Die Neurochirurgie des Universitätsklinikums Leipzig bietet ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Das Team besteht aus erfahrenen Ärzten und wissenschaftlichen Mitarbeitern, die sich der umfassenden Versorgung der Patienten verschrieben haben.
Leistungsspektrum der Neurochirurgie
Die Klinik deckt das gesamte Spektrum der neurochirurgischen Behandlungsoptionen ab. Georg deckt das gesamte Spektrum der neurochirurgischen Behandlungsoptionen ab. Zu den Schwerpunkten gehören:
- Erkrankungen der Wirbelsäule: Behandlung von Bandscheibenvorfällen, Spinalkanalstenosen, Rückenmarkserkrankungen und Spondylolisthesen. Alle Eingriffe werden mikrochirurgisch, endoskopisch und in minimalinvasiver Technik durchgeführt und sind somit besonders schonend.
- Tumoren des Gehirns und Rückenmarks: Operative Entfernung von Tumoren, inklusive intraoperativer Hirnbestrahlung (als einzige Klinik in Mitteldeutschland).
- Traumatische Erkrankungen von Gehirn und Wirbelsäule: Versorgung von Verletzungen des Gehirns und der Wirbelsäule.
- Hydrocephalus: Behandlung aller Formen des Hydrocephalus, inklusive endoskopischer Eingriffe.
- Engpass-Syndrome: Behandlung von Nervenkompressionssyndromen wie Karpaltunnelsyndrom und Sulcus-ulnaris-/Kubitaltunnelsyndrom.
- Spezielle neurochirurgische Schmerztherapie: Operationen bei Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerzen), Facettengelenksinfiltrationen und -denervierungen, periradikuläre Infiltrationen, komplexe multimodale konservative Therapie.
- Metastasenchirurgie: Behandlung von Metastasen im Gehirn und der Wirbelsäule.
- Tumoroperationen des Rückenmarks
Diagnostik und spezielle Verfahren
Für die Diagnostik und Therapie stehen modernste Verfahren zur Verfügung:
- Neuronavigation: Computergestütztes Verfahren zur präzisen Durchführung neurochirurgischer Operationen. Die Bilddaten des Patienten (CT, MRT, PET usw.) werden in dieses Navigationssystem eingelesen. Man kann nun die zu behandelnde Erkrankung in Relation zu den gesunden Hirnstrukturen dreidimensional in einem Koordinatensystem darstellen und die Operation planen. Der darauf folgende Eingriff ist weniger invasiv und Operationsrisiken können minimiert werden.
- Operationsmikroskop: Einsatz von Operationsmikroskopen für hochpräzise Eingriffe. Operation using aids for optical magnification, e.g.
- Endoskopische Operationen: Minimalinvasive Eingriffe mit Hilfe von Endoskopen.
- Stereotaktische Operationen: Präzise Operationen unter Zuhilfenahme eines dreidimensionalen Koordinatensystems (außer funktioneller Stereotaxie).
- Intraoperativer Ultraschall: Einsatz von Ultraschall zur Darstellung von Gewebestrukturen während der Operation.
- CUSA (Ultraschallzertrümmerung): Anwendung der Ultraschallzertrümmerung zur Gewebeentfernung.
- Stimulation und Thermokoagulation: Verfahren zur Schmerztherapie.
- Intraoperatives, elektrophysiologisches Monitoring: Überwachung neurologischer Funktionen während der Operation, um das Risiko von Funktionsausfällen zu minimieren. Neurochirurgische Operationen werden oft an oder um empfindliche Strukturen (Gehirn, Rückenmark Nerven und deren Blutgefäße) durchgeführt. Hierbei kann es zum Ausfall neurologischer Funktionen kommen. Mit dem elektrophysiologischen Neuromonitoring kann man beim narkotisierten Patienten viele dieser wichtigen Funktionen überwachen. Beispielsweise sind dies die Funktionen der Kraft und des Körpergefühls, das Hören oder in einigen Fällen auch das Sehen. Während der Operation erhält der Neurochirurg eine Rückmeldung über die Gefahr eines neurologischen Funktionsausfalls und kann dann seine Operationsstrategie entsprechend anpassen. Dieses Verfahren kommt in der Mehrzahl der Hirn- und Rückenmarkoperationen zum Einsatz und hat sich vielfach bewährt.
- Intraoperative Hirnbestrahlung: Bestrahlung von Hirntumoren während der Operation.
- Fluoreszenz-assistierte Tumorchirurgie (5-ALA): Verwendung von Fluoreszenzfarbstoffen zur besseren Sichtbarkeit von Tumorgewebe während der Operation.
Ambulante Sprechstunden und Terminvereinbarung
Die Klinik bietet verschiedene ambulante Sprechstunden an:
- Allgemeine neurochirurgische, Wirbelsäulensprechstunde sowie Neurochirurgisch-neuroradiologische Sprechstunde für Hirngefäßerkrankungen (Dr. med. Rödel) in Eutritzsch: Montag 09:30 bis 11:30 / 13:00 bis 15:30 Uhr, Donnerstag 13:00 bis 15:30 Uhr. Kontakt: Delitzscher Str.
- Neurochirurgisch-Strahlentherapeutische Sprechstunde in Eutritzsch: Jeden 1. Mittwoch im Monat ab 13:00 Uhr. Terminvereinbarung über Telefon. Kontakt: Delitzscher Str. 141, 04129 LeipzigHaus 8, 1. OG, Klinik für Strahlentherapie. Benötigte Unterlagen: Chipkarte, Überweisungsschein vom Haus- oder Facharzt, Befunde von Voruntersuchungen, aktuelle MRT- oder CT-Aufnahmen auf einer CD oder den schriftlicher Befund mit Zugangscode
- Privatärztliche und ASV-Sprechstunde (Dr. med. Sorge) in Eutritzsch: Dienstag 13:00 bis 14:00 Uhr. Kontakt: Delitzscher Str.
- Privatärztliche und ASV-Sprechstunde (Dr. med. Sorge) in der Ambulanzzentrum (Haus 61): Mittwoch 14:00 bis 15:00 Uhr. Kontakt: Delitzscher Str. 141, 04129 LeipzigAmbulanzzentrum (Haus 61). Benötigte Unterlagen: Chipkarte, Überweisungsschein vom Haus- oder Facharzt, Befunde von Voruntersuchungen, aktuelle MRT- oder CT-Aufnahmen auf einer CD oder den schriftlicher Befund mit Zugangscode. Terminvereinbarung: Montag - Freitag: 08:00 - 12:00 und 13:00 - 15:00 Uhr.
- Neurochirurgische Sprechstunde (Dr. Fehrenbach) in Grünau: Montag 08:00 bis 12:00 / 14:00 bis 17:00 Uhr, Dienstag 07:00 bis 12:00 / 14:00 bis 16:00 Uhr, Mittwoch 08:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag 08:00 bis 12:00 / 14:00 bis 16:00 Uhr. Kontakt: Nikolai-Rumjanzew-Str. Terminvereinbarung per Telefon.
Eine Vorstellung in der Klinik ist innerhalb von 48 Stunden realisierbar. Die Terminvereinbarung kann telefonisch unter 0341 909-3404 erfolgen. Alternativ kann ein Termin online gebucht werden. Für Notfälle steht ein 24-Stunden-Diensttelefon unter 0341 909-4466 zur Verfügung.
Lesen Sie auch: Erfahrungsberichte: Reha in Leipzig Bennewitz
Benötigte Unterlagen für die Sprechstunde
Für die ambulante Sprechstunde im Ambulanzzentrum Haus 61 werden folgende Unterlagen benötigt:
- Überweisungsschein vom behandelnden Arzt
- Befunde von Voruntersuchungen (z. B. MRT- oder CT-Befund)
- Chipkarte der Krankenversicherung
- Aktuelle Schnittbildgebung (MRT, CT)
Stationäre Aufnahme
Für die stationäre Aufnahme im Haus 16 werden folgende Unterlagen benötigt:
- Krankenhauseinweisungsschein vom behandelnden Arzt
- Befunde von Voruntersuchungen (z. B. MRT- oder CT-Befunde)
- Aktuelle Bildgebung (Röntgenaufnahmen, MRT- und CT-Bilder)
- Bequeme Kleidung, festes Schuhwerk, persönliche Pflegeutensilien
- Liste der aktuellen Medikamente
Patienten werden gebeten, sich am Aufnahmetag zuerst im chirurgischen Aufnahmemanagement (Haus 3) vorzustellen.
Wichtige Hinweise zu Medikamenten vor Operationen
Bei bestimmten Medikamenten ist vor einer Operation eine Rücksprache mit dem Hausarzt oder Kardiologen erforderlich:
- Neue orale Antikoagulantien: Dabigatran (Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®) oder Apixaban (Eliquis®) - Pause von 2 Tagen vor der Operation empfohlen.
- Antidiabetika mit dem Wirkstoff Metformin: Pause von 2 Tagen vor der Operation empfohlen.
- Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel (Plavix®) oder Phenprocoumon (Falithrom®/Marcumar®): Pause von 7 Tagen vor der Operation empfohlen.
Mitarbeiter der Neurochirurgie
Die Neurochirurgie des Universitätsklinikums Leipzig verfügt über ein Team von hochqualifizierten Mitarbeitern. Zu den leitenden Ärzten gehören:
Lesen Sie auch: Ihre Spezialisten in Leipzig
- Prof. Dr. med. (Arbeits- und Therapieschwerpunkte: Hirntumor- und Schädelbasischirugie, Neurovaskuläre Erkrankungen, spinale Neurochirurgie, pädiatrische Neurochirurgie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Computerassistierte Chirurgie, Neuromonitoring)
- Oberärzte: Prof. Dr. med., Dr. med. Lars Rödel, Dr. med. Michael Karl Fehrenbach.
Weitere Mitarbeiter sind unter anderem:
- Chefarztsekretariat: Kerstin Seeger
- Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. med. Felix Arlt, Dr. med. Johannes Wach, MBA, Dr. Martin Vychopen, Dr. med. Florian Wilhelmy.
- 3D-Druck Forschungslabor Legend Leipzig: Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Dirk Winkler, Stv. Leitung: Dr. rer. med. Michael Busse. Dipl. Inf. Jörg Fischer, B. Eng. Conrad Günther, M. Sc. Martin Hoffmann, M. Sc. Svenja Jung, M. Eng. Fabian Kropla, M. Sc. Katharina Scheidt
- Doktoranden: cand. Dr. med. Christian Bach, cand. Dr. med. Amelie Becker, cand. Dr. med. Tia Detzer, cand. Dr. med. Tia Kölling, cand. Dr. med. Kamariddin Mamadaliev, cand. Dr. med. Tim Seidenstücker.
Forschung und Lehre
Das Universitätsklinikum Leipzig engagiert sich in Forschung und Lehre. Es ist eine sehr wichtige Aufgabe die Studierenden während ihres gesamten klinischen Abschnittes auszubilden. Es findet Unterricht am Krankenbett, in Kleingruppen statt, sowie Praktika und Seminare in den klinischen Instituten. Gemäß § 4, Abs. 2 d. Promotionsordnung erfolgt die Betreuung i.d.R. durch Hochschullehrer u. Das Universitätsklinikum Leipzig nimmt an ca. Das Universitätsklinikum Leipzig hat ca.
Die Klinik ist an einem Forschungsprojekt zur Erstellung eines MRT-Templates des kaninen Gehirnes beteiligt.
Besondere Angebote
- Neurochirurgische Ambulanz
- Neurochirurgisch-neuroradiologische Sprechstunde
- Neurochirurgisch-radioonkologische Sprechstunde
- Ergänzende Therapieverfahren nach Methoden der komplementären Medizin (z. B. TCM)
Was Sie über bestimmte Erkrankungen wissen sollten
- Hirntumor: Unter einem Hirntumor versteht man eine Wucherung des Gehirns selbst, der das Gehirn umhüllenden Hirnhäute oder der vom Hirn ausgehenden Nerven. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Tumoren. Wichtig ist jedoch, dass nicht jeder Hirntumor mit Krebs gleichzusetzen ist. Etwa zwei Drittel aller Geschwülste im Kopf sind gutartig, d. h. sie wachsen langsam und verdrängen das umgebende Hirngewebe nur. Trotzdem muss ein Hirntumor meist operativ entfernt werden, denn im knöchernen Schädel ist der Platz begrenzt, und es kann dadurch zu ernsthaften Schädigungen kommen.
- Hydrocephalus: Der Hydrocephalus ist auch unter dem Begriff "Wasserkopf" bekannt. Bei dieser Erkrankung sammelt sich zu viel Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit in den Hirnventrikeln, der Abfluss der Hirnflüssigkeit (Liquor) ist gestört, was zu einem Liquorstau und zur Erweiterung der Ventrikel führen kann.
- Periradikuläre Therapie (PRT): Unter einer periradikulären Therapie (PRT) versteht man die Injektion von Medikamenten lokal an einem Nerven, der durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose beeinträchtigt wird. Vor allem stellt die PRT eine therapeutische Maßnahme zur Schmerzlinderung dar. Hierbei liegt der Patient in einer Computertomographieröhre, um den betroffenen Nerven zu lokalisieren. Im Anschluss wird eine Injektionsnadel zu dem Nerven vorgeschoben und die Injektion eines Lokalanästhetikums vermischt mit einem Kortikoid vorgenommen.
Lesen Sie auch: Kliniken und Ärzte für Neurologie in Leipzig
tags: #uni #leipzig #neurochirurgie #mitarbeiter