Vitasprint und Multiple Sklerose: Erfahrungen und ergänzende Behandlungsansätze

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die vielfältige neurologische Symptome verursachen kann. Obwohl MS derzeit als unheilbar gilt, gibt es verschiedene Ansätze zur Linderung der Symptome und zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. Neben der schulmedizinischen Behandlung suchen viele MS-Patienten nach ergänzenden Therapien, um ihr Wohlbefinden zu steigern. In diesem Zusammenhang wird häufig über die Einnahme von Vitasprint und anderen Nahrungsergänzungsmitteln diskutiert.

Multiple Sklerose: Eine vielschichtige Erkrankung

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Myelinscheiden angreift, die die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark umhüllen. Diese Schädigung der Myelinscheiden führt zu einer gestörten Signalübertragung zwischen den Nervenzellen, was eine Vielzahl von neurologischen Symptomen zur Folge haben kann.

Die Symptome der MS können von Patient zu Patient stark variieren und umfassen unter anderem:

  • Sehstörungen
  • Muskelschwäche
  • Muskelkrämpfe
  • Gefühlsstörungen
  • Koordinationsprobleme
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Müdigkeit (Fatigue)
  • Kognitive Beeinträchtigungen

Die Diagnose von MS ist oft aufwendig und erfordert eine umfassende neurologische Untersuchung sowie bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT).

Schulmedizinische Behandlung von MS

Die schulmedizinische Behandlung von MS zielt darauf ab, die Entzündung im Nervensystem zu reduzieren, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Symptome zu lindern. Zu den gängigen Therapieansätzen gehören:

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  • Immunmodulatorische Medikamente (z. B. Interferone, Glatirameracetat, Natalizumab)
  • Immunsuppressiva (z. B. Mitoxantron)
  • Kortikosteroide (zur Behandlung akuter Schübe)
  • Symptomatische Behandlung (z. B. Medikamente gegen Spastik, Schmerzen, Fatigue)

Ergänzende Behandlungsansätze bei MS

Viele MS-Patienten suchen zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung nach ergänzenden Therapien, um ihr Wohlbefinden zu verbessern und ihre Symptome besser zu bewältigen. Zu den häufig angewendeten ergänzenden Ansätzen gehören:

  • Physiotherapie und Krankengymnastik
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Psychotherapie
  • Entspannungstechniken (z. B. Yoga, Meditation)
  • Akupunktur
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
  • Ernährungsumstellung
  • Nahrungsergänzungsmittel

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit vieler ergänzender Therapien bei MS wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist. Dennoch berichten viele Patienten von positiven Erfahrungen und einer Verbesserung ihrer Lebensqualität durch die Anwendung dieser Ansätze.

Vitasprint B12: Zusammensetzung und Wirkung

Vitasprint B12 ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das in Trinkampullenform erhältlich ist. Es enthält eine Kombination aus drei Hauptbestandteilen:

  • Phosphonoserin: Dieser Inhaltsstoff soll am Aufbau und der Funktionserhaltung von Nerven- und Muskelzellen beteiligt sein und eine wichtige Rolle bei der Eiweißbildung spielen.
  • Glutamin: Glutamin ist eine Aminosäure, die für die Reizleitung im Gehirn wichtig ist und somit die Konzentration und Merkfähigkeit unterstützen soll. Da Glutamin ein Eiweißbaustein ist, wird ihm auch eine Bedeutung für die Muskulatur zugeschrieben.
  • Vitamin B12: Vitamin B12 ist ein essentielles Vitamin, das für die Blutbildung, den Eiweiß- und Energiestoffwechsel, das Zellwachstum und die Zellreifung unerlässlich ist.

Erfahrungen mit Vitasprint bei MS

Die Erfahrungen von MS-Patienten mit Vitasprint sind unterschiedlich. Einige berichten von einer Verbesserung ihrer Müdigkeit (Fatigue), ihrer Konzentrationsfähigkeit und ihres allgemeinen Wohlbefindens. Andere hingegen verspüren keine oder nur geringe positive Effekte.

Es ist wichtig zu beachten, dass Vitasprint kein Medikament zur Behandlung von MS ist, sondern lediglich ein Nahrungsergänzungsmittel. Es kann daher nicht die schulmedizinische Behandlung ersetzen, sondern allenfalls ergänzen.

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Einige Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Vitamin-B12-Spritzen, die sie sich intramuskulär verabreichen. Sie beschreiben eine deutliche Steigerung ihres Wohlbefindens und eine Verbesserung ihrer neurologischen Symptome. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die oralen Präparate wie Vitasprint möglicherweise weniger effektiv sind, da die Magensäure die enthaltenen Enzyme zerstören kann.

Vitamin- und Nährstoffmängel bei MS

MS-Patienten haben aufgrund der chronischen Entzündung und der möglichen Einnahme von Medikamenten ein erhöhtes Risiko für Vitamin- und Nährstoffmängel. Besonders häufig sind Mängel an:

  • Vitamin D: Ein Vitamin-D-Mangel kann die Symptome der MS verschlimmern und das Risiko für Begleiterkrankungen wie Depressionen erhöhen.
  • B-Vitamine (B1, B6, B12): Diese Vitamine sind wichtig für die Funktion des Nervensystems und können bei einem Mangel zu neurologischen Symptomen wie Missempfindungen, Kribbeln und Muskelschwäche führen.
  • Vitamin C: Vitamin C stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Bei MS-Patienten kann ein Vitamin-C-Mangel zu einer schlechteren Wundheilung und einem erhöhten Infektionsrisiko führen.
  • Vitamin E: Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans, das die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützt. Bei MS-Patienten kann ein Vitamin-E-Mangel zu einer Verschlechterung der Blutzuckerwerte und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
  • Magnesium: Magnesium ist wichtig für die Muskel- und Nervenfunktion. Ein Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen, Müdigkeit und Nervosität führen.
  • Zink: Zink ist wichtig für das Immunsystem und die Wundheilung. Ein Zinkmangel kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und einer schlechteren Wundheilung führen.

Es ist daher ratsam, bei MS-Patienten regelmäßig die Vitamin- und Nährstoffspiegel im Blut zu überprüfen und gegebenenfalls Mängel durch eine gezielte Supplementierung auszugleichen.

Wichtige Hinweise zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bei MS

  • Absprache mit dem Arzt: Vor der Einnahme von Vitasprint oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln sollten MS-Patienten unbedingt ihren Arzt konsultieren, um mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten oder andere gesundheitliche Risiken auszuschließen.
  • Dosierung beachten: Die empfohlene Tagesdosis sollte nicht überschritten werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.
  • Kein Ersatz für die schulmedizinische Behandlung: Nahrungsergänzungsmittel können die schulmedizinische Behandlung von MS nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen.
  • Qualität der Produkte: Es ist wichtig, auf die Qualität der Nahrungsergänzungsmittel zu achten und Produkte von renommierten Herstellern zu wählen.
  • Individuelle Verträglichkeit: Jeder Mensch reagiert anders auf Nahrungsergänzungsmittel. Es ist daher wichtig, die eigene Verträglichkeit zu beobachten und beiUnverträglichkeiten die Einnahme zu beenden.

Weitere ergänzende Therapieansätze

Neben der Einnahme von Vitasprint und anderen Nahrungsergänzungsmitteln gibt es eine Reihe weiterer ergänzender Therapieansätze, die MS-Patienten in Erwägung ziehen können:

  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Einige Ärzte sind der Meinung, dass die TCM sich positiv auf MS auswirken kann. Gemeinsamer "Angriffspunkt" mit der westlichen Medizin ist die Modulation des Immunsystems: Durch den fachkundigen Einsatz der TCM kann bei jedem Patienten für dessen individuelles Beschwerdebild eine Therapiestrategie entwickelt werden, die ein optimales Milieu schafft, um gemeinsam mit der westlichen Medizin dem Fortschreiten der chronischen Erkrankung Einhalt zu gebieten. Parallel zum Einsatz "westlicher" Medikamente können angewendet werden: klassische Nadel-Akupunktur, moderne Laser-Akupunktur, diätetische Ratschläge nach chinesischer Syndromdiagnostik, manuelle Therapie als Tuina oder Akupressur und Qigong-Übungen als heilgymnastische Ergänzung.
  • Cannabinoide: Die wesentlichen Wirkungen sind auf die Spastik und auf den Schmerz zu erwarten. Da psychotrope Effekte hinzu kommen, sind die Berichte einzelner Patienten in Bezug auf objektive neurologische Verbesserungen schwer von den subjektiven Erfahrungen zu trennen - und richtige Studien gibt es nicht.
  • Elektrotherapie: Die Elektrotherapie kann einerseits über den Reiz den Muskel daran hindern, weiter durch Inaktivität zu degenerieren, gleichzeitig ist der Effekt auf den Nerven in seiner Regeneration eher negativ, so dass die Elektrotherapie letzlich nicht zu empfehlen ist.
  • Homöopathie: Die Lehre von der Homöopathie geht von einem ganz anderen Krankheitskonzept was Entstehung und Behandlung angeht aus als die sogenannte Schulmedizin. Daher ist auch aus Sicht einiger Ärzte keine wirkliche Hilfe von der Homöopathie zu erwarten. In Studien hat sich kein belegbarer Effekt nachweisen lassen.
  • Ernährung: Ungesättigte Fettsäuren sind wichtig und verbessern den Wert der Fette in der Ernährung - d.h. es soll ein höherer Anteil in den durch die Nahrung aufgenommenen Fetten sein. Wichtige Vertreter sind die sogenannten Omega-3 - beziehungsweise Omega-6-Fettsäuren. Hierzu zählen Linol- und Linolensäure, die der Organismus nicht selber herstellen kann und mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Diese Fettsäuren erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Sie sind beim Aufbau der Zellmembranen und Nervenzellen beteiligt. Sie haben hormonähnliche Wirkung und wirken hemmend bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma. Bislang konnte jedoch eine positive Wirkung der Omega-Fettsäuren bei Multipler Sklerose nicht nachgewiesen werden.

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