Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich als renommiertes Zentrum für Intensivmedizin etabliert und bietetPatienten mit neurologischen Erkrankungen eine umfassende Versorgung. Dieser Artikel beleuchtet die Voraussetzungen für eine neurologische Aufnahme im UKE, die verschiedenen Behandlungsphasen und die vielfältigen Therapieangebote.
UKE als Zentrum für Intensivmedizin
Das UKE wurde in Hamburg als Zentrum für Intensivmedizin ausgewiesen. Diese Auszeichnung unterstreicht die hohe Qualität der multiprofessionellen und interdisziplinären Versorgung von schwerkranken Patienten. Um als Zentrum für Intensivmedizin anerkannt zu werden, muss das Krankenhaus besondere Voraussetzungen erfüllen, darunter:
- Intensivmedizinisch qualifiziertes Personal
- Kapazität von mindestens 30 High-Care-Intensivbetten
- Verfügbarkeit bestimmter bildgebender Verfahren
- Rund-um-die-Uhr-Aufnahmebereitschaft für Akutfälle
- Verfügbarkeit von mindestens zehn wichtigen Fachdisziplinen, wie Kardiologie, Neurologie oder Onkologie
Neben der hochspezialisierten Patientenversorgung bietet das UKE palliativmedizinische Kompetenzen, psychologische Betreuungsmöglichkeiten und Beratung für andere Krankenhäuser. Die Klinik für Intensivmedizin des UKE umfasst zehn Intensivstationen, die auf die Behandlung bestimmter Erkrankungen spezialisiert sind und über modernste apparative Ausstattungen verfügen.
Voraussetzungen für neurologische Aufnahme
Die neurologische Klinik des UKE bietet ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten fürPatienten mit Erkrankungen des Nervensystems. Die Aufnahmevoraussetzungen können je nach Art undSchwere der Erkrankung variieren. Generell gilt, dass das UKE als MaximalversorgerPatienten mit komplexen und schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen aufnimmt, die einehochspezialisierte Behandlung benötigen.
Neurologische Rehabilitation: Phasen und Ziele
Die neurologische Rehabilitation unterstützt Menschen mit Störungen des zentralen und peripherenNervensystems. Sie wird in der Regel nach einer akuten Krankenhausbehandlung bei neurologischenErkrankungen oder nach einer schweren Verletzung des Nervensystems durchgeführt. Die Rehabilitationumfasst verschiedene Behandlungsphasen, die auf die individuellen Bedürfnisse derPatienten zugeschnitten sind.
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Phasen der neurologischen Rehabilitation
Die neurologische Rehabilitation ist in verschiedene Behandlungsphasen untergliedert:
- Phase A: Erstversorgung in einer Akutklinik
- Phase B: Neurologische Frührehabilitation (Patienten müssen außer Lebensgefahr sein, sind in der Regel bettlägerig und benötigen intensivmedizinische Betreuung)
- Phase E: Nachsorge und berufliche Rehabilitation (Patienten können wieder zu Hause wohnen)
- Phase G: Ggf.
Der Ablauf einer neurologischen Rehabilitation verläuft nicht starr von Phase A bis Phase G. Nach der Erstversorgung in Phase A teilen die Spezialisten der Klinik die Patienten in eine der Phasen B bis G ein.
Ziele der neurologischen Rehabilitation
Das Hauptziel der neurologischen Rehabilitation ist es, die betroffenen Patienten medizinisch zustabilisieren, ihre vitalen Funktionen zu verbessern und sie schrittweise auf die weiteren Phasen derRehabilitation vorzubereiten. Zahlreiche Funktionsstörungen, die bei Erkrankungen des zentralenNervensystems auftreten, können in der neurologischen Rehabilitation gezielt behandelt werden.
Therapieangebote im UKE
Das UKE bietet eine Vielzahl von Therapieangeboten für Patienten mit neurologischen Erkrankungen.Dazu gehören:
- Physiotherapie: Verbesserung der Beweglichkeit, Koordination und Kraft
- Ergotherapie: Förderung der Selbstständigkeit im Alltag durchTraining alltagspraktischer Fähigkeiten
- Logopädie: Behandlung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
- Neuropsychologie: Behandlung von kognitiven Störungen, wie Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- undKonzentrationsstörungen
- Psychotherapie: Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung undBewältigung psychischer Belastungen
- Musiktherapie: Förderung des Selbstausdrucks, der sozialenInteraktion und der Entspannung durch Musik
- Sport- und Bewegungsgruppen: Verbesserung der körperlichenFitness und des Wohlbefindens
Behandlungsschwerpunkte in der Neurologie des UKE
Die Klinik und Poliklinik für Neurologie des UKE ist zertifizierte Fachklinik für die Behandlung verschiedener neurologischer Erkrankungen, darunter:
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- Parkinson: Behandlung von Bewegungsstörungen, Muskelsteifigkeit, Zittern,Gleichgewichtsproblemen und Schluckbeschwerden
- Schlaganfall: Akutversorgung und Rehabilitation nach Schlaganfällen
- Angst- und Zwangsstörungen: Spezialisierte Behandlung von Patienten mitAngst- und Zwangsstörungen sowie Depressionen
Parkinson-Behandlung im UKE
Die Klinik für Neurologie am UKE ist als erste Universität als Parkinson-Fachklinik zertifiziert worden.Die Behandlung von Parkinson umfasst verschiedene Therapieansätze, darunter:
- Medikamentöse Therapie: Ersatz des Mangels an dem Botenstoff Dopamin
- Tiefe Hirnstimulation: Verbesserung der Beweglichkeit, des Zitterns und desGangbildes
- Bewegungstherapie: Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit, derBewegungskoordination und der Balance
- Tanztherapie: Verbesserung des Gleichgewichts, der Aufmerksamkeit und derStimmung
Angst- und Zwangsstörungen im UKE
Die Station und Tagesklinik für Angst- und Zwangsstörungen am UKE haben sich auf die Versorgung vonPatienten mit Angst- und Zwangsstörungen sowie Depressionen spezialisiert. Der therapeutische Ansatzist verhaltenstherapeutisch, wobei Therapieformen der dritten Welle eingesetzt werden. Bei Bedarfwerden Ansätze aus der Hypnosetherapie und tiefenpsychologischen Psychotherapie in den Therapieprozess eingebunden.
Das Behandlungsangebot umfasst:
- Umfassende Diagnostik
- Einzelpsychotherapie und pflegerische Bezugstherapie
- Expositionstherapie mit Reaktionsverhinderung
- Medikamentöse Beratung und Behandlung
- Störungsspezifische Gruppentherapien
- Schematherapie-Infogruppe
- Gruppenanalytische Psychotherapie
- Angeleitete Entspannungsverfahren
- Sozialpädagogische Unterstützung
- Musiktherapie
- Ergotherapie
- Sport- und Bewegungsgruppen
- Einbezug der Angehörigen
- Nutzung modernen Technologien
- Nachsorgeangebote
- Innovative klinische Interventionen
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