der Lärmpegel unerträglich wird, können Eltern mit diesem Megafon ihren eigenen Unmut kundtun.

Die Krümelmonster: Spielzeuge, die das Chaos lieben

Manche Spielzeuge sind nicht nur laut, sondern auch unglaublich unordentlich. Sie verteilen sich im ganzen Haus und scheinen sich auf magische Weise zu vermehren. Hier sind einige der schlimmsten Kandidaten:

  • Play-Doh: Heute wünschst du dir andere Knete. Aber DANN haben sich kluge Leute alle möglichen Gimmicks dazu ausgedacht, wie backen mit Knete und Friseur mit Knete und schmier jede Oberfläche im Haus voll mit Knete. RIP an den Teppich im Schlafzimmer meiner Eltern.
  • Schleim & Klatschhände: Was ist schlimmer, Popel oder Schleim? Und noch besser die Schleim-artigen Patschehände, die du mit Karacho gegen die gerade geputzten Fensterscheiben klatschen konntest. Ein Grund, warum deine Eltern ab diesem Punkt immer erstmal die Beilage in der Micky Maus kontrolliert haben, bevor sie dir das Heft kaufen wollten.
  • Bügelperlen: Aber wehe, der verfluchte Eimer ist mal runtergefallen. Und selbst wenn das nicht passiert ist, waren diese Teile ÜBERALL! Obwohl du seit drei Jahren nicht mehr mit ihnen gebastelt hast!!! Das Risiko, dass eine Bügelperle eingeatmet oder in der Nase stecken bleibt, ist nicht so klein. Wie viele Tränen wurden vergossen, weil jemand aus Versehen gegen die Vorlage stieß und die geduldige Arbeit von Stunden dahin war? Wie viele Bügeleisen wurden versaut, weil sie zu heiß eingestellt waren oder die Schutzfolie versagte? Und wie viele Tonnen Bügelperlen lagern in deutschen Schränken und Kellern, weil der Nachwuchs just den Spaß daran verlor, als der große Eimer gerade gekauft worden war? Aber wenn die Kinder eigene Kinder haben, kann man ihnen das Kilo Perlen einfach wieder mitgeben.
  • Bunchems: Bunchems sind kleine fiese Kugeln mit Widerhaken, die sich in allem verheddern und die man anschließend nirgendwo mehr rausbekommt. Einige Kinder tragen darum heute Kurzhaarfrisur. In manchen Familien muss es auch der Staubsauger richten. Huch, war gar nicht extra….
  • Knete: Knete ist wichtig für die Feinmotorik, jaja. Es gibt sie in intelligent zum Hüpfen, als Radiergummi und mit Glitzer. Und sie kommt wirklich überall hin, wo sie nicht hin soll, klebt in sämtlichen Ritzen, Kissen, Fußböden… und wehe, das Zeug ist erst mal getrocknet… es bröselt und trocknet schneller, als wir bis Drei zählen können…

Die Geduldsprobe: Spielzeuge, die Eltern zur Verzweiflung treiben

Manche Spielzeuge sind einfach nur anstrengend. Sie erfordern ständige Aufmerksamkeit, endlose Wiederholungen oder lösen Frustration bei Eltern und Kindern aus. Hier sind einige Beispiele:

  • Furby: Diese kleinen Biester sind nervtötender als jedes Tamagotchi! Und waren sie eigentlich schon immer so verflucht unheimlich? Ich hab ehrlich Angst, gefressen zu werden, wenn ich es aus Versehen nass mache. Okay, es würde hundert Jahre dafür brauchen, aber das ist ja der wahre Albtraum!
  • BABY born: Hörst du deine Baby Born noch schreien? Kaum hast du dein Baby aus den Windeln raus und kannst wieder schlafen, schenkst du deinem Kind ein Baby … das rumschreit und sich in die Windel kackt. Wieso?!
  • UNO Extreme: Extrem war bei diesem UNO bloß das Aufräumen. Jede Familie hat ihre eigenen Regeln. Manche haben auch gar keine, weshalb du mit 40 Karten spielst, während dein Bruder „UNO!!!“ schreit. Aber bohren wir nicht in alten Wunden … Als dann die Werbung für UNO extreme im Fernsehen kam, haben deine Eltern panisch ausgeschaltet, bevor du es dir wünschen konntest. Das Chaos hätte womöglich das frühzeitige Ende ihres gesunden Blutdrucks bedeutet.
  • Lotti Karotti: „Lotti Karotti“ nervt Eltern seit 2001. So flauschig. So unschuldig. Und dann noch mit einer Karotte im Zentrum. Karotten sind gut für die Augen, wusstest du das? Dann habt ihr es zum ersten Mal gespielt. Und du konntest förmlich sehen, wie sich das RITSCHHHHH der verdammten Karotte in das Trommelfell deiner ganzen Familie eingefräst hat
  • Doktor Bibber: Doktor Bibber, das Medizin-Studium für Kinder. Verrückt, was man als Kind als überhaupt nicht nervig empfunden hat. Gelitten haben nur unsere Eltern und die meisten von uns haben trotz Doktor Bibber nicht mal Medizin studiert.
  • Polly Pocket: Polly Pocket, die nervigeren Barbies. Beide sind klein, nur hast du Pollys Zeug ständig verloren und eben NIE WIEDER gefunden. Wenn mal wieder Pollys Bürste oder Schuh weg war, durfte dein Papa erstmal den Staubsaugerbeutel aufreißen und die nächste Stunde im Dreck wühlen.

Die fragwürdige Pädagogik: Spielzeuge mit problematischen Botschaften

Manche Spielzeuge vermitteln fragwürdige Botschaften oder fördern stereotype Rollenbilder. Hier sind einige Beispiele:

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  • Conni-Bücher: Bei Conni ist immer alles gut. Conny will reiten - schwupps hat sie einen Platz. Conni will Ballett tanzen - darf sie! Da wünscht sie sich eine Katze und prompt hat sie eine…Conni gilt unter Eltern schon im Kindergarten als so altklug und anstrengend wie manche Erwachsene erst nach jahrelanger Übung.
  • Sternenschweif: Sternenschweif, eine Pferdebuchreihe, halten einige Eltern für „Zum Ausflippen langweilig“. Das einzige, das Pferdemädchen Laura etwas doof findet, ist Mathe. Ob sie als Identifikationsfigur für Mädchen taugt? Fraglich. Aber für viele immer noch besser als Leo Lausemaus…
  • Leo Lausemaus: Leo Lausemaus löst bei etlichen Eltern Aggressionen aus. Die traurige Maus auf der ersten Seite spricht offenbar Bände über den Inhalt. Er hat gar nicht die Zeit, eine Lausemaus zu sein, weil er schon vorher bestraft, fertig gemacht und unterbuttert wird von seinen sehr doofen Eltern!
  • Barbie: Da können Wissenschaftler noch so oft vorrechnen, dass Barbie, wäre sie eine reale Frau mit diesen Körpermaßen, weder laufen noch ein Kind zur Welt bringen könnte. Es ist ja nicht so, dass sich gar nichts verändert hätte. Inzwischen gibt es Barbie in allen möglichen Varianten, die die Diversität des Lebens abbilden sollen: Barbie sitzt im Rollstuhl, arbeitet bei der Feuerwehr, ist schwarz oder asiatisch und manchmal braucht sie sogar ein Hörgerät. Am absurden Körperbild hat sich gleichwohl wenig geändert - selbst die angeblich kurvige Variante passte im wirklichen Leben wohl locker in Kleidergröße 36. Norm-hübsche Gesichter haben die Puppen ohnehin alle.

Die Kriegstreiber: Spielzeuge, die Gewalt verherrlichen

Manche Spielzeuge verherrlichen Gewalt oder fördern aggressives Verhalten. Hier sind einige Beispiele:

  • Nerf-Pistolen: Es lässt sich ja nachvollziehen, dass jedes Kind unheimlich gern damit rumballern möchte. Aber wenn man Eltern fragt, wird schnell klar: Kein einziges Kind zielt auf die berühmte mitgelieferte Blechdose. Es macht halt nur Spaß, wenn man damit dem kleinen Bruder oder der Nachbarstochter ins Auge schießen kann…
  • Beyblade: Kinder messen sich gerne miteinander, umso erstrebenswerter, wenn sie es nicht persönlich tun, sondern Stellvertreter ihre Kämpfe ausfechten lassen. Das perfekte Spielzeug für diesen Zweck sind sogenannte Beyblades: Diese gehen auf eine japanische Manga-Serie gleichen Namens zurück, in der Jugendliche Kreisel gegeneinander kämpfen lassen. Kreisel, so mögen nun Großeltern und Eltern denken, wie schön, damit haben wir auch noch gespielt! Aber die Beyblades sind mehr, sie sind kleine Kampfmaschinen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
  • Lego Ninjago: Grob umrissen dreht sich die Handlung um eine Truppe Ninjas, die ihre Heimat Ninjago mit Schwertern, Sensen oder Nunchakus gegen Schlangenmenschen und andere Monster verteidigen muss. Zum Nachspielen gibt es natürlich die Ninja-Figuren, aber auch Fahrzeuge, Düsenjets oder Kampfroboter. Das alles können Eltern, Tanten und Onkel jetzt bescheuert finden und sich über die verherrlichte (Waffen-)Gewalt und die stereotypische Aufteilung der Welt in Gut und Böse aufregen.

Trends, die keiner braucht: Mitgebsel-Tütchen, Freundebücher und Co.

Neben den eigentlichen Spielzeugen gibt es auch noch einige Trends, die Eltern das Leben schwer machen:

  • Mitgebsel-Tütchen: HEUTE sieht es anders aus. Es ist NORMAL, dass alle Geburtstags-GÄSTE am Ende der Party ein kleines Tütchen bekommen; meist schon hübsch dekoriert, beklebt mit Stickern und reich gefüllt mit Leckereien UND Kleinigkeiten wie z.B. Seifenblasen, Jojos, besonderen Stiften & Radierern, Kreiseln, Figuren, Bastelsets, Plastik-Ringen, Leuchtelementen, Stempeln, Ü-Eiern … kurz: Schnickschnack, den Kinder super finden, den eigentlich keiner braucht, der aber trotzdem Geld kostet. Und DAS ist auch das Hauptproblem daran.
  • Freundebücher: Wir haben das erste Freundebuch in den Rucksack des Töchterchens gespült bekommen, da war sie 3. DREI!!! In der Kita. Wo KEIN KIND selber schreiben kann, es also definitiv klar ist, dass Mama das machen muss oder Papa.
  • Spielzeugtage in Kita und Schule: Und damit meine ich nicht, dass hier und da ein Kuscheltier zur Unterstützung dabei sein muss, sondern diese benannten Tage, an denen dann ALLE Kinder ein Spielzeug in die Klasse oder Kitagruppe mitnehmen sollen/dürfen. JEDES Mal haben wir vorher endlose Diskussionen, wie viel und wie groß es sein darf.
  • Markenklamotten: Stattdessen wird überlegt, über welche Farben, Outfits, Schnitte und Looks die Jungs in ihrer Klasse wohl am wenigsten lachen würden. WIE SCHEISSE IST DAS DENN??? Das Kind ist 9 Jahre alt! Sie trägt jetzt nur noch schwarze Leggins, weil sie bei allen anderen Farben unsicher ist.

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