Tee für Nerven in der Schwangerschaft: Eine umfassende Betrachtung

Die Schwangerschaft ist eine Zeit großer Veränderungen und manchmal auch Unsicherheiten. Viele Frauen suchen nach natürlichen Wegen, um mit den Begleiterscheinungen dieser besonderen Zeit umzugehen. Tee kann hier eine wohltuende Unterstützung bieten, doch nicht jede Sorte ist gleichermaßen geeignet. Dieser Artikel beleuchtet, welche Teesorten in der Schwangerschaft unbedenklich sind, welche mit Vorsicht zu genießen sind und welche vermieden werden sollten.

Einführung: Tee als Begleiter in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Tee kann eine willkommene Abwechslung zu Wasser darstellen und gleichzeitig durch seine Inhaltsstoffe positiv auf das Wohlbefinden wirken. Viele Schwangere sind jedoch unsicher, welche Teesorten sie bedenkenlos trinken können. Grundsätzlich gilt: Mit Tee können Schwangere ihren erhöhten Flüssigkeitsbedarf decken. Schwangerschaftstees sind aber nicht nur lecker, sondern werden auch wegen ihren gesundheitsfördernden Wirkungen getrunken. Denn sie enthalten pflanzliche Wirkstoffe, die quasi wie eine Arznei wirken.

Unbedenkliche Teesorten in der Schwangerschaft

Viele Teesorten können während der Schwangerschaft bedenkenlos genossen werden. Dazu gehören vor allem Früchtetees ohne Kräuterzusatz sowie bestimmte Kräutertees, die für ihre wohltuenden Eigenschaften bekannt sind.

Kamillentee

Kamille (Matricaria chamomilla) ist ein bekanntes Hausmittel, das auch in der Schwangerschaft seine wohltuende Wirkung entfalten kann. Kamillentee wirkt beruhigend und kann bei Schwangerschaftsübelkeit, Sodbrennen und Blähungen Linderung verschaffen. Kamillen- und Melissentee Diese Teesorten sind vor allem für ihre Wirkung gegen Magen-Darm-Beschwerden bekannt und nicht nur für Schwangere, sondern auch für Babys mit Blähungen und Koliken bestens geeignet. Kamille ist für ihre beruhigende Wirkung bekannt und kann für einen ruhigeren Schlaf sorgen. Grundsätzlich kann Kamillentee in der Schwangerschaft ohne Bedenken getrunken werden.

Melissentee

Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist für ihre entspannenden Wirkungen bekannt. Melissentee kann in der Schwangerschaft beruhigend wirken und somit bei Schlafstörungen und Unruhe helfen. MelissenteeGerade zu Beginn der Schwangerschaft leiden viele Frauen an Unwohlsein und Übelkeit. Hier kann Melissentee helfen. Er kann wie Kamillentee ohne Bedenken getrunken werden.

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Fencheltee

Auch Fenchel (Foeniculum vulgare) ist ein beliebtes Hausmittel, vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden. Fencheltee kann in der Schwangerschaft Blähungen lindern und bei Morgenübelkeit helfen.

Lavendeltee

Die Schwangerschaft kann eine aufregende Zeit sein, die mit Nervosität einhergeht. Lavendeltee kann als Aromatherapie bei Schlafproblemen und Nervosität helfen. In seiner Wirkung bekannt und doch oft noch verkannt wird der Lavendeltee, der einen guten, ruhigen Schlaf fördern soll. Ruhiger Schlaf ist während der Schwangerschaft besonders wichtig.

Roibuschtee

Roibuschtee gilt in der Schwangerschaft (und auch sonst) allgemein als unbedenklich. Er liefert viel Eisen und Kalzium.

Lindenblütentee

Gegen Erkältungssymptome kann Lindenblütentee in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Thymiantee

Auch Thymiantee gilt in der Schwangerschaft als unbedenklich; er lindert zum Beispiel Bronchitis und Keuchhusten auf natürliche Weise.

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Teesorten mit Vorsicht zu genießen

Einige Teesorten sollten in der Schwangerschaft nur in Maßen konsumiert werden, da ihre Inhaltsstoffe in größeren Mengen negative Auswirkungen haben können.

Grüner und Schwarzer Tee

Grüner und Schwarzer Tee enthalten Koffein, das in der Schwangerschaft nur in begrenzten Mengen konsumiert werden sollte. Ein bis zwei Tassen pro Tag sind in der Regel unbedenklich. Tee statt Kaffee für den Energiekick am Morgen? Das empfehlen wir für alle, denn das Koffein in Tee wirkt anders als in Kaffee und wird deshalb besser vertragen - es steigt übers zentrale Nervensystem auf positive Weise zu Kopf und belastet nicht das Herz-Kreislauf-System. In der Schwangerschaft sollten Frauen aber grundsätzlich den Koffein-Konsum zumindest reduzieren. Hier gilt also: Ein Tässchen in Ehren kann niemand verwehren, aber mehr als zwei Tassen pro Tag sollten es lieber nicht sein. In der Schwangerschaft sind pro Tag maximal zwei bis drei Tassen Grüner Tee erlaubt.

Himbeerblättertee

Himbeerblättertee wird von Hebammen oft ab der 35. Schwangerschaftswoche empfohlen, da er das Gewebe und die Muskulatur in der Gebärmutter lockern und somit die Geburt erleichtern kann. Aufgrund seiner wehenfördernden Wirkung sollte er jedoch nicht vorzeitig konsumiert werden. Ein heißer Tipp der Hebammen: Himbeerblättertee soll das Gewebe und die Muskulatur in der Gebärmutter lockern und damit den Weg für die Geburt des Babys ebnen. Im Umkehrschluss kann der Tee also Wehen (vorzeitig) auslösen. Deshalb wird Himbeerblättertee in der Schwangerschaft erst ab der 37. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Pfefferminztee

Pfefferminztee kann bei Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden helfen, sollte aber aufgrund seiner potenziell wehenfördernden Wirkung nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Hebamme konsumiert werden. Pfefferminztee kann eine wunderbare Wirkung haben: Die Übelkeit wird gelindert, der Kreislauf kommt dank der Aromen in Schwung. Doch Pfefferminze kann ebenfalls wehenfördernd sein - sprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme, ob und wie viele Tassen Pfefferminztee Sie trinken können.

Fenchel-, Anis-, Kümmeltee

Uneingeschränkt zu empfehlen, sind Fenchel-, Anis- und Kümmeltee in der Schwangerschaft aber nicht. In größeren Mengen getrunken können sie nämlich vorzeitige Wehen auslösen.Zudem haben sich die Inhaltsstoffe Estragol und Methyleugenol in hoher Dosierung in Tierversuchen als krebserregend erwiesen.

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Mate-Tee

Mate-Tee wird aus den Blättern des Mate-Strauches zubereitet. Er enthält wie schwarzer, grüner und Matcha-Tee Koffein. Daher sollte man auch vom Mate-Tee in der Schwangerschaft maximal zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.

Zu vermeidende Teesorten in der Schwangerschaft

Einige Teesorten sollten während der Schwangerschaft vermieden werden, da sie potenziell schädliche Auswirkungen haben können.

Salbeitee

Salbeitee kann vorzeitige Wehen auslösen und sollte daher in der Schwangerschaft gemieden werden. SalbeiteeAuch Verdauungsprobleme treten in der Schwangerschaft häufig auf. Eine Tasse Salbeitee wirkt krampflösend und beruhigt Magen und Darm.Allerdings sollten Frauen Salbeitee in der Schwangerschaft - wenn überhaupt - nur in geringen Mengen und keinesfalls über einen längeren Zeitraum trinken. Denn zum einen kann das im Salbei enthaltene Tannin vorzeitige Wehen und sogar eine Früh- oder Fehlgeburt auslösen. Zum anderen enthält Salbei mit Thujon einen Stoff, der in hoher Dosierung giftig ist.Sollte Salbeitee medizinisch notwendig sein, muss die Anwendung mit dem Arzt besprochen werden.

Eisenkrauttee

Eisenkraut (Verbena officinalis) findet in der Naturmedizin oft Verwendung und soll vor allem gegen Magenbeschwerden helfen.

Brennnesseltee

Brennnesseltee wirkt stark entwässernd und kann den Flüssigkeitshaushalt stören. Daher sollte er in der Schwangerschaft gemieden werden. Brennnesseltee Viele Schwangere haben während der Schwangerschaft mit Wassereinlagerungen zu kämpfen, gegen die bekanntlich Brennnesseltee helfen soll. Doch in dieser Zeit sollten Sie lieber die Beine öfter hochlegen als den Tee trinken: Durch die starke Entwässerung kann Ihr Flüssigkeitshaushalt gestört werden, und das kann wiederum negative Folgen für Ihr Baby haben.

Hibiskustee

Ein bei Erkältungen oft empfohlener Tee, der während der Schwangerschaft allerdings den Östrogenspiegel beeinflussen kann.

Süßholztee

Süßholztee soll die Plazenta durchlässiger für Stresshormone machen und sollte daher gemieden werden.

Tipps für den Teegenuss in der Schwangerschaft

Um den Teegenuss in der Schwangerschaft sicher und wohltuend zu gestalten, sollten einige Tipps beachtet werden:

  • Abwechslung: Wechseln Sie die Teesorten regelmäßig ab, um eine einseitige Belastung zu vermeiden.
  • Qualität: Achten Sie auf die Qualität der verwendeten Kräuter und Tees. Loser Tee ist oft hochwertiger als Beuteltee.
  • Zubereitung: Brühen Sie Kräutertee, Rooibos- und Früchtetee immer mit kochendem Wasser auf.
  • Ziehzeit: Lassen Sie eine neue Teesorte am Anfang kürzer ziehen und steigern Sie die Ziehzeit, solange Sie sich nach dem Genuss wohlfühlen.
  • Süßung: Vermeiden Sie Zucker oder Honig und greifen Sie stattdessen auf aromatisierten Rooibos-Tee oder Früchtetee mit süßen Früchten zurück.
  • Inhaltsstoffe: Lesen Sie die Zutatenliste von Teemischungen sorgfältig durch, um unerwünschte Kräuter zu vermeiden.

Wohltuende Kräutertees für Schwangerschaft und Stillzeit

Für jede Frau ist die Zeit der Schwangerschaft mit großen Veränderungen verbunden. Deshalb ist es für viele Schwangere und Mütter, die ihr Baby stillen besonders wichtig, sich in dieser spannenden Zeit körperlich und seelisch wohlzufühlen. Auch nehmen Frauen gerade in der Schwangerschaft ihren Körper viel bewusster wahr - und damit auch möglicherweise auftretende Beschwerden.

In der Stillzeit konzentrieren sich Frauen hauptsächlich auf das Wohl des Kindes. Die Umstellung - sowohl hormonell als auch in Bezug auf den gesamten Lebensalltag - erzeugt oftmals Stress. Eine gute Tasse Tee sorgt für eine willkommene Auszeit und Entspannung, was sich positiv auf das Wohlbefinden in Schwangerschaft und Stillzeit auswirken kann.

Das bewährte Teeangebot für die Mutter besteht aus dem Sidroga® Bio-Schwangerschaftstee und Sidroga® Bio-Stilltee. Die Tees sind mild, ausgewogen und in ihrer Zusammensetzung speziell auf die Bedürfnisse der Frau und Mutter abgestimmt.

Hebammentee „Baldrian“ nach Ingeborg Stadelmann

Viele Frauen klagen in der Schwangerschaft oft über Schlafprobleme. Manche sind auch sehr aufgeregt und finden keine Ruhe und manche bekommen sogar vorzeitige Wehen.Für all diese „Problemchen“ ist diese folgende Teemischung sehr gut geeignet.Hebammentee „Baldrian“ nach Ingeborg Stadelmann:Hopfenzapfen: Sie wirken beruhigend und töten zusätzlich sogar Bakterien ab.Melisse: Wirkt ebenfalls beruhigend und krampflösend.Johanniskraut: Dieses Kraut stärkt die Nerven, es wirkt schmerzlindernd und es hilft sogar bei der Blutbildung. Außerdem tötet es ebenfalls Bakterien ab.Baldrian: Baldrian entspannt und hilft Euch beim Einschlafen.Majoran: Er löst Krämpfe und beruhigtThymian: Auch der Thymian beruhigt und hemmt Entzündungen.Für diesen Tee nehmt Ihr 1 TL Kraut und übergießt Ihn mit 200 ml kochendem Wasser. Lasst das Ganze 10 Min. ziehen. Von diesem Tee könnt Ihr abends 1 Tasse trinken. Falls Ihr Probleme mit vorzeiten Wehen habt, trinkt 3 Tassen davon, aber dies bitte in Rücksprache mit Eurer Hebamme oder Eurem Frauenarzt!

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