Die Kraft der Bitterstoffe: Vagusnerv, Verdauung und Wohlbefinden

Die Winter- und Weihnachtszeit ist oft eine Zeit der Gemütlichkeit, aber auch der kulinarischen Herausforderungen und Winterinfekte. In dieser Zeit leistet unser Körper Schwerstarbeit. Bitterstoffe können hier eine wertvolle Unterstützung bieten.

Bitterstoffe: Ein Geschenk für die Verdauung

Gerade im Dezember, wenn Mahlzeiten üppiger und fettreicher sind, sind Bitterstoffe ein echtes Geschenk. Sie binden an spezielle Bitterrezeptoren (TAS2R), die sich nicht nur im Mund, sondern im gesamten Verdauungstrakt befinden.

Verdauungsförderung

Bitterstoffe regen die Ausschüttung von Magensäure und Verdauungsenzymen an und fördern die Bildung von Gallensäften. Sie wirken wie ein Verdauungsturbo nach üppigen Mahlzeiten und bieten eine physiologische Aufräumhilfe. Diese Sekrete sind essenziell für die Fettverdauung. Patienten berichten von weniger Blähungen und Müdigkeit nach dem Essen.

Stoffwechsel und Entgiftung

Bitterstoffe bringen den Stoffwechsel in Schwung und fördern die Ausscheidung - eine kleine „Detox-Kur“. Sie steigern den Energiestoffwechsel, fördern die Leberentgiftung und sorgen für eine bessere Verwertbarkeit und Resorption der Nährstoffe.

Stress-Resistenz und Vagusnerv-Aktivierung

Der Dezember bringt auch oft Erkältungsviren und Termindruck mit sich. Bitterstoffe sind in der Lage, den Vagusnerv zu aktivieren, der der „Gegenspieler“ des anregenden Stress-Nervensystems ist. Bitterstoffe senken dadurch messbar Signalmoleküle für kognitiven Stress. Die Aktivierung des Vagusnervs wirkt zudem stimmungsaufhellend und antidepressiv.

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Bitterstoffe im Alltag: Anwendung und Quellen

Bitterstoffe sind einfach in der Anwendung und leicht erhältlich.

Bittertropfen

Bittertropfen lassen sich ins Wasser mischen oder direkt auf die Zunge geben - besonders sinnvoll bei Heißhunger. Sie können auch selbst angesetzt werden. Dazu immer einen Ansatz „in Arbeit“ haben und eine Flasche griffbereit für die Hauptmahlzeit halten. Auch auf Reisen sind Bittertropfen hilfreich bei ungewohntem Essen und ersetzen elegant den Aperol Spritz: einfach ein paar Tropfen ins Mineralwasser geben.

Bittere Kräuter

Bittere Kräuter wie Enzian und Wermut werden seit Jahrhunderten als Verdauungstonikum eingesetzt.

Radicchio

Radicchio bringt mit seiner violetten bis tiefgrünen Farbe Frische auf den Winterteller. Seine hohe Konzentration an Antioxidantien, Polyphenolen, Flavonoiden, Carotinoiden und Bitterstoffen sowie sein Vitamin-C-Gehalt machen ihn zu einem echten Gesundheitsbooster. Er unterstützt den Zellschutz, stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung. Ein paar rohe Blätter mit auf den Teller geben (und essen!).

Die Wissenschaft hinter den Bitterstoffen

Neue Forschung zeigt: Bitterstoffe in Lebensmitteln stimulieren die Ausschüttung von Sättigungshormonen und bremsen so den Appetit. Bitterstoffe lösen GLP-1-Ausschüttung aus und bremsen so den Heißhunger.

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Der GLP-1-Effekt: Natürliche Sättigung statt Spritze

Bitterrezeptoren (TAS2R) sitzen nicht nur auf der Zunge, sondern im gesamten Verdauungstrakt. Werden sie aktiviert, startet eine Signalkaskade. Bitterstoffe wie aus Chicorée oder Radicchio stimulieren die Ausschüttung der Sättigungshormone GLP-1 und Cholecystokinin (CCK). Diese Botenstoffe melden dem Gehirn “satt” und verlangsamen die Magenentleerung. Ein stabilerer Blutzuckerspiegel ist die Folge - und Heißhungerattacken bleiben aus. Im Gegensatz zu Zucker wirken Bitterstoffe als natürliche Fressbremse.

Neue Quellen und alte Züchtungsfehler

Die Forschung sucht nach neuen, potenten Quellen. Im Fokus stehen nun auch Pilze wie der Bittere Saftporling, aus dem hochwirksame Bitterstoffe isoliert wurden. Sie könnten Grundlage für neue Functional Foods sein. Gleichzeitig warnen Agrarwissenschaftler: Der Bitterstoffanteil wurde aus Gemüse wie Rosenkohl zugunsten eines süßeren Geschmacks fast weggezüchtet. Der Trend geht deshalb zurück zu Ur-Gemüse und Wildkräutern.

Paradigmenwechsel: Von Low Carb zur Hormon-Steuerung

Die Industrie vollzieht einen Wandel: weg von Makronährstoff-Diäten, hin zur Beeinflussung der hormonellen Körperantwort. Verbraucher sind skeptisch gegenüber Light-Produkten und suchen stattdessen natürliche “Bio-Hacks”. Kritiker betonen: Bitterstoffe sind kein Wundermittel, sondern ein katalytischer Faktor. Gentests könnten zeigen, ob jemand besonders sensibel auf Bitterstoffe reagiert (“Super-Taster”).

Bitterstoffe in der traditionellen Medizin

Aufgrund ihres bitteren Geschmacks häufig unbeliebt, besitzen Bitterstoffe jedoch großen gesundheitlichen Nutzen gerade für das Verdauungssystem. Sie regen sämtliche Verdauungsdrüsen an, steigern den Energiestoffwechsel, fördern die Leberentgiftung, sorgen für eine bessere Verwertbarkeit und Resorption der Nährstoffe und stärken darüber hinaus das Immunsystem. Bitterstoffe finden sich gehäuft in Wurzeln, Fruchtschalen und Blättern vieler Pflanzen.

Bitterkeit als Schutzmechanismus

Das Wort „bitter“ stammt dabei aus dem althochdeutschen „bittar“ und leitet sich ab von „beissen“ im Sinne von geschmacklich beißend, scharf. Denn so werden Bitterstoffe empfunden. Bitter ist die stärkste Geschmacksqualität, die der Mensch kennt. Denn evolutionär bedingt diente eine schnelle Wahrnehmung von Bitterstoffen unseren Vorfahren dazu, vor dem Verzehr giftiger, zyanid-haltiger Stoffe. Auch heute noch besitzt der Mensch überproportional viele Geschmacksrezeptoren für den bitteren Geschmack.

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Bitterstoffe in der Geschichte

Bereits seit dem Altertum wusste man um die große Heilkraft von Bitterstoffen und setzte sie standardmäßig bei der Behandlung verschiedenster Beschwerden ein. Auch Hildegard von Bingen schätzte Bittermittel als universelle Medizin.

Die Wirkung von Bitterstoffen auf den Vagusnerv

In erster Linie regen Bitterstoffe reflektorisch die Sekretion von Verdauungssäften an, indem sie über die Geschmacksknospen der Zunge den Vagusnerv aktivieren. Es handelt sich hierbei um den Hauptnerv des Parasympathikus, der zahlreiche Organfunktionen reguliert. So wird über den Nerv u.a. der Speichelfluss angeregt, was zu einer Steigerung des Appetits führt. Gleichzeitig beugen sie ungesunden Heißhungerattacken vor.

Bitterstoffe und der Säure-Base-Haushalt

Gleichzeitig wirken Bitterstoffe einer Übersäuerung des Körpers aber auch entgegen. Der Säure-Base-Haushalt ist ein Zusammenspiel verschiedener Puffersysteme, das dafür sorgt, dass der Körper Schwankungen des pH-Wertes gezielt regulieren kann.

Bitterstoffe und die Immunabwehr

Eine weitere wichtige Funktion von Bitterstoffen besteht in der Stärkung des Immunsystems. Zum einen dient die bereits erwähnte Steigerung der Magensäure dem Abtöten von Krankheitskeimen in der Nahrung. So regen die über die Nahrung aufgenommenen Bitterstoffe durch eine direkte Aktivierung sog. C-Zellen die Bildung von antimikrobiellen Peptiden in den Atemwegen an. Diese reinigen die Atemwege, indem sie die Schleimsekretion fördern und damit den Abtransport von Bakterien und Krankheitserregern bewirken. Darüber hinaus erhöhen Bitterstoffe auch die Phagozytose-Aktivität von Makrophagen.

Bitterstoffe und die Hautgesundheit

Zu guter Letzt wird auch die Haut, welche den Körper vor dem Eindringen von Krankheitskeimen und schädlichen Umwelteinflüssen schützt, durch Bitterstoffe gestärkt. Denn auch sie besitzt sog. Bitterrezeptoren. Zudem regen Bitterstoffe die Bildung von Hautlipiden (sog. Ceramiden) an, welche die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen und Austrocknung schützen.

Bitterstoffdrogen: Arten und Anwendung

Möchte man Bitterstoffe bzw. Bitterstoff-Heilpflanzen gezielt zur Förderung der Verdauung einsetzen, sollte man auf die zusätzlichen Eigenschaften der Pflanzen achten sowie den Bitterwert, welcher die Stärke des bitteren Geschmacks beschreibt.

Amara pura

Sie besitzen sekretionssteigernde und tonisierende (kräftigende) Eigenschaften. Hierzu zählen u.a. Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut und Wermutkraut.

Amara aromatica

Sie haben spasmolytische (krampflösende) und karminative (entblähende) Eigenschaften. Die enthaltenen ätherischen Öle bewirken meist eine leichte Schleimhautreizung und damit eine verbesserte Durchblutung im oberen Verdauungstrakt. Dadurch kommt es zu einer schnelleren Resorption von Gasen und einem erleichterten Abgang von Darmgasen. Zu ihnen zählen u.a. Angelikawurzel, Pomeranzenschalen und Kalmuswurzel. Zusätzlich bewirken bestimmte Scharfstoffe, wie Ingwerwurzel, eine Steigerung des Muskeltonus in der Darmmuskulatur sowie der Darmperistaltik.

Amara mucilaginosa

Zu ihnen zählen Bitterstoffdrogen, die neben Bitterstoffen auch Schleimstoffe enthalten. Sie fördern die Bildung von Magensäure. Gleichzeitig bietet ihr Schleim Schutz für entzündete Magenschleimhäute. Zu den stärksten Bitterstoffdrogen zählen u.a. Isländisch Moos und Eibischwurzel.

Der Bitterwert

Der Bitterwert wird über ein standardisiertes, im europäischen Arzneibuch beschriebenes Verfahren bestimmt. Ein Bitterwert von 1.000 bedeutet, dass 1 g der Substanz mit 1.000 ml Wasser verdünnt werden musste, um noch einen Hauch von bitter zu schmecken. Drogen mit einem Bitterwert über 10.000 sind dabei bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie Gallensteinen kontraindiziert. Darüber hinaus handelt es sich bei den Bitterstoffdrogen um Heilpflanzen, die nach Abklingen der Beschwerden durch einen normalen Einsatz von Bitterstoffen in der Ernährung (bspw. in Form von bitteren Kräutern oder Salaten bei der Essenszubereitung) abgelöst werden sollten.

Bitterstoffe bei Verdauungsbeschwerden

Hektik und Leistungsdruck am Arbeitsplatz sowie eine Flut an Informationen gehören heute für viele zum Alltag. Hinzu kommen wenig Bewegung und eine unregelmäßige, einseitige Ernährung, die schnell satt machen soll. Diese Belastungen können den Menschen sprichwörtlich auf den Magen schlagen, das Verdauungssystem schwächen und den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringen. Betroffene leiden dann unter dyspeptischen Beschwerden wie Blähungen, Magendruck, Völlegefühl oder Übelkeit.

Natürliche Therapie mit Bitterstoffen

Die bewährten Bitterstoffe sind kraftvoll kombiniert: Gelber Enzian und Wermut fördern die Verdauungstätigkeit, die Brechnuss lindert Übelkeit, während Löwenzahn die Leberfunktion stärkt.

Die Wirkung von Bitterstoffen auf die Verdauung

Bitterstoffe regen die Speichel- und Magensaftsekretion auf zwei unterschiedlichen Ebenen an: Zum einen vermitteln die Bitterrezeptoren der Geschmacksknospen am Zungengrund über die Großhirnrinde eine Aktivierung des Nervus vagus, der die Sekretion von Speichel und Magensaft steigert. Das reflektorische Freisetzen der Verdauungssäfte bewirkt nebenbei, dass das Sättigungsgefühl schneller eintritt. Zum anderen wird Gastrin freigesetzt, das wiederum die Säuresekretion anregt und die Eiweißverdauung fördert. Die ätherischen Öle erhöhen die Motilität in Magen und Darm, außerdem sinkt durch die vermehrte Freisetzung von Magensäure der pH-Wert, was wiederum die Aktivität der Verdauungsenzyme begünstigt. Die Pankreassekretion nimmt zu und die choleretischen und cholekinetischen Effekte führen dazu, dass die Leber Gallenflüssigkeit ausschüttet. Darüber hinaus wirken Amara karminativ und reduzieren somit Blähungen.

Bitterstoffe und Stress

Manche Menschen reagieren auf Stress mit Magenbeschwerden. Auch dann helfen Bitterstoffe dabei, den Stress „zu verdauen“.

Der Vagusnerv: Schlüssel zur Entspannung

Der Vagusnerv hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ist er aktiv, durchströmt uns ein Gefühl wohliger Ruhe. Verdauung, Herz- und Atemfrequenz entspannen sich. Wir können diesen Nerv trainieren. Seine wichtigste Funktion ist die Aktivierung des Parasympathikus. Das ist der Zweig unseres vegetativen - unterbewussten - Nervensystems, der für Entspannung sorgt.

Vagusnerv-Training

  • Atemübung: Leg deine Handflächen auf den Bereich deines Magens. Atme tief ein und wieder aus, sodass du fühlst, wie dein Bauch sich hebt und senkt. Zähle beim Einatmen bis vier, halte kurz und atme dann bis sechs oder sogar acht wieder aus.
  • Meditation: Meditieren ist Entspannung pur und aktiviert deinen Vagustonus.
  • Bitterstoffe: Die Wirkung von Bitterstoffen beginnt schon im Mundraum. Oder genauer: Bei der Bindung ans Bitterzentrum in den Geschmacksknospen unserer Zunge. Dabei kommt es zur Aktivierung des Vagusnervs.
  • Yoga: Die positiven Auswirkungen von Yoga sind bereits seit Längerem bekannt und Studien legen nahe, dass Yoga auch beim Vagustonus eine Rolle spielt.
  • Massage: Du kannst an verschiedenen Körperstellen den Vagusnerv durch Streicheln oder sanfte Massagen aktivieren. Eine dieser Stellen liegt an deinem Hals.
  • Positive Gedanken und Erlebnisse: Insgesamt sind gute Laune, positive Gedanken, Freude, auch Vorfreude, perfekt für unseren Vagusnerv.
  • Kälte oder Wärme: Die kalte Dusche am Morgen hilft nicht nur beim Aufwachen, sondern stimuliert auch deinen Vagusnerv.
  • Probiotika: Probiotika stärken nicht nur deinem Darm, sondern können auch Auswirkungen auf den Vagusnerv haben.
  • Augenentspannung: Bei langer Bildschirmarbeit oder Gedankenstress kann man den Vagusnerv zwischendurch über den dritten Hirnnerv aktivieren. Lege die Handflächen dafür so über die Augen, dass diese komplett von der Handfläche umschlossen sind. Presse die Hände dann mit leichtem Druck auf die geschlossenen Augen, bzw. den Bereich darum.

Bitterstoffe und Gewichtsmanagement

Bitterstoffe sollen beim Abnehmen helfen, den Appetit anregen. Bitterstoffe wirken nämlich nur bei Menschen mit krankhaft kleinem Hunger appetitsteigernd. Ist das Essverhalten im normalen Rahmen, dann mischen sie sich diesbezüglich nicht ein. Eine mehrwöchige Bitterstoffkur ist empfohlen zur allgemeinen Stärkung des Körpers (zum Beispiel nach einem Infekt, bei Mangelerscheinungen oder nach einer stressigen Zeit), bei Reizdarm, zur Darmsanierung, unterstützend bei Candidatherapie oder bei der Gewichtsabnahme und zum Entschlacken/Entgiften des Körpers.

Bitterstoffe: Zubereitung und Anwendung

Am besten ist es Bittermittel als Kaltauszug zuzubereiten. Dafür übergießt man das geeignete Pflanzenmaterial mit kaltem Wasser und lässt das Gemisch für 12 Stunden stehen. Die gut wasserlöslichen Bitterstoffe sollten nun in die Flüssigkeit übergegangen sein und können nach dem Abseihen über den Tag hinweg als Getränk getrunken werden. Eine Alternative dazu ist das alkoholische Extrakt der bitteren Pflanze. Für diejenigen die keinen Alkohol vertragen und denen das mit dem Kaltauszug zu umständlich ist, gibt es in der Apotheke noch Frischpflanzenextrakte. Wer den Geschmack bitter nicht aushält, kann auf Bittermittel in Tablettenform zurückgreifen. Zuletzt gibt es noch die Bittertees.

Bitterstoffe: Mehr als nur ein Geschmack

Bitterstoffe sind sehr wichtig für uns Menschen und wir sollten sie viel häufiger zu uns nehmen. Die Bedeutung von Bitterstoffen ist ebenso gut wie lang in der Naturheilkunde bekannt. So empfahl schon der griechische Arzt Hippokrates (460 bis 370 vor Christus) die bitteren Kräuter als Vorbeugemittel gegen vielerlei Beschwerden.

Die Wirkung von Bitterstoffen im Körper

In erster Linie regen Bitterstoffe die Produktion von Speichel und Magensäften an. Das geschieht bereits, wenn unsere Zunge in den Speisen herausschmecken bzw. die entsprechenden Rezeptoren der Zunge diese registrieren. Die Rezeptoren regen nun ihrerseits Nerven in Teilen unseres Gehirns an, wo vor allem der nervus vagus als zentraler Nerv zur Ansteuerung der inneren Organe zuständig ist. So wird die gesamte Verdauung auch der Hilfsorgane wie Magen und Gallenblase angeregt und dadurch verbessert. Ebenso wird die Durchblutung des Magen-Darm-Trakts verbessert, was letztlich wieder eine besseren Nährstoffresorption zu Gute kommt. Ein erhöhter Anteil an Bitterstoffen kommt also einer besseren wie schnelleren Verdauung zugute. Die Verdauung ist ein zentraler Schlüssel unserer Gesundheit.

Bitterstoffe und Säureblocker

Gerade Menschen die unter Sodbrennen leiden greifen gern zu Säureblockern. Diese hemmen im Magen die Produktion der körpereigenen Magensäure - was im ersten Moment zwar die gewünschte Wirkung zeigt, langfristig jedoch Probleme mit sich führen kann. Denn wird auf die Produktion von Magensäure Einfluss genommen, so verändert sich oft auch der pH-Wert im Magen, was wiederum zur Folge hat, dass Speisen nicht mehr optimal zersetzt werden können.

Bitterstoffe: Ein natürlicher Appetithemmer

Bitter vermittelt dem Gehirn zunächst einmal: Vorsicht, nicht zu viel davon essen! Das zügelt automatisch den Appetit. Hinzu kommt die verdauungsfördernde Wirkung der Bitterstoffe. Denn sobald die Verdauung in Gang kommt, lässt das Hungergefühl nach. Bitterstoffe helfen so auf natürliche Weise, den Appetit zu bremsen und zu regulieren.

Bitterstoffe gegen Kater

Bitterstoffe aktivieren auf natürliche Weise die Verdauungssäfte - also Speichel, Magensaft, Galle und Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse. Bitterstoffe können die Entgiftungsfunktion der Leber fördern. Bitterstoffe helfen dabei, den Insulinspiegel stabiler zu halten, indem sie die Verdauung harmonisieren und die Nährstoffaufnahme verbessern. Über den Darm-Hirn-Nerv (Vagus) beeinflussen sie das autonome Nervensystem und können helfen, die innere Balance nach einem durchzechten Abend wiederherzustellen.

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