Viele empfinden es als Überwindung, beinahe tagtäglich früher aufstehen zu müssen, um gleich morgens Sport zu machen. Doch Bewegung am Morgen hilft nicht nur, fit und beschwingt in den Tag zu starten. Mit einer erfolgreichen Morgenroutine kann Frühsport schnell zur Gewohnheit werden. Studien belegen, dass es durchschnittlich nur etwa zwei Monate dauert, bis wir eine neue Tätigkeit fast schon automatisch ausführen.
So gelingt der Einstieg
Aller Anfang ist schwer. Der Einstieg fällt am leichtesten mit einer Sportart, die Spaß macht. Es ist ratsam, eine morgendliche Sportroutine zu wählen, die nicht vom Wetter oder der Jahreszeit abhängig ist und idealerweise drinnen stattfindet. Vor dem Start sollte der Organismus aktiviert werden: Ein Glas Wasser trinken, sich strecken und ein paar Schritte gehen. Wer zu Hause trainiert, sollte vorher ein paar Minuten am offenen Fenster frische Luft tanken.
Die richtige Dosierung
Bereits eine halbe Stunde Frühsport bietet gesundheitliche Vorteile. Für Untrainierte gilt: Langsam herantasten. Es ist sinnvoll, mit zehn Minuten zu beginnen und die Dauer langsam zu steigern. Wichtig ist, pro Woche höchstens ein- bis zweimal auszusetzen, damit der Frühsport zur Gewohnheit wird.
Bewegung vor dem Frühstück macht schlank
Frühsport ist eine effektive Abnehmtechnik, besonders wenn man erst danach frühstückt. Morgens sind die Kohlenhydratspeicher nicht üppig gefüllt, sodass der Körper die Energie vermehrt aus den Fettreserven gewinnt. Studien belegen, dass bis zu 20 Prozent mehr Fett verbrannt wird, wenn man vor dem Frühstück Sport treibt.
Weitere Vorteile von Frühsport
Frühsport unterstützt eine gute Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System. Viele Artikel beschäftigen sich mit den Vorzügen, aber es gibt auch einige Nachteile.
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Persönliche Erfahrungen mit Frühsport
Nach acht Wochen Frühsport möchte ich von meinen persönlichen Erfahrungen berichten, mit offenen und ehrlichen Vor- und Nachteilen. Ob diese auf Ihr Leben übertragbar sind, müssen Sie selbst herausfinden.
Sieg über den inneren Schweinehund
Jeden Morgen, wenn ich aufstehe und mit Sport beginne, fahre ich einen Sieg im Kampf gegen meinen inneren Schweinehund ein. Das hilft mir, mit einer positiven Einstellung und mehr Energie in den Tag zu starten.
Schneller in Gang kommen
Normalerweise brauche ich am frühen Morgen lange, um in Gang zu kommen. Wenn ich direkt nach dem Aufstehen trainiere, warte ich nicht, bis mein Kopf auf der Höhe ist, sondern zwinge mich einfach aufzustehen und schnellstmöglich zum Training zu kommen.
Zeitersparnis
Ich spare etwa 10-15 % Zeit, da ich nicht warten muss, bis Geräte oder Gewichte frei sind. Auch der Smalltalk fällt weniger umfangreich aus.
Freundlichere Atmosphäre
Die Leute im Fitnessstudio am Morgen sind insgesamt freundlicher. Man kennt sich schnell, grüßt sich und hilft sich kurz.
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Saubere Umgebung
Die Putzkolonne ist entweder gerade durch oder noch mitten bei der Sache, wenn ich morgens zum Training komme.
Natürlicher Energiebooster
Das frühe Training ist für mich wie eine Art natürlicher Energiebooster. Nach dem Training habe ich für einige Stunden deutlich mehr Energie.
Motivation
Es fällt mir manchmal schwer, mich am Abend nach der Arbeit noch zum Training zu motivieren. Morgens habe ich die Sache bereits abgehakt.
Nachteile des Trainings am frühen Morgen
Wer morgens früh vor der Arbeit trainieren gehen will, muss früher aufstehen. Für mich bedeutet das, trotz des Zeitgewinns, dass ich etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten früher aufstehen muss als zuvor. Zudem muss ich auch früher schlafen gehen.
Steife Muskeln
Morgens sind die Muskeln noch steif und nicht so gut durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Daher ist ein ordentliches Warmup besonders wichtig, besonders wenn man schweres Hypertrophie-Training oder Maximalkraft trainieren will.
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Weniger Kraft
Ich hatte bei meinem Krafttraining am frühen Morgen einfach deutlich weniger Kraft. Nach einiger Zeit tritt jedoch eine gewisse Gewöhnung ein. Nach einigen Wochen hatte ich mein Trainingsgewicht vom Abend wieder erreicht.
Ernährung
Das Essen nach dem Training am Morgen wurde zu einer kleinen Herausforderung. In der Diät ist das gar nicht so unpraktisch, da ich einfach einen Protein-Shake mit Micellar Casein trinke und damit meinen Körper mit Eiweiß versorgt und für einige Stunden keinen Hunger mehr habe.
Duschen im Fitnessstudio
Da ich mein Training in meinen Tagesablauf integrieren möchte, mache ich immer auf dem Weg von oder zur Arbeit einen Zwischenstopp im Fitnessstudio. Das bedeutet, dass ich jetzt in meinem Fitnessstudio duschen muss, bevor ich zur Arbeit fahre.
Leistungshoch hält nicht den ganzen Tag
So toll das Leistungshoch am Morgen auch sein mag, es hält leider nicht den ganzen Tag über an. Nach etwa fünf bis sechs Stunden bei der Arbeit habe ich einen merklichen Einbruch meiner kognitiven Leistungsfähigkeit.
Weniger produktiv am Abend
Abends, was zuvor immer meine produktivste Arbeitszeit war, schaffe ich jetzt leider bei weitem nicht mehr so viel.
Fazit meiner Erfahrungen
Es gibt viele Vor- aber auch einige Nachteile, morgens trainieren zu gehen. Wichtig ist, dass Sie selbst herausfinden, ob das Training am Morgen für Sie infrage kommt. Aber geben Sie nicht zu schnell auf, wenn Sie es versuchen wollen.
Wann ist die beste Trainingszeit?
Die beste Trainingszeit ist von Ihrem Biorhythmus abhängig, der ziemlich individuell ist. Der Biorhythmus ist Ihre innere Uhr, die bestimmt, wie fit Sie am Morgen oder Abend sind. Studien besagen, dass der Körper tagsüber mehr von Trainingseinheiten profitiert. Wissenschaftler empfehlen oft den Morgen als beste Tageszeit, da die durchschnittliche Leistungskurve am meisten Energie hat.
Beste Zeit für Männer & Frauen
Frauen profitieren anscheinend mehr vom Workout am Morgen, da sie schneller Fett abbauen und besser Muskeln aufbauen. Bei Männern macht es weniger aus, wann sie trainieren, aber für den Blutdruck ist abends Sport wohl besser.
Sport am Morgen
Wenn Sie ein Frühaufsteher sind, versuchen Sie morgens Sport zu machen, wenn Sie Muskeln aufbauen oder abnehmen möchten. Krafttraining morgens macht Sie richtig stark, da Ihr Körper zu dieser Tageszeit am meisten Testosteron produziert. Morgens läuft die Fettverbrennung auf Hochtouren, vor allem bei Frauen.
Nachteile von Sport am Morgen
Wenn Sie wenig schlafen oder morgens keine Energie haben, sollten Sie Ihr Workout lieber zu einer anderen Tageszeit einplanen.
Abends Sport machen
Wenn Sie abends noch mal Energieschübe bekommen, nutzen Sie Ihre abendliche Power für ein effektives Training. Wenn Sie keinen Zeitdruck haben und Stress abbauen möchten, ist Sport am Abend ideal.
Nachteile von Sport am Abend
Wenn Sie sich sehr ausgelastet fühlen oder sich leicht ablenken lassen, ist Abendsport für Sie nicht geeignet.
Trainingszeiten: Fazit
Um Ihre Trainingsziele langfristig zu erreichen, kommt es auf Ihr persönliches Energie-Level an. Probiere Workouts zu verschiedenen Tageszeiten aus, um Ihren Biorhythmus besser kennenzulernen. Entwickeln Sie eine Routine, bei der Sie Spaß und Zeit haben.
Geheim-Tipp: Workout auf der Arbeit
Wenn Sie weder vor noch nach der Arbeit Zeit haben, nutzen Sie Ihre Mittagspause für ein knackiges Workout.
Weitere Vorteile von Frühsport
- Das Gehirn wird leistungsfähiger: Morgens haben viele nur den ersten Kaffee im Kopf, aber Sport kurbelt die Gehirnleistung an.
- Kreislauf und Durchblutung werden angekurbelt: Der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt und die Nährstoffversorgung der Muskeln wird angeregt.
- Nüchtern trainieren fördert das Abnehmen: Der Körper greift für die Energiegewinnung auf vorhandene Fettreserven zurück.
- Laufstrecke ist leer(er): Morgens hat man die Strecke meistens noch für sich.
- Abends bleibt mehr Zeit: Wer die Morgenstunden zum Trainieren nutzt, hat abends mehr Zeit für andere Hobbies.
- Man wird bewundert: Zwar sollten es nicht ausschließlich Bewunderung und Anerkennung sein, die dazu antreiben, morgens Sport zu treiben.
Wann ist die beste Tageszeit für Sport?
Der beste Trainingszeitpunkt ist bei Tageslicht, da dann die Leistungsfähigkeit der meisten Menschen am besten ist. Britische Forscher raten dazu, sich an seinem persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu orientieren: Frühaufsteher sollten am besten in der Mittagspause trainieren, während Langschläfer eher in den frühen Abendstunden ihre sportlichen Bestleistungen abrufen könnten.
Vorteile, wenn Sie morgens trainieren
- Morgentraining für die Fettverbrennung: Ausdauersportler und Abnehmwillige sollten morgens, am besten vor dem Frühstück, in die Sportschuhe schlüpfen.
- Vorteile, wenn Sie abends trainieren: Dein Kraftlevel ist morgens an einem Tiefpunkt und steigt gleichmäßig über den Tag.
Training am Abend reduziert Stress
Vielbeschäftigte sollten ihr Training besser in die Abendstunden legen. Du solltest etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen mit deinem Sportprogramm durch sein.
Motivation gefällig?
Wer sich morgens fit und ausgeruht fühlt, kann ohne Probleme früh Sport treiben. Wichtig ist, dass Sie auf Ihren Körper hören und sich vor, während und nach dem Sport gut fühlen.
Tipps für den Frühsport
- Frühsport macht dich wach: Der Frühsport hilft, den Kreislauf in Schwung zu bringen.
- Studien empfehlen Frühsport um sieben Uhr: Mit regelmäßigem Frühsport können Sie abends besser einschlafen.
- Frühsport bringt den Stoffwechsel in Schwung: Durch Frühsport verbraucht Ihr Körper Energie, die er aus Kohlenhydraten und Fetten erhält.
- Der Frühsport an der frischen Luft versorgt Sie mit Sauerstoff: Die Haut bildet durch die Sonnenstrahlen das wichtige Vitamin D.
- Frühsport macht Sie ausgeglichener, auch in stressigen Situationen: Durch den Sport setzt der Körper Hormone frei, die im Gehirn viele Funktionen steuern.
- Durch den Frühsport können Sie Stress abbauen und sind auch im Alltag entspannter: Suchen Sie sich einen schönen Ort aus, der Sie inspiriert.
- Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren ist auch Frühsport.
- Tu dir nach dem Frühsport mit einem leckeren und gesunden Frühstück etwas Gutes.
Frühsport: Unsere 7 Gründe
- Kreislauf, Stoffwechsel und Durchblutung kommen in Schwung: Frühsport kann dies unterstützen.
- Bessere Konzentration: Besonders gut ist Frühsport an der frischen Luft.
- Höhere Stressresistenz: Frühsport fördert unsere Resilienz.
- Ein gutes Gefühl für den ganzen Tag: Wer schon am frühen Morgen etwas geschafft hat, startet mit einem besonders guten Gefühl in den Tag.
- Kurse und Fitnessstudios sind leerer: Wer gerne ins Fitnessstudio geht oder Kurse besucht, der wird die Vorzüge des Frühsports umso mehr zu schätzen wissen.
- Mehr Zeit am Abend: Wer bereits morgens trainiert, hat am Abend mehr Zeit für andere Aktivitäten.
- Entspannterer Schlaf in der Nacht: Frühsport macht nicht nur tagsüber wacher. Er lässt uns auch besser ein- und durchschlafen.
3 Tipps, wie es mit dem Frühsport leichter klappt
- Den Wecker etwas früher stellen, sodass ausreichend Zeit bleibt, um in Ruhe Sport zu treiben.
- Die Sportsachen schon am Abend griffbereit legen.
- Sich zum Frühsport verabreden.
Sport am frühen Morgen vertreibt Kummer und Sorgen
Es gibt zwei Arten von sportlichen Menschen: diejenigen, die Sport nach dem Aufstehen erledigen und diejenigen, die mindestens drei Wecker brauchen, um aufzuwachen, um dann das Training auf den Nachmittag oder Abend verlegen. Egal, welcher Typ Sie sind: das Wichtigste am Training ist, dass Sie konsequent sind und dass Sie den besten Zeitplan finden, der Ihren Bedürfnissen entspricht.
8 Vorteile des Trainings am Morgen
- Schneller aufwachen: Morgens zu trainieren hilft Ihnen, sich den ganzen Tag über wacher und energiegeladener zu fühlen.
- Besser konzentrieren: Bewegung hilft Ihnen, klarer zu denken und konzentrierter zu sein, weil der Blutfluss zum Gehirn erhöht wird.
- Stress reduzieren: Bewegung hilft, den Stress abzubauen, da die körperliche Aktivität und die Aktivierung Ihrer Herzfrequenz dazu beitragen, eine Reihe von stimmungsaufhellenden Hormonen freizusetzen.
- Ein Morgenmensch werden: Ein Training am Morgen kann Ihnen dabei helfen, Ihren Zeitplan langsam umzustellen, so dass Sie früher einschlafen können und nicht so viele Probleme haben, aufzuwachen, wenn der Wecker klingelt.
- Eine Routine einführen: Ein morgendliches Training hilft Ihnen, eine gute Routine zu erstellen, die Stress reduziert und mehr Balance im Alltag schafft.
- Ihre Schlafqualität zu verbessern: Das Training am Morgen trägt zu einer besseren Schlafqualität bei.
- Ihre Energie über den Tag hinweg zu steigern: Das Training am Morgen erhöht Ihr Energie-Level über den ganzen Tag hinweg.
- Ein To-Do weniger: Morgens zu trainieren bedeutet auch, dass Sie den Nachmittag für andere Dinge frei haben.