Liköre erfreuen sich großer Beliebtheit, und das aus gutem Grund: Ihre Aromenvielfalt ist schier unerschöpflich. Ob fruchtig, cremig, würzig oder herb - für jeden Geschmack findet sich der passende Likör. Doch warum kaufen, wenn man ihn auch selbst herstellen kann? Dieser Artikel widmet sich der faszinierenden Welt der selbstgemachten Liköre, von den Grundlagen und Zutaten bis hin zu Rezepten und rechtlichen Aspekten.
Was ist ein Likör? Eine Definition
Liköre sind Spirituosen, die sich durch einen besonders aromatischen Geschmack und einen relativ hohen Zuckergehalt auszeichnen. Laut Definition enthält ein Liter Likör mindestens 100 Gramm Zucker. Der Alkoholgehalt variiert je nach Sorte, liegt aber in der Regel zwischen 15 und 35 Volumenprozent. Die Vielfalt an Likörsorten ist enorm. Neben Kräuterlikören gibt es Sahneliköre, Eierliköre, Fruchtliköre und viele mehr.
Warum Likör selber machen?
Die Gründe, Likör selbst herzustellen, sind vielfältig:
- Individuelle Geschmacksgestaltung: Sie haben die volle Kontrolle über die Zutaten und können den Likör ganz nach Ihren Vorlieben anpassen.
- Kreativität: Experimentieren Sie mit verschiedenen Obstsorten, Gewürzen und Aromen, um einzigartige Likörkreationen zu schaffen.
- Handwerkskunst: Die Likörherstellung ist ein schönes Hobby, bei dem Sie Ihre Kreativität und Ihr handwerkliches Geschick ausleben können.
- Geschenke: Selbstgemachter Likör ist ein persönliches und originelles Geschenk für Freunde und Familie.
- Weniger Aufwand als gedacht: Der Arbeitsaufwand ist geringer, als man vielleicht denkt. Es lohnt sich also, es einfach einmal zu versuchen.
Die Zutaten: Was Sie für Ihren selbstgemachten Likör benötigen
Wer seinen Likör gerne selber machen möchte, benötigt dafür selbstverständlich die passenden Zutaten.
Alkohol: Die Basis des Likörs
Ein hochprozentiger Alkohol stellt natürlich eine der Hauptzutaten des selbstgemachten Likörs dar. Welche Alkoholsorte sich am besten eignet, hängt zum einen vom eigenen Geschmack und zum anderen von der Likörsorte, die zubereitet werden soll, ab. Infrage kommen hier unter anderem Rum, Korn oder auch Wodka.
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- Neutraler Alkohol (Ansatzalkohol/Weingeist): Mit ca. 96 Vol.-% Alkohol ist er ideal, um den Eigengeschmack der Spirituose nicht zu verfälschen.
- Wodka und Korn: Gelten als nahezu neutral und verleihen dem Likör dennoch ein eigenes Aroma.
- Gin: Hat einen recht dominanten Geschmack, der gut zu bestimmten Obstsorten passt.
- Rum: Passt gut zu Pflaumen, Zwetschgen und Kirschen.
- Whiskey: Harmoniert gut mit Äpfeln und Birnen.
Obst und andere Aromen: Die Geschmacksgeber
Bei der Entscheidung für eine bestimmte Obstsorte können Sie sich ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack richten. Obwohl die meisten Liköre aus Obst hergestellt werden, müssen Sie sich bei der Zubereitung Ihres selbstgemachten Likörs natürlich nicht auf Früchte beschränken. Sie dürfen Ihrer Kreativität gerne freien Lauf lassen. Die Möglichkeiten sind ausgesprochen vielfältig. Darüber hinaus können Sie übrigens auch verschiedene Gewürze zur Verfeinerung Ihres selbstgemachten Likörs nutzen. Seien Sie also ruhig offen und kreativ, wenn Sie Ihre eigenen Liköre selber machen.
- Früchte: Ob Beeren, Steinobst oder Kernobst - die Auswahl ist riesig.
- Kräuter: Minze, Melisse, Rosmarin und viele andere Kräuter verleihen dem Likör eine besondere Note.
- Gewürze: Zimt, Vanille, Nelken, Anis und Kardamom sorgen für zusätzliche Aromen.
- Nüsse: Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse sind eine tolle Basis für cremige Liköre.
- Süßwaren: Bonbons, Schokolade oder Toffifee können ebenfalls zu Likör verarbeitet werden.
Süße: Für den typischen Likörgeschmack
Likör enthält mindestens 100 g Zucker pro Liter und schmeckt daher sehr süß. Schnaps ist ungesüßt.
- Zucker: Klassischer Kristallzucker, brauner Zucker oder Kandiszucker.
- Honig: Verleiht dem Likör eine besondere Note und Süße.
- Agavendicksaft: Eine gute Alternative für Veganer.
- Invertzucker: Sorgt für eine besonders weiche Textur.
Sonstige Zutaten: Für besondere Likörvarianten
- Sahne, Milch, Kondensmilch: Für cremige Liköre.
- Eigelb: Für Eierlikör.
Die Zubereitung: So machen Sie Ihren eigenen Likör
In der Praxis gestaltet sich die Zubereitung von selbstgemachtem Likör überraschend einfach. Wollen Sie einen Fruchtlikör machen, müssen Sie als erstes das Obst vorbereiten. Waschen Sie die Früchte gründlich und entfernen Sie bei Bedarf die Schale und die Kerne. Größeres Obst, wie zum Beispiel Äpfel, muss außerdem klein geschnitten werden. Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, ist es Zeit, den Likör anzusetzen. Das Gefäß mit dem gerade angesetzten Likör sollte an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Alles was Sie jetzt brauchen, ist ein wenig Geduld.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Fruchtlikör
- Vorbereitung: 500 g Früchte waschen, putzen und gegebenenfalls schneiden.
- Ansatz: Früchte, 250 g Zucker und gegebenenfalls Gewürze in ein verschließbares Gefäß geben.
- Mazeration: Mit 750 ml Alkohol nach Wahl übergießen.
- Ruhezeit: Das Gefäß verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern. Innerhalb der ersten zwei Tage ein- bis zweimal täglich umrühren.
- Filtern: Nach der Ruhezeit (mindestens drei Wochen) den Likör durch ein Sieb oder einen Filter gießen.
- Abfüllen: Mithilfe eines Trichters in Flaschen füllen und verschließen.
Ruhezeiten für verschiedene Obstsorten
- Beerenobst: drei bis vier Wochen
- Kernobst: vier bis sechs Wochen
- Steinobst: bis zu acht Wochen
Cremige Liköre: Schnell und einfach zubereitet
Sahneliköre wie Schokolikör, Marzipanlikör, Kaffeelikör, Baileys oder Eierlikör lassen sich schneller zubereiten als Fruchtliköre. Die Zutaten müssen Sie oft nur vermischen und je nach Rezept in einem Topf einige Minuten erhitzen oder aufkochen. Anschließend geben Sie zum Beispiel Wodka, Whisky oder Rum hinzu. Dann können Sie den Likör bereits in eine Flasche füllen, kühlen und genießen.
Die Haltbarkeit: Wie lange ist selbstgemachter Likör haltbar?
Die Haltbarkeit eines selbstgemachten Likörs ist von mehreren Faktoren abhängig. Grundsätzlich sind selbstgemachte Liköre in der Regel mehrere Monate oder sogar Jahre genießbar. Eier- und Sahneliköre sollten Sie jedoch im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Wochen verbrauchen. Die Farbe und der Geschmack verändern sich möglicherweise während der Lagerung.
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Rechtliche Aspekte: Was Sie beim Likör selber machen beachten müssen
Grundsätzlich ist es natürlich durchaus möglich, den für den Likör benötigten Schnaps mit einer Destille selbst zu brennen. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte sich jedoch im Vorfeld über die geltenden Gesetze informieren. In Deutschland dürfen Destilliergeräte privat beispielsweise grundsätzlich nicht für die Gewinnung von Alkohol genutzt werden. Seit dem 1. Januar 2018 ist die Alkoholgewinnung durch Destillieren und somit die Schnapsherstellung in Deutschland für Privatpersonen verboten. Sie dürfen also nicht einfach zu Hause Schnaps ansetzen beziehungsweise brennen. In Abfindungsbrennereien können Sie jedoch als sogenannter Stoffbesitzer Schnaps aus eigenen Rohstoffen herstellen. Dafür benötigen Sie eine schriftliche Brenngenehmigung.
Alte Hausmittel und Alkohol: Ein kritischer Blick
Alkohol hat sehr viele interessante Eigenschaften, aber an der Frage, ob und wenn ja welchen Nutzen Alkohol haben kann, scheiden sich die Geister. Fakt ist, dass Alkohol schon im Mittelalter zu einigen Einsatzzwecken verwendet wurde. Wundärzte nutzten die betäubende Wirkung hochprozentiger Destillate aus, um Schmerzen zu lindern oder ihre Patienten vor chirurgischen Eingriffen ruhigzustellen. Gewürzter Wein und gewürztes Bier, das über dem Feuer erhitzt wurde, galt mancherorts als Hausrezept gegen Erkältungen und wärmte nach der Arbeit in Wind und Wetter die Glieder wieder auf. Heute rein zu Genusszwecken hergestellte Getränke wie Wermut (Vermouth), aber auch moderne Cocktails entstanden aus diesen Traditionen. Obgleich die Medizin und Wissenschaften in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten große Fortschritte gemacht hat und der Konsum alkoholischer Getränke dabei vor allem als gesundheitsschädlich erkannt wurde, glauben noch immer viele Männer und Frauen an überlieferte Hausrezepte. Selbst bei der Verwendung von Heilkräutern wie in alten Klosterlikören oder Melissengeist überwiegen die Schäden des Alkohols jeglichen medizinischen Nutzen, doch auch jenseits falscher Heilsversprechen sind bis heute viele Anwendungsmöglichkeiten für Alkohol im Haushalt bekannt.
Alkohol bei Erkältungen: Ein Mythos
Besonders häufig kommen alkoholische Getränke bei einer Erkältung zum Einsatz. Doch auch wenn manche Beschwerden schwächer erscheinen mögen, verbessert sich bei einer Erkältung durch Alkoholkonsum nichts. Wissenschaftlich bestätigt ist, dass warme Getränke Halsschmerzen abschwächen und Schleim in Lunge und Nase lösen können. Als altes Hausmittel bei Erkältungen gilt neben normalen Erkältungsgetränken wie Kamillen- oder Salbeitee etwa warmes Bier mit Honig. Auch heißem Grog oder heißem Schnaps - mit Gewürzen wie Pfeffer vermischt und direkt vor dem Schlafengehen getrunken - eilt der zweifelhafte Ruf als Hausmittel bei Erkältungen voraus. Der eher in England verbreitete Hot Toddy fungiert in manchem Irrglauben als eine mit Alkohol „verbesserte“ heiße Zitrone. Von dieser Art der Erkältungsbekämpfung wird von seriösen Medizinern jedoch abgeraten, denn der Alkoholkonsum belastet das bereits durch die Krankheit angegriffene Immunsystem zusätzlich und die Beschwerden verschlimmern sich tendenziell eher noch oder die Heilung wird verzögert. Besser ist ein Tee oder die so genannte heiße Zitrone - ohne Alkohol! Eine frisch ausgepresste Zitrone sollte mit Honig und warmem Wasser, aber ohne Alkohol, verrührt und getrunken werden. Um die positiven Effekte der Vitamine aus der Zitrone und die antibiotische Wirkung des Honigs nicht abzuschwächen - und damit man sich nicht die Zunge verbrennt - ist warmes Wasser angeraten, sodass die Bezeichnung als „heiße“ Zitrone leicht irreführend ist. Heißer Grog wurde einst auf Schiffen erfunden, indem die Ration Zitrusfrüchte mit dem Tot (der Alkoholration) eingenommen wurde.
Alkohol als Desinfektionsmittel: Nicht für den Hals geeignet
Ein anderer klarer Fail sind hochprozentige Spirituosen als Mundspülung bei Halsschmerzen. Weil Alkohol auf Flächen desinfizierend wirkt, glauben viele an eine Abtötung der Keime auch im Rachenbereich. Deshalb gurgeln manche Kranke mit klaren Spirituosen wie Schnaps oder Wodka, die vorher manchmal extra erhitzt und anschließend wieder ausgespuckt werden. Eine alte Hausfrauen-Weisheit besagt außerdem, dass langsam getrunkener heißer Schnaps mit Zucker die Halsschmerzen verschwinden lassen soll. Von Beidem sei hiermit abgeraten, da beim Trinken wieder die oben genannte nachteilige Wirkung des Alkohols im Krankheitsfall voll durchschlägt. Und auch beim Gurgeln helfen eigens dazu hergestellte (oft auch alkoholfreie) Mundspülungen besser als der eigentlich zum Genuss bestimmte Alkohol. Um die anitbakterielle Wirkung des Alkohols wirksam einzusetzen müsste eine Mundspülung übrigens mindestens 40 % vol. Alkohol enthalten, was bei Schnaps in der Regel der Fall ist. Zur Lösung der Inhaltsstoffe eines medizinischen Mundwassers ist Alkohol nicht notwendig und daher kann man auch auf alkoholfreie Mundspüllösungen zurückgreifen. Zwar wurde auch bei Alkohol eine Reduzierung der Virenlast im Mund nachgewiesen, allerdings trägt dies allenfalls zur Verminderung eines Ansteckungsrisikos bei, nicht aber zur Linderung der Halsschmerzen oder zur Heilung einer zugrunde liegenden Infektionskrankheit. Weit verbreitet ist die Gepflogenheit, die Mundhöhle nach dem Zähneputzen mit klarem Schnaps oder Wodka auszuspülen. Durch den hohen Alkoholgehalt sollen verbliebene Bakterien in den Zahnzwischenräumen abgetötet sowie Zahnfleisch und Zunge gereinigt werden. Vor allem ältere Menschen schwören auf diese Methode, während jüngere lieber zur Mundspülung greifen. Laut neueren Studien kann das Spülen mit Alkohol aber dem Zahnfleisch schaden und zu einem Zahnfleischrückgang führen.
Alkohol als Putzmittel und in der Wundversorgung?
Wo Alkohohl gut zur Desinfektion geeignet ist, ist bei allen Flächen, die man mit einem in Alkohl getränkten Tuch putzen kann. So gibt es tatsächlich Familien, in denen mit hochprozentigem klaren Schnaps gelegentlich die Toiletten und Badezimmerarmaturen gründlich gereinigt oder die Fenster mit einer Schnaps-Wasser-Mischung geputzt werden. In manchen Fällen sind diese Einsatzgebiete seit Generationen in der Familie üblich und werden als eine Art Geheimtipp immer weiter gegeben. Ob die Spirituosen hier tatsächlich eine bessere Wirkung zeigen als richtige Putzmittel oder lediglich eine teure Verschwendung von Genussmittel sind, bleibt wohl ebenfalls ein Familiengeheimnis. Praktisch ist die desinfizierende Wirkung des Alkohols in manchen Gelegenheiten bei den Händen. Wenn man keine Möglichkeit zum Händewaschen und kein anderes Handdesinfektionsmittel zur Hand hat, kann man sich die Hände mit Wodka oder Gin einreiben und damit vielen Bakterien und Viren den Garaus machen. Wer ältere Menschen fragt, wie ihre Schürfwunden in der Kindheit behandelt wurden, erhält erstaunlich häufig die gleiche Antwort: mit klarem Schnaps. Viele Hausfrauen und Großmütter waren damals von der desinfizierenden Wirkung des Alkohols überzeugt und behandelten kleine und große Hautverletzungen mit hochprozentigem Korn oder Obstler, um Entzündungen vorzubeugen. Heutzutage hat die moderne Medizin eine breite Vielfalt an Desinfektionsmitteln und Salben zu bieten, die speziell auf die Bedürfnisse verletzter Haut zugeschnitten sind. Trotzdem halten noch immer viele an Omas Hausmitteln fest und geben klaren Schnaps auf offene Wunden, um erste Hilfe zu leisten.
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Mythos Verdauungsschnaps: mit dem "Digestif" die Verdauung anregen?
Ein Schweinebraten mit Sahnesoße oder eine Pizza mit besonders viel Käse: Nach einer üppigen Mahlzeit liegen fettige Speisen oft schwer im Magen. Um vermeintlich die Verdauung anzuregen, greifen viele zu einem so genannten "Verdauungsschnaps" oder "Digestif". Schließlich lautet eine alte Volksweisheit, Alkohol rege die Verdauung an. Wenn überhaupt, so wird in der Medizin eine verdauungsfördernde Wirkung eines Kräuterlikörs aber eher den Bitterstoffen der Kräuter als dem Alkohol zugeschrieben. Manche Forscher sehen auch den Placebo-Effekt am Werk, wenn wohlgesättigte Frauen und Männer nach einem Schnaps im Bauch einen verdauungsfördernden Effekt fühlen. In Wahrheit greift Alkohol die Magenschleimhäute an und erschwert dem ganzen Körper, das viele Essen ordentlich zu verarbeiten. Sodbrennen wird durch Alkohol und die durch ihn ausgelöste Säureproduktion verschlimmert oder geradezu heraufbeschworen. Auch ein klarer Schnaps wie Wodka wird häufig nach dem Essen gereicht - zur Verdauung trägt er allerdings nicht positiv bei. Abgesehen vom normalen vermeintlichen "Verdauungsschnaps", gibt es auch allerlei weitere verrückte Ideen mit Alkohol, deren behauptete Wirkung gelinde gesagt umstritten ist. So lässt manch einer Kornschnaps mit frisch geerntetem Bärlauch wochenlang ziehen, um ihn dann als Hausmittel gegen Blähungen einzusetzen. Andere trinken Schnaps mit Meersalz, um Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall zu lindern. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde für einen besseren Geschmack stattdessen Kirschwasser mit Meersalz empfohlen. Dabei ist es sicherlich fraglich, inwieweit bei gesalzenem Kirschwasser tatsächlich von einem besseren Geschmack gesprochen werden darf. Ebenfalls von einem britischen Schiffsarzt erfunden und zur Verabreichung der Zitrusvitamine gedacht: der Cocktail Gimlet. Obwohl die wissenschaftlichen Belege fehlen oder sogar das Gegenteil nachgewiesen wurde, finden alkoholische Getränke im Haushalt noch immer verschiedene Einsatzgebiete. Ob bei Erkältungen oder Schürfwunden: Viele Männer und Frauen schwören auf Schnaps als Hausmittel und glauben fest an eine gesundheitliche Wirkung. Bei jedem Einsatz von Alkohol sollten aber auch die Risiken beachtet werden, denn übermäßiger Alkoholkonsum kann abhängig machen und der Gesundheit schaden. Außerdem kann es zu Wechselwirkungen kommen, wenn alkoholische Getränke zusammen mit Medikamenten eingenommen werden, und bei Fieber sollte Alkohol auf keinen Fall konsumiert werden.
Kalter, klarer Schnaps soll genossen werden - und nicht als Hausmittelchen verschwendet
Und schließlich bleibt auch die Frage offen, ob es sich tatsächlich lohnt, einen edlen Schnaps mit Gewürzen wie Salz und Pfeffer zu vermischen oder zum Gurgeln zu nutzen, wenn er eisgekühlt und pur getrunken doch ein echter Hochgenuss ist. Trennen Sie also das Angenehme vom (vermeintlich) Nützlichen und genießen Sie hochwertige Spirituosen dann, wenn die Zeit zum Genießen ist.
100 Selbstgebraute Likör Rezepte: Eine Inspiration
Die folgenden Rezepte dienen als Inspiration für Ihre eigenen Likörkreationen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und experimentieren Sie mit verschiedenen Zutaten und Aromen.
Bärenfang: Ein Klassiker aus Ostpreußen
Ein beliebtes Rezept für Bärenfang beinhaltet folgende Zutaten:
- 1200 ml reinen Alkohol (96%)
- 1 kg Blütenhonig
- Mark einer Vanilleschote
- 50 gr Zucker
- 100 ml Wasser
- 150 ml Wasser
- 1 Beutel Husten- u. Bronchialtee
- 3 Wacholderbeeren (zerquetscht)
- 3 Pimentkörner
- 3 Pfefferkörner
- 1 Stange Zimt
- etwas Kardamom
- ein Stk. Ingwer
Zubereitung:
- Honig in Alkohol lösen und Vanillemark hinzufügen.
- Zucker karamellisieren und mit Wasser ablöschen.
- Tee mit Gewürzen aufkochen und abkühlen lassen.
- Alle Zutaten vermischen und in eine Flasche füllen.
- Ca. 4 Wochen im Keller stehen lassen, bis sich das Trübe abgesetzt hat.
- Das Klare vorsichtig in Flaschen abgießen und möglichst lange reifen lassen.
Kaffee-Schokoladen-Likör: Für Kaffeeliebhaber
- 150ml Espresso (ca.
- Sahne
- Schokolade
- Rum
- brauner Zucker
Zubereitung:
- Sahne mit Espresso erhitzen.
- Schokolade schmelzen lassen.
- Durch ein Sieb geben.
- Rum hinzufügen und mit Zucker abschmecken.
- In Flaschen füllen und verschließen.
Weitere Rezept Ideen:
- Fruchtliköre: Himbeerlikör, Erdbeerlikör, Johannisbeerlikör, Kirschlikör, Pflaumenlikör, Aprikosenlikör, Quittenlikör, Mirabellenlikör
- Kräuterliköre: Minzlikör, Melissenlikör, Rosmarinlikör, Salbeilikör
- Nussliköre: Haselnusslikör, Walnusslikör, Mandellikör
- Schokoladenliköre: Zartbitterlikör, Vollmilchlikör, Weiße Schokoladenlikör
- Gewür Liköre: Zimtlikör, Vanillelikör, Anislikör, Kardamomlikör
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