Voltaren bei eingeklemmtem Nerv: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

Ein eingeklemmter Nerv kann eine sehr schmerzhafte und einschränkende Erfahrung sein. Die gute Nachricht ist, dass es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gibt, darunter auch die Verwendung von Voltaren-Produkten, um die Symptome zu lindern. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und verschiedene Therapieansätze bei einem eingeklemmten Nerv, wobei auch auf die Rolle von Voltaren eingegangen wird.

Was ist ein eingeklemmter Nerv?

Umgangssprachlich wird der Begriff "eingeklemmter Nerv" oft verwendet, um plötzlich auftretende, stechende Schmerzen zu beschreiben, die durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden. Medizinisch gesehen handelt es sich dabei um eine Nervenkompression, bei der Druck auf einen Nerv ausgeübt wird. Dieser Druck kann von verschiedenen Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Gewebe ausgehen und die Funktion des Nervs beeinträchtigen. Es fühlt sich oft so an, als wäre der Nerv buchstäblich eingeklemmt. Eine Nervenkompression kann sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen: Bei manchen Betroffenen sind die Beschwerden so stark, dass sie sich kaum noch bewegen können, andere nehmen die Einschränkung nur als leichte Muskelverspannung wahr.

Ursachen eines eingeklemmten Nervs

Ein eingeklemmter Nerv kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Auslöser sind:

  • Muskuläre Verspannungen: Verhärtete Muskeln, die auf einen Nerv drücken, sind eine der häufigsten Ursachen. Diese Verspannungen können durch Fehlhaltungen, Überlastung, mangelnde Bewegung oder Stress entstehen. Muskelverspannungen sind die Hauptursache für einen eingeklemmten Nerv.
  • Fehlbelastungen: Wiederholte oder einseitige Belastungen können zu Muskelverhärtungen und somit zu Nervenkompressionen führen. Im Bereich der Füße können Plattfüße, Spreizfüße, Senkfüße und Hohlfüße zu Fehlbelastungen in der alltäglichen Bewegung führen und lange Zeit keine Beschwerden auslösen. Meistens werden die Fehlbelastungen von den Betroffenen gar nicht bemerkt und nur in einer entsprechenden Diagnostik herausgefunden, wenn der Verdacht auf eine Fehlbelastung vorhanden ist.
  • Degenerative Veränderungen: Arthrose oder Bandscheibenvorfälle können ebenfalls Druck auf Nerven ausüben. Ein Bandscheibenvorfall kann die Nervenwurzel des Ischiasnervs einengen, indem der Gallertkern einer Bandscheibe den äußeren Faserring durchbricht und das ausgetretene Material auf die Nervenwurzel drückt. Auch eine Bandscheibenprotrusion (Bandscheibenvorwölbung) kann auf die Nervenwurzeln des Ischiasnervs drücken.
  • Verletzungen: Stürze, Unfälle oder Sportverletzungen können zu direkten Nervenschädigungen oder indirekt zu Muskelverspannungen führen, die Nerven einklemmen.
  • Weitere Ursachen: Verklebte Faszien, Wirbelgleiten (Spondylolisthese), Knochentumore, Spinalkanalstenose, Ischialgie, Schwangerschaft oder chronische Krankheiten wie Diabetes können ebenfalls eine Rolle spielen.

Wo kommt ein eingeklemmter Nerv besonders häufig vor?

Eingeklemmte Nerven können an verschiedenen Stellen im Körper auftreten. Besonders häufig sind folgende Bereiche betroffen:

  • Rücken: Aufgrund der zentralen Rolle der Wirbelsäule bei alltäglichen Bewegungen sind eingeklemmte Nerven im Rückenbereich besonders häufig. Zahlreiche Muskeln, die sich um die Wirbelsäule ausspannen, sorgen dafür, dass die Wirbelsäule adäquat bewegt werden kann. Besonders der tiefe Rücken, der ja auch als Lendenwirbelsäule bezeichnet wird, ist von den eingeklemmten Nerven besonders häufig betroffen.
  • Halswirbelsäule: Die hohe Beweglichkeit des Kopfes macht die Halswirbelsäule anfällig für eingeklemmte Nerven. Die Halswirbelsäule ist die zweite Region, die besonders häufig von eingeklemmten Nerven betroffen ist. Der Grund liegt darin, weil der Kopf, der den Beginn der Halswirbelsäule darstellt, sehr beweglich ist und die Halswirbelsäule schnelle und auch ruckartige Bewegungen garantieren muss.
  • Schulter und Schulterblätter: Auch die Schulter und die Schulterblätter sind sehr stark in die alltägliche Bewegung mit eingebunden und können von Nervenkompressionen betroffen sein.
  • Rippen: Beim Atmen oder Husten werden die Muskeln zwischen den Rippen stark belastet, was bei einem lange andauernden Husten zu Verhärtungen führen kann, die Nerven komprimieren. Die Rippen bilden den Brustkorb, der ebenfalls bei vielen Bewegungen mit beansprucht wird. Beim Atmen oder Husten werden die Muskeln zwischen den Rippen besonders stark belastet, was dann dazu führen kann, dass es bei einem lange andauernden Husten zu kleinen Verhärtungen der Muskeln zwischen den Rippen kommen kann und Nerven, die sich zwischen den Rippen ausspannen, komprimiert werden können.
  • Hüfte: An der Hüfte kann sich der Nervus cutaneus femoris lateralis unter dem Leistenband einklemmen, was als Meralgia paraesthetica bezeichnet wird.
  • Ischiasnerv: Der Ischiasnerv (Nervus ischiadicus) ist der dickste und längste Nerv im menschlichen Körper. Er verlässt den Wirbelkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins. Dann verläuft er über das Gesäß und die Hinterseite des Oberschenkels bis in die Kniekehle, wo er sich verzweigt. Schmerzen im Ischiasnerv entstehen durch Einklemmungen, Verletzungen oder Reizungen des Ischiasnervs oder seiner Wurzeln. Mögliche Ursachen können ein Bandscheibenvorfall, Verletzungen eines Wirbelkörpers oder Entzündungen sein.

Symptome eines eingeklemmten Nervs

Die Symptome eines eingeklemmten Nervs können vielfältig sein und hängen von der Lokalisation und dem Ausmaß der Nervenkompression ab. Typische Symptome sind:

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  • Schmerzen: Das häufigste Symptom ist ein plötzlich einschießender Schmerz, der an der Stelle der Kompression beginnt und in die umliegenden Bereiche ausstrahlen kann. Der Schmerzcharakter wird als schneidend, scharf ziehend oder brennend beschrieben.
  • Empfindungsstörungen: Kribbeln, Taubheitsgefühle oder ein Gefühl des "Einschlafens" in den betroffenen Gliedmaßen sind häufige Begleiterscheinungen.
  • Muskelschwäche: Bei länger anhaltender Nervenkompression kann es zu Muskelschwäche oder sogar vorübergehenden Lähmungserscheinungen kommen.
  • Bewegungseinschränkungen: Es kann schwer fallen, bestimmte Bewegungen auszuführen.
  • Weitere Symptome: In seltenen Fällen können auch Schwindel oder Erbrechen auftreten, insbesondere wenn empfindliche Nerven im Bereich der Halswirbelsäule betroffen sind.
  • Ischiasschmerzen: Die typischen Schmerzen, die bei einer Reizung des Ischiasnervs auftreten, bezeichnet man auch als neuropathische Schmerzen. Das bedeutet, dass die Schmerzen vom Nerv selbst ausgehen und nicht von der Region, in der sie auftreten. Die Schmerzen betreffen den unteren Rücken und können in das betroffene Bein bis zum Fußaußenrand ausstrahlen. Die Beweglichkeit des Beines ist häufig eingeschränkt und die Patienten nehmen eine Schonhaltung ein, bei der das Bein leicht angewinkelt und nach außen gedreht ist. Seltene Symptome im Zusammenhang mit einem eingeklemmten Ischiasnerv sind Probleme mit der Entleerung von Blase und Darm. Diese treten in besonders schweren Fällen auf, wenn die Nervenwurzeln der sogenannten Cauda equina betroffen sind (Cauda-equina-Syndrom).

Diagnose eines eingeklemmten Nervs

Die Diagnose eines eingeklemmten Nervs wird in der Regel klinisch gestellt. Der Arzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese erheben, um die Art und den Verlauf der Beschwerden zu erfassen. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der der schmerzhafte Bereich abgetastet und die Beweglichkeit überprüft wird.

Ergänzende diagnostische Maßnahmen können sein:

  • Neurologische Untersuchung: Prüfung der Reflexe, Sensibilität und Muskelkraft, um neurologische Ausfälle festzustellen.
  • Ultraschall: Darstellung von Weichteilstrukturen, um Muskelverhärtungen oder andere Auffälligkeiten zu erkennen. Der Ultraschall macht vor allem weichere Strukturen direkt unter der Haut deutlich. Es wird eingesetzt, um innere Organe, Muskeln, Sehnen und Bänder darzustellen. Bei einem verklemmten Nerven würde man den Nerv zwar nicht erkennen können, allerdings könnte man die verhärteten Muskeln, die auf einen Nerven drücken, meistens sehen und darstellen können.
  • Röntgen: Ausschluss von Knochenverletzungen oder -veränderungen. Ein Röntgenbild kommt vor allem bei der Diagnostik zum Einsatz, wenn es darum geht zu untersuchen, ob Knochen verletzt sind. Beim Ausschluß einer Fraktur ist somit das Röntgenbild Diagnostik der ersten Wahl. Neben Knochen kann ein Röntgenbild auch größere Flüssigkeiten darstellen sowie auch Sehnen, wenn diese einen erhöhten Kalkanteil aufweisen.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Die beste Methode, um Nerven, Knochen, Sehnen und Weichteile darzustellen. Vor allem, wenn man sich nicht sicher ist, woher Schmerzen kommen, sollte ein MRT zur Anwendung kommen. Wenn weiterhin auch neben den Schmerzen neurologische Auffälligkeiten den Patienten quälen sollte immer auch ein MRT angefertigt werden. In dieser Aufnahme würde man gut erkennen, ob und wenn ja welche Nerven betroffen sind und komprimiert werden.
  • Elektromyogramm (EMG): Messung der elektrischen Aktivität der Muskeln, um Nervenschädigungen festzustellen. Das Elektromyogramm wird von Orthopäden und Neurologen eingesetzt, um durch eine Darstellung der elektrischen Ströme der Muskeln entsprechende Ungleichmässigkeiten und Fehlbelastungen zu diagnostizieren. Die Messungen werden im Seitenvergleich sowie auch jeweils in Ruhe und bei Bewegung durchgeführt. Ein auffälliger Spannungsabfall deutet immer auf eine Fehlbelastung hin.
  • Wirbelsäulenvermessung: Feststellung von Fehlhaltungen oder Fehlbelastungen. Die Wirbelsäulenvermessung wird von Orthopäden dann durchgeführt, wenn man feststellen möchte, ob eine Fehlhaltung oder Fehlbelastung vorhanden ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Wirbelsäulenvermessung durchzuführen.
  • Muskuläre Dysbalance Check: Der muskuläre Dysbalance Check ist eine Methode, um Fehlbelastungen des Körpers herauszufinden. Der Untersucher schaut sich hierfür die Ausprägung, die Beweglichkeit und die Schmerzhaftigkeit der einzelnen Muskeln an und stellt einen Seitenvergleich an.

Behandlung eines eingeklemmten Nervs

Die Behandlung eines eingeklemmten Nervs zielt darauf ab, den Druck auf den Nerv zu reduzieren, die Schmerzen zu lindern und die Funktion wiederherzustellen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die je nach Ursache und Schweregrad der Beschwerden eingesetzt werden können.

Konservative Behandlung

In den meisten Fällen kann ein eingeklemmter Nerv konservativ behandelt werden. Dazu gehören:

  • Schonung und Bewegung: Überlastende Bewegungen sollten vermieden werden, aber absolute Ruhe ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Sanfte Bewegung kann helfen, die Muskeln zu lockern. Auch wenn die Schmerzen durch Bewegung ausgelöst werden, sollte man nicht den Fehler machen und sich komplett ruhigstellen.
  • Wärme: Wärme kann helfen, verspannte Muskeln zu lockern und die Durchblutung zu fördern. Eine Wärmflasche, ein warmes Bad oder Wärmepflaster können wohltuend sein. Bei eingeklemmten Nerven scheint eine Behandlung mit Wärme erfolgsversprechender zu sein als die Behandlung mit Kälte. Der Hintergrund ist wohl der, dass die verhärteten Muskeln, die auf den Nerv drücken, durch die Wärme gelockert werden und durch eine Gefäßweitstellung im Muskel mehr Blut hineinfließen kann.
  • Kälte: Bei akuten Schmerzen oder Schwellungen kann Kälte lindernd wirken. Bei akuten Schmerzen oder Schwellungen (z. B.
  • Dehnübungen: Regelmäßige Dehnübungen können helfen, die Muskeln zu entspannen und den Druck auf den Nerv zu verringern. Dehnende Übungen sollten ebenfalls regelmäßig zur Anwendung kommen. So sollten langsame und federnde Rumpfbeugen mehrere Minuten für 1-3 mal am Tag durchgeführt werden.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen und manuelle Therapie können helfen, Muskelverspannungen zu lösen, die Beweglichkeit zu verbessern und Fehlbelastungen zu korrigieren. Vor allem, wenn es immer wieder zu eingeklemmten Nerven irgendwo im Körper kommt, scheint eine zugrundeliegende, chronische Fehlbelastung wahrscheinlich zu sein. In diesem Fall sollten unter krankengymnastischer Anleitung Muskeln auftrainiert werden.
  • Massagen: Massagen können helfen, Muskelverhärtungen zu lösen und die Durchblutung zu fördern. Oftmals kennen die Patienten den genauen Ort des eingeklemmten Nerven durch die Schmerzen sehr gut und können diesen Bereich auch durch die verhärteten Muskeln ertasten. Dies geschieht durch Massagen oder auch durch Wärme, die man in Form einer Wärmflasche für 10 Minuten 1-3 mal täglich auf den Bereich legen sollte.
  • Kinesiotaping: Kinesiotapes sind selbstklebende Bänder, die auf die Haut geklebt werden, um Muskeln und Gelenke zu unterstützen und Schmerzen zu lindern. Bei einem eingeklemmten Nerv kann man ebenfalls ein oder mehrere Kinesiotapes über den schmerzhaften Bereich kleben. Man sollte das Band einige Tage auf der Stelle kleben lassen und merkt dann oftmals schon nach wenigen Tagen, dass es zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden kommt.

Medikamentöse Behandlung

Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung können verschiedene Medikamente eingesetzt werden:

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  • Schmerzmittel: Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren. Auch hier kommen Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen zum Einsatz. Die Dosierung sollte zunächst 400- 600 mg 1-3 mal am Tag (Ibuprofen) oder 50- 75 mg 1-3- mal am Tag (Diclofenac) nicht überschreiten.
  • Muskelrelaxantien: Bei starken Muskelverspannungen können Muskelrelaxantien helfen, die Muskeln zu entspannen.
  • Kortikosteroide: In einigen Fällen können Kortikosteroide als Tabletten oder Spritzen verabreicht werden, um Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern. Eine gezielte Kortisonspritze kann den geklemmten Nerven schnell die Entzündung nehmen. Eine Kortisonspritze kann mit Traumel oder örtlichem Betäubungsmittel (z.B. Periradikuläre Injektion Kortison und Lokalanästhetikum werden in den Periduralraum der Wirbelsäule gespritzt (z. B.
  • Voltaren: Voltaren ist ein bekanntes Schmerzmittel, das den Wirkstoff Diclofenac enthält. Es ist in verschiedenen Formen erhältlich, darunter als Gel, Tabletten und Pflaster. Voltaren kann bei einem eingeklemmten Nerv helfen, Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren.

Voltaren-Produkte im Überblick

  • Voltaren Schmerzgel: Das Gel wird lokal auf die schmerzende Stelle aufgetragen und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es eignet sich besonders gut für oberflächliche Schmerzen, die durch Muskelverspannungen verursacht werden. Zu nennen wären Diclofenac oder Ibuprofen als Salbe.
  • Voltaren Tabletten: Die Tabletten enthalten Diclofenac-Kalium und wirken schnell gegen Schmerzen. Es gibt Dicolfenac (z.B. Voltaren Resinat), die in Tagesdosierungen von 75 - 150 mg genommen werden können.
  • Voltaren Dolo: Voltaren Dolo enthält eine niedrigere Dosis Diclofenac und ist rezeptfrei erhältlich. Es eignet sich zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen. Voltaren Dolo 25 mg überzogene Tablette Wirkstoff: Diclofenac-Kalium. Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen. Warnhinweis: Enthält Saccharose (Zucker). Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Apothekenpflichtig. Stand: 01/2024. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Voltaren Dolo Liquid 25 mg Weichkapsel Wirkstoff: Diclofenac-Kalium. Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen; Fieber. Warnhinweis: Enthält Sorbitol. Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Apothekenpflichtig. Stand:01/2024. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
  • Voltaren Schmerzgel forte: Voltaren Schmerzgel forte 23,2 mg/g Gel Wirkstoff: Diclofenac-N-Ethylethanamin. Anwendungsgebiete: Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren: Zur lokalen, symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen infolge eines stumpfen Traumas, z. B. Sport- und Unfallverletzungen. Bei Jugendlichen ab 14 Jahren ist das Arzneimittel zur Kurzzeitbehandlung vorgesehen. Warnhinweis: Enthält Propylenglycol, Butylhydroxytoluol und einen Duftstoff mit Eukalyptus, Benzylalkohol, Citronellol, Cumarin, D-Limonen, Eugenol, Geraniol und Linalool. Apothekenpflichtig. Stand:01/2024. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
  • Voltaren 24 Stunden Schmerzpflaster: Voltaren 24 Stunden Schmerzpflaster 140 mg wirkstoffhaltiges Pflaster Wirkstoff: Diclofenac-Natrium. Anwendungsgebiete: Zur lokalen, symptomatischen Kurzzeitbehandlung (max. 7 Tage) von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen der Extremitäten infolge eines stumpfen Traumas bei Jugendlichen ab 16 Jahren und Erwachsenen. Apothekenpflichtig. Stand:01/2024. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Voltaren

  • Voltaren sollte nicht über einen längeren Zeitraum oder in hoher Dosierung angewendet werden, da dies zu Nebenwirkungen führen kann.
  • Bei bestehenden Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenerkrankungen sollte Voltaren nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
  • Die Packungsbeilage sollte vor der Anwendung sorgfältig gelesen werden.

Injektionen

Helfen die genannten Maßnahmen nicht, kann die Applikation einer Spritze in Erwägung gezogen werden. Neben den medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sollte auch eine physiotherapeutische Beübung in Erwägung gezogen werden. Während sich die meistens Hausärzte aus der Applikation von Spritzen zurückgezogen haben, verabreichen Unfallchirurgen und Orthopäden Spritzen noch sehr häufig. Hat man früher noch entzündungshemmende Medikamente, wie Diclofenac gespritzt, ist man heute damit sehr vorsichtig geworden. Heute würde man z.B. ein Tramal-Kortison Gemisch spritzen, um neben der Schmerzlinderung auch gleichzeitig eine Entzündungshemmung zu erreichen. Die Spritze wird nach vorangegangener Desinfektion der Haut gegeben. Die Patienten merken einige Stunden später eine Besserung der Beschwerden. Manchmal kann es sein, dass nach der Spritze die Beschwerden wieder zunehmen und stärker werden. In diesem Fall kann auch überlegt werden, die Spritzenapplikation nochmals zu wiederholen.

Alternative Behandlungsmethoden

Ergänzend zu den genannten Therapien können auch alternative Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden:

  • Akupunktur: Kann helfen, Muskelverspannungen zu lösen und Schmerzen zu lindern.
  • Osteopathie/Chiropraktik: Kann Blockaden lösen und die Beweglichkeit verbessern. Massagen und manualtherapeutische (Chirotherapie) Maßnahmen beschleunigen ebenfalls den Heilungsprozess, weil dadurch gezielt Blockaden in der Muskulatur gelöst werden können. Durch Akupunktur und Triggerpunktmassagen können gezielt vorhandene Myogelosen (Muskelverhärtungen) gelöst werden.
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson: Kann helfen, Muskelverspannungen abzubauen und Stress zu reduzieren.

Wann ist eine Operation notwendig?

In seltenen Fällen ist eine Operation erforderlich, um den Druck auf den Nerv zu beseitigen. Dies kann beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Spinalkanalstenose der Fall sein, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen. In einigen Fällen, besonders bei schwer­wie­genden oder chro­nischen Nerven­kom­pres­sionen, kann eine Operation zur Dekompression notwendig werden. Bei einem Bandscheibenvorfall kann beispielsweise ein minimalinvasiver Eingriff durchgeführt werden, um den Druck auf den betroffenen Nerv zu verringern und die Nervenwurzeln zu entlasten.

Dauer der Arbeitsunfähigkeit

Die Dauer, bis man bei einem eingeklemmten Nerv wieder arbeitsfähig ist, hängt davon ab, wo der Nerv eingeklemmt ist und wie stark die Schmerzen sind, sowie auch welche berufliche Tätigkeit ausgeübt wird. Schwere körperliche Arbeiten sollte eher mit Vorsicht wieder begonnen werden, weil man verhindern will, dass es sofort wieder zu einer Einklemmung kommt.

  • Büroarbeit: 0 - 7 Tage Krankschreibung
  • mäßige körperliche Arbeit: 7 - 14 Tage Krankschreibung
  • körperlich schwer arbeitende Menschen: 2 Wochen bis mehrere Monate Krankschreibung

Vorbeugung eines eingeklemmten Nervs

Es gibt verschiedene Maßnahmen, um einem eingeklemmten Nerv vorzubeugen:

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  • Ergonomie am Arbeitsplatz: Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes hilft, eingeklemmten Nerven vorzubeugen. Bei sitzenden Tätigkeiten im Büro sind eine aufrechte Haltung, passende Stühle und Tische sowie Hilfsmittel wie Handauflagen sinnvoll. Wer überwiegend steht, profitiert von gut gedämpften Schuhen und regelmäßigen Pausen zur Entlastung der Gelenke.
  • Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität stärkt die Muskulatur und beugt Verspannungen vor. Körperliche Aktivität beugt Verspannungen vor und stärkt die Muskulatur.
  • Richtiges Heben: Heben Sie schwere Lasten aus den Beinen heraus und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Beim Heben schwerer Lasten sollte die Kraft aus den Beinen kommen, um den Rücken zu schonen.
  • Stressmanagement: Bauen Sie Stress ab, um Muskelverspannungen zu vermeiden. Muskelverspannungen können durch Stress begünstigt werden.
  • Gesundes Gewicht: Übergewicht belastet die Wirbelsäule und kann Nerven einklemmen. Ein gesundes Körpergewicht entlastet die Wirbelsäule und verhindert zusätzlichen Druck auf Nerven.
  • Dehnübungen: Integrieren Sie regelmäßige Dehnübungen in Ihren Alltag.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In den meisten Fällen verschwindet ein eingeklemmter Nerv von alleine wieder. Allerdings sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • die Schmerzen sehr stark sind oder länger als ein paar Tage anhalten.
  • Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche auftreten.
  • die Beschwerden sich verschlimmern.
  • neurologische Ausfälle wie Blasen- oder Darmfunktionsstörungen auftreten.

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